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Leselupe.de > Science Fiction
Uno
Eingestellt am 23. 04. 2006 12:41


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Jan Balu
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Apr 2006

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„Nicht lange danach ….“

„Xano Lee Wang“ aus Peking und sein Kollege „Atal Raman“ aus New Delhi unterhalten sich in englisch.

Auch der Orient bedient sich nun endgĂĽltig und ausschlieĂźlich dieser westlichen Weltsprache, die sich trotz aller Ressentiments historisch wie von selbst als Zweitsprache auf der Erde etabliert hat.

Wer ahnte schon – vor 75 Jahren – dass die gesamte Erd-bevölkerung in einer Weltorganisation friedvoll miteinander demokratisieren muss.

Die „UNO“, am 26. Juni 1945 in San Francisco/USA gegründet, bereits mit der Vision in ihrer „Charta“, die Erde friedlicher zu gestalten, brauchte einen langen, dornigen Weg, um zu werden, wie sie heute ist.

Wir schreiben das Jahr 2020. In fünf Tagen feiern die Vereinten Nationen ihren 75. Geburtstag. Vertreter aus 204 Ländern werden zu diesem grandiosen Festakt mit 1014 Delegierten im Schweizer Genf persönlich präsent sein. Von heute 10,4 Milliarden Menschen auf unserem blauen Planeten werden über 9 Milliarden Menschen auf ihren ITV-Geräten das 10-tägige Fest verfolgen können.

Xano Lee Wang aus China und Atal Raman aus Indien sind die höchsten Repräsentanten der beiden bevölkerungsreichsten Länder der Erde bei der UNO in Genf. Xano ist bereits seit 1981 in New York dabei und Atal seit 1984.

Man sitzt im feudalen „Beau Rivage“ Hotel auf der sonnigen Terrasse mit Blick auf den friedlichen Genfer See. Abwechselnd erzählen sie von ihrem spannenden beruflichen Stationen und den Gezeiten dieser weltumspannenden Organisation.

Atal beginnt: „Als damals am 2. September 2006 der Angriff der Israelis auf den Iran begann und die USA klar erkennbar massiv mit eingriffen und daraufhin das UNO-Gebäude (gottseidank an einem Sonntag) am 10. September von drei Flugzeugen, wie bei den zwei Towern zuvor, völlig zerstört wurde, da brach ein neues Zeitalter für unsere UNO an“.

Xano: „Mein Gott, was war das für ein Drama, allein die Symbolkraft: Wieder der September. Wenn das an einem Arbeitstag passiert wäre, so wären damals statt „nur“ 482 Menschen höchstwahrscheinlich über 10.000 Menschen in dem riesigen Gebäudekomplex ums Leben gekommen. Weißt Du noch, wie der „Al-Djasira“ TV Sender durch die „Al Kaida“ vermelden ließ, man habe aus humanitären Gründen den Anschlag auf das UNO Gebäude auf einen Sonntag verlegt.

Die Welt war fassungslos, die Bürger der USA zum ersten Mal wirklich wach geworden!“

„Ja“, erwiderte Atal: „Über „Al-Djasira“ wurden weitere 20 Standorte zur Vernichtung angekündigt. Die USA waren in Panik und die gesamte amerikanische Militär-Maschinerie hilflos“. Es stellte sich dann ja auch viel später heraus, dass die Terroristen in den USA im ganzen Land über 20 Nester verfügten, von denen die Geheimdienste nichts ahnten.

„Notstand wurde in 22 Bundesstaaten der USA ausgerufen“, bemerkte Xano.

„G.W.Bush musste innerhalb von 48 Stunden abdanken, der Vice President durfte das Amt nicht übernehmen. Daraufhin wurde auf Druck des Senats Hillary Clinton als vorläufige Präsidentin eingesetzt.

Der Mediendruck war so stark, dass man die liberalen Demokraten im Machtzentrum haben wollte. Ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der USA. Der sofortige Rückzug amerikanischer Truppen aus dem Irak und Iran war die Folge. Israel stand ohne amerikansiche Hilfe im Krieg gegen den Iran da. Die Ankündigung der Zerstörung weiterer 20 Standorte auf dem Gebiet der USA, ohne zu wissen, wann und wo, lähmte das riesige Land in Angst und Sorge“.

„Das war der Neuanfang der UNO“, bemerkte Xano, „unser New Yorker Hauptsitz war vernichtet. Unschätzbare Unterlagen und alle Computer zerstört. Der Wert des Gebäudes war zu beklagen und besonders traurig - das gesamte „standby Personal“ von 482 Menschen. Von fast jeder Nation
aus der ganzen Welt war Personal dabei“.

Nur 11 Tage später war der Hauptsitz der UNO in der Schweiz. „Eine logistische Höchstleistung“, warf Atal ein.

„Zu dieser Zeit zeigte sich, wie wichtig diese völkerverbindende Institution war. Die westlichen Staaten befanden sich alle auf dem Tiefpunkt ihrer Machtlosigkeit.

Die Börse stand unter Schock. New York schloß den Handel vier Tage nach dem Anschlag. Der Ölpreis schoss auf
US Dollar 120,- pro barrel. Auch London setzte den Handel kurzfristig aus, jedoch kein weiteres Land – weder im Westen noch im Osten.

Die rohölfördernden Länder verhielten sich in dieser Notsituation vorbildlich.

Es schien als wollten sie jetzt zeigen, dass dieses Chaos gemeinsam bewältigt werden muss. Die Preise wurden auf
US Dolllar 60,- von der Opec eingefroren und alle machten mit. Israel stoppte die Angriffe auf den Iran. Die Ölförderung wurde vom Iran nicht unterbrochen. Durch den sofortigen Abzug der Amerikaner aus dem Irak vollzogen sich Wunder.

Wie von einer schweren Last befreit konnte die junge demokratische Staatsform im Irak arbeiten. Über Nacht stoppten die „Terrorattacken“ im Land. Nur der Abzug der amerikanischen Truppen war schmählich für die armen Soldaten der größten Armee der Erde. Quasi bei Nacht und Nebel fühlten sie sich unter dem Jubel der Bevölkerung aus dem Land getrieben.

Innerhalb von 28 Tagen war die UNO in Genf mit vier Vollverhandlungen aller Delegierten in unglaublich produktivem Einsatz.

Die Veto-Rechte der Vollmitglieder wurden aufgehoben. Der Sicherheitsrat auf 35 Staatenmitglieder erweitert. Der General-sekretär bekam acht gleichberechtigte Beiratsmitglieder.

Ein ganz neuer Wind wehte durch die Organisation, alle Mitglieder-Beiträge wurden proportional um 5% angehoben und per Dekret mit allen Rückständen unter Androhung von Strafen eingefordert. Der Europäische Gerichtshof verfügte nun Notstandsgesetze, die auch von den USA bedingungslos akzeptiert wurden.

Die mittlerweile vereidigte neue Präsidentin, Hillary Clinton, änderte die Außenpolitik von Grund auf. Sie war sehr erfolgreich. Es gab keine weiteren Anschläge in den USA. Seitens der amerikanischen Bevölkerung waren keine Rachegedanken mehr zu spüren. Eher eine Art Demut beglückte die USA auf wundersame Weise.

Auch an den Börsen, die sowohl in New York als auch in London längst wieder eröffnet wurden, lief der Handel, oh Wunder, in weitaus ruhigerer Atmosphäre. Ein Ruck hatte die kapitalistische, egoistische Welt dermaßen gerüttelt, dass sich eine Art höheres Wertebewusstsein entwickelte.

Heute im Nachhinein war es der Anfang einer Zeitwende.

Die Europäische Union, vereint wie nie zuvor, bewährte sich in diesen wichtigen Wochen meisterlich. Seit Ewigkeiten hatte kluge Diplomatie nicht solche Erfolge vorzuweisen. Die UNO wurde innerhalb kürzester Zeit das unumstrittene Macht-Zentrum unserer Erde. Heute sind Israel und der Staat Palästina Vollmitglieder der UNO. Undenkbar aus damaliger Zeit in New York. Dank der mächtigen UNO, die seit Ende 2007 alle Strippen zog, was Krieg und Frieden betraf, ist endlich auch Frieden im Nahen Osten eingezogen.

Seit März 2008 ist Palästina ein anerkannter, demokratischer Staat, Israel in seinen Grenzen von 1967 zufrieden und von allen Nachbarn anerkannt.

Durch gesetzlich anerkannte Zukäufe haben die Juden weltweit mitgeholfen, Israel in ein blühendes, friedliches Land zu verwandeln, selbst Teile arabischer Ölvorkommen konnten käuflich erworben werden und so eine gewisse Unabhängigkeit gewährleisten.

Das gleiche gilt für den palästinensischen Staat durch Hilfe der UNO. Das erste Mal seit 70 Jahren wurden diese Gebiete friedlich.

Über die Jahre haben auf Druck der UNO die USA sämtliche amerikanischen Stützpunkte auf der Erde aufgelöst. Teile davon wurden in Abstimmung aller Mitglieder ohne Vetobremsen von der UNO übernommen.

Leider sind vorallem in Afrika noch viele Krisenherde zu bewältigen, ganz zu schweigen vom demokratischen Fortschritt. Obwohl viele Despoten in „Den Haag“ entmachtet wurden, tauchen immer wieder neue auf.

„Al Kaida“ ist heute Geschichte, in den USA wurden nach dem „UNO Tower“ keine Anschläge mehr verübt. Die damals drohenden Terroristen scheinen sich in Luft aufgelöst zu haben. Rachefeldzüge, gleich von welcher Seite, haben nicht mehr stattgefunden.

Die amerikanische Armee weltweit ist zu einer lokalen Verteidigungsarmee auf ein Zehntel geschrumpft.

Dies zwar zum Leid der RĂĽstungsindustrie, aber zum Segen des Weltfriedens.


Alle Rechte vorbehalten:
Jan Balu

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Schäfer
???
Registriert: Mar 2006

Werke: 13
Kommentare: 212
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Klasse

Das ist cool.
Wirklich. Ich hab einen ähnlichen Text geschrieben, nur nicht so gut.
Repekt.
Schäfer

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jon
Foren-Redakteur
Fast-Bestseller-Autor

Lektor
Registriert: Nov 2000

Werke: 147
Kommentare: 6206
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Putzig weltfremde rosarote Utopie…

"Humantäre Gründe" bei Terroristen? Die Welt wird schlagartig besser, weil ein Terrorakt sie aufrüttelte? Mein Gott: 11.9. WAR ein welterschütternder Terrorakt mit deutlich mehr als "mickrigen" knapp 500 Toten – und? Ist die Welt heute besser? Bush muss abdanken, weil Terroristen weitere Anschläge ankündigen? Schön wär's! UNO-Haupquartier in die Schweiz verlegt? Warum um alles in der Welt?!

… das sind nur einige der spontanen Probleme, die mich daran hindern, den Text ernst zu nehmen.

Er ist noch nicht mal gut geschrieben: DAS sind die "beruflichen Stationen" der beiden? Neeeee! Das hat mit den beiden nur peripher zu tun. Eine berufliche Station wäre "Ich kam 2004 ins Bürgermeisteramt, weil niemand sonst sich zur Wahl stellte." Und: Die beiden erzählen sich wahrhaftig gegenseitig Zeug, das zu diesem Zeitpunkt allgemeinpolitisches Wissen ist? Oh Mann, muss denen langweilig sein! Außer, dass die beiden so heißen und dass sie offenbar nichts zu tun haben, persönlich nichts Interessantes erlebt haben und sich so abgrundtief fermd sind, dass keiner dem anderen auch einen allerwinzigsten persönlichen Satz sagt ( – oder hatten die beiden gar keine Gefühle und Gedanken, als die Dinge, die sie da aufzählen, passierten? – ) – also abgesehen davon erfährt man nichts über die "Redner". Sie sind vollständig überflüssig, ja ihr „Auftreten“ wirkt wie ein einziger Krampf …

Es zeugt im Übrigen von Arroganz gegenüber dem Leser, ihm so grobe Formfehler an den Kopf zu werfen – oder gibt es einen halbwegs sinnigen Grund, warum hier noch Seitenzahlen drin stecken?

Sorry, aber das Werk ist in seiner Struktur und GlaubwĂĽrdigkeit unterdurchschnittlich. Kann ich was Gutes sagen? Ja: An der sprachlichen Umsetzung habe ich nichts zu meckern.
__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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dan
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Aug 2000

Werke: 1
Kommentare: 84
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nichts neues, aber auch nicht gut umgesetzt

hallo und willkommen auf der lupe!

leider kann ich mich jon nur anschließen: sprachlich ist es ok, aber die innere logik lässt schon sehr zu wünschen übrig.
(obwohl, nach dem gespräch mit angela und christiansen muss unser 'weltoffener' double-u vlt. doch abdanken, sollte er mal wieder einen krieg vom zaun brechen *g*)

bezgl. der 'seitenzahlen', die jon erwähnt hat: sind das wirklich seitenzahlen oder sollen es kapitelabschnitte sein?
keines von beiden würde bei der länge des textes bzw. dessen gliederung einen sinn ergeben.


@schäfer: boa, ey! da hast du voll recht! dein text ist noch krass uncooler als der von jan balu.
auĂźerdem sind wir hier auf einer literaturplattform und nicht am stammtisch - so viel zu deiner unangemessenen ausdrucksweise. (p.s. lies dir mal durch, wie das hier mit der bewertung funktioniert und was mit vermutlich deiner 10-pkt-wertung passiert)


gruĂź dan

__________________
(c) by dan

ein gutes buch genĂĽgt

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Gorgonski
Wird mal Schriftsteller
Registriert: May 2003

Werke: 2
Kommentare: 97
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"Rosarote Utopie"

Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen: Die Weltlösung durch einen weiteren Terrorakt zu erklären, finde ich persönlich nicht gut. Aber bevor das Ganze in eine politische Diskussion ausartet, lasse ich es lieber bleiben.
Tippfehler:
Israel stand ohne amerikansiche Hilfe

MfG, Rocco
__________________
dEr Heftchenliterat und Poet aus dem Erzgebirge

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Melusine
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Jan Balu,
ich muss gestehen, dass ich deinen Text inhaltlich ziemlich uninteressant finde (naive Zukunftsvision...), daher will ich dazu nichts weiter sagen.

Zur Ausführung: Deine Dialoge sind nichts. Es macht keinen Sinn, handelnde Personen einander Dinge erzählen zu lassen, die logischerweise beiden bekannt sein müssen. Im übrigen sind das eigentlich keine handelnden Personen. Du führst sie lediglich ein, um den an sich essayistisch gehaltenen Text aufzulockern. Das wirkt (jedenfalls auf mich) ungeschickt und deplatziert.

Okay - sehe gerade, dass jon das ja auch schon in etwa so gesagt hat. Na macht nichts. Ich bin ihrer Meinung.

LG Mel

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