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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Un désir caché
Eingestellt am 24. 01. 2004 23:37


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Isola
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Un désir caché

Wütend ging Joseph durch die Straßen von Paris.
Die Stimme seiner Freundin hallte ihm noch in den Ohren.
‚Es hat keinen Sinn mehr, wir passen einfach nicht zusammen. Es ist vorbei, Joseph.’
Sie hatte ihn dabei arrogant angesehen, ganz so, wie man einen Feind mustert, kurz bevor man ihm an die Kehle springt. Er war einfach gegangen.
Förmlich geflüchtet war er aus ihrer Wohnung, die ihm nun so suspekt vorkam mit den rosa tapezierten Wänden und den Rüschen und all dem flauschigen Mädchenkram.

Joseph wollte alleine sein, sich seinen Gedanken hin geben, als er sich in Richtung Jardin du Luxembourg aufmachte und durch das dicke Herbstlaub im Park marschierte. Traurig setzte er sich auf eine Bank, schlug seinen Mantelkragen hoch und sah verträumt den Tauben zu, wie sie am Boden umherpickten.
Er war vor vier Jahren hier her gekommen, um an der Sorbonne zu studieren. Jetzt war er dreiundzwanzig und wieder solo, weil seine Freundin nach drei Jahren Beziehung meinte, sie passten nicht zusammen. Einfach unfassbar!
Joseph konnte es nicht glauben. Es war doch alles immer wunderbar gewesen!
Er schloss die Augen und überlegte, was er wohl als nächstes tun würde und er entschloss sich, einen Kaffee trinken zu gehen, das hatte ihn schon immer aufheitern können. Er liebte es, in einem kleinen Café zu sitzen, einen heißen Kaffee neben sich, und die Leute zu beobachten. Da hatte man immer etwas zu sehen, selbst wenn es draußen stürmte.

Nachdem er sich einen Café au lait bestellt hatte, es war schon dunkel draußen, verkroch er sich hinter der Zeitung, die er gerade eben an einem kleinen Stand gekauft hatte. Spontan hatte er beschlossen, sich eine neue Wohnung zu suchen. In seiner erinnerte ihn alles an sie.
In Frage kommende Wohnungen strich er mit dem Filzschreiber an, den er in seiner Manteltasche immer bei sich hatte und zwischenzeitlich stöhnte er, dass nur wenige Wohnungen in sein Budget fielen. Außerdem brauchte er ein neues Bett; sein altes roch ja sogar nach ihr! Schließlich hatten sie nicht selten dort ihrer Lust gefrönt.

Während Joseph mit Wohnungssuche beschäftigt war, wurde er beobachtet.
Claude saß in einer Ecke, nur wenige Meter von Josephs Tisch entfernt und nippte genüsslich an seinem Wodka Martini.
Es machte ihm Spaß, diesem kernigen Jungen zuzusehen, der über seinen Wohnungsinseraten fast seinen Café au lait vergaß. Claude musste lächeln, ja, dieser Junge gefiel ihm.
Er hatte braunes Haar, das in leichten Wellen im Nacken endete, blitzende, wahrscheinlich gold-braune Augen und ein kantiges Gesicht. Seinen dicken Wollmantel hatte er neben sich gelegt und nun saß er in engen, schwarzen Jeans, einem Nadelstreifen-Hemd und schwarzen Stiefeln da und strich sich unbewusst anreizend durchs Haar.
Claude leckte sich über die Lippen. Mmh, dieser Junge war zu schön, um war zu sein.
Makellose, zart gebräunte Haut, kräftige, gepflegte Hände, ein knackiger Arsch,...
Mit ihm würde man wahre Höhenflüge erleben können, geradezu göttlich!

Joseph sah kurz auf und blickte sich um. Er wunderte sich, weshalb ein Mann zwei Tische weiter ihn so offensichtlich beobachtete.
Der andere wirkte beinahe unheimlich auf Joseph mit seinem langen, schwarzen Lockenhaar, das er in einem Zopf über dem Rücken zusammengebunden trug und den dunklen, undurchdringlichen Augen, die ihn unentwegt musterten. Er war zierlich, hatte alabasterfarbene Haut, ein melancholisches, ätherisches Gesicht und schmale Hände mit langen, manikürten Fingern. Unter dem schwarzen Hemd, das er trug, zeichneten sich keinerlei Makel ab und die enge, schwarze Hose saß perfekt auf den polierten Schuhen.
Als er sich nun aufreizend eine Haarsträhne aus dem Gesicht strich, durchzuckte Joseph eine unbekannte Begierde, die sich bis ins tiefste seiner selbst brannte. Der andere schürzte nun die wollüstigen Lippen und nippte an seinem Wodka Martini. Joseph spürte, wie es in seinen Lenden brannte und schämte sich schon fast dafür.





Claude winkte dem Kellner und bestellte für Joseph einen zweiten Kaffee. Dann nahm er ein Stück Serviette und schrieb seine Adresse darauf. Gewichtig drückte er dem Kellner die Nachricht in die Hand, als er zahlte und bläute diesem ein, sie auch ja dem jungen Mann zu geben. Danach machte er sich auf, zu gehen.

Der Kellner brachte Joseph einen zweiten Kaffee, meinte, man habe ihn eingeladen und überbrachte die Nachricht von Claude. Joseph nestelte das Stück Serviette auseinander und las die Adresse. Aufgeregt rief er den Kellner zurück, bezahlte hastig seinen Kaffee und stürzte aus dem Café. Die Zeitung ließ er unachtsam liegen. Im Laufen noch schlüpfte er in seinen Mantel und hastete die Straßen entlang.
Und da sah er ihn auch schon. Er verschwand schon fast zwischen den Menschen auf dem Gehsteig, so klein war er und Joseph musste sich anstrengen, ihn nicht aus den Augen zu verlieren.

Als Claude hinter sich Geschrei hörte, lächelte er schon sanft. Also hatte seine alte Masche immer noch Erfolg! Das freute ihn über alle Maßen.
Abrupt blieb er stehen und wartete auf Joseph, der mit schnellen Schritten auf ihn zukam. Dann standen sie sich auf einmal inmitten der Menschen gegenüber.
„Kommen sie, lassen sie uns in den Jardin gehen, da ist es ruhiger“, meinte Claude und zog Joseph am Ärmel hinter sich her.

Nach ein paar Minuten, es war inzwischen schon fast halb elf Uhr abends, saßen sie nebeneinander auf einer Parkbank und Joseph begann.
„Machen sie das immer so? Wildfremden Menschen ihre Adresse geben, nur um zu sehen, was sie tun werden?“
„Wissen sie, eigentlich mache ich das seltener als sie denken mögen, aber so eine positive Reaktion auf meine Anmache hatte ich noch nie!“
„Anmache? Dann denken sie also, ich bin schwul? Hören sie, nur weil ich sie angesehen...“
„Ja, ja, sie sind natürlich nicht schwul. Dann wird ihnen das hier ja nichts ausmachen!“
Claude rückte näher an Joseph heran, legte sein rechtes Bein zwischen seine und drückte ihm einen Kuss auf die Lippen.
„Was fällt ihnen ein!“, schrie Joseph, aber bevor er Claude eine Ohrfeige geben konnte, hatte dieser auch schon wieder die Hände an Josephs Wangen gelegt und ihn geküsst, doch diesmal schob Claude sanft und gleichzeitig bestimmt seine Zunge in dessen Mund und begann, dessen Zunge zu massieren.

In Joseph brach ein Feuer aus, das von seinem Mund bis in seinen Schritt weiter fackelte und sein Geschlecht unangenehm zum Leben erweckte. Er spürte, wie seine Hose spannte.

Claude vergrub die Hände in Josephs wuscheligem Haar und krallte seine sehnigen Finger hinein. Während er Joseph weiter leidenschaftlich küsste, stand er auf und setzte sich auf dessen Schoß, so dass er mit dem Rücken zum Weg und mit den Knien auf der Bank saß.
Bald spürte er Josephs Geschlecht hart gegen sich gedrückt und hörte leises Stöhnen von ihm. Claude ließ eine Hand sinken und ließ sie zwischen Josephs Beine wandern, wo sie sein Geschlecht streichelte und Joseph nur noch mehr anheizte.
Claude nahm mit seiner freien Hand Josephs rechte Hand und führte sie zwischen seine eigenen Beine. Kurz hielt er inne beim Küssen und flüsterte leise:
„Los, Kleiner, bring ihn da unten mal in Stimmung.“

Joseph vergaß plötzlich alles um sich herum und machte sich noch nicht einmal Gedanken, dass man sie sehen konnte, obgleich um diese Zeit fast niemand mehr im Park war.
Claude hatte ihm nachsichtig geholfen, als er nervös versuchte, dessen Hose zu öffnen. Nun aber hatte er sein Geschlecht in der Hand und formte es, während er immer noch leidenschaftlich Claudes Küsse erwiderte.
Unsanft löste er das schwere Haar seines Partners und krallte seine linke Hand hinein, streichelte Claude über den Rücken und bedeckte seinen Hals mit Küssen, wobei er ungestüm saugte und unschöne Flecken hinterließ.

Claude konnte es nicht fassen, so gut war schon lange niemand mehr gewesen.
Erregt stöhnte er auf und blickte Joseph tief in die Augen. Bald wäre es soweit . . .

Joseph schrie schon fast auf, als er kam und Claude über ihm krallte seine Finger in seinen Rücken und stöhnte, während sein Geschlecht hart gegen Joseph drückte und er auf und ab wiegte. So etwas hatte er noch nie in seinem ganzen Leben empfunden.

Es explodierte förmlich in Claude und als er kam, schrie Joseph erstickt unter ihm auf, weil Claude seine Beine heftig gegen Josephs drückte und seine Hände in sein Haar grub.

Bald war es aber wieder vorbei und sie küssten sich nur noch vorsichtig; vorhin hatte Joseph Claude sogar in den Hals gebissen, so übermütig war er gewesen.
Dann stand Claude von Joseph auf und setzte sich verschwitzt neben ihn. Er tastete nach der Hand des anderen und drückte sie sanft. Joseph sah ihn an, das Haar klebte ihm an den Schläfen und seine Augen funkelten, ganz so, als habe er eine Offenbarung erfahren.
„Du bist nicht schwul, sagtest du?“, fragte Claude leise.
„Nein, eigentlich nicht“, erwiderte Joseph.
Claude band sich seine Haare wieder zusammen, machte seine Hose zu und steckte sich eine Zigarette an. Selbstzufrieden blas er große Rauchringe in die Luft und beobachtete Joseph von der Seite.

Joseph wollte nicht von Claude weg. Aber er war uneins mit sich und haderte, was eigentlich mit ihm los war. War er wirklich schwul?
„Ich muss gehen!“, sagte er plötzlich und stand auf.
„Warte!“, rief Claude und fuhr fort: „Wo wohnst du?“
„Ich glaube, ehrlich gesagt nicht, dass das so eine gute Idee wäre, weißt du.“
„Du hast meine Adresse, ich will also auch deine; das wäre nur gerecht, nicht wahr?“
„Na gut, hast du etwas zum schreiben da?“
Claude nickte und zog ein Notizbuch aus seiner Manteltasche. Joseph diktierte ihm die Adresse und wollte schon gehen, als Claude auf einmal neben ihm stand und ihm einen Kuss auf die Wange drückte. Wieder flammte es in ihm auf.

„Für die schöne Zeit“, erklärte Claude und er meinte es ganz und gar ehrlich.
„Schon gut“, sagte Joseph und hastete davon.
Claude betrachtete die Adresse, die er gerade aufgeschrieben hatte und steckte sein Notizbuch wieder weg. Dann ging er nach Hause.

Schweißgebadet wachte Joseph auf.
Gott sei Dank, er hatte nur geträumt! Aber was für ein Traum! Er hatte es doch tatsächlich mit einem Mann getan, auf einer Parkbank im Jardin du Luxembourg! Wie absurd!
Verschlafen tastete er nach dem Lichtschalter und knipste das Licht an. Auf dem Nachttisch lag eine zerknüllte Serviette. Vorsichtig und überrascht entfaltete er sie und erschrak.
Es war also doch kein Traum gewesen!

Da stand eine Adresse im Quartier Latin und ‚Komm mal auf einen Kaffee vorbei! Claude!’.



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__________________
Denn jeder tötet, was er liebt. (Oscar Wilde)

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Isola
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Anmerkung

Erst einmal, bevor jemand eine Kritik zu obigem schreibt:

Ja, ich weiß selbst, dass es ziemlich unrealistisch ist, wenn es zwei Männer im Jardin du Luxembourg in Paris in der Öffentlichkeit miteinander treiben, sei es wie es sei.
Aber ich finde auch, dass Erotik-Geschichten ruhig unrealistisch sein dürfen...

Jedenfalls sollte das wirklich jeder subjektiv betrachten.

Auch will ich, falls mir Fehler unterlaufen sein sollten, mich schon jetzt dafür entschuldigen, vor allem, wenn es in erotischer Hinsicht gewesen ist . . .
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Denn jeder tötet, was er liebt. (Oscar Wilde)

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Hallo,

warum gibst du einen Fehler zu, statt ihn vorher zu beheben. Sehr seltsam.
Ausserdem: Für Fehler braucht man sich nicht entschuldigen, sofern man sie beseitigt, wenn man es merkt.

Aber zur Story:

Ja, ich weiß selbst, dass es ziemlich unrealistisch ist, wenn es zwei Männer im Jardin du Luxembourg in Paris in der Öffentlichkeit miteinander treiben, sei es wie es sei.

Da stimme ich dir voll und ganz zu. Dies macht die Geschichte zumindest für mich schon nicht mehr lesenswert, weil dies schon meine Fantasie scheitern lässt, anstatt jene anzuregen.

Aber ich finde auch, dass Erotik-Geschichten ruhig unrealistisch sein dürfen...

Nun das ist wirklich subjektiv zu beurteilen. Für mich ist das nicht akzeptabel, sofern es sich nicht um SF oder Fantasy handelt. Hier kann meine Fantasie jedoch nicht folgen, da ich die Situation absurd finde. Ganz subjektiv für mich.

Auch der Handlungsstrang ist nicht sonderlich orginell. Frau verlässt Mann, erst traurig, dann wütend und erkennt, das er ja eigentlich schwul ist.
Das ist nun wirklich zu banal. Auch die Klischees, die den Leser auf das Kommende vorbereiten sollen, sind schlecht gewählt:

Förmlich geflüchtet war er aus ihrer Wohnung, die ihm nun so suspekt vorkam mit den rosa tapezierten Wänden und den Rüschen und all dem flauschigen Mädchenkram.

Spätestens hier wusste ich, in welche Richtung die Geschichte weitergehen wird.Du nimmt damit schon am Anfang jegliche Spannung aus der Geschichte.

Joseph wollte alleine sein, sich seinen Gedanken hingeben, als er sich in Richtung Jardin du Luxembourg aufmachte und durch das dicke Herbstlaub im Park marschierte. Traurig setzte er sich auf eine Bank, schlug seinen Mantelkragen hoch und sah verträumt den Tauben zu, wie sie am Boden umherpickten.
Er war vor vier Jahren hierhergekommen, um an der Sorbonne zu studieren. Jetzt war er dreiundzwanzig und wieder solo, weil seine Freundin nach drei Jahren Beziehung (seltsame Redewendung) meinte, sie passten nicht zusammen. Einfach unfassbar!
Joseph konnte es nicht glauben. Es war doch alles immer wunderbar gewesen!
Er schloss die Augen und überlegte, was er wohl als nächstes tun würde. und Er entschloss sich, einen Kaffee zu trinken zu gehen, das hatte ihn schon immer aufheitern können. Er liebte es, in einem kleinen Café zu sitzen, einen heißen Kaffee neben sich, und die Leute zu beobachten. Da hatte man immer etwas zu sehen, selbst wenn es draußen stürmte. (vollkommen überflüssig, da vorher sschon erwähnt)

Nachdem er sich einen Café au lait bestellt hatte, es war schon dunkel draußen (überflüssig, weil es im weiterem keine Rolle spielt), verkroch er sich hinter der Zeitung, die er gerade eben an einem kleinen Stand gekauft hatte. (warum ist das wichtig ?) Spontan hatte er beschlossen, sich eine neue Wohnung zu suchen. In seiner erinnerte ihn alles an sie.
In Frage kommende Wohnungen strich er mit dem Filzschreiber an, den er in seiner Manteltasche immer bei sich hatte (dito) und zwischenzeitlich stöhnte er, dass nur wenige Wohnungen in sein Budget fielen. Außerdem brauchte er ein neues Bett; sein altes roch ja sogar nach ihr! (dito)Schließlich hatten sie nicht selten dort ihrer Lust gefrönt.

Viele Worthülsen, welche die Geschichte nicht weiterbringen.


Während Joseph mit Wohnungssuche beschäftigt war, wurde er beobachtet.
Claude saß in einer Ecke, nur wenige Meter von Josephs Tisch entfernt und nippte genüsslich an seinem Wodka Martini.
Es machte ihm Spaß, diesem kernigen Jungen zuzusehen, der über seinen Wohnungsinseraten fast seinen Café au lait vergaß. ( Woher weiss er, was Joseph liest ??)Claude musste lächeln, ja, dieser Junge gefiel ihm.
Er hatte braunes Haar, das in leichten Wellen im Nacken endete, blitzende, wahrscheinlich gold-braune Augen und ein kantiges Gesicht. Seinen dicken Wollmantel hatte er neben sich gelegt und nun saß er in engen, schwarzen Jeans, einem Nadelstreifen-Hemd und schwarzen Stiefeln da und strich sich unbewusst anreizend durchs Haar.
Warum beschreibt Clude dem Leser nun Josef ?? Wenn schon, dann hätte es schon vorher aus der Sicht einer dritten Person geschehen müssen. Es wirkt hier deplaziert.Claude leckte sich über die Lippen. Mmh, dieser Junge war zu schön, um wahr zu sein.
Makellose, zart gebräunte Haut, kräftige, gepflegte Hände, ein knackiger Arsch,...
Mit ihm würde man wahre Höhenflüge erleben können, geradezu göttlich!
Genau so stellen wir uns die Gedankengänge eines Homosexuellen vor, nicht wahr ? Klischee.



Joseph sah kurz auf und blickte sich um. Er wunderte sich, weshalb ein Mann zwei Tische weiter ihn so offensichtlich beobachtete.
Der andere wirkte beinahe unheimlich auf Joseph mit seinem langen, schwarzen Lockenhaar, das er in einem Zopf über dem Rücken zusammengebunden trug und den dunklen, undurchdringlichen Augen, die ihn unentwegt musterten. Er war zierlich, hatte alabasterfarbene Haut, ein melancholisches, ätherisches Gesicht und schmale Hände mit langen, manikürten Fingern. Unter dem schwarzen Hemd, das er trug, zeichneten sich keinerlei Makel ab und die enge, schwarze Hose saß perfekt auf den polierten Schuhen.
Als er sich nun aufreizend eine Haarsträhne aus dem Gesicht strich, durchzuckte Joseph eine unbekannte Begierde, die sich bis ins tiefste seiner selbst brannte. Der andere schürzte nun die wollüstigen Lippen und nippte an seinem Wodka Martini. Joseph spürte, wie es in seinen Lenden brannte und schämte sich schon fast dafür.

Das ist nun fast schon zuviel des Guten. Das wirkt sehr übertrieben und gekünstelt, fast schon kitschig.

Der Kellner brachte Joseph einen zweiten Kaffee, meinte, man habe ihn eingeladen und überbrachte die Nachricht von Claude. Joseph nestelte das Stück Serviette auseinander und las die Adresse. Aufgeregt rief er den Kellner zurück, bezahlte hastig seinen Kaffee und stürzte aus dem Café. Die Zeitung ließ er unachtsam liegen. Im Laufen noch schlüpfte er in seinen Mantel und hastete die Straßen entlang.
Und da sah er ihn auch schon. Er verschwand schon fast zwischen den Menschen auf dem Gehsteig, so klein war er und Joseph musste sich anstrengen, ihn nicht aus den Augen zu verlieren.

Als Claude hinter sich Geschrei hörte, lächelte er schon sanft. Also hatte seine alte Masche immer noch Erfolg! Das freute ihn über alle Maßen.
Abrupt blieb er stehen und wartete auf Joseph, der mit schnellen Schritten auf ihn zukam. Dann standen sie sich auf einmal inmitten der Menschen gegenüber.
„Kommen sie, lassen sie uns in den Jardin gehen, da ist es ruhiger“, meinte Claude und zog Joseph am Ärmel hinter sich her.

Die Idee dieses Überleitung ist gut und nachvollziehbar. Sehr schön und nachvollziehbar.

In Joseph brach ein Feuer aus, das von seinem Mund bis in seinen Schritt weiter fackelte und sein Geschlecht unangenehm zum Leben erweckte. Er spürte, wie seine Hose spannte.
Oh Mann, wie denn auch sonst.

Claude vergrub die Hände in Josephs wuscheligem Haar und krallte seine sehnigen Finger hinein. Während er Joseph weiter leidenschaftlich küsste, stand er auf und setzte sich auf dessen Schoß, so dass er mit dem Rücken zum Weg und mit den Knien auf der Bank saß.
Bald spürte er Josephs Geschlecht hart gegen sich gedrückt und hörte leises Stöhnen von ihm. Claude ließ eine Hand sinken und ließ sie zwischen Josephs Beine wandern, wo sie sein Geschlecht streichelte und Joseph nur noch mehr anheizte.
Claude nahm mit seiner freien Hand Josephs rechte Hand und führte sie zwischen seine eigenen Beine. Kurz hielt er inne beim Küssen und flüsterte leise:
„Los, Kleiner, bring ihn da unten mal in Stimmung.“

Joseph vergaß plötzlich alles um sich herum und machte sich noch nicht einmal Gedanken, dass man sie sehen konnte, obgleich um diese Zeit fast niemand mehr im Park war.
Claude hatte ihm nachsichtig geholfen, als er nervös versuchte, dessen Hose zu öffnen. Nun aber hatte er sein Geschlecht in der Hand und formte es, während er immer noch leidenschaftlich Claudes Küsse erwiderte.
Unsanft löste er das schwere Haar seines Partners und krallte seine linke Hand hinein, streichelte Claude über den Rücken und bedeckte seinen Hals mit Küssen, wobei er ungestüm saugte und unschöne Flecken hinterließ.

Claude konnte es nicht fassen, so gut war schon lange niemand mehr gewesen.
Erregt stöhnte er auf und blickte Joseph tief in die Augen. Bald wäre es soweit . . .

Joseph schrie schon fast auf, als er kam und Claude über ihm krallte seine Finger in seinen Rücken und stöhnte, während sein Geschlecht hart gegen Joseph drückte und er auf und ab wiegte. So etwas hatte er noch nie in seinem ganzen Leben empfunden.

Das ist nun der Teil, den du selbst als unrealistisch bezeichnet hast. Er hätte an einem nicht öffentlichen Ort durchaus so passiert sein können.

Schweißgebadet wachte Joseph auf.
Gott sei Dank, er hatte nur geträumt! Aber was für ein Traum! Er hatte es doch tatsächlich mit einem Mann getan, auf einer Parkbank im Jardin du Luxembourg! Wie absurd!
Verschlafen tastete er nach dem Lichtschalter und knipste das Licht an. Auf dem Nachttisch lag eine zerknüllte Serviette. Vorsichtig und überrascht entfaltete er sie und erschrak.
Es war also doch kein Traum gewesen!

Da stand eine Adresse im Quartier Latin und ‚Komm mal auf einen Kaffee vorbei! Claude!’.

Das ist nun wirklich nicht sonderlich orginell. Sehr abgedroschen.

Ich kann dieser Geschichte in der jetzigen Form nur wenig abgewinnen. Doch du kannst durchaus daraus etwas machen. Verlege den Handlungsort, vermeide Klischees und verrate nicht schon am Anfang, wohin die Geschichte führt.

lg

Uwe



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Unter den Kastraten ist der eineiige König (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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