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Leselupe.de > Kindergeschichten
Und noch ein Neuer
Eingestellt am 09. 09. 2006 15:18


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Ully
???
Registriert: Jan 2006

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Und noch ein Neuer


Vor der Kinderzimmertür ein Geräusch.

„Psst!”, zischte Pandabär, “da kommt doch jemand.”
Gespannt schauten alle Spielzeuge zur Tür. Tatsächlich, sie öffnete sich sehr langsam und Johannas Mama trat ein. Sie trug ein Tuch verhülltes Geheimnis herein, stellte es behutsam unter die Fensterbank, schaute sich um und murmelte:
„Seit meine Kleine zur Schule geht ist sie doch tatsächlich ein wenig ordentlicher geworden.” Zufrieden lächelnd verlieĂź sie das Zimmer.

„Was hat sie denn da gebracht?”, fragte Teddy Bommel neugierig.
„Die soll bloĂź nicht ihren nutzlosen Krempel hier bei uns abstellen”, bemerkte Barby Susi bissig, “sonst bleibt bald gar kein Platz mehr zum Spielen.”
Heftig mit der Lampe hin und her schaukelnd rief der Hampelmann:
„Warum seht ihr nicht einfach nach, was sich unter dem Stoff verbirgt?”
„Ja, ..., ja...., oh ja”, hopste der rote Ball eilig herbei.
Das Bilderbuch klappte nervös auf und zu:
„Halt, halt! Niemals voreilig sein. So was kann gefährlich werden!”
Der Kuschel-Froschkönig kratzte sich ausgiebig unter seinem Krönchen, dann meinte er:
„Hm, wieso? Weshalb gefährlich? Ja, glaubst du etwa Buch, Hannas Mama legt hier was ab, was unserer Freundin schaden könnte?”
„Niemals”, wehrte Bommel sofort energisch ab, “sie hat das Mädchen mindestens genau so lieb wie wir!”
„Ist schon gut! Ihr habt ja recht meine Lieben. Aber prĂĽfen sollten wir “Es” trotzdem”, verteidigte sich das Bilderbuch.
„Das finde ich auch”, stimmte Pandabär zu, “sicher ist sicher.”
Bommel rutschte auf Johannas Kopfkissen unruhig hin und her, sah immer wieder zu dem unbekannten, verdeckten Ding und bemerkte leise:
„Aber, ...aber, wer soll......?”
„Also, ich - kann es schon mal nicht machen”, triumphierte Hampel von oben herab.
„Ja,...... und ich habe doch keine Hände”, rollte der rote Gummihopser kleinlaut unter Johannas Schlafstatt. Auf einmal starrten alle zum Froschkönig. Doch der war verschwunden. Er hatte sich während der hitzigen Debatte ganz still unter dem Deckbett verkrochen. Blitzschnell richteten sich nun alle Augen auf Panda.
„Warum......, starrt ihr...., mich so an?”, fragte er stotternd.
„Wie wäre es, wenn du......?”
Lautes rascheln unterbrach Bommels Worte.
„Was war das? Wo kommt das her?”, flĂĽsterte Susi ängstlich.
„Ich glaube von dort”, antwortete Hampel leise, auf das Geheimnis zeigend.
Eine Weile verhielten sich die Spielgefährten still und lauschten gemeinsam, bis das seltsame Geräusch abermals zu hören war.
„Ob wir wollen oder nicht, wir mĂĽssen dort nachsehen”, beharrte das Buch.
Obwohl zustimmendes Nicken erfolgte, fand sich freiwillig niemand dazu bereit.
„Nun, dann stimmen wir mal wieder ab”, forderte das buntbedruckte Papier.
Doch soweit kam es nicht, denn plötzlich trat Barby einen Schritt vor:

„Das, das kann doch nicht wahr sein. Sonst seid ihr Jungens mit eurer groĂźen Klappe immer ganz vorne dabei, aber wenn es darauf ankommt, dann verhaltet ihr euch schlimmer als Mädchen. Nun passt mal auf ihr Memmen, wie mutig Mädels sein können!”

Tapfer trippelte Puppe Susi auf den verhüllten Gegenstand zu. Mit spitzen Fingern berührte sie das dunkelblaue Tuch und wollte es gerade lüpfen, als es erneut kraschbelte. Sie schrie auf, wich zurück, stolperte und stürzte Pandabär direkt in die Arme. Völlig hilflos flehte dieser:

„Helft mir doch mal! Sie...., sie bewegt sich nicht mehr.”
Fräulein Susi lag ohnmächtig am Boden.
„Oh je,......oh je, .....was nun”, rollte der Ball jammernd heran.
„Bleibt ruhig”, rief das Buch die erregte Bande zur Ordnung, “Froschkönig, komm unter der Decke hervor!”
„Weshalb denn das?”, fragte Frosch nach.
„Komm schon, du musst Barby kĂĽssen, dann wacht sie wieder auf.”
„He, werft sie mir hoch, von meinem Schmatz wird sie ganz bestimmt wach”, gackerte der Hampelmann wild schwingend.

„Aber Bommel”, kreischte Susi da empört.
Unbemerkt hatte Teddybär ihr ein herzhaftes Bussi aufgedrückt. Verlegen brummte er entschuldigend:
„Wollte doch nur, dass du deine hĂĽbschen Augen aufschlägst.”
„Na, scheint ja allen wieder gut zu gehen”, stellte das Buch fest, “aber unser Problem ist immer noch vorhanden. Also wer....?”
„Ich...., ich traue mich”, meldete sich auf einmal Panda.
„Und ich helfe dir”, bot sich Bommel rasch an.

Vorsichtig näherten sich beide dem unheimlichen Objekt. Pandabär packte den rechten Tuchzipfel, Teddybär den linken Zipfel, dann sahen sie sich an, nickten einander zu und zogen das Tuch blitzschnell herunter. Zum Vorschein kam ein Metallkäfig. In ihm hockte verschreckt ein rostbraunes Fellknäuel. An seinem hinteren Teil trug es einen kugeligen Puschel und zwei unglaublich lange Ohren schmückten den Kopf.

„Hilfe! Igitt! Was fĂĽr ein komisches Ding”, zeterte Barby los.
„Du, da drin! Was hast du schlimmes angestellt, dass man dich eingesperrt hat”, will Hampel von dem Fremden wissen.
„Langsam, langsam”, mischte sich das Bilderbuch ein, “sage uns erst einmal was du bist.”
Der Gast schaute ungläubig in die Runde und konterte schnippisch:
„Na, ein Zwergkaninchen! Sieht man doch!”
„Ein Tier...., ein Tier,......ein echtes Tier”, sprang Ball um den Käfig herum, “und dein Name,.... dein Name?”

„Ihr Spielklamotten seid aber ganz schön neugierig.”

„Höre mal du, wenn du hier mit uns wohnen willst oder musst, dann solltest du nicht so frech sein. Wir vertragen uns hier nämlich alle miteinander”, belehrte Froschkönig das Langohr.

Das Zwergkaninchen kapierte sofort, dass es mit einer dicken Lippe nicht weit kam, also lenkte es ein und gab brav Auskunft:

„Die zweibeinige Riesin, die mich zu euch brachte, hat mich Napoleon genannt. Sie meinte, dass ihre Kleine nun schon ein Jahr zur Schule gehe, nur Einser und Zweier heim bringe. DafĂĽr bekommt das Kind mich zur Belohnung.”

„Ach, gib bloĂź nicht so an”, bemerkte Susi giftig, “uns hat Hanna schon sehr lange lieb. Wer weis, ob sie dich Stinker ĂĽberhaupt mag.”

Bommel zwängte seine Tatze durch die Gitterstäbe, streichelte den kleinen Hoppler behutsam und flüsterte ihm zu:
„Keine Angst, Napoleon, Barby fremdelt immer erst ein wenig. Aber die kriegt sich bald wieder ein. Wirst sehen, es gefällt dir schon noch bei uns.”

„Tja”, räusperte sich das Buch, “dann sei uns herzlich willkommen. Johannas Freunde sind auch unsere Freunde.”
„Vielen Dank, wirklich nett. Aber was meint ihr, wird mich das Mädchen auch mögen?”
„Ich glaube das wird sich gleich zeigen”, entgegnete der Hampelmann.
„Stimmt, .....ich höre sie kommen, ....ich höre sie kommen”, hopste der Ball kreuz und quer.

Gleich darauf flog wie ĂĽblich die TĂĽr krachend auf, Johanna stĂĽrmte herein und entdeckte sofort Napoleon. Endlich hatte Mama ihren Herzenswunsch erfĂĽllt.





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flammarion
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hm,

im zusammenhang mit der anderen geschichte sehr nett. planst du ein buch?
lg
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Old Icke

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Ully
???
Registriert: Jan 2006

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Sehr nett,

klingt eher nach: „Na ja, geht so."
Buch? Möchte schon meine Märchen und Geschichten in einem Werk lesen, aber speziell über das Spielzeugthema - nein.

sG Ully
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Märchentante
One-Hit-Wonder-Autor
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Hallo Ully,

total niedlich Deine Fortsetzung, und schön zu lesen. Man fühlt sich in dem lustigen Kinderzimmer direkt wohl.

Liebe GrĂĽĂźe
Märchentante

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Ully
???
Registriert: Jan 2006

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Nun,

es muss und kann nicht jedem alles gefallen.
Aber Du, liebe Märchentante, hattest Spaß beim lesen und das freut mich.

Liebe GrĂĽĂźe
Ully
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