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Leselupe.de > Ungereimtes
Unerreichbar Nah
Eingestellt am 29. 08. 2006 16:36


Autor
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H├Âldereden
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jul 2006

Werke: 18
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Bin wieder zur├╝ck von meiner Reise. Ich kanns einfach nicht lassen...jetzt enth├Ąlt mein Titel schon zwei Adjektive... :-)

Unerreichbar Nah

So weich die Haut.
So warm der Schlag
Deiner pulsierenden N├Ąhe.

Jeder Millimeter- Wunder.
Jede Rundung- Verlangen
Nach Gedankenlosigkeit.

Bewegst Deinen K├Ârper,
wie des Bogens Bl├╝te,
Ton um Ton zu einem Lied
Von Licht und Schatten.

Formst Deinen Mund
zu unaufhaltsam Ungl├╝ck,
mit dem jedes Lachen an des
Wahnsinns Schlinge zieht.

Vergib mir Wunsch ein Ganz zu sein,
erf├╝ll ich dich mit Leere.
Meine Ber├╝hrung darf nicht weinen,
weichen an des Engels Schwingen.

Klar seh ich Dich in Traum getaucht,
hinter des Freundes Maske,
unerreichbar,
aus der Liebe haucht.


Wie gerne w├Ąr ich mit Dir noch einmal Kind,
-Gefangen sind wir, wie wir sind.

__________________
Stille Erkenntnis und lauter Humor - Die W├╝rze des Lebens

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Sandra
Guest
Registriert: Not Yet

quote:
Bin wieder zur├╝ck von meiner Reise. Ich kanns einfach nicht lassen...jetzt enth├Ąlt mein Titel schon zwei Adjektive... :-)

Mensch, jetzt gib dir doch mal M├╝he ...

Hallo H├Âldereden. Ich hoffe, ich darf. Und ich hoffe von ganzem Herzen, ich helfe dir und ├Ąrgere dich nicht.

So weich die Haut.
So warm der Schlag
Deiner pulsierenden N├Ąhe.

(Sch├Ân, das Bild. Etwas g├Ąngig die Formulierung, aber dennoch stimmungsvoll. Da die S├Ątze ineinander flie├čen w├╝rde ich die Gro├čschreibung am Zeilenanfang ├╝berdenken. (Oder die Einstellung in Word einfach ├Ąndern
)

Jeder Millimeter- Wunder.
Jede Rundung- Verlangen
Nach Gedankenlosigkeit.

(Verlangen nach Gedankenlosigkeit. Diese Aussage finde ich schon greifbarer und auch eigener, zudem zeilen├╝bergreifend, was immer sch├Ân ist. )

Bewegst Deinen K├Ârper,
wie des Bogens Bl├╝te,
Ton um Ton zu einem Lied
Von Licht und Schatten.

(Die ersten Zeilen stimmen mich auf das Bild einer Bl├╝te ein, wobei der Genitiv immer etwas gestelzt wirkt. Das kann auch so sein, wenn es gewollt wurde und man im Text stocken soll, was ich hier jedoch eigentlich nicht m├Âchte. Der Bogen als ├ťberleitung zum Instrument k├Ânnte funktionieren, tut er hier aber nicht, weil es eben ganz ohne ├ťberleitung geschieht. Ich werde aus meinem Bl├╝tenbild und der Stimmung herausgerissen, um nach einem akustischen Eindruck wieder zu einem visuellen Bild (Licht und Schatten zu kommen). Was mich nicht verweilen und somit auch leider die romantische Stimmung nicht aufkommen l├Ąsst.)

Formst Deinen Mund
zu unaufhaltsam Ungl├╝ck,
mit dem jedes Lachen an des
Wahnsinns Schlinge zieht.

Vergib mir Wunsch ein Ganz zu sein,
erf├╝ll ich dich mit Leere.
Meine Ber├╝hrung darf nicht weinen,
weichen an des Engels Schwingen.

Klar seh ich Dich in Traum getaucht,
hinter des Freundes Maske,
unerreichbar,
aus der Liebe haucht.

Wie gerne w├Ąr ich mit Dir noch einmal Kind,
-Gefangen sind wir, wie wir sind.


Wieder Genitiv und viel zu viele davon. (Ich wei├č, erst die Adjektive und nun nervt sie damit - t'schuldige)

Du springst auch hier zu schnell in den Bildern, man kann nicht vor dem geistigen Auge ÔÇÜentstehen lassenÔÇÖ, weil du es nicht tust, somit wird es schwer, deine Aussage zu erf├╝hlen. Was m├Âchtest du sagen? Wo ist dein roter Faden? Nimm auf, was du zu Anfang beschreibst, leite ein, fertige eine Skizze, die du in den folgenden Versen ausmalst. Ich habe den Eindruck, du f├Ąngst an verschieden Ecken an zu malen, ohne dass es ein Ganzes wird.
Das Bild f├╝hrt zum Gef├╝hl. Man muss zu Anfang noch nicht wissen, was du sagen m├Âchtest. Hier m├Âchte ich ahnen, in eine Stimmung versetzt und von Zeile zu Zeile gef├╝hrt werden bis schlie├člich der Schluss offenbart. Aus Rilke: Die fr├╝hen Gedichte. Hier siehst du es veranschaulicht.

Das sind die Stunden, da ich mich finde.
Dunkel wellen die Wiesen im Winde,
allen Birken schimmert die Rinde,
und der Abend kommt ├╝ber sie.

Und ich wachse in seinem Schweigen,
m├Âchte bl├╝hen mit vielen Zweigen,
nur um mit allen mich einzureigen
in die einige Harmonie...


Im letzten Absatz und in den letzten zwei Zeilen reimst du. Das geschieht ohne Struktur u. unmittelbar, als h├Ąttest du dich gerade mal eben dazu entschieden. Entweder, oder. Entscheide dich und mache es durchg├Ąngig.

Der Zeilenumbruch war m.E. diesmal viel akzentuierter und bewusster gesetzt. Das Ganze hat sicherlich auch schon viel Sprachmelodie.
Ach ja - noch etwas - ich beneide dich, dass du in Australien warst. Mein(e) Wunschinsel -land - kontinent schlechthin.

LG
Sandra

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casy01
Guest
Registriert: Not Yet

unkritisch wie ich nun mal bin...


nehme ich es Sinn-Bildvoll so

sehr gerne hin

und

tauche mich darin ein

finde es so "ganz" ..und ungemein

als "Sehnucht und Liebe" ganz so wundersch├Ân zu sein

schlicht ...fein ...






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H├Âldereden
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jul 2006

Werke: 18
Kommentare: 103
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@ Casy:

Danke f├╝r dein feines Lob!!!

@ Sandra:

Ich danke sganz doll f├╝r deine Ausf├╝hrliche Auseinandersetzung mit diesem Gedicht. Es kommt mir richtig wie eine Ausbildung zum kleinen Schriftsteller vor, und das finde ich suuuper!!
Ich habe mir schon fast gedacht, dass es an diesem "Werk" einiges zu tun gibt und diesmal eignet es sich herrlich zum rumarbeiten und experimentieren. Werde also in Zukunft hier verschiedene ├╝berarbeitete Versionen einstellen. Du hast den Nagel voll auf den Kopf getroffen, als du sagtest, es seien verschiedene Ideen, die immer nur so anskizziert sind aber nie zu Ende gef├╝hrt. Am meisten hat mir dein "Vergleich" oder besser gesagt Hinweis auf dieses eine fr├╝he Rilke-Gedicht geholfen, denn da habe ich ein gutes Gef├╝hl daf├╝r bekommen was du meinst.
Werde das Gedicht dahingehend bearbeiten. Nur ein paar Anmerkungen und Fragen:
Also dass das Gedicht so gehastet wirkt, war auch ein bi├čchen Absicht, da es die Rastlosigkeit des lyrichs verdeutlichen soll und bewu├čt zu dem reimenden Schluss als Hauptaussage hinstreben soll. Der Reim am Ende ist bewu├čt als Kontrast gew├Ąhlt, nicht etwa eine Unentschlossenheit. Aber alles in allem wirkt es eben noch nicht so souver├Ąn und bewu├čt, das stimmt schon, daran werde ich jetzt arbeiten.
Und nun noch die Frage: Wieso wirkt f├╝r dich oder auch andere der Genitiv gestelzt? Denn ich finde ihn eigentlich wohlklingend, wobei zuviel nat├╝rlich nich gut ist wie hier in diesem Gedicht, aber so im allgemeinen finde ich den genitiv "sch├Ân".
Und noch etwas: Ich bin nach wie vor noch in Australien, weil ich hier meine Diplomarbeit in Geologie schreibe, noch bis ende November. Mir ist komischerweise erst vor kurzem wieder eingefallen, dass es fr├╝her auch einer meiner Kindheitstr├Ąume war, in dieses auf dem Globus entfernteste Land zu reisen...

Nochmal Danke und bis bald,

Euer H├Âldereden

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