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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Undenkbar
Eingestellt am 12. 11. 2004 10:06


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monti
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 13
Kommentare: 14
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Undenkbar

Eigentlich sollten Sie die folgende Geschichte in einem Roman lesen, aber da Sie Ihre liebe Not mit dicken BĂŒchern haben, werde ich Ihnen nur den Höhepunkt prĂ€sentieren, das Drumherum kann man gut weglassen.
Also - die junge VerkĂ€uferin Lisa hatte Robert, einen Arbeitskollegen, zu sich eingeladen. Du musst mir helfen, den Schrank umzustellen, hatte sie gesagt und hinzugefĂŒgt: Wir sind allein, meine Mutter ist bei einer Freundin. Robert aber dachte, das klingt ja wie eine Aufforderung, Lisa zu vernaschen. Kaum waren sie in ihrem Zimmer, packte er sie mit seinen krĂ€ftigen HĂ€nden an den Schultern und bugsierte sie ins Bett, um sich dann auf sie draufzulegen. Sie schien darĂŒber nicht verwundert, formte ihre Lippen zum Kuss. Er presste seinen Mund auf den ihren, und gleich darauf schob er seine Hand unter ihren Rock, wĂ€hrend sie sich an seiner Hose zu schaffen machte. Als er bereit war, in sie einzudringen, ging die TĂŒr des Kleiderschranks auf und Lisas Mutter sprang heraus. Sie war klein, breit und hatte wulstige Oberarme; mit einem Schrei warf sie sich auf Robert. Das keusche Bett krachte unter der Last von drei Personen zusammen. Die Mutter kĂŒmmerte das nicht, sie richtete sich auf und packte Robert am Kragen.




Du Lustmolch, du Schrecklicher, rief sie aufgebracht. LĂ€ĂŸt du wohl die Finger von meiner Tochter. Mit ihren FĂ€usten trommelte sie Robert, der sich mĂŒhsam erhoben hatte, auf den RĂŒcken; danach schubste sie ihn zur TĂŒr. Robert hatte seine Hose noch nicht hochgezogen, er stolperte und krachte der LĂ€nge nach aufs Parkett. Das war schmerzhaft.
Voller Zorn sprang er auf, zog sich die Hose ganz aus und griff sich die Mutter. Die kreischte, als sie von ihm aufs Bett geworfen wurde; bĂ€uchlings landete sie auf ihrer Tochter. Robert riss der Mutter den geblĂŒmten Rock herunter, ebenso ihren weiten SchlĂŒpfer und bestieg sie von hinten, wĂ€hrend er jedoch Lisa ins Gesicht sah. Die Mutter stöhnte, Lisa weinte. Als er mit der Mutter fertig war, rollte er zur Seite. Die befreite Tochter gab Robert eine schallende Ohrfeige: Du Schuft! Dann lief sie aus dem Zimmer. Die Mutter lag benommen auf dem Bett, wĂ€hrend Robert mit hĂ€ngendem Kopf die Wohnung verließ.
Soviel zum Höhepunkt des Romans. Und nun noch der Epilog. Lisa zog von der Mutter fort zu ihrer Freundin Claudia, die ganz in der NĂ€he wohnte. Dann belegte sie einen Englischkurs in der Abendschule, wo sie sich in Dr. Paulus verliebte, einen jungen Mann mit wohlklingender Stimme. Ihre Mutter, schon seit Jahren Witwe, nahm sich einen Untermieter in die Wohnung, den alten Studienrat Morgenroth, fĂŒr den sie das Abendessen kochte; sonntags gab es Kohlrouladen.
Robert aber trĂ€umte nachts immer wieder davon, dass er Lisas Mutter umgebracht hĂ€tte. Er wachte davon auf und konnte nicht mehr einschlafen. Den langweiligen Rest will ich Ihnen ersparen. Sie sehen selbst, der Höhepunkt genĂŒgt eigentlich. So sollte man es mit allen Romanen machen. Nur die dramatischen Teile lesen. Alle Höhepunkte in den Romanen sollten rot angestrichen werden.

__________________
Monti

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rosste
Routinierter Autor
Registriert: Jul 2004

Werke: 85
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Hallo monti !

"..der Höhepunkt genĂŒgt eigentlich. So sollte man es mit allen Romanen machen."
Bravo !
Ich sehe das ganz Àhnlich.
Bis auf ein paar wenige positive Ausnahmen, mir fĂ€llt da z.B. Dostojewskis "BrĂŒder Karamasow" ein, sollte der ganze Romanballast zusammengefasst werden.
Der Verfasser hat eine Verantwortung, sich so kurz wie möglich zu fassen (und halt nur so lang wie nötig).
Jeder, der schrebt, sollte sein Werk am Ende kontrollieren, ob es Unnötiges enthÀlt.
Wenn ja, dann bitte streichen, löschen.
Ein Marder im Wald, der auf Brautschau ist, hÀlt auch keine stundenlangen Reden.
LG, Stephan

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gareth
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Dec 2003

Werke: 132
Kommentare: 783
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Hallo, ihr Lieben,

das angesprochene Prinzip wurde bereits umgesetzt, wenn auch sozusagen sekundĂ€r, in der Buchreihe "die klassische Sau" (so der Titel, wenn mich meine GedĂ€chtnis nicht trĂŒgt). Dort sind lediglich die sogenannten "Stellen" aus der Weltliteratur zusammengetragen :o)

Was ihr so ein bisschen zu vergessen scheint ist, dass ein Roman mit zunehmender QualitÀt seiner Sprache auch zunehmend lÀnger sein darf, weil nÀmlich, ihr Guten, die Sprache selbst dann zunehmend der Inhalt ist.

Ansonsten aber schließe ich mich euch gerne an.

GrĂŒĂŸe
gareth

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Andi
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Oct 2004

Werke: 28
Kommentare: 32
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UrsprĂŒnglich veröffentlicht von monti
Undenkbar

Eigentlich sollten Sie die folgende Geschichte in einem Roman lesen, aber da Sie Ihre liebe Not mit dicken BĂŒchern haben, werde ich Ihnen nur den Höhepunkt prĂ€sentieren, das Drumherum kann man gut weglassen.
Also - die junge VerkĂ€uferin Lisa hatte Robert, einen Arbeitskollegen, zu sich eingeladen. Du musst mir helfen, den Schrank umzustellen, hatte sie gesagt und hinzugefĂŒgt: Wir sind allein, meine Mutter ist bei einer Freundin. Robert aber dachte, das klingt ja wie eine Aufforderung, Lisa zu vernaschen. Kaum waren sie in ihrem Zimmer, packte er sie mit seinen krĂ€ftigen HĂ€nden an den Schultern und bugsierte sie ins Bett, um sich dann auf sie draufzulegen. Sie schien darĂŒber nicht verwundert, formte ihre Lippen zum Kuss. Er presste seinen Mund auf den ihren, und gleich darauf schob er seine Hand unter ihren Rock, wĂ€hrend sie sich an seiner Hose zu schaffen machte. Als er bereit war, in sie einzudringen, ging die TĂŒr des Kleiderschranks auf und Lisas Mutter sprang heraus. Sie war klein, breit und hatte wulstige Oberarme; mit einem Schrei warf sie sich auf Robert. Das keusche Bett krachte unter der Last von drei Personen zusammen. Die Mutter kĂŒmmerte das nicht, sie richtete sich auf und packte Robert am Kragen.
Du Lustmolch, du Schrecklicher, rief sie aufgebracht. LĂ€ĂŸt du wohl die Finger von meiner Tochter. Mit ihren FĂ€usten trommelte sie Robert, der sich mĂŒhsam erhoben hatte, auf den RĂŒcken; danach schubste sie ihn zur TĂŒr. Robert hatte seine Hose noch nicht hochgezogen, er stolperte und krachte der LĂ€nge nach aufs Parkett. Das war schmerzhaft.
Voller Zorn sprang er auf, zog sich die Hose ganz aus und griff sich die Mutter. Die kreischte, als sie von ihm aufs Bett geworfen wurde; bĂ€uchlings landete sie auf ihrer Tochter. Robert riss der Mutter den geblĂŒmten Rock herunter, ebenso ihren weiten SchlĂŒpfer und bestieg sie von hinten, wĂ€hrend er jedoch Lisa ins Gesicht sah. Die Mutter stöhnte, Lisa weinte. Als er mit der Mutter fertig war, rollte er zur Seite. Die befreite Tochter gab Robert eine schallende Ohrfeige: Du Schuft! Dann lief sie aus dem Zimmer. Die Mutter lag benommen auf dem Bett, wĂ€hrend Robert mit hĂ€ngendem Kopf die Wohnung verließ.
Soviel zum Höhepunkt des Romans. Und nun noch der Epilog. Lisa zog von der Mutter fort zu ihrer Freundin Claudia, die ganz in der NĂ€he wohnte. Dann belegte sie einen Englischkurs in der Abendschule, wo sie sich in Dr. Paulus verliebte, einen jungen Mann mit wohlklingender Stimme. Ihre Mutter, schon seit Jahren Witwe, nahm sich einen Untermieter in die Wohnung, den alten Studienrat Morgenroth, fĂŒr den sie das Abendessen kochte; sonntags gab es Kohlrouladen.
Robert aber trĂ€umte nachts immer wieder davon, dass er Lisas Mutter umgebracht hĂ€tte. Er wachte davon auf und konnte nicht mehr einschlafen. Den langweiligen Rest will ich Ihnen ersparen. Sie sehen selbst, der Höhepunkt genĂŒgt eigentlich. So sollte man es mit allen Romanen machen. Nur die dramatischen Teile lesen. Alle Höhepunkte in den Romanen sollten rot angestrichen werden.

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Andi
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Oct 2004

Werke: 28
Kommentare: 32
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Hallo Monti,
ein wirklich flotter Dreier. Ich habe sehr gelacht. Besonders die Kohlrouladen machen die Sache schmackhaft.
Gruß, Andi

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mirami
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo monti,

ich wĂŒrde deinen Text zwar eher der Rubrik Humor/Satire zuordnen, denn erotisch ist er wahrlich nicht, dennoch habe ich ihn gern gelesen. Mein Kompliment fĂŒr deine unterhaltende und gelungene Umsetzung dieser durchaus witzigen Idee.

@gareth
“Die klassische Sau“ ist eine Buchreihe? Dann bin ich ja froh, dass ich nur einen Band davon besitze. Wenn das die erotischen Höhepunkte der Weltliteratur sind, ist die Leselupe-Anthologie “G.“(mal Reklame mach) ja ein Feuerwerk an Erotik! .

LG
mirami
(scheinbar ein Kulturbanause )

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