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Leselupe.de > Gereimtes
Uferspaziergang
Eingestellt am 16. 03. 2008 23:48


Autor
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Olinn
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Mar 2008

Werke: 9
Kommentare: 59
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Kopf├╝ber zieht der Himmel schwarze Str├╝mpfe rauf,
bis an den Nabel, wo der Mond so gerne d├Âst.
Ein Fischer hat sich aus dem Farbensturm gel├Âst.
Kein einzÔÇÖger Stern schl├Ągt ├╝ber sie die Augen auf.

Die Abendrosen bl├╝hten brombeer. Funkenfrei
die Nacht. Es rollt ein Schrei ins meeresgr├╝ne Tief.
Jetzt klagt die Frau, die sich im Traum verlief
und eine andre f├╝ttert ihren Papagei.

Durch Flysch, an Felsenplatten nagt das Salz der Zeit.
Die Nacht ist gr├Ątenlos, der Mond hat sich versteckt.
Sie st├╝lpt die Str├╝mpfe hoch und gibt sich unbefleckt.
S├╝├č spannt die Feuchte aus dem Sand, zieht endlichweit.

Allm├Ąhlich kriecht die K├Ąlte von den Ufern her.
Signiert den Weltengang, umschleicht die Meeresb├Âen
die Unabdingbarkeit, das Wachsen und Vergehen.
Auf meinem Nacken ruhst du dich aus.
Luftigschwer.


Version vom 16. 03. 2008 23:48

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ENachtigall
Foren-Redakteur
???

Registriert: Nov 2005

Werke: 209
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Liebe Susanne,

herzlich willkommen in der Leselupe!

Du deb├╝ttierst hier mit einem Reimgedicht, das sich in seinem eigenwilligen Stil deutlich und mutig positioniert. Deine Schreibweise mit ihren lebhaft unverbrauchten Bildern werde ich gerne ├Âfter lesen. Eine tolle Bereicherung f├╝r unsere "Gereimte Lyrik".

Herzliche Gr├╝├če von Elke

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Ohrensch├╝tzer
???
Registriert: Oct 2002

Werke: 83
Kommentare: 690
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Interessanter Text. Ungew├Âhnliche Wortwahl, an der Kippe zum Unpassenden, aber noch auf der "guten", passenden Seite. Daher angenehm hervorstechend. Rhythmisch und sprachlich exakt und trotzdem nicht hochgestochen. Sch├Âne Bilder, die Poesie darin spricht mich auch an. Allein den Titel finde ich nicht ganz so gelungen.

Ich mag das Gedicht. Liebe Gr├╝├če,
__________________
Der Ohrensch├╝tzer

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Olinn
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Mar 2008

Werke: 9
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Hallo Elke,
ich danke Dir f├╝r Deinen Willkommenskommentar f├╝r meinen Erstling hier.
Unverbrauchte Bilder in der gereimten Lyrik zu finden, ist eine spannende Suche, die mich immerwieder begeistert.
Ohne Verweilen in der freien Form w├╝rde ich sie nicht entdecken.
Viele Gr├╝├če,
Susanne

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Olinn
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Mar 2008

Werke: 9
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Lieber Ohrensch├╝tzer,

die Bilder enstanden bei einem Spaziergang am Uferweg in stockdunkler Nacht, ich dachte an eine Zierde, als die farbengetr├Ąnkten Bilder hindurchschl├╝pften. Dennoch geht es um den ewig umherstreifenden Wind, die zeitliche Dimension eines Lebens in ihrer Erdenschwere.
Ich denke, die Lesekante erlaubt durchaus andere Bilder in der Lyrik.
Ich danke Dir sehr f├╝r Deinen Kommentar und Deine Meinung!
Viele Gr├╝├če, Susanne

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Joh
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Mar 2008

Werke: 58
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Hallo Susanne,

Du schaffst es gerade immer noch das leicht kitschige auszugleichen, gut, es macht den Text reizvoll. Und die Bilder, die du mit Worten gemalt hast, sprechen mich in Ihrer Poesie sehr an.

"Kein einzÔÇÖger Stern schl├Ągt ├╝ber sie die Augen auf." Nur diesen Satz verstehe ich nicht, wer ist sie? K├Ânnte man "sie" durch "ihr" ersetzen, w├╝rde sich besser ins Sprachgef├╝hl einf├╝gen.

Ich habe Dein Gedicht mit Genu├č gelesen,
ein Gru├č an Dich, Johanna

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