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Leselupe.de > Ungereimtes
Unbemannt verzogen
Eingestellt am 01. 03. 2005 22:34


Autor
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Arezoo
???
Registriert: Feb 2005

Werke: 16
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Immer diese verreisten Zimmer
Andere Ecken
dieselben vollen Koffer
Ich g├Ąhne Leere
In den Raum
und denk an dich
Gedanken machen unter sich

aus

der Traum von Rot
Ich streiche W├Ąnde
blau
und betrinke mich
Das beruhigt
W├Ąhrend drau├čen
vor dem Fenster
die Einsamkeit
fr├╝hlingsgr├╝nt



__________________
Das Leben hat zwei Geschichten, die wirkliche und die ertr├Ąumte.
Schim'on Peres

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San Martin
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Feb 2005

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Ach... seufz. Abgesehen von den Koffern h├Ątte ich das auch sagen k├Ânnen, aber es steht "Arezoo" als Autor da. Mir gef├Ąllt "Ich g├Ąhne Leere" sehr gut, und auch dass das lyrische Ich von der warmen Farbe Rot tr├Ąumt und von W├Ąrme und N├Ąhe, stattdessen aber allein und einsam ist, was durch die kalte, abweisende Farbe Blau ausgedr├╝ckt wird. Das ist mal eine gelungene, unaufdringliche Farbsymbolik.

Prost... oder wie Poe sagt: Quaff, oh quaff this kind nepenthe...
__________________
"I still can remember the way that you smiled on the fifth day of May in the drizzling rain."

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MH
Routinierter Autor
Registriert: Jan 2004

Werke: 3
Kommentare: 319
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hallo arezoo,

dein text gef├Ąllt mir wirklich sehr gut, vor allem der erste teil ist gelungen, enth├Ąlt interessante sprachbilder und ├╝ber die "verreisten zimmer" vermittelt er eine eigenwillige perspektive.
der zweite teil kommt mir ein wenig zu bunt vor - die roten tr├Ąume, die blauen w├Ąnde, am schl├╝ssigsten noch am ende die gr├╝nende einsamkeit. die farbsymbolik ist nat├╝rlich sehr individuell zu deuten, daher zwingt sie den leser hier zu sehr in die distanz - an diesen stellen hatte ich den eindruck, mit platzhaltern konfrontiert zu sein.
aber gemessen am gesamteindruck ist diese kritik nichts mehr als eine randbemerkung.

mfgMH
__________________
Aberglaube bringt Ungl├╝ck.

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Arezoo
???
Registriert: Feb 2005

Werke: 16
Kommentare: 122
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Lieber San Martin,

ja, ich glaube es steckt eine allgemeine G├╝ltigkeit in meinen Gedanken. Wer kennt es nicht, eine solche Trennung?
Leider kann ich solche Sachen, wie 'ich g├Ąhne Leere' nicht alle naselang aus dem ├ärmel sch├╝tteln...
Meist eine eher schwere Geburt.

Lieber MH,

ersteinmal freut es mich, dass dir das Gedicht gef├Ąllt!
Ich selbst liebe Farbsymbolik! Wahrscheinlich ein fr├╝her Jugendschaden, als mich die Filme von Kieslowski das erste mal beeindruckten. Ich liebe seine Dekaloge, die Drei-Farben-Trilogie und nat├╝rlich das die 'Veronique'.
In Deutschland oder im deutschen Sprachraum haben wir es leider nicht so mit den Farben.
Es geht nichts ├╝ber das englische: I'am blue.
Farbe und Zustand zu gleich.
Selbstverst├Ąndlich kann ich aber verstehen, dass manchem das zu ungenau, vielleicht zu ├╝berladen vorkommen mag.

Vielen Dank f├╝r deine Gedanken!

Liebe Gr├╝├če,
Arezoo

PS: Farbsymbolik ist eigentlich ganz einfach.
Rot - Liebe
Blau - Trauer, Distanz
Gr├╝n - naja, die Hoffnung
mehr ist da in meinem Gedicht auch nicht reinzudeuten.
__________________
Das Leben hat zwei Geschichten, die wirkliche und die ertr├Ąumte.
Schim'on Peres

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
Kommentare: 10342
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Hallo Arezoo,

eine ganze Geschichte wird da erz├Ąhlt,

der Einzug in eine andere Wohnung, der Versuch, die alten Tr├Ąume zu verwinden, das trotzige Fl├╝chten in das k├╝hle Blau, das ├ťbert├╝nchen mit Alkohol,aber drau├čen gr├╝nt es verhei├čungsvoll.... Das n├Ąchste Rot l├Ąsst schon auf sich warten.

Es gef├Ąllt mir gut, dass Du mit "Immer" beginnst. Da der Schluss auf den Anfang hinweist, hast Du auf diese Weise einen geschlossenen Kreis.

"Gedanken machen unter sich aus", das macht eine starke Aussage. Denn wie oft lassen wir uns hinwegf├╝hren von dem, was wir eigentlich wollten.

Eine n├╝chterne Bestandsaufnahme. Gef├Ąllt mir gut.

Liebe Gr├╝├če von Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Arezoo
???
Registriert: Feb 2005

Werke: 16
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Liebe Vera-Lena,

ja, Gedanken machen oft unter sich allein aus, was man von einer Situation zu halten hat.
Manchmal f├╝hren sie ein Eigenleben... ohne auf die eigenen Gef├╝hle so recht R├╝cksicht zu nehmen.
Auf jeden Fall ist der Farbeimer eine gute M├Âglichkeit frischen Wind ins Leben zu bringen.
Andere Frauen gehen zum Fris├Âr, ich ziehe um oder streiche wenigstens neu...

Vielen Dank f├╝r's Lesen,
freut mich, wenn du es magst!

Liebe Gr├╝├če,
Arezoo
__________________
Das Leben hat zwei Geschichten, die wirkliche und die ertr├Ąumte.
Schim'on Peres

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