Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92241
Momentan online:
346 Gäste und 9 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzgeschichten
Ungewissheit (Der Sinn2)
Eingestellt am 08. 01. 2001 15:37


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Thinker
Nennt-sich-Schriftsteller
Registriert: Jan 2001

Werke: 13
Kommentare: 33
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Ungewissheit

Ein Raumkreuzer schwebt langsam durch das Universum. Die GrĂ¶ĂŸe dieses Schiffes ist betrĂ€chtlich. Das Schiff hat keine erkennbare Markierungen auf der OberflĂ€che. Ein Mond zieht langsam an dem Kreuzer vorbei und wirft einen Schatten auf das Schiff. In diesem Sonnensystem ist eine junge Sonne im Zentrum. Sie hat noch kaum ihren Vorrat an Helium verbrannt, darum scheint sie besonders hell. Als der Mond fĂŒr das Schiff eine Sonnenfinsternis entstehen lĂ€sst bildet sich ein greller Schein um den Mond. Der Kreuzer zieht weiterhin gerĂ€uschlos durch das Universum.

Im inneren des Schiffes sind alle Lichter gedĂ€mpft. Klassische Musik hallt laut durch die großen, verlassenen Schiffshallen. In dem Esssaal stehen diverse Teller noch auf dem Tisch und die StĂŒhle stehen verrĂŒckt da, als ob jemand in Hast aufgestanden ist.


Die BrĂŒcke ist ebenso verlassen wie der Rest des Schiffes. Jedoch sind hier noch diverse Schalttafeln aktiv. Die StĂŒhle sind nach vorne gerichtet. In der Mitte der Stuhl des KapitĂ€ns, links der Stuhl des Navigators und rechts der Stuhl des ersten Offiziers. Es ist eine vergleichsweise kleine BrĂŒcke fĂŒr ein so großes Schiff.

Plötzlich blinkt ein rotes Licht an einer Konsole auf und die klassische Musik wird gedĂ€mpft. „AnnĂ€herungsalarm, AnnĂ€herungsalarm“, berichtet eine weibliche Computerstimme teilnahmslos. Der KapitĂ€nsstuhl bewegt sich ruckartig. Eine Hand erscheint hinter dem Stuhl und schlĂ€gt auf eine Konsole ein. „AnnĂ€herungs....“, der Alarm wird sofort unterbrochen. „E.V.A........“, eine raue Stimme, eines Ă€ltern Mannes ĂŒbertönt die Musik in der BrĂŒcke. „Ja Sir?“, erwidert der Bordcomputer. Ein leises Stöhnen geht dieser Frage voran: „Was ist der Grund fĂŒr den Alarm?“ Unvermittelt wird das HUD der BrĂŒcke aktiv und diverse rote Punkte leuchten auf. „Wie Sie sehen ist ein Signal eingegangen.“, berichtet der Computer.

„Bitte sag mir das es kein kosmisches Rauschen ist!“, der KapitĂ€n klingt genervt. „Bitte spezifizieren Sie ihren Wunsch!“, erwidert die Stimme. „Die hat wohl ihre Tage!“ murmelt der KapitĂ€n vor sich hin. Er holt tief Luft um seiner Genervtheit noch etwas mehr Ausdruck zu verleihen und spricht weiter: „ Bitte spezifiziere DU mir woher dieses Signal kommt!“

„Das Signal hat seinen Ursprung von dem vierten Planeten in diesem System. Die Quelle ist 10 Meter unter dem Erdboden“, antwortet er. Der KapitĂ€n sitzt aufrecht auf in seinem Stuhl und hebt eine Augenbraue. Er stĂŒtzt sich mit seinem rechtem Arm auf der Stuhllehne ab und drĂŒckt einen Knopf. „Logbuch des KapitĂ€ns der Hope....“, er unterbricht seinen Eintrag und ĂŒberlegt einen Moment. Er drĂŒckt noch mal den selben Knopf. „Logbuch des letzten Offiziers der Hope. Wir schreiben Jahr 3750. Wir... Ich habe ein Signal von dem vierten Planeten des siebten Sonnensystems empfangen. Ich werde das Schiff in eine Umlaufbahn bringen und nĂ€here Untersuchungen starten“ , er drĂŒckt nochmals auf einen anderen Knopf und steht anschließend mit einen tiefen Seufzer auf. Er geht zu dem Stuhl des Navigators und aktiviert dessen Konsole. Das HUD wird nun um einzelne Anzeigen erweitert.
„EVA berechne optimalen Kurs zu den vierten Planeten“, weist er den Computer an. Auf den HUD wird langsam eine rote Linie aufgebaut, die den Kurs darstellt. Als die Linie fertig ist, gibt der KapitĂ€n nochmals etwas auf der Konsole ein und deaktiviert sie wieder.
Wenige Sekunden nach dem er dies getan hat zĂŒnden die ManövrierdĂŒsen und bringen das Schiff auf Kurs. Er geht langsam zu der TĂŒr der BrĂŒcke und stĂŒtzt sich ab als die ManövrierdĂŒsen zĂŒnden. „Notiz an dich selbst Frank! Die TrĂ€gheitsdĂ€mpfer reparieren!“, sagt er laut vor sich hin. Er lĂ€uft an diversen TĂŒren vorbei mit verschiedenen Beschriftungen. Dies geht so mehre lange GĂ€nge und Abzweigungen.
Schließlich bleibt er vor einer TĂŒre stehen mit der Beschriftung „Scanner Array“. Er drĂŒckt einen Knopf und die TĂŒre öffnet sich. Im Raum ist es dunkel und er muss sich zuerst orientieren. „Licht“, brĂŒllt er. Die Beleuchtung des Raum geht sofort an.
Der einzige Stuhl, der in diesem Raum steht ist, bedeckt von einer dicken Staubschicht. Er zieht den Ärmel seiner Uniform nach vorne und wischt schnell ĂŒber die SitzflĂ€che. Nachdem er sich hingesetzt hat aktiviert er die Konsole vor ihm und drĂŒckt ein paar Knöpfe. Eine große Anzeige schaltet sich ein und der vierte Planet ist zu sehen. Er wird durch einen grĂŒnen Rand hervorgehoben. Durch das DrĂŒcken von weiteren Knöpfen beginnt ein Balken sich zu fĂŒllen. „Das Signal wurde bestĂ€tigt“, meldet der Bordcomputer. Der KapitĂ€n steht auf und schaltet die Konsole wieder ab und verlĂ€sst den Raum. Er geht wieder in Richtung BrĂŒcke.
In der BrĂŒcke angekommen setzt er sich wieder auf den KapitĂ€nsstuhl und drĂŒckt den wieder den Knopf. „Das Signal wurde bestĂ€tig und lokalisiert. Ich werde persönlich auf den Planeten gehen und es untersuchen“, dieses mal ist ein wenig Aufregung in der Stimme des KapitĂ€ns zu hören. Er steht auf, um die BrĂŒcke zu verlassen.
Wieder geht er durch verschiedene lange GĂ€nge und endet schließlich vor einen großen automatischen Tor, das ein Schild als „Dropshiproom“ kennzeichnet. „EVA öffne das Tor zur Dropshiphalle“, befiehlt er. Das Tor geht langsam auf und lĂ€sst die alte abgestandene Luft mit der frischen zirkulieren. Ein kleiner Wind entsteht so. Der KapitĂ€n genießt ihn.
In dem Hangar steht ein kleines Schiff, das atmosphĂ€renflugfĂ€hig ist. Er besteigt es und setzt sich auf den Stuhl des Navigators. „Wie schade, dass dieses Schiff automatisiert ist! AtmosphĂ€renflĂŒge sind ein Heidenspaß!“, denkt er sich.
Durch das Scannen des Planeten weiß er bereits, wo der beste Landeplatz ist. Also muss er nur noch das Flugzeug starten. Fast schon zeremoniell drĂŒckt er einen Knopf auf der Konsole vor ihm. Der Flieger startet seine Maschinen und hebt sich wenige Zentimeter von dem Boden ab. Das Tor zum Weltraum öffnet sich und macht den Weg frei. Der Heckantrieb startet und schießt den Flieger in das Weltall.
Nach wenigen Minuten Flug landet der Flieger auf der OberflĂ€che des Planeten. Der KapitĂ€n tritt an die Ausstiegsluke und sieht aus dem Schiff raus. Es ist das erste mal seit Jahren, dass Frank auf einem Planeten ist. Er hat sich schon lange nicht mehr in die „normale“ Gravitation eines Planeten gewagt. Auf dem Schiff herrscht eine angenehme Anziehung von 4.90 G.
Nach ein paar Sekunden hat er sich daran gewöhnt und tritt aus dem Flieger. Momentan ist er in einem Tal. Also muss er ĂŒber einen kleinen HĂŒgel steigen. Er macht sich auf den Weg und lĂ€uft in die Richtung, aus der das Signal kommt. Also er auf dem HĂŒgel ankommt, sieht er eine Stadt!

„Ist das die Erde???!“, fragt sich Frank voller Staunen.

(Wird fortgesetzt)


Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


loona
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Oct 2000

Werke: 0
Kommentare: 402
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Heyho... gefÀllt mir sehr...

Die Stille auf dem Schiff, die Leere. Gut transportiert.

Angenehme 4,9 G ? Dann wÀre Formel 1 ja ein Traumberuf ;-))

Ein Satz fĂ€llt ein bißchen aus Deinem Stil:
"Der KapitÀn tritt an die Ausstiegsluke und sieht aus dem Schiff raus" Da ist das "raussehen" so umgangssprachlich. Vielleciht reicht ein "...und schaut aus dem Schiff (heraus)".

Aber das soll meine Freude ĂŒber die gelungene Geschichte nicht wirklich trĂŒben...

Darf ich schonmal vorsichtig anfragen, wann es die Fortsetzung gibt?

Es grĂŒĂŸt

loona

Bearbeiten/Löschen    


Thinker
Nennt-sich-Schriftsteller
Registriert: Jan 2001

Werke: 13
Kommentare: 33
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
Fortsetzung

Hallo loona,
danke danke und nochmals danke fĂŒr dein Feedback.
Das gibt mir Mut und Inspiration weiter zu schreiben.
Ich habe schon ein, zwei Ideen wie ich weiter schreiben also gibt es in so ungefÀhr 2-3 Tagen eine Fortsetzung.

Gruss Thinker

Post Scriptum
Ja das mit den 4,9 G war mein Fehler mein Kollege hat mich schon darauf hingewiesen...

Bearbeiten/Löschen    


Thinker
Nennt-sich-Schriftsteller
Registriert: Jan 2001

Werke: 13
Kommentare: 33
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
Wie Columbo schon sagte; Das hÀtte ich fast vergessen

hi nochmals loona,
Falls es dich intressiert es gibt noch ein Prolog dazu;
"Der Sinn", sie ist leider nicht so gut wie ich sie gerne gehabt hÀtte aber erklÀrt einiges was ich geschrieben habe.

-Thinker

Bearbeiten/Löschen    


Neziri
Festzeitungsschreiber
Registriert: Dec 2000

Werke: 8
Kommentare: 120
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Hallo Freund Denker,

die Fortsetzung hat erfreulich an QualitÀt gewonnen, jedoch habe ich selbst hier noch ein paar Kritikpunkte. (Merke wohl, ich will mit Kritik immer helfen, nie nerven, und sollte ich doch nerven, so möge man mir verzeihen und es mir mitteilen, ich werde versuchen, es einzuschrÀnken.)

Erstens: Du schreibst wie ein Reporter, was so viel heißt, daß du viele kurze SĂ€tze verwendest, in denen die Info relativ knapp vermittelt wird. Als Schreiber solltest du etwas in die LĂ€nge und in die Breite gehen, was so viel heißt wie mehr Info in einen Satz packen, den dafĂŒr vielleicht etwas lĂ€nger und die Anzahl der SĂ€tze runterschrauben, was ungefĂ€hr gleich viele Worte, aber lĂ€ngere SĂ€tze und - das Zweitens - hoffentlich mehr Stimmung als Endresultat hat. Denn diese Stimmung fehlt mir ein bißchen, durch Beschreibung von Umgebung und GefĂŒhlen der Protagonisten erreichst du das aber locker, das kriegst du hin, bin ich fest ĂŒberzeugt davon. ;-)

Drittens: Du machst ein paar technische Fehler, die eventuell unter Schlampigkeit fallen könnten, die ich aber deinem AnfĂ€ngerstatus zuschreibe. Nichts desto trotz stoßen sie SF-Freaks eventuell bitter auf, und wenn du mehr darĂŒber wissen willst, dann schreib mir ein e-mail.
Wenn du gar nichts mehr von mir wissen willst und ich keine Kritiken mehr zu deinen Posts schreiben soll, dann schreib mir ebenfalls ein e-mail, ich bin dir garantiert nicht böse.
Ich hoffe, du bist mir auch nicht böse, meine e-mail addy steht in meinem Profil.

Bis die Tage
__________________
Aslan Neziri
'Beware the fury of a patient man.' (John Dryden)

Bearbeiten/Löschen    


Thinker
Nennt-sich-Schriftsteller
Registriert: Jan 2001

Werke: 13
Kommentare: 33
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
Die Nachfolge

Hallo Leser,
ich habe ungefÀhr vor 4 Tagen gesagt, dass es 3 Tage gehen wird bis ich Teil 3 habe. Leider habe ich eine Blockade also gebt mir nochmal eine Woche.

-Thinker

Post Scriptum

loona ich werde dir mal das schicken das ich bis jetzt habe, da du dich so intresiert gezeigt hast!

Bearbeiten/Löschen    


ZurĂŒck zu:  Kurzgeschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!