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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Und weg oder Abfahrt
Eingestellt am 27. 11. 2006 17:24


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Miriam Scr
Festzeitungsschreiber
Registriert: Nov 2006

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Die Menge dr├Âhnte. Pfiffe gellten in den Ohren, Werbebanner flatterten im Wind,
die Sonne w├Ąrmte mir das Gesicht. Der Geruch von Gl├╝hwein, Pommes Frites und hei├čen
Grillw├╝rsten wehte ├╝ber den Platz. Die Atmosph├Ąre war atemberaubend, auf dem Berg, der
den Austragungsort f├╝r das entscheidende Rennen im allj├Ąhrlichen Skizirkus darstellte.
Das Fernsehen war nat├╝rlich dabei und die halbe Welt schaute gebannt zu, wie hier eine
Bestzeit nach der anderen gefahren wurde.

Ich stand oben am Start und blickte auf diese Kulisse herunter.Wenn ich dieses Rennen
gewinnen w├╝rde, w├Ąre ich Weltmeister. Mein Manager, ein kleiner untersetzter Mann, wuselte
um mich herum und redete auf mich ein. Ich schwor mir, wenn ich dieses Rennen gewinnen w├╝rde,
w├Ąre seine Zeit abgelaufen, er nervte schon seit ich mich f├╝r dieses Rennen qualifiziert hatte.
Ich hatte noch etwa 7 Minuten bis zum Start. Mein Manager wurde mit jeder Minute immer nerv├Âser. Ich strich mit dem rechten Ski einen kleinen Hubbel im Schnee glatt. Wenn ich Weltmeister w├╝rde, m├╝sste ich zu vielen Veranstaltungen, vor der internationalen Presse sprechen und immer gut aussehen. Das musste ich jetzt zwar auch schon, aber noch wurde kein mieser Klatsch ├╝ber mich verbreitet. Ich verabschiedete mich von dem lang getr├Ąumten Traum von einer Familie in einem kleinen gem├╝tlichen H├Ąuschen auf dem Land. Wie sollte ich mir das noch aufbauen k├Ânnen bei der wenigen Zeit, die ich noch hatte, beziehungsweise, nicht hatte. Auch meine Freunde w├╝rde ich nicht mehr oft sehen k├Ânnen. Ich w├╝rde mich nur noch auf den Sport konzentrieren und w├╝rde noch mehr nervige Manager, Sporttherapeuten und Helfer besch├Ąftigen. Ganz abgesehen von einer festen Beziehung. Keine Frau w├╝rde es aushalten, das ich, wenn ich Gl├╝ck h├Ątte, nur jedes zweite Wochenende Zeit h├Ątte. Mir wurde schlagartig klar, dass, wenn ich dieses Rennen gewinnen w├╝rde, meine ganze Zukunft vergeplant w├Ąre. Diese Weltmeisterschaft w├╝rde alles kaputt
machen. Ich seufzte. Sofort wandte sich mein Manager um,: ÔÇ×Oh Nein, geht es dir nicht gut?
Reiss dich zusammen! Du darfst jetzt nicht die Nerven verlieren.ÔÇť Langsam widerte mich dieser
schleimige Kerl richtig an. Was lag ihm denn an mir als Mensch? F├╝r ihn war ich nichts anderes
als eine Einnahmequelle. Und die muss funktionieren. Auch die Zuschauer waren nicht an mir
interessiert, f├╝r sie z├Ąhlte nur der Spa├čfaktor und die Attraktion des Rennens.

Der Countdown lief, 3, 2, 1, Ich schob mir die Schutzbrille ├╝ber die Augen und fasste die
St├Âcker fester. Das Startsignal ert├Ânte und ich stie├č mich mit all meiner Kraft ab. Und
schoss den Berg herunter. Ich hatte, wie ich annahm, eine sehr gute Zeit, wie immer.
Die Ger├Ąuschkulisse nahm zu, wenn ich mich in die Kurven legte oder wenn ich die Haftung
am Boden verlor w├Ąhrend ich ├╝ber die riskante Strecke raste. Das alles war nicht ungef├Ąhrlich.
Wieder schoss mir der Gedanken von einem kleinen Haus auf dem Land in den Kopf. Noch ein Grund
um aufzuh├Âren. Die letzte Kurve kam in Sicht. Doch statt in sie einzubiegen, schoss ich
geradeaus weiter in den Wald hinein. Weg von dem Trubel und Weg von Verpflichtungen und
Erwartungen. W├Ąhrend ich den mir entgegenkommenden B├Ąumen auswich, durchstr├Âmte mich ein
Freudengef├╝hl. Statt dem Verlauf der Piste zu folgen, nahm ich die Abfahrt in mein neues Leben. Ich war frei!
__________________
Keiner schreibt besser als der, der schreibt, was ich gern lese. (unbekannter Auto)

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Hakan Tezkan
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Miriam,

du bist noch sehr jung, oder?
Der dritte Platz also...
Also, nimm die folgende Kritik nicht pers├Ânlich, sie ist lediglich textbezogen.
Du hast sehr viele stilistische Fehler begangen. Dadurch machst du dir selber die Spannung zunnichte, die das Rennen an sich eigentlich mitbringen sollte.
Und der unglaublich lange Absatz in der Mitte ist vollkommen ausgestopft mit dem Konjunktiv, der wirklich sehr unsch├Ân ist.
Dein Prothagonist erscheint mir zweidimensional, seine Gedanken sind einfach gestrickt und es fehlt der ganzen Figur m.M.n. an Einzigartigkeit. Was ist so besonders an ihm? Au├čer, dass er gut Ski fahren kann. Was macht den Menschen, der sich dahinter verbirgt, aus?

Wenn du m├Âchtest, kann ich dir meine Kritik auch n├Ąher am Text erkl├Ąren.

LG,
Hakan

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