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Leselupe.de > Science Fiction
Undagrownd
Eingestellt am 05. 01. 2005 13:18


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nemo
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Undagrownd

Als Erduin die große Halle betrat, spĂŒrte er dieses seltsame GefĂŒhl das ihn immer dann ĂŒberkam, wenn er sich in der Kirche der Heiligen GaĂŻa aufhielt. Ein GefĂŒhl der Beklommenheit, das ihm die Kehle zuschnĂŒrte, vermengt mit der Ahnung, dass hier etwas nicht stimmte. Die beflieste Halle war beinahe leer; nur ein einzelner Priester in einem bleichgewaschenem roten Umhang, fegte emotionslos den Boden.
Erduin wusste eigentlich nicht so recht, warum sein Weg ihn hierher gefĂŒhrt hatte.
Vielleicht ist es eine Art Abschied, dachte er, wobei ihm nicht richtig klar wurde, warum er sich von etwas verabschiedete, das er nie gemocht hatte.
Seine Hand zitterte, seine faltige und befleckte Hand, die sich schon durch so viele BĂŒcher durchgeblĂ€ttert hatte. Ich bin alt aber noch nicht tot, dachte er trotzig und wandte den Blick auf die Fliesenmalereien, die auf eindrucksvolle und typisch klerikale Weise die Apokalypse darstellte. Feuer und Verderben hatte die Oberwelt heimgesucht. Brennende Körper, die Arme in die Luft werfend und um Verzeihung bittend. Daneben war GaĂŻa abgebildet, die Göttliche, die heilige Mutter Erde, die Retterin. Strahlend schön und voller Erbarmen, war sie aus dem Geocentri - dem Kern der Erde - entstiegen, um diejenigen in ihrem Schoß aufzunehmen, die es verdient hatten.
Der Exodus in den Undagrownd, der Abstieg in eine neue Heimat unter der OberflĂ€che, unter der wahr gewordenen Hölle. Nunmehr als zehntausend Jahre sind seither vergangen und es fiel Erduin schwer, die damaligen Ereignisse durch die religiöse Brille zu sehen. Er war ein Wissenschaftler, ein Gelehrter, einer der bald herausfinden wĂŒrde, was dort oben nun wirklich war und er war sich sicher, die Hölle wĂŒrde es nicht sein.

„Bist du Sicher, dass du es heute Abend tun solltest Onkel!“ fragte Miri mit leicht besorgtem Unterton. Erduin schaute sie an. Sie ist wirklich ein hĂŒbsches Ding, dachte er sich, passt so gar nicht in unsere Familie. Er lĂ€chelte milde und sagte „Wenn nicht heute wann sonst? Ich bin ein alter Mann und wenn ich es nicht bald tue, ist es bald vielleicht zu spĂ€t.“
„Dann lass mich dich begleiten!“ sagte sie flehend.
„Miri, mein Kind. Das kann ich nicht. Deine Eltern wĂŒrden es mir nie verzeihen, wenn dir etwas geschĂ€he!“
„Ich bin keine Kind mehr, Erduin!“ fauchte sie.
Wenn Miri ihn beim Vornamen nannte, war das meist ein Anzeichen fĂŒr einen aufziehenden Sturm. „Ich bin eine erwachsene Frau, die selbstĂ€ndig Entscheidungen fĂ€llen kann!“ sagte sie mit fester Stimme, als könnte sie dadurch das Gesagte bestĂ€tigen. Doch Erduin sah, dass sich ihre Augen trĂŒbten. Es tat ihm leid ihr weh tun zu mĂŒssen, aber er konnte es nicht verantworten dieses MĂ€dchen, dass er so liebte, in Gefahr zu bringen.
„Miri, beruhige dich“, sagte er mit sanfter Stimme „und hör mir zu“.
Er holte tief Luft.
„Ich weiß nicht was mich dort oben erwartet. Ja, ich habe Vermutungen, aber was ist wenn sie sich als falsch erweisen? Ich bin ein alter Mann, der schon den grĂ¶ĂŸten Teil seines Lebens hinter sich hat. Wenn ich sterbe, ist es schlimm, aber nicht so schlimm. Du wiederum bist ein junges MĂ€dchen, entschuldige, eine junge Frau, die noch viel vor sich hat Ich könnte es mir nie verzeihen, wenn dir etwas passieren wĂŒrde.“
Eine einzelne TrĂ€ne lief ĂŒber die hohen Wangenknochen in Miris Gesicht.
Erduin nahm sie in den Arm und drĂŒckte sie fest an sich.
Sie begann zu schluchzen.
„Es wird mir schon nichts passieren. Du wirst sehen, in ein paar Tagen werde ich wieder hierhin zurĂŒckkehren und dir von wundersamen Dingen berichten.“
Hoffentlich mein Kind, dachte er, hoffentlich.

Die Vorbereitungen waren getroffen.
Erduin ließ einen letzten Blick durch sein Arbeitszimmer wandern, um sicher zu gehen, dass er nichts vergessen hatte. Er fĂŒhlte sich auf seltsamen Weise gut. Die NervositĂ€t der letzten Tage war gewichen und nun, wo er die schwere Last des Rucksacks auf seinen RĂŒcken spĂŒrte, fĂŒhlte er sich um Jahre jĂŒnger. Mit einem Griff in die Innentasche seines abgetragenen Ledermantels, versicherte er sich, dass er die Karte eingesteckt hatte; die Karte des Undagrownd, mit seinen beinahe sechshundert Kilometern Tunneln und GĂ€ngen. WĂ€hrend seinen Studien hatte Erduin herausgefunden, dass dieses Tunnelnetz einst zu einem Transportsystem gehört hatte, dass sich „U-bahn“ nannte; daher auch der Name Undagrownd. Was vor so langer Zeit als Verkehrswege genutzt wurde, war nun die Heimat einer halben Millionen Menschen geworden. NatĂŒrlich wurde im laufe der Jahre das unterirdische Netz erweitert. Es entstanden regelrecht StĂ€dte, die sich in den ehemalige Stationen ausbreiteten. In Erduins Augen war das ein untrĂŒglicher Beweis fĂŒr die AnpassungsfĂ€higkeit der menschlichen Rasse. Er blickte aus dem Fenster und sah, dass die Helligkeit des kĂŒnstlichen Lichts abgenommen hatte. Es war an der Zeit zu gehen.

Seit zwei Stunden war Erduin schon im Gewirr der Tunnel und GĂ€nge unterwegs. Er war beinahe am Ă€ußersten sĂŒdwestlichen Bereich des Undagrownd angelangt, wo es dunkel und zunehmend feuchter wurde. Bis auf einige Creeps – ausgestoßene EinzelgĂ€nger - wurde dieser Teil nur sehr selten benutzt. Sevenoaks war die letzte Siedlung an der Erduin vorbeigekommen war und dort endete auch die kĂŒnstliche Beleuchtung. Erduin schritt langsam und vorsichtig voran, wobei er mit seiner Taschenlampe die Umgebung ausleuchtete. Hier und da nahm er die GerĂ€usche von Ratten wahr, die vor der plötzlichen Helligkeit flĂŒchteten, doch er war nicht das erste mal hier draußen und es brauchte schon mehr als ein paar Nager, um ihn zu beunruhigen. Endlich erblickte Erduin im Schein seiner Lampe, das wonach er gesucht hatte: auf den Boden zeichneten sich die Umrisse einer runden Stahlplatte ab. Erduin setzte sein Rucksack ab und holte ein HandschweißgerĂ€t heraus. Innerhalb weniger Minuten hatte er die Platte aufgeschweißt, die er dann mit einer Eisenstange anhob und auf Seite schob. Nun blickte er in ein dunkles Loch aus dem muffige Luft empor kroch. Erduin lenkte den Strahl der Taschenlampe hinein und erkannte, dass ein schlauchförmiger Tunnel sich in den Boden grub, an dessen Seite eine verrostete Leiter hing. Der alte Mann nahm all seinen Mut zusammen und machte sich daran die Leiter vorsichtig zu testen. Er belastete die obere Sprosse mit seinem rechten Bein, wippte ein wenig und die Sprosse hielt.
Er setzte den Rucksack wieder auf und begann mit dem Abstieg. Ganz behutsam, immer die nĂ€chste Sprosse testend, stieg er hinunter in die Dunkelheit. Als er endlich wieder festen Boden unter den FĂŒĂŸen hatte, seufzte Erduin erleichtert und sah sich um. Er befand sich in einem Gang der scheinbar noch mit primitiven Mitteln ausgeschlagen worden war, denn die WĂ€nde waren unregelmĂ€ĂŸig bearbeitet worden und der Boden bestand aus moosbewachsenen Pflastersteinen. Erduin kramte die Karte und sein Kompass hervor und folgte, nach kurzer Überlegung, dem Gang in nordöstlicher Richtung. Er kam nur schleppend voran, den der Boden war feucht und rutschig und obwohl er schweres Schuhwerk trug, hatte Erduin angst vor einem Sturz. In seinem Alter konnte ein Sturz gefĂ€hrliche Folgen haben und das Risiko wollte er, so nah am Ziel, nicht eingehen.

Langsam wurden seine Beine schwer und auch seine Hoffnung den in der Karte eingezeichneten Ausgang zu finden, schwand, je mehr seine MĂŒdigkeit zunahm. Er hatte einen Umweg nehmen mĂŒssen, da einige der GĂ€nge, die er hĂ€tte folgen sollen, eingebrochen war. Er war nun in einem Bereich, der nicht auf seiner Karte eingezeichnet war und orientierte sich nur noch dank des Kompasses. Als Erduin schon soweit war sich auf den Boden zu setzen, um seinem entkrĂ€fteten Körper eine Pause zu gönnen, sah er eine TĂŒr, die in einer der WĂ€nde eingelassen war. Sie war aus einem massiven, dunklen Metall, das Rostflecken aufwies. Erduin nĂ€herte sich der TĂŒr und schob sie auf. Dahinter befand sich ein kleiner Raum, in der eine Wendeltreppe nach oben fĂŒhrte. Erduin hob den Kopf und sah, dass der spiralförmige Aufstieg gut fĂŒnfzig Meter nach oben ragte. Er packte die Mittelstrebe der Konstruktion und schĂŒttelte daran; die Treppe schwang mit und gab ein Ächzen von sich. In Erduins Hals bildete sich ein Kloß. Mit ein wenig GlĂŒck wĂŒrde er dort oben einen Ausgang in die Außenwelt finden. Das war doch ein Wagnis wert! Er schloss die Augen, holte tief Luft und trat auf die erste Stufe der Treppe. Dann vorsichtig auf die zweite, die dritte und die vierte. Die Treppe schwankte. Erduin blieb stehen, wartete bis die Schwingungen nachließen, um dann noch behutsamer weiter zu steigen. Als er die HĂ€lfte der Treppe unter sich gelassen hatte, blieb er einen Moment stehen, um durchzuatmen.
Du hast es beinahe geschafft! Dieser Gedanke war es, der Erduin wieder vorantrieb, trotz der Erschöpfung, die er verspĂŒrte, trotz der Schmerzen, die sich in seinen Gelenken niedergelassen hatten. Er biss die ZĂ€hne zusammen und setzte sich in Bewegung. Einen Schritt nach den anderen, ganz langsam. Plötzlich brach eine der Stufen. FĂŒr einen Augenblick schwebte sein rechtes Bein in der Luft, wo gerade noch die Stufe war. Erduin verlor das Gleichgewicht und kippte nach vorne. Reflexartig hob er die HĂ€nde, um seinen Fall an den oberen Stufen abzubremsen. Sein Standbein rutschte ein StĂŒck nach vorne, blieb aber an der Kante der Stufe stehen. Erduin knallte mit den HĂ€nden auf die stĂ€hlerne Treppe. Der Schmerz trieb ihm TrĂ€nen in den Augen, doch er rappelte sich auf und zog sich an der Sprosse hoch, so dass er, schwer atmend, darauf wartete, dass sein Herzschlag sich beruhigte. Als sein Adrenalinspiegel sank, spĂŒrte er ein Brennen an seinem linken Knie. Dort war seine Hose aufgerissen, und er sah ein Rinnsal Blut, der von einer offenen Stelle unterhalb seiner Kniescheibe, an seinem Bein herunter lief. Als der Schock ein wenig verflogen war, stand Erduin auf. Er war ein wenig unsicher auf den Beinen, doch trotz des Zitterns, das sich seines Körper ermĂ€chtigt hatte, fuhr er mit dem Aufstieg fort.
Wie im Traum setzte er eine Fuß vor den anderen, ohne das Schwanken der Treppe zu beachten. Sein Blick war stur auf das Ende der Stiege gerichtet, das allmĂ€hlich nĂ€her kann.
Als er oben ankam, ließ er sich nieder, um einen Schluck Wasser aus seinem Schlauch zu trinken. Dabei sah er sich um. Er befand sich in einem kleinen, eckigen Raum, der gerade mal drei mal drei Fuß maß. An einem der WĂ€nde war ein rotes, zĂ€pfchenförmiges und armlanges Ding befestigt, von dem ein schwarzer Schlauch baumelte. Außer der Öffnung am Boden, aus der Erduin gerade entstiegen war, gab es noch eine TĂŒr aus Metall, unter der ein rötlicher Lichtschein, den Raum in ein sanftes Rot tauchte. Hatte er es tatsĂ€chlich geschafft? War das etwa Sonnenlicht? Erduin raffte sich auf, um die TĂŒr genauer in Augenschein zu nehmen. Obwohl das Metal vom Rost zerfressen war, schien sie - trotz der vielen Jahre, in der sie unbenutzt geblieben war - immer noch ziemlich stabil zu sein. Der Öffnungsmechanismus bestand aus einer Querstrebe, die bauchhoch von einer Seite der TĂŒr zur anderen verlief und die man, so vermutete Erduin, herunter drĂŒcken musste. Erduin nahm seinen Rucksack ab und holte eine Brille mit abgedunkelten GlĂ€sern raus, die er sich aufsetzte. Er legte beide HĂ€nde auf die Strebe und drĂŒckte dagegen, doch sie rĂŒhrte sich nicht. Er versuchte es ein zweites Mal, diesmal belastete er die Stange mit seinem ganzen Gewicht. Erduin hörte ein Knacken, dann ein Ă€chzende Knirschen, als die Strebe nachgab und die TĂŒr sich langsam öffnete. Die Landschaft, die sich Erduin darbot, ließ sein Atem stocken; eine hĂŒgelige Weide, die sich im roten Schein des Sonnenuntergangs, beinahe endlos vor ihm erstreckte. Erduin ging durch die TĂŒr und atmete so tief ein, dass seine Lunge zu platzen drohte. Die frische Luft berauschte ihn, ließ seine GlĂŒckshormone PurzelbĂ€ume schlagen. Wie ein JĂŒnger, dem eine göttliche Erscheinung zuteil wird, stand Erduin ehrfĂŒrchtig da, und ließ seinen Blick ĂŒber das weite Weideland schweifen. Er war so fasziniert von dem was er sah, dass er nicht bemerkte, das sich etwas in seinem RĂŒcken nĂ€herte.

Kraarkzar war nicht umsonst das Alpha-Tier seines Rudels - mit einer Schulterhöhe von ein Meter fĂŒnfzig und einer LĂ€nge von gut zweieinhalb Meter war er das grĂ¶ĂŸte MĂ€nnchen seines Packs. Sein schwarzer Chitinpanzer war von vielen Kampfspuren ĂŒbersĂ€t und eines seiner Facettenaugen wies eine tiefe Narbe auf. Er stand auf einer kleinen, hĂŒgeligen Erhebung und betrachtete den Sonnenuntergang. WĂ€hrend die rot schimmernde Scheibe immer tiefer im Horizontstreifen verschwand, witterte er plötzlich etwas, das seine FĂŒhler vor Aufregung erzittern ließ. Blut. Er witterte Blut. Aber irgendwie war dieser Geruch so anders, als alles was er bisher wahrgenommen hatte, und er hatte schon viele Arten von Blut gerochen. Er folgte der Witterung bis auf eine Anhöhe und erblickte einige Meter unter sich ein seltsames Wesen, dass auf seinen Hinterbeinen stand und in die untergehende Sonne starrte. Die Haut dieses Tiers war mit irgendetwas bedeckt, das Kraarkzar nicht einordnen konnte, doch es roch eindeutig nach Blut, und zwar nach leckerem Blut. Kraarkzar sprang und fuhr seine FlĂŒgel aus. Völlig gerĂ€uschlos schwebte er den Abhang hinunter. Mit einem gezielten Biss in den Hals tötete er das Wesen, das mit erstauntem Blick verblutete.
Erst labte Kraarkzar sich am roten Lebenssaft, dann begann er das zĂ€he Fleisch von den Knochen zu nagen. Als sein Hunger gestillt war, ĂŒberlass er den Kadaver den sich sammelnden Aasfressern. Er fing an sich zu putzen, bis er auf eine Öffnung im Hang des HĂŒgels aufmerksam wurde. Daher war das Wesen scheinbar gekommen. Vielleicht gab es ja dort mehr davon?


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:nemo

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MDSpinoza
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...ich bin alt, aber nicht tot (Adjektiv)...
...ein hĂŒbsches Ding... auch hier ein Adjektiv
...ich bin kein (nicht: keine) Kind mehr...
...eine erwachsene(Adjektiv) Frau
...ein Sturz gefÀhrliche Folgen(Substantiv)...
...den in der Karte eingezeichneten Ausgang...(keine Kommata)
...er sah ein Rinnsal (Neutrum) Blut, das von...
...Metall (2"l")...
...ein sanftes Rot (Substantiv)...
...zweieinhalb Meter...
...von Kampfspuren ĂŒbersĂ€t...(Schreibweise)
...den sich sammelnden Aasfressern(Plural)...
...Mit einem gezielten Biß in den Hals (KEIN Komma) tötete er das Wesen, das...

Etwas dran feilen, dann wird's eine nette Geschichte
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nemo
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Hallo MDSpinoza,

danke fĂŒr die Korrekturhinweise.
Ich habe den Text soweit schon geÀndert.

Merci / nemo
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jon
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Na, da hast'e die Rechtschreib-Korrektur doch eher in alibimĂ€ĂŸiger Knappheit durchgezogen
Hier die Sachen, die mir beim Durchlesen auf- und einfielen:


Undagrownd
Als Erduin die große Halle betrat, spĂŒrte er dieses seltsame GefĂŒhl Kommadas ihn immer dann ĂŒberkam, wenn er sich in der Kirche der Heiligen GaĂŻa aufhielt. Ein GefĂŒhl der Beklommenheit, das ihm die Kehle zuschnĂŒrte, vermengt mit der Ahnung, dass hier etwas nicht stimmte. Die beflieste geflieste Halle war beinahe leer; nur ein einzelner Priester in einem bleichgewaschenem bleichgewaschenen roten Umhang, kein Komma fegte emotionslos *grins*: Wie wĂŒrde es denn aussehen, er tĂ€te es emotionsgeladen? Im Ernst: „er fegt den Boden“ reicht – niemand erwartet da Emotionen. den Boden.
Erduin wusste eigentlich nicht so recht, warum sein Weg ihn hierher gefĂŒhrt hatte.
Vielleicht ist es eine Art Abschied, dachte er, wobei ihm nicht richtig klar wurde, warum er sich von etwas verabschiedete, das er nie gemocht hatte.
Seine Hand zitterte, seine faltige und befleckte Hand, die sich schon durch so viele BĂŒcher durchgeblĂ€ttert hatte. Ich bin alt aber noch nicht tot, dachte er trotzig und wandte den Blick auf die Fliesenmalereien, die auf eindrucksvolle und typisch klerikale Weise Was bitte ist ein „typisch kelrikaler“ Malstil? die Apokalypse darstellte. Feuer und Verderben hatte die Oberwelt heimgesucht. Brennende Körper, die Arme in die Luft werfend und um Verzeihung bittend. Daneben war GaĂŻa abgebildet, die Göttliche, die heilige Mutter Erde, die Retterin. Strahlend schön und voller Erbarmen, war sie aus dem Geocentri - dem Kern der Erde - entstiegen, um diejenigen in ihrem ihren Schoß aufzunehmen, die es verdient hatten.
Der Exodus in den Undagrownd, der Abstieg in eine neue Heimat unter der OberflĂ€che, unter der wahr gewordenen Hölle. Nunmehr Mehr (nunmehr: Vor nunmehr zehnttausen Jahren
als zehntausend Jahre sind waren seither vergangen und es fiel Erduin schwer, die damaligen Ereignisse durch die religiöse Brille zu sehen. Dieser Satz klingt etwas kryptisch: Was hat die Tatsache, dass es so lange her ist, damit zu tun, dass es Erduin nicht religiös sehen kann? Warum sollt er es denn ĂŒberhaupt religiös sehen? Er war ein Wissenschaftler, ein Gelehrter, einer der bald herausfinden wĂŒrde, was dort oben nun wirklich warKomma und er war sich sicher, die Hölle wĂŒrde es nicht sein. Wieder sowas RĂ€tselhaftes: Wieso kann er nicht durch die religiöse Brille sehen und trotzdem neugierig auf „das da oben“ sein? (Viele Wissenschaftler sind glĂ€ubig!)
„Bist du Sicher sicher, dass du es heute Abend tun solltest Onkel!“ fragteOnkel?“, fragte Miri mit leicht warumnur leicht? „Unterton“ ist schon nicht sehr krĂ€ftig, ein „leichter Unterton“ ist praktisch nicht erwĂ€hnenswert. Abgesehen davon zeugt die Frage selbst von deutlicher Besorgnis
 besorgtem Unterton. Erduin schaute sie an. Sie ist wirklich ein hĂŒbsches Ding, dachte er sich, passt so gar nicht in unsere Familie. Er lĂ€chelte milde und sagte Doppelpunkt „Wenn nicht heute wann sonst? Ich bin ein alter Mann und wenn ich es nicht bald tue, ist es bald aufĂ€llige und damit unschöne Dopplung von „bald“ vielleicht zu spĂ€t.“
„Dann lass mich dich begleiten!“ Komma sagte sie flehend.
„Miri, mein Kind. Das kann ich nicht. Deine Eltern wĂŒrden es mir nie verzeihen, wenn dir etwas geschĂ€he!“
„Ich bin keine Kind mehr, Erduin!“Komma fauchte sie. Hier einen Absatz zu machen ist inhaltlich und „klangmĂ€ĂŸig“ nicht begrĂŒndet.
Wenn Miri ihn beim Vornamen nannte, war das meist ein Anzeichen fĂŒr einen aufziehenden Sturm. „Ich bin eine erwachsene Frau, die selbstĂ€ndig Entscheidungen fĂ€llen kann!“ Kommasagte sie mit fester Stimme, als könnte sie dadurch das Gesagte bestĂ€tigen.Dass Miri den Satz nicht winselt macht das Ausrufezeichen schon deutlich – der ErklĂ€rung „feste Stimme“, vor allem aber die Absicht, warum „feste Stimme“, ist ĂŒberflĂŒssig, ja störend. Doch Erduin sah, dass sich ihre Augen trĂŒbten. Was meinst du damit? Grauer Star? Im Ernst: Das ist eine Phrase, die keinen objektiven Hintegrund hat. Nur im ausgeprochen lyrischen Bereich passt sie (als Metapher, vielleicht auch noch als Bild)Es tat ihm leid ihr weh tun zu mĂŒssen, aber er konnte es nicht verantworten dieses MĂ€dchen, dass er so liebteOha! So ein alter Lustmolch
, in Gefahr zu bringen.
„Miri, beruhige dich“, sagte er mit sanfter StimmeKomma „und hör mir zu“. Absatz unbegrĂŒndet
Er holte tief Luft.Absatz unbegrĂŒndet
„Ich weiß nicht Kommawas mich dort oben erwartet. Ja, ich habe Vermutungen, aber was istKomma wenn sie sich als falsch erweisen? Ich bin ein alter Mann, der schon den grĂ¶ĂŸten Teil seines Lebens hinter sich hat. Wenn ich sterbe, ist es schlimm, aber nicht so schlimm. Du wiederum bist ein junges MĂ€dchen, entschuldige, eine junge Frau, die noch viel vor sich hat Ich könnte es mir nie verzeihen, wenn dir etwas passieren wĂŒrde.“
Eine einzelne TrĂ€ne Schluchz! Im Ernst: Das klingt ziemlich kitschig. lief ĂŒber die hohen Wangenknochen in Miris Gesicht.Erster Gedanke beim Lesen: Ja, wo denn sonst? Auf Miris RĂŒcken?
Erduin nahm sie in den Arm und drĂŒckte sie fest an sich.
Sie begann zu schluchzen.
„Es wird mir schon nichts passieren. Du wirst sehen, in ein paar Tagen werde ich wieder hierhin zurĂŒckkehren und dir von wundersamen Dingen berichten.“Absatz unbegrĂŒndet. Die Absatzbildung eben war vorbildlich: Akteur/Redner wechselt = Absatz. Hier ist aber noch immer Erduin „am Zug“.
Hoffentlich mein Kind, dachte erSchöner, runder klĂ€nge: „Hoffentlich, mein Kind, setzte er in Gedanken hinzu. Hoffentlich., hoffentlich.

Die Vorbereitungen waren getroffen. Der Absatz ist unbegrĂŒndet.
Erduin ließ einen letzten Blick durch sein Arbeitszimmer wandern, um sicher zu gehen, dass er nichts vergessen hatte. Er fĂŒhlte sich auf seltsamen Weise gut. Die NervositĂ€t der letzten Tage war gewichen und nun, wo er die schwere Last „Last“ reicht – eine „schwere Last“ suggeriert, dass sie kaum zu tragen ist, so dusslig wird Erduin ja wohl nicht sein
 des Rucksacks auf seinen seinem RĂŒcken spĂŒrte, fĂŒhlte er sich um Jahre jĂŒnger. Mit einem Griff in die Innentasche seines abgetragenen Ledermantels,kein Komma versicherte er sich, dass er die Karte eingesteckt hatte; die Karte des Undagrownd, mit seinen beinahe sechshundert Kilometern Tunneln und GĂ€ngen. WĂ€hrend seinen Studien hatte Erduin herausgefunden, dass dieses Tunnelnetz einst zu einem Transportsystem gehört hatte, dass sich „U-bahn“ nannte; daher auch der Name Undagrownd. Was vor so langer Zeit als Verkehrswege genutzt wurde, war nun die Heimat einer halben Millionen Menschen geworden.Moooment! Nach mehr als zehntausend Jahren hat er das herausgefunden? Wie? Der Abstand ist wie von heute zum Zerfall der Urgesellschaft! NatĂŒrlich wurde im laufe Laufe der Jahre das unterirdische Netz erweitert. Es entstanden regelrecht StĂ€dteWieso die EinschrĂ€nkung „regelrecht“? Sind es welche oder nicht? Und wenn nicht: Mit welchen „echten StĂ€dten“ vergleicht denn Erduin diese „Siedlungen“?, die sich in den ehemalige Stationen Wieso nur da?ausbreiteten. In Erduins Augen war das ein untrĂŒglicher Beweis fĂŒr die AnpassungsfĂ€higkeit der menschlichen Rasse. Er blickte aus dem Fenster und sah, dass die Helligkeit des kĂŒnstlichen Lichts abgenommen hatte. Es war an der Zeit zu gehen.

Seit zwei Stunden war Erduin schon im Gewirr der Tunnel und GĂ€nge unterwegs. Er war beinahe am Ă€ußersten sĂŒdwestlichen Bereich des Undagrownd angelangt, wo es dunkel Stolperer: Ich dachte, auch anderswo wird es – zumindest ab und zu – dunkel. Steht jedenfalls im Abschnitt vorher.und zunehmend feuchter wurde. Bis auf einige Creeps – ausgestoßene EinzelgĂ€nger - wurde dieser Teil nur sehr selten benutzt. Bezugsfehler! Der Teil wurde – bis auf einige Abschnitte – nur selten genutzt“ ODER „Den Teil nutzte – bis auf einige Creeps – kaum jemand.“ Sevenoaks war die letzte SiedlungKomma an der Erduin vorbeigekommen warKomma und dort endete auch die kĂŒnstliche Beleuchtung. Ah! So ist das gemeint. Nun: Der Stolperer ist aber schon passiert
Erduin schritt langsam und vorsichtig voran, wobei er mit seiner Taschenlampe die Umgebung ausleuchteteMuss eine sehr helle Taschenlampe sein, die die Umgebung „ausleuchtet“. Hier und da nahm er die GerĂ€usche von Ratten wahr, die vor der plötzlichen Helligkeit flĂŒchteten, doch er war nicht das erste mal Mal hier draußen und es brauchte schon mehr als ein paar Nager, um ihn zu beunruhigen. Endlich erblickte Erduin im Schein seiner Lampe,kein Komma dasKomma wonach er gesucht hatte: auf den Auf dem Boden zeichneten sich die Umrisse einer runden Stahlplatte ab. Erduin setzte sein Rucksack ab und holte ein HandschweißgerĂ€t heraus.Einschub am Rande: Nach mehr als 10.000 Jahren haben lumpige 500.000 Menschen eine so „technisch entwickelte“ Zivilisation halten können? Unglaublich! Ebenfalls unglaublich: Nach 10.000 Jahren existiert die Stahl(!)platte des Ausstiegst noch? Innerhalb weniger Minuten hatte er die Platte aufgeschweißt, die er dann mit einer Eisenstange 
die hat er auch mit sich geschleppt? Alle Achtung!anhob und auf Seite schob. Nun blickte er in ein dunkles LochKomma aus dem muffige Luft empor 
das heißt, das „Loch“ weißt abwĂ€rts. Also noch tiefer in den Undergrownd. Nicht sehr logisch, oder? kroch. Erduin lenkte den Strahl der Taschenlampe hinein und erkannte, dass ein schlauchförmiger Tunnel Ist nicht jeder Tunnel schlauchförmig? sich in den Boden grub, an dessen Seite Was fĂŒr eine Seite? Eine Leiter wohin? eine verrostete nach 10.000 Jahr ist die noch da??Leiter hing. Der alte Mann nahm all seinen Mut zusammen und machte sich daran die Leiter vorsichtig zu testen. Er belastete die obere Sprosse mit seinem rechten Bein, wippte ein wenig und die Sprosse hielt.
und sie hĂ€lt sogar noch! Wow!
Er setzte den Rucksack wieder auf und begann mit dem Abstieg. Riesen-Stolperer: Abstieg? Ich dachte, er will nach oben?! Ganz behutsam, immer die nĂ€chste Sprosse testend, stieg er hinunter in die Dunkelheit. Als er endlich wieder festen Boden unter den FĂŒĂŸen hatte, seufzte Erduin erleichtert und sah sich um. Er befand sich in einem Gang der scheinbar noch mit primitiven Mitteln Wann soll der entstanden sein? Jetzt hab ich ganz den Überblick ĂŒber die ZeitablĂ€ufe verloren
 ausgeschlagen worden war, denn die WĂ€nde waren unregelmĂ€ĂŸig bearbeitet worden und der Boden bestand aus moosbewachsenen 
 im absoluten Dunkel? Pflastersteinen. Erduin kramte die Karte und seinseinen Kompass hervor und folgte, nach kurzer Überlegung, dem Gang in nordöstlicher Richtung. Er kam nur schleppend voran, dendenn der Boden war feucht und rutschig und obwohl er schweres Schuhwerk trug, hatte Erduin angstAngst vor einem Sturz ? Wieso „obwohl“? Muss man sich denn mit leichtem Schuhwerk mehr vor einem Sturz fĂŒrchten, ist ein Sturz da gefĂ€hrlicher?. In seinem Alter konnte ein Sturz gefĂ€hrliche Folgen haben und das Risiko wollte er, so nah am Ziel, nicht eingehen.

Langsam wurden seine Beine schwer und auch seine HoffnungKomma den in der Karte eingezeichneten Ausgang zu finden, schwand, je mehr seine MĂŒdigkeit zunahm. Er hatte einen Umweg nehmen mĂŒssen, da einige der GĂ€nge, diedenen er hĂ€tte folgen sollen, eingebrochen warwaren. Er war nun in einem Bereich, der nicht auf seiner Karte eingezeichnet warKomma und orientierte sich nur noch dank des Kompasses. Als Erduin schon soweit war sich auf den Boden zu setzen, um seinem entkrĂ€fteten Körper eine Pause zu gönnen, sah er eine TĂŒr, die in einer der WĂ€nde eingelassen war. Sie war aus einem massiven, dunklen Metall, das Rostflecken 
ist da sjetzt eine vonvor 10.000 Jahren oder eine aus der Zeit, als man noch „mit primitiven Mitteln GĂ€nge schlug“? aufwies. Erduin nĂ€herte sich der TĂŒr und schob sie auf. Dahinter befand sich ein kleiner Raum, in der eine Wendeltreppe nach oben fĂŒhrte
 das ist jetzt aber wieder eine aus der U-Bahn-Zeit, oder? Aus „hĂ€lt mehr als 10.000 Jahre“-Material gebaut
. Erduin hob den Kopf und sah, dass der spiralförmige Aufstieg gut fĂŒnfzig Meter nach oben ragte. Er packte die Mittelstrebe der Konstruktion und schĂŒttelte daran; die Treppe schwang mit und gab ein Ächzen von sich. In Erduins Hals bildete sich ein Kloß. Mit ein wenig GlĂŒck wĂŒrde er dort oben einen Ausgang in die Außenwelt finden. Das war doch ein Wagnis wert!Das klint unpassend. „Es ist schon ein Wagnis wert“, die zickige aber schöne Prinzessin anzubaggern oder einen guten Tropfen Wein aus einem gespenstischen Keller zu holen. Hier aber geht es um viiiiel mehr
 Er schloss die Augen, holte tief Luft und trat auf die erste Stufe der Treppe. Dann vorsichtig auf die zweite, die dritte und die vierte. Die Treppe schwankte. Erduin blieb stehen, wartete bis die Schwingungen nachließen, um dann noch behutsamer weiter zu steigen. Als er die HĂ€lfte der Treppe unter sich gelassen hatte, blieb er einen Moment stehen, um durchzuatmen.
Du hast es beinahe geschafft! Dieser Gedanke war es, der Erduin wieder vorantrieb, trotz der Erschöpfung, die er verspĂŒrte, trotz der Schmerzen, die sich in seinen Gelenken niedergelassen 
kitschig anmutende Formulierung hatten. Er biss die ZĂ€hne zusammen und setzte sich in Bewegung. Einen Schritt nach den dem anderen, ganz langsam. Plötzlich brach eine der Stufen. FĂŒr einen Augenblick schwebte sein rechtes Bein in der Luft, wo gerade noch die Stufe war. Erduin verlor das Gleichgewicht und kippte nach vorne. Reflexartig hob er die HĂ€nde, um seinen Fall an den oberen Stufen 
zu oft „Stufen“, es klingt unbeholfen. abzubremsen. Sein Standbein rutschte ein StĂŒck nach vorne, blieb aber an der Kante der Stufe 
 jetzt ist es defintiv zu viel
 stehen. Erduin knallte Umgangssprache – passt nicht mit den HĂ€nden auf die stĂ€hlerne Treppe. Der Schmerz trieb ihm TrĂ€nen in den Augen, doch er rappelte sich auf und zog sich an der Sprosse Was fĂŒr eine Sprosse? Also doch eine Leiter
? hoch, so dass er, schwer atmend, darauf wartete, dass sein Herzschlag sich beruhigte.Semantikfehler: Er zieht sich nicht hoch, SO DASS er wartet. Er zieht sich hoch UND wartet (dann). Als sein Adrenalinspiegel sank, spĂŒrte er ein Brennen an seinem linken Knie. Dort war seine Hose aufgerissen, und er sah ein Rinnsal Blut, derdas (Rinnsal) von einer offenen Stelle unterhalb seiner Kniescheibe,keinKomma an seinem Bein herunter lief. Als der Schock ein wenig verflogen war, stand Erduin auf. Er war ein wenigauffĂ€llige und damit unschöne Dopplung von „wenig“ unsicher auf den Beinen, doch trotz des Zitterns, das sich seines Körper ermĂ€chtigt bemĂ€chtig (ermĂ€chtigen = jemandem die Macht verleihen, etwas Bestimmtes zu tun)hatte, fuhr er mit dem Aufstieg fort.
Wie im Traum setzte er eineeinen Fuß vor den anderen, ohne das Schwanken der Treppe zu beachten. Sein Blick war stur auf das Ende der Stiege gerichtet, das allmĂ€hlich nĂ€her kann.
Als er oben ankam, ließ er sich nieder, um einen Schluck Wasser aus seinem Schlauch *grins* Ich dachte einen Moment an
 Warum nicht einfach eine Flasche?zu trinken. Dabei sah er sich um. Er befand sich in einem kleinen,keinKomma eckigen Raum, der gerade mal drei mal drei Dopplung „mal“Fuß maß. An einem der WĂ€nde war ein rotes, zĂ€pfchenförmiges und armlanges Ding befestigt, von dem ein schwarzer Schlauch 
 nach 10.000 Jahren
 baumelte. Außer der Öffnung am Boden, aus der Erduin gerade entstiegen war, gab es noch eine TĂŒr aus Metall, unter der ein rötlicher Lichtschein,kein Komma den Raum in ein sanftes Rot tauchte Wie kann das bisschen Licht von „unter der TĂŒr“ den Raum in was auch immer tauchen?. Hatte er es tatsĂ€chlich geschafft? War das etwa Sonnenlicht? Erduin raffte sich auf, um die TĂŒr genauer in Augenschein zu nehmen. Obwohl das MetalMetall vom Rost zerfressen war, schien sie - trotz der vielen Jahre10.000, um es mal etwas genauer zu sagen
, in der sie unbenutzt geblieben war - immer noch ziemlich stabil zu sein. Der Öffnungsmechanismus bestand aus einer Querstrebe, die bauchhoch von einer Seite der TĂŒr zur anderen verlief und die man, so vermutete Erduin, herunter drĂŒcken musste.Woher weiß/ahnt Erduin das? Oder besser: Warum sollte er es nicht wissen – gibt in Undagrownd keine TĂŒrklinken? Wie wĂ€r‘s hier mit einem Absatz?Erduin nahm seinen Rucksack ab und holte eine Brille mit abgedunkelten GlĂ€sern raus, die er sich aufsetzteWARUM? Und: Woher hat er die – in einer Welt ohne Sonne?. Er legte beide HĂ€nde auf die Strebe und drĂŒckte dagegen, doch sie rĂŒhrte sich nicht. Er versuchte es ein zweites Mal, diesmal belastete er die Stange mit seinem ganzen Gewicht. Erduin hörte ein Knacken, dann ein Ă€chzende Knirschen, als die Strebe nachgab und die TĂŒr sich langsam öffnete. 
oder wenigstens hier einen Absatz.Die Landschaft, die sich Erduin darbot, ließ sein Atem stocken; eine hĂŒgelige WeideWoher kennt Erduin Weiden?, die sich im roten Schein des Sonnenuntergangs,keinKomma beinahe endlos vor ihm erstreckte. Erduin ging durch die TĂŒr und atmete so tief ein, dass seine Lunge zu platzen drohte. Die frische Luft Woher weiß Erduin was von frischer („natĂŒrlicher“!) Luft? Sollte er nicht vielmehr unbekannte DĂŒfte oder so wahrnehmen?berauschte ihn, ließ seine GlĂŒckshormone PurzelbĂ€ume schlagen.
etwas dick aufgetragen. Wie ein JĂŒnger, dem eine göttliche Erscheinung zuteil wird, stand Erduin ehrfĂŒrchtig da,kein Komma und ließ seinen Blick ĂŒber das weite Weideland schweifen. Er war so fasziniert von dem was er sah, dass er nicht bemerkte, das sich etwas in seinem RĂŒcken nĂ€herte.Im Moment ist in seinem RĂŒcken noch der Ausstieg – ist ihm jemand gefolgt?

Kraarkzar war nicht umsonst das Alpha-Tier seines Rudels - mit einer Schulterhöhe von ein Meter fĂŒnfzig und einer LĂ€nge von gut zweieinhalb Meter war er das grĂ¶ĂŸte MĂ€nnchen seines Packs. Sein schwarzer Chitinpanzer war von vielen Kampfspuren ĂŒbersĂ€t und eines seiner Facettenaugen wies eine tiefe Narbe auf. Er stand auf einer kleinen, hĂŒgeligen Erhebung und betrachtete den Sonnenuntergang. WĂ€hrend die rot schimmernde Scheibe immer tiefer im Horizontstreifen Was ist ein Horizontstreifen? verschwand, witterte er plötzlich etwas, das seine FĂŒhler vor Aufregung erzittern ließ. Blut. Er witterte Blut. Aber irgendwie war dieser Geruch so anders, als alles was er bisher wahrgenommen hatte, und er hatte schon viele Arten von Blut gerochen. Er folgte der Witterung bis auf eine Anhöhe und erblickte einige Meter unter sich ein seltsames Wesen, dassdas auf seinen Hinterbeinen stand und in die untergehende Sonne starrte. Die Haut dieses Tiers war mit irgendetwas bedeckt, das Kraarkzar nicht einordnen konnte, doch es roch eindeutig nach Blut, und zwar nach leckerem Blut. Kraarkzar sprang und fuhr seine FlĂŒgel aus. Völlig gerĂ€uschlos schwebte er den Abhang hinunter. Mit einem gezielten Biss in den Hals tötete er das Wesen, das mit erstauntem Blick verblutete.So schnell verblutet man nicht, dass das mit einem einzelnen erstaunten Blick abgetan wĂ€re.
Erst labte Kraarkzar sich am roten Lebenssaft, dann begann er das zĂ€he Fleisch von den Knochen zu nagen. Als sein Hunger gestillt war, ĂŒberlassĂŒberließ er den Kadaver den sich sammelnden Aasfressern. Er fing an sich zu putzen, bis er auf eine Öffnung im Hang des HĂŒgels aufmerksam wurde. Daher war das Wesen scheinbar gekommen. Vielleicht gab es ja dort mehr davon?

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Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalÀsst (Klaus Klages)

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nemo
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Danke!

Hallo Jon!

Danke erst einmal fĂŒr deine Korrektur!
Ich bin leider noch nicht wirklich dazu gekommen, weil ich die letzten Tage mit dem Warten auf die Niederkunft meines Sohnemanns beschĂ€ftigt war. Soweit es die Zeit (und mein Kopf) es wieder zulĂ€ĂŸt, werde ich den Text ĂŒberarbeiten.

Schönen Gruss / nemo


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:nemo

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