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Leselupe.de > Gereimtes
Unpoetisches Unmärchen ohne Froschkönig
Eingestellt am 01. 07. 2003 14:54


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Penelopeia
Autorenanwärter
Registriert: Nov 2002

Werke: 149
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Es spielte jüngst kein Königskind
mit keinem gold'nen Balle,
denn solche sind seit läng'rer Zeit
sehr gründlich, leider, alle.

Es stand auch nicht am Brunnenrund
vom königlichen Schlosse,
und keine Kutsche stand bereit
mitsamt sehr edler Rosse...

Es spielte jüngst ein Mädchen nur
mit leicht bedrückter Miene
am Rande einer Pfütze Ball -
mit einer Apfelsine.

Die Pfütze suppt im Sachsenland,
und -- heißt das Städtchen,
wo fiel ins trübe Naß die Frucht
von dem bedrückten Mädchen.

So ist auch jüngst kein Königsfrosch
zum Helfen gleich gekommen,
er hätt' nicht können helfen, weil:
die Frucht, die ist geschwommen...

Heraus nahm da das Mädchen schnell,
was fiel in jene Pfütze,
wischte es sauber, schälte,aß.
Denn Papa kriegt nur Stütze.









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kaffeehausintellektuelle
Guest
Registriert: Not Yet

ja, hat mir sehr gut gefallen, die geschichte.
nur die eine strophe nicht.


Die Pfütze suppt im Sachsenland,
und -- heißt das Städtchen,
die Apfelsine fiel hinein
von dem bedrückten Mädchen.

da weiß ich nicht, was ich einfüllen soll beim lesen anstelle von --
und dann ... die apfelsine fiel hinein ...
da glaubt man, ins städtchen fällt sie, nicht in die pfütze

aber sonst ausgesprochen gut.

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Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet

ein wenig gestolpert....*zwinker*...

Hallo, Pen,
ich finde dieses "Unpoetische Unmärchen" einfach toll -
stolpere allerdings ebenso über die besagte Strophe.
Ansonsten ein sehr guter Einfall und Ausführung!!!

Wünsche Dir was Schönes
und sende ganz liebe Grüße

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Odyssee
Häufig gelesener Autor
Registriert: Nov 2002

Werke: 17
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Hallo Penelopeia,

Wirklich sehr zum Schmunzeln dein kleines Antimärchen. Der Rhythmus und die Reime gefallen mir sehr gut. Nur mit der vierten Zeile der ersten Strophe weiß ich nicht recht viel mit anzufangen. Auf welches Subjekt bezieht sie sich? Die Stelle mit dem Städchen lässt auch ein bischen an der Syntax rütteln, da man es nicht genau zuordenen kann. Mann könnte denken die Apfelsine wäre in das Städchen gefallen und nicht in die Pfütze.
Ansonsten: Eine wirklich schöne Idee, die du gekonnt umgesetzt hast!

Liebe Grüße
Odyssee
__________________
keep on writing !

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Penelopeia
Autorenanwärter
Registriert: Nov 2002

Werke: 149
Kommentare: 1964
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Hallo Ihr Lieben,

ja, es stimmt wohl, ich hätte besser den Namen des Städtchens nennen sollen, habe aber ein bißchen Angst, mögliche Leser aus diesem Städtchen zu vergnatzen... Als Anhaltspunkt: es liegt im schönen Muldental und wurde von der Flut im August letzten Jahres schwer heimgesucht...

Die Apfelsine fällt wirklich nicht eindeutig in die Pfütze, das ist richtig. Ich habe an dieser Stelle auch gezögert. Von Anfang an hatte allerdings die Apfelsine für mich eine hauptsächlich symbolische Bedeutung: Sie steht für die westliche Lebensweise und -kultur, die nach der Wende wie ein bombenähnliches Geschoß in dieser Kleinstadt einschlug - und letztlich den "Papa mit Stütze" nach sich zog... Aber ich werde nochmal überlegen, ob ich diese Stelle ändere, vielleicht ist meine Überlegung doch nicht so gut nachvollziehbar.

Liebe Grüße

Pen.

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