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Leselupe.de > Gereimtes
Umgeben hat die Nacht den Wald (gelöscht)
Eingestellt am 20. 12. 2007 01:36


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N
Hobbydichter
Registriert: Jul 2007

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Wer spricht von Siegen? Überstehn ist alles.

( Rilke )

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Prosaiker
Guest
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Der erste Vers ist zeitlich nicht stimmig.
Zu Beginn der zweiten Strophe fehlt ein "n" hinter den "Häuser".
Erinnert mich thematisch - aber tatsächlich lediglich thematisch - an mein Lieblingsgedicht von Nietzsche: mit netter malerischer Untermalung von Caspar David Friedrich Hier klicken zu finden.

Zurück zu deinem Gedicht: das ist einfach echt schon genauso geschrieben worden. Vor mehr als hundert Jahren gar. Sicher, ich hab schon viel Schlimmeres gelesen. Aber es ist, als seien diese Zeilen (wie auch beim andern Gedicht zu dem ich mich geäußert hab) in Vergangenem verwurzelt. Als wär es nicht deine Stimme, die spricht.

Grüße,
Prosa.

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Prosaiker
Guest
Registriert: Not Yet

Selbstverständlich meinte ich nicht, dass das komplette Gedicht schon exakt so geschrieben wurde, wie es hier steht. Wobei das wohl keineswegs abwegig ist. Meine Güte: "Nacht", "Wald", "Winterwind", "Feuerschein", "Sterne" - Klartext: Gehts denn noch viel kitschiger oder ist die Büchse der Abgedroschenheit damit ans Ende ihres sagenhaft riesigen Latinums gelangt? Ah, ich seh schon. Kinder, Wohlfühlen und Wärme mischen auch noch mit in diesem literarischen Kartenspiel. Runde für Runde, Vers für Vers, wird reproduziert, wird reproduziert und - nicht zu vergessen! - reproduziert. Die immergleichen Worte werden wie die immergleichen Karten abgelegt. Man kann sie natürlich prima untereinander variieren, ganz verrückte tauschen ab und an den Wald gegen den Hain, aber das Spiel des Klischees wird immer ebendies Spiel bleiben. Das Gedicht schreit derartig nach Hausfrauenlyrik des 19ten Jahrhunderts, dass es mit einem Gänsekiel geschrieben worden sein muss.


Nachtgrüße,
Prosa.

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Duisburger
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Hallo,

mal abgesehen, wer das hier so oder ähnlich wann auch immer geschrieben hat (ich stimme da Prosaiker zu), kommen die Reime doch sehr einfach kindlich daher ist und der Ainhalt ist banal.
Das ist eines der "die Armen da draussen in der Kälte" Gedicht, wie sie vor Weihnachten zuhauf auftauchen.
Wenn es denn schon sein muss, dann sollte man so etwas orgineller angehen.
Einen brennenden Feuerschein habe ich noch nicht gesehen, wohl ein Feuer, was selbigen erzeugt.

lg
Duisburger
__________________
Unter den Kastraten ist der eineiige König (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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Walther
Routinierter Autor
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Hallo in die Runde,

versuchen wir uns mal am Metrum:

quote:
Umgeben hat die Nacht den Wald,
> Jambus, 4 hebig (Knittel)
die Sterne scheinen wieder.
> Jambus, 3 hebig
Der Winterwind ist bitter kalt,
> Jambus, 4 hebig (Knittel)
mir zittern meine Glieder.
> Jambus, 3 hebig

In Häusern leuchtet Feuerschein,
> Jambus, 4 hebig (Knittel)
so wohl und warm den Kindern.
> Jambus, 3 hebig
Ich aber bin im Wald allein
> Jambus, 4 hebig (Knittel)
und kann mein Leid nicht mindern.
> Jambus, 3 hebig
So, jetzt rumpelt es wenigstens nicht mehr.

Der Inhalt: In der Tat eine Kurzversion der Krippenlieder, Matthias Claudius, von Eichendorff etc. etc. Es weihnachtet, Ihr Leut. Da schreibt man so etwas. Wir alle werden es überleben. Nächsten Donnertag haben wir es hinter uns.

Adventsgruß

der W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Eve
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Hallo N,

ich finds schön, immer mal wieder von neuen Autoren in der Lupe zu lesen! Da dies für mich der erste Text von dir ist: Herzlich Willkommen von mir.

Zu deinem Gedicht: dass es grad zur Weihnachts-Winter-Zeit immer wieder um Kälte, Einsamkeit und Kaminfeuer-Beschaulichkeit geht, finde ich nicht schlimm. Aber unfreiwillig - jetzt nicht böse sein - wirkt dein Text lustig auf mich. Das rührt insbesondere von der letzten Zeile der ersten Strophe her:

quote:
Umgeben hat die Nacht den Wald,
die Sterne scheinen hernieder.
Der Winterwind ist bitter kalt,
mir beben und zittern die Glieder.
Du hast dich bewusst für eine Sprache entschieden, die "hernieder" benutzt - daher passt für mich "mir beben und zittern die Glieder" sprachlich nicht dazu. Da muss ich unwillkürlich schmunzeln - obwohl es sicherlich nicht so gedacht ist.

Gelungen finde ich diese Zeilen
quote:
Ich aber bin im Wald allein
und kann mein Leid nicht mindern.
- diese Stimmung ist auch das tragende Element, das zum Ende hin ausklingt und nachhallen soll.

So deutlich der Ausklang ist, so unklar ist der Beginn der letzten Strophe
quote:
In Häusern brennt der Feuerschein,
so wohl und warm ist den Kindern.
Wie in einem anderen Kommentar schon angedeutet wurde, brennt Feuerschein nicht, sondern das Feuer - da ist mir das Bild (wohlige Geselligkeit, Familie im Gegensatz zur kalten Einsamkeit draußen) etwas zu platt.

Mit ein paar Überarbeitungen, einem bisschen Ausfeilen, könnte ich mir schon noch Potential in deinen Zeilen vorstellen.

Ich hoffe, die Aufmunterung blitzt durch ;-)
viele Grüße,
Eve

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1536
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Hallo Eve, hallo N,

gute Kritik, sehr netter Ton, werde mir ein Scheibchen davon abschneiden.

In der Tat haben die Texte von Dir, liebe/r N, etwas. Sonst würden wir sie nicht kritisieren. Also laß Dich nicht unterkriegen und werkle weiter.

Meine ersten Gehversuche waren schlechter als die Deinen hier. Und ohne die - teilweise harte, oft aber berechtigte - Kritiken aus der Lupe haben nicht nur mir sehr geholfen, an meinen Versuchen Verbesserungen vorzunehmen und viel, sehr viel, zu lernen.

In diesem Sinne, danke, Eve, und Glückauf, N.

Lieber Gruß W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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