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Leselupe.de > Gereimtes
Un.Wucht
Eingestellt am 15. 10. 2010 19:43


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Walther
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Un.Wucht


Der Dichter reibt die Sprache wund,
Zerschl├Ągt die W├Ârter barsch zu Schund.
Er reiht, zu Allem kontrovers,
Die Silben irgendwie zum Vers,

Versteht sich nicht, auch nicht die Welt -
Um sie ist es ganz schlecht bestellt -,
Kennt sich nicht aus mit Ironie,
Grammatik oder Harmonie,

Verdunkelt Sinn zum Inhaltslos;
Sich selbst h├Ąlt er f├╝r riesengro├č,
F├╝r Goethe ÔÇô mindestens! - und Benn,
Vertritt Poetik, Lyrik, denn

Er hat vor vielen Jahren schon
Gefunden Takt und Ma├č und Ton:
In Strophen wird jetzt zelebriert,
Was die Erkenntnis draus gebiert.

Der Leser liest, erschrickt und staunt.
Als schlie├člich einer leise raunt,
Dass dies wohl keine Dichtung sei,
H├Ârt er sofort so allerlei,

Das laut ihm in den Ohren summt.
Worauf der Kritiker verstummt.
Es kommt schon vor, dass er sich denkt,
Die Wut geh├Ârte umgelenkt

In Worte mit der gleichen Wucht,
Die man im Text vergebens sucht,
Wenn jener sich ans Schreiben macht.
Dann sch├╝ttelt er den Kopf. Und lacht.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 15. 10. 2010 19:43
Version vom 16. 10. 2010 17:29

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber Walther,

mir gef├Ąllt dein Gedicht gut - das mal vorab.

Ich frage mich allerdings, ob du nicht besser in der Sprache des ├╝beraus poetischen

quote:
Der Dichter reibt die Sprache wund
geblieben w├Ąrst ... Auch wenn du einen Kontrast setzen willst, ist das "verhackst├╝ckt" vielleicht zu heftig. Die Interpunktion solltest du m. E. auch ein wenig ├Ąndern.

Und (es folgt das leidige Thema), hast du dir mal ├╝berlegt, dass du dich mit deiner permanenten Schnellschreibweise der Gro├čbuchstaben am Zeilenanfang um manchen sch├Ânen Enjambementseffekt bringt? Schau:

quote:
Der Dichter reibt die Sprache wund,
zerschl├Ągt die W├Ârter barsch zu Schund:
Er reiht, zu Allem kontrovers,
die Silben irgendwie zum Vers,

versteht sich nicht, auch nicht die Welt -
um sie ist es ganz schlecht bestellt -,
kennt sich nicht aus mit Ironie,
Grammatik oder Harmonie.

Verdunkelt Sinn zum Inhaltslos;
sich selbst h├Ąlt er f├╝r riesengro├č,
f├╝r Goethe ÔÇô mindestens! - und Benn,
vertritt Poetik, Lyrik, denn

er hat vor vielen Jahren schon
gefunden Takt und Ma├č und Ton.
In Strophen wird jetzt zelebriert,
was die Erkenntnis draus gebiert.

Der Leser liest, erschrickt und staunt,
als schlie├člich einer leise raunt,
dass dies wohl keine Dichtung sei,
h├Ârt er sofort so allerlei,

was laut ihm in den Ohren summt;
worauf der Kritiker verstummt.
Es kommt schon vor, dass er sich denkt,
die Wut geh├Âre umgelenkt

in Worte mit der gleichen Wucht,
die man im Text vergebens sucht.
Wenn jener sich ans Schreiben macht,
dann sch├╝ttelt er den Kopf. Und lacht.

Ansonsten sehr sch├Ân und selbstironisch.

Herzliche Gr├╝├če
Heidrun

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