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Leselupe.de > Ungereimtes
Und mit ihr den Brunnen unserer Augen
Eingestellt am 04. 08. 2009 10:37


Autor
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Zarathustra
Routinierter Autor
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Regenwolken

Betrunken vom Licht des Abendrots

In denen ein zum Sterben kranker Mond gefangen war

Hatten die Abendsterne in dein rotes Haar
Gebunden

Und wei├čen Kreidestaub auf deine Lippen
Gestreut.

Als ich dich dann k├╝sste -
Margarete

Hatten wir die Heimat schon verloren
Und mit ihr den Brunnen unserer Augen.


04.08.2009
__________________
Was sind das f├╝r Zeiten, wo ein Gespr├Ąch ├╝ber B├Ąume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen ├╝ber so viele Untaten einschlie├čt! (Bertold Brecht)

Version vom 04. 08. 2009 10:37
Version vom 04. 08. 2009 11:23

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Franke
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2009

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Oh, ich glaube, ganz so einfach d├╝rfen wir es uns nicht machen. Das Gedicht ist nur vordergr├╝ndig einfach geschrieben.
Wenn ich die imagin├Ąren Satzzeichen richtig setze, dann sind bei mir die Regenwolken in das rote Haar gebunden.
F├╝r mich dann ein gelungenes Bild f├╝r Tr├Ąnen.
Insgesamt lese ich hier eine Abschiedsszene heraus. Darauf deutet die verlorene Heimat am Schluss hin.
Gerne gelesen!

Liebe Gr├╝├če
Manfred
__________________
Das Leben ist eine Krankheit der Materie (Thomas Mann)

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ENachtigall
Foren-Redakteur
???

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immer wieder und doch

Hallo lieber Hans,

sch├Ân, mal wieder eines deiner Stimmungsgedichte zu lesen. Eine Entf├╝hrung des Lesers in die Empfindungswelt zwischen Liebe und Trauer, die so gestaltet ein Beweis ist, immer wieder einzigartig und lebendig sein zu k├Ânnen.


Ich habe den Titel korrigiert. Auf den Fettdruck w├╝rde ich verzichten und des einheitlichen Schriftbildes wegen das "und" der letzten Zeile auch gro├č schreiben.

Gr├╝├če von Elke
__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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Zarathustra
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2003

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Danke Manfred:

du hast etwas in meinem Gedicht verstanden, was mir selbst verborgen war. (so soll es ja auch sein!!)

Richtig: die Regenwolken sind ins rote Haar gewoben.

Vermutlich Richtig: das sind die Tr├Ąnen.

Richtig: es ist ein Abschied!

Ein bisschen zur Erkl├Ąrung der Bilder:

1. Regenwolken = das Traurige und Drohende
2. Betrunken = vor dem Abschied macht man sich viel vor
3. der Mond = (bei mir) oft ein Zeichen des H├Ąmischen und
des Advocatus Diavoli

4. die Abendsterne zu betrachten hei├čt doch immer zur├╝ckschauen auf den Tag, auf das was geschah, auf das was unwiederbringlich ist.

5. Kreidestaub: = bleicher Tot

6. Brunnen der Augen: = wer nicht gelernt hat, seinen Durst im Augenbrunnen seiner Geliebten zu stillen, der verendet in der W├╝ste.

Letzlich geh├Ârt das Gedicht aber den Lesern! Jede Interpretation ist erlaubt, ja erw├╝nscht...

LG Hans

__________________
Was sind das f├╝r Zeiten, wo ein Gespr├Ąch ├╝ber B├Ąume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen ├╝ber so viele Untaten einschlie├čt! (Bertold Brecht)

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