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Leselupe.de > Gereimtes
Überflüssiges Dichten
Eingestellt am 01. 06. 2006 20:29


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Udogi-Sela

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Ein Dichter, welcher nicht ganz dicht,
dichtete sich dies Gedicht:

War ein Eimer mit ’nem Loch,
daraus tropfend Wasser kroch.

Kam ein Zeilenreimer,
dichtete den Eimer.

Von besond’rer Klasse
war die Dichtkunstmasse.

Als die Masse fest,
folgt’ des Dichters Test.

Hielt den Eimer (dichter ran!)
unter einen Wasserhahn.

Drehte Hahn auf, was geschah?
Leitung dicht! Kein Wasser da!

__________________
Dieses ganze Schreiben ist nichts als die Fahne des Robinson auf dem höchsten Punkt der Insel. (Kafka)

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Ecki
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Hallo Udo,

Hier ist Dir wirklich ein gutes Gedicht gelungen. Ist witzig und pointiert geschrieben. Habe es mit Freude gelesen.
Gruß: Ecki

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Lachmalwieder
Routinierter Autor
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:) Na dann wollen wir mal Konstruktivität üben :)

Lieber Udo,
mir scheint, du wurdest in einer besonderen Weise inspiriert - aus einer Konversation heraus vielleicht??

Zum Gedicht: Jetzt bin ich mal dran, um zusagen: Da holpert was Oder war das etwa schelmische Absicht??

Ein Dichter, welcher nicht ganz dicht,
dichtete sich dies Gedicht:
(Vorschlag: Der dichtete sich dies Gedicht:

War ein Eimer mit ’nem Loch,
(Vorschlag: In einem Eimer war ein Loch,)

daraus tropfend Wasser kroch.
(Vorschlag: aus dem beständig Wasser kroch.)

Kam ein Zeilenreimer,
(Vorschlag: Beherzt kam so ein Zeilenreimer)

dichtete den Eimer.
(Vorschlag: und dichtete den lecken Eimer.)

Von besond’rer Klasse
(Vorschlag: Aus grandioser Extraklasse)
war die Dichtkunstmasse.
(Vorschlag: bestand des Dichters Dichtkunstmasse.)

Als die Masse fest,
(Vorschlag: Kurz später schien die Masse fest,)
folgt’ des Dichters Test.
(Vorschlag: so folgte gleich der Dichtkunsttest.)

Hielt den Eimer (dichter ran!)
(Vorschlag: Er hielt den Eimer dichter ran,)
unter einen Wasserhahn.
(Vorschlag: ganz nah an seinen Wasserhahn.)

Drehte Hahn auf, was geschah?
(Vorschlag: Er drehte auf. Doch was geschah?)
Leitung dicht! Kein Wasser da!
(Vorschlag: Die Leitung dicht! Kein Wasser da!)


Übrigens, die letzte Strophe könnte man sicher noch bißchen aufpeppen, indem man das Wortspiel "Dichtung vs. Dichtung" verstärkt.

Das könnte vielleicht so aussehen:
Doch trübte sich bald sein Gesicht,
zu dicht war wohl sein Hahngedicht!


Viele Grüße
Steffen


__________________
Besucht mich mal unter: www.lach-und-sachgeschichten.com

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JoteS
Foren-Redakteur - tippende Inquisition
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Registriert: Oct 2003

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Richtiges Ende:
Doch da entgleiste sein Gesicht
Nun war auch noch die Leitung dicht

Die Leitung weil er darauf stand
Im Eimer war sein Kunstverstand!


Was für eine Po-Ente!
__________________
Oh lodernd Feuer! (Ustinov als Nero)

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Udogi-Sela

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@Torsten „Ecki“

Freut mich, wenn es dir gefällt.



@Steffen,

jetzt nimmst du mich aber in die Pflicht!

In der Tat war die kleine Diskussion um „Godjes’“ Gedicht „Geburtstag“ der Auslöser, mein kleines Gedicht einzustellen. Ich habe mich wieder daran erinnert, denn geschrieben habe ich es bereits vor vielen Jahren. Es erschien mir allerdings nie so richtig fertig zu sein, was du mir ja mit Deinen Anmerkungen bestätigst.
Eine gewisse schelmische Absicht zur Veröffentlichung spielte natürlich auch mit.

Im Einzelnen:

Du hast mit deinen Ergänzungen das Versmaß des Gedichts in eine gleichmäßige Form gebracht. Ich übernehme:

Ein Dichter, welcher nicht ganz dicht,
der dichtete sich dies Gedicht:

In einem Eimer war ein Loch,

bei: „aus dem beständig Wasser kroch.“ stimmt die Silbenzahl, aber es tropft nicht mehr.

Bei: „daraus tropfend Wasser kroch.“, muss, um den Rhythmus einzuhalten, die erste Silbe „da...“ von „daraus“ betont werden. Das merkt man aber erst beim zweiten Lesen.

Ich ändere in: „Aus dem es tropfte noch und noch.“

Die Änderung der Silbenzahl im folgenden Vers war allerdings von mir beabsichtigt, denn es kam ja ein Zeilenreimer; der macht alles anders und besser. Auch das „dichtete den Eimer“ sollte sich fokussiert auf die doppelte Bedeutung des „dichten“ beziehen.
Zugegeben, beim Lesen stolpert man, aber das war wie gesagt Absicht.

Nun kann ich nach der Verkürzung auch bei den nächsten Zeilen die kürzere Silbenzahl beibehalten.

Deinem Vorschlag folgend ändere ich:

Von grandioser Klasse: (Doppelpunkt)
Seine Dichtkunstmasse.

Als die Masse fest,
(Sie schien nicht nur fest zu sein, sondern sie war es.)
folgte jener Test:

Dichter schritt sodann
dicht zum Wasserhahn. (Seinem? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!)

Drehte auf, und was geschah?
Leitung dicht! Kein Wasser da!

In den letzten zwei Zeilen ändert sich wieder die Silbenzahl und es holpert.

Im Ganzen könnte es so aussehen:

Ein Dichter, welcher nicht ganz dicht,
der dichtete sich dies Gedicht:

In einem Eimer war ein Loch,
aus dem es tropfte noch und noch. –

Kam ein Zeilenreimer,
dichtete den Eimer.

Von grandioser Klasse:
Seine Dichtkunstmasse.

Als die Masse fest,
folgte Dichtheitstest:

Dichter schritt sodann
dicht zum Wasserhahn.

Drehte, was geschah?
Leitung dicht!

Kein Wasser da!



Du siehst, ich kann mich nicht zu den längeren Zeilen durchringen.
Ich mag es einfach so sperrig und knapp, wie es ist.
(Es ist eben nicht „flüssig“, wie das fehlende Wasser aus dem Hahn.)

Mich würde interessieren, wie flüssig (oder auch nicht) andere die Zeilen lesen.

Jedenfalls danke, dass du dich mit meinen Versen rumgeschlagen hast.

Herzlichst
Udo



__________________
Dieses ganze Schreiben ist nichts als die Fahne des Robinson auf dem höchsten Punkt der Insel. (Kafka)

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