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Leselupe.de > Ungereimtes
Unmodern
Eingestellt am 31. 07. 2002 13:56


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murmeltier
AutorenanwÀrter
Registriert: Jan 2001

Werke: 94
Kommentare: 20
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Weichheit ist schon lange aus der Mode gekommen
wieÂŽs noch nie Mode war
die innere Zartheit und Zerbrechlichkeit
zuzugeben
die Zeit der HÀrte, der StÀrke
der Sicherheit, der Entschlossenheit
fordert ihre Anerkennung durch uns
und fordert von uns
so zu werden und zu sein
wie die Zeit scheinbar ist
Unentschlossenheit und innere Verwirrung unerwĂŒnscht
Unsicherheit ist verdÀchtig
und lĂ€ĂŸt den Schlaffi erkennen
der Mensch mit tiefen GefĂŒhlen und großen Gedanken
gehört der Vergangenheit an
kraftvoll bestÀtigt man sich selber
Ratlosigkeit schmeckt nach Verrat
es zÀhlt der
der mit beiden Beinen standfest auf
dem unnachgiebigen Betonboden der RealitÀten steht
fĂŒr TrĂ€ume kein Raum mehr
wer voller Sehnsucht
ohne klarem Blick fĂŒr die Wirklichkeit
durch seine TrÀume schwebt
ist ganz einfach zu feige
sich den RealitÀten zu stellen
man weiß schließlich
wovon man wichtig redet
und kann sich eindeutig erklÀren
und seine ErklÀrung von sich behaupten
man lĂ€ĂŸt sich nicht mehr von TrĂ€umen gefangennehmen
man traut nur dem gedanklich Erfaßbaren
wer sein Innerstes nicht in Worte fassen kann
wird als unverstÀndlich abgetan
Sprachlosigkeit ist nicht vertretbar
Handeln um des Handelns willen
verbreitete Notwendigkeit des Egal-Was-Handelns
Ă€ußere sichtbare AktivitĂ€t gegen schöpferische Innerlichkeit
Nur-Glaube ans Sichtbare
das vermessen als meßbar und bewertbar gilt
unerklÀrbares Innerliches zum Absterben verurteilt
Zwang der harten und selbstsicheren
Be- und Verurteilung
vielfÀltige Möglichkeiten und verschiedene Richtungen
vom lebendigen Raum des eigenen Ichs ausgehend
werden zugunsten nur einer
selbstgewÀhlten und als richtig erklÀrten
klaren Richtung und richtiger Sicht der Dinge
schlichtweg geleugnet oder
als unsinnige Unmöglichkeit behandelt
gegenseitiges Aufeinandereinreden
als Demonstration des Bescheidwissens
wer die besten logischen Worte findet
hat den besten Durchblick
Betrachtung der Dinge von vielen Seiten her
als UnfÀhigkeit der eindeutigen Stellungnahme verworfen
subjektives Reden ĂŒber ObjektivitĂ€t
objektives Betrachten gilt als wertlos
und grenzt ans Wertlose des Traumhaften
Handeln in der scheinbaren Wirklichkeit
um jeden Preis und ĂŒber alles
Zerrissenheit in wirklichen TrÀumen
als ĂŒberflĂŒssiges unwichtiges Spinnertum anbgetan
der Mensch nur noch als leistendes Etwas
und nicht mehr sich selbst tragender Fluß
aus GefĂŒhlen, Gedanken, TrĂ€umen, Möglichkeiten
unergrĂŒndlich unbeschreibbar

(11. 11. 81)

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Stoffel
gesperrt
One-Hit-Wonder-Autor

Registriert: Jun 2002

Werke: 468
Kommentare: 8220
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Du schreibst lange Texte und ich finde sie sehr gut verfasst. Da steckt ne Menge drin und die Titel sind auch stets sehr passend.
Im Großen und Ganzen teile ich Deine Ansicht und diese Erfahrungswerte.
Nehme mich aber niemals aus..aber man lernt ja noch bissl dazu.
Stoffel

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