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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Und was ist mit Pratchett?
Eingestellt am 07. 01. 2002 16:13


Autor
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sturmwind
Hobbydichter
Registriert: Dec 2001

Werke: 25
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Da in dem "Herr der Ringe"-Thread so einiges erw├Ąhnt wurde, ├╝ber Aussage in B├╝chern und was dazugeh├Ârt, wollte ich doch einfach mal fragen, wie das mit Terry Pratchett ausschaut.

Terry Pratchett ist, so finde ich, ein genialer Autor. Er schreibt humorvoll Fantasy-Romane und das zum Gl├╝ck nicht zu knapp. Ich bin begeisterte Leserin der Scheibenweltb├╝cher.
Wenn ich das richtig in dem anderen Thread gelesen habe, dann dient Fantasy der Unterhaltung und Aussage oder Botschaft seien nicht enthalten. Aber ist das nicht dem Leser ├╝berlassen? Vielleicht steckt ja wirklich keine Botschaft drin, die vom Autor beabsichtigt ist, vielleicht aber eine, die der Leser f├╝r sich findet. Und wenn man einmal anf├Ąngt zu sagen, dass da keine Botschaft ist, kann man ja auch gleich ganz eifrig damit fortfahren, ├╝berall l├Ąsst sich bestimmt etwas finden, was man so zerreden kann, dass absolut nichts dahinter steckt, selbst wenn der Autor etwas damit aussagen wollte. Und ebenso geht das ins Gegenteil, denn man kann sich auch so lange Gedanken ├╝ber etwas machen, bis man zu einer kleinen oder gro├čen Erkenntnis kommt. Da kann man dann vielleicht auch in "Herr der Ringe" eine Aussage finden, eine Botschaft, sei es auch nur die, dass auch kleine Menschen (Hobbits), ob nun klein im Geist oder im K├Ârper, gro├čes vollbringen k├Ânnen und Abenteuer auf sich nehmen k├Ânnen, ebenso wie "die Gro├čen". Aber davon mal ab, dass der Hobbit von Tolkien nur geschrieben wurde um als M├Ąrchen f├╝r seine Kinder zu existieren, so weit ich wei├č (falls es falsch ist, bitte berichtigen).
Aber zur├╝ck zu meiner Frage:
Was ist denn jetzt mit Pratchett?

Ist es pure Unrehaltung, dass Gro├č A'Tuin (eine riesige Sternenschildkr├Âte) durchs Weltall schwimmt und auf ihrem R├╝cken vier m├Ąchtige Elefanten tr├Ągt, auf deren R├╝cken sich eine kleine Scheibe befindet, um die eine kleine Sonne und ein Mond kreist und auf der Magie existiert, der Tod Gestalt hat und eine Adoptiv- und Enkeltochter und vieles mehr dort geschieht? Kann man nicht vielleicht auch dort so seine Botschaften finden?

Alos ich habe meine Antwort, ich bin nur neugierig, wie andere das sehen.

freundlich gr├╝├čend und hoffend nicht unn├╝tz so viel geschriebene zu haben und vor allem, dass es nicht doch falsch war
sturmwind

__________________
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maskeso
Festzeitungsschreiber
Registriert: Aug 2000

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Also..

mit Terry Pratchett, "dem Douglas Adams der Fantasy" (Werbetext) verh├Ąlt es sich in meinen Augen ├Ąhnlich wie mit letzterem. Von der dezeitigen Gesundheit mal abgesehen.
Beide sind f├╝r mich ganz einfach wundervolle Unterhaltung, und das - wie ich finde - auf h├Âchstem Niveau. Bei beiden bin ich weitaus mehr als einmal ins Gr├╝beln geraten, vielleicht weil die ironische Distanz vieles erst so klar erscheinen l├Ąsst. Allein der "Beweis f├╝r die Nicht-Existenz Gottes" (Anhalter) ist ganze Diskussionsrunden wert. ├ähnliches findet sich eben auch bei Pratchett - Pointen ├╝ber die man zuerst lacht und dann nachdenkt.
__________________
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ex-mact

???

Registriert: May 2001

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Ich finde Pratchett t├Âdlich langweilig - und die Stories als "schon tausendmal gelesen, nur anderswo besser". Aber das ist nat├╝rlich ganz pers├Ânlich gedacht. Pratchett hat eine Bedeutung f├╝r den Fantasy-Markt.

Da├č Fantasy-B├╝cher keine Botschaft haben sollen ist ziemlich kurz gedacht, denn auch reine Unterhaltung (zum Beispiel "Musik" von W.A. Mozart) hat eine "Botschaft" - und sei es nur, da├č es so etwas wie die erw├Ąhnte "Musik" gibt.

Fantasy ist die moderne Form der "phantastischen Erz├Ąhlung", die es schon immer gab (man nennt das - je nach Epoche und je nach Anspruch - auch M├Ąrchen, Sage, Abenteuerroman etc). Es gibt heute eben keine "weissen Flecken auf der Landkarte" mehr, also m├╝ssen erdachte Welten herhalten f├╝r die Reise ins Unbekannte. Die Wissenschaft ist heute so weit verbreitet, da├č man zur "Magie" Zuflucht nimmt, wo fr├╝her "Zauberei" gereicht hat.

Insofern hat die Fantasy als Literaturgattung die gleiche Bedeutung wie ein Liebesroman, ein Krimi oder jede andere Form von FICTION. Und im gleichen Atemzug darf man die Autoren beurteilen.

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Laleila
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Pratchett gegen Adams

Hi Ihr, ich wollt nur loswerden, dass ich zwischen Adams und Pratchett keinen so rechten Bezug herstellen kann. F├╝r mich sind das zwei v├Âllig verschiedene Schuhe ... auch wenn beide im gleichen Genre arbeiten.

Ich f├╝r meinen Teil finde Pratchett weitaus lustiger und teilweise auch spitzer als Adams, daf├╝r kann ich eben mit Adams nicht ganz so viel anfangen. Er hat eine v├Âllig andere Schreibe und eine v├Âllig andere Art von Humor. Ich habe durchaus diesen o. a. Covertext auch schon gelesen. Um ehrlich zu sein, war das der Grund, weshalb ich mir dann auch Adams gekauft habe. Aber wenn man schon mal den Kritiken vertraut ... *g*
:-)

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Michael Schmidt
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Nicht verstanden

Insofern hat die Fantasy als Literaturgattung die gleiche Bedeutung wie ein Liebesroman, ein Krimi oder jede andere Form von FICTION. Und im gleichen Atemzug darf man die Autoren beurteilen.

Hallo mact,

habe den Absatz oben nicht ganz verstanden, kannst du das etwas n├Ąher erl├Ąutern?

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ex-mact

???

Registriert: May 2001

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Hallo, Michael,

Du musst lediglich meinen Kommentar im Zusammenhang lesen: ich bezog mich auf die Behauptung, Fantasy habe "keine Botschaft" (und daher implizit keine Bedeutung... ((f├╝r die Literatur))...)

Da Fantasy eine der ├Ąltesten Gattungen von Literatur schlechthin ist (wenn man den "neuen" Begriff Fantasy ignoriert und einfach M├Ąrchen, Fabeln, Parabeln einbezieht, die definitiv die Vorl├Ąufer der Fantasy sind), ist sie vielleicht sogar noch wichtiger (und bedeutender) als alle Konsaliks, Simmels, Karl Mays und sonstigen "Literaten" zusammen.

Das gilt in gleicher Weise f├╝r die Science Fiction, die nat├╝rlich wichtiger ist als "Frauenromane zur Selbstfindung des weiblichen Lesers femininen Geschlechts".

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