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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Und es war still.
Eingestellt am 19. 07. 2003 20:07


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AutorenanwÀrter
Registriert: Jun 2003

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1.

Das Wummern der Boxen zerstĂŒckelte seine Worte. Die Dunkelheit zwischen Lichtblitzen zerfetzte ihr LĂ€cheln. Sein Herz schlug schnell. Er wĂŒnschte eine Ohnmacht. Faszination bremste seine Lippen. Und sie ging zu Musik mit einem Augenaufschlag.


2.

Er traf sie in vielen Bars, meist allein. Sie redete von Dip und vom Leben in der WĂŒste. Er sprach auch von seinen TrĂ€umen und von Nachos. Sie hatten viel gemeinsam, sagte sie, und das Hintergrundgedudel mochten beide irgendwie. Etwas Besonders, dachte er, sie fand es lustig.


3.

In der Stadt begegneten sie sich. Er wartete sogar auf sie und sah sie doch nur von weitem an der Haltestelle sitzen. Dazwischen rauschten Autos vorbei, eins hupte. Er rief, ob sie ins Kino wolle. Sie konnte nicht, sie ging ins Kino. Als alle Autos vorĂŒber waren, winkte er und ging.


4.

Die Feier war zuende. Er fuhr nach Hause durch die Nacht. Kurz nach der BrĂŒcke kam ihm ein schwarzes Auto entgegen. Er hĂ€tte gerne das Lenkrad herumgerissen, um dagegen zu prallen. Feuer und einen RiesenlĂ€rm hĂ€tte es gegeben. Er fĂŒhlte, dass er am Ende war.

Kurz danach wÀre sie vorbeigefahren. Sie hÀtte den Unfall gesehen, gesehen, dass sein Wagen ausgebrannt ist. Sie hÀtte angehalten. Bestimmt hÀtte sie dann geweint, dachte er mit einem LÀcheln.

Er war nicht geisteskrank. Er fuhr nach Hause. Es war dunkel. Er ließ das Licht aus und legte sich gleich schlafen. Nur Grillen zirpten, MĂŒcken summten. Und er seufzte.


5.

Alle saßen um das Lagerfeuer herum. Einer kĂŒsste sie. Er war es nicht. Das Feuer erlosch, alle gingen. Er ging auch. Und in seinem Kopf so etwas wie Poesie: „Ich hasse mich, weil ich dich liebte. Ich hasse dich, weil ich dich liebte. Ich hass die Welt, weil ich dich liebte. Ich hasse nun, weil ich dich liebte. Ich frage nicht, ob es das wert war, weil ich dich liebte.“ Er fuhr nach Hause. Die BĂ€ume glitten an ihm vorĂŒber. Die Welt schlief. Die Nacht war sternenklar. Und es war still.

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Tanja_Elskamp
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jul 2003

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Hallo, close83!

GefÀllt mir gut, allerdings sind mir einige Töne zu leise in deiner Geschichte, so fehlen sie mir etwa fast zur GÀnze im 3. Abschnitt (vielleicht den Verkehr mehr betonen?).
Im 5. Abschnitt wird es mir ein wenig zu schnulzig, da wĂŒrde ich ein wenig von der "Poesie" vielleicht rausnehmen.

Ansonsten kann ich mich gut reindenken und auch -fĂŒhlen, zumal ich auch zu den Leuten gehöre, die Dinge gern an GerĂ€uschen festmachen oder bei denen GerĂ€usche Erinnerungen wach rufen können.

Liebe GrĂŒĂŸe,
Tanja

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