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Leselupe.de > Feste Formen
Übung macht den Meister (Sonett)
Eingestellt am 01. 10. 2011 15:04


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plotzn
Routinierter Autor
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Übung macht den Meister

Natürlich soll man alles mal probieren
und ein Sonett gehört gewiss dazu.
Das lässt dem Dichter einfach keine Ruh.
So fängt er an, das Versmaß zu studieren.

Den Anfang, liest er, bilden zwei Quartette.
Auf so was war er schon als Kind ganz wild,
doch diese sind in Reim und ohne Bild.
Da hilft kein Terz – es folgen zwei Terzette.

Schon ist es fix und fertig, das Sonett
besteht aus acht plus sechs (macht vierzehn) Zeilen
Fünf Hebungen pro Vers, dann ist's komplett.

Er fängt zu zählen an und ist betrübt.
Nur dreizehn. Tja, er ist halt nicht geübt.

(und muss wohl weiter an Sonetten feilen…)

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gitano
Guest
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Hallo plotzn!
Die Grundidee erscheint mir humorvoll, ein Sonett über das Rätsel des Sonetts zu schreiben...so wie es sich einem newbie zunächst aufzeigt.
Leider stützt Du die inhaltliche Idee nur auf die grundlegendsten Formalia eines Sonetts. Die äußeren Formalia sind ja eher der sehr leichte Anforderungsteil eines Sonetts.
Die inneren Anforderungen werden überhaupt nicht erwähnt sodaß leicht der Eindruck entsteht daß reimen und silbenzählen zum Sonettschreiben genügen. Deshalb kommt auch der Witz nicht recht an.

Sonettuntypisch sind auch die vielen Füllselbemerkungen in Deinem Text. Die innere Rhethorik erscheint mir eher schwach und ich bemerke oft erzwungene, und den Anforderungen abgerungene Verszeilen (S3,S6,S9 usw.)Von innerer Rhythmik, Klangkonzept etc. will ich erst gar nicht beginnen...
Gerade in einem Scherzgedicht sollten die Parameter/Regeln beeindruckend und überzeugend dargeboten werden oder auch mal gekonnt gebrochen. Aus dem 16./17 Jhd. gibt es dazu klassische Beispiele und aus der Neuzeit...auf deutsch. Na welcher Sonettliebhaber kennt sie nicht, die Klassesonette von Robert Gernhardt...

Meine Meinung:
als formale Annäherung ok.
als Scherz-Sonett: nee

Liebe Grüße
gitano

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plotzn
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Hallo gitano,

Du schraubst die Anforderungen ziemlich hoch. Könnte ich so dichten wie Robert Gernhardt, würde ich nicht in diesem Forum schreiben ;-)
Mit ist es leider nicht gelungen, auch noch These, Antithese und Synthese in diesem Gedicht unterzubringen.

Es soll wirklich nur ein Scherzgedicht sein (wie fast alle meine Gedichte) und wenn Dir die Wortspiele oder das Ende zu platt sind, dann muss ich wohl damit leben.

Ich finde es aber trotzdem schön, dass Du das Gedicht bisher als einziger überhaupt kommentiert hast...

Liebe Grüße, Stefan
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gitano
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber plotzn!
Die Autorennamen nannte ich (wenn Du aufmerksam liest) zur Orientierung,quasi als Vertreter der Autoren die Scherzsonette geschrieben haben...oft auch über das Sonett selbst.

Wer seinen Text als Sonett kennzeichnet, dessen Text wird als Sonett in der Wahrnehmung "geprüft"/ verglichen. Das ist nix spektakuläres sondern alltäglich.

Ein Problem sehe ich eher darin, daß anscheinend immer weniger bekannt ist, was ein Sonett ausmacht. Die meisten lernenden Autoren bleiben tatsächlich beim Formalen hängen.
Keine Angst ich werde jetzt hier keine "Niederschrift" beginnen. Wer das Sonett liebt (es gibt hier einige Lupianer von denen ich dies behaupten könnte) wird sich entsprechend damit befassen und sehr wohl erfahren warum Dein Text auch bei der allertolerantesten Sympathie für Dich als Autor- kein Sonett sein kann.

Dies hat auch erstmal nichts mit der Synthese/Antithese/Synthese zu tun. Es geht um Grundsätzliches...der Mythos von der "Krone der Dichtung" kommt sicher nicht von den realtiv einfachen formalen Anforderungen.

Nun bin ich zwar kein Misionar ..aber ab und an kann ich bei Interesse doch einige Erkundungshilfen empfehlen...per PN vielleicht.

...und zu guter letzt noch der Hinweis; ich habe hier einen Text kritisiert. Punkt

Ich weiß, daß Du als Autor in anderen Formen sehr gute Texte schreibst. Ob dies später auch mal für die Sonettform zutrifft ist eben noch offen.


Liebe Grüße
gitano
P.S. die fehlenden Kommentare zu Deinem Text sind tatsächlich bedauerlich und vielleicht auch ein Zeichen von Unsicherheit....die Sonettliebhaber selbst wollen auch anscheinend nicht immer wieder erklären müssen wo es doch andere und bessere Lernmöglichkeiten gibt...wer es liebt wird vieles finden

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plotzn
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Lieber gitano,

da habe ich deinen ersten Kommentar wohl missverstanden. Ich hatte zunächst geglaubt, dass dich stört, dass ich bei der Beschreibung des Sonetts nur die Quartette, Terzette und Zeilenzahl erwähne, anstatt auch noch andere Charakteristika.
Aber du meintest wohl, dass mein Gedicht selbst kein Sonett ist und deshalb auch nicht so gekennzeichnet werden sollte. Da stimme ich voll zu. Es ist nur ein Scherzgedicht, das auf Sonette Bezug nimmt, selbst aber keines, oder nur ein schlechtes.
Insofern habe ich da noch großes Verbesserungspotential ;-)

Besten Dank für die Klarstellung.

Liebe Grüße, Stefan
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