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Leselupe.de > Gereimtes
Unschuldstraum
Eingestellt am 05. 10. 2006 21:45


Autor
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Fan Lou
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Aug 2006

Werke: 9
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Ich schaue in den Spiegel,
ein jungfr├Ąuliches Gesicht mir entgegen.
Jedoch gepr├Ągt durch Schuldes Siegel,
├Ąusserlich gewandert durch des H├Âllen Wegen.

Langsam wird die Haut rotem Bezin vollgossen,
die Kleider fallen, seelisch gehurt.
Die Seele ist schmerzlich dem Tode versessen,
denn sie wurde durch Luzifers'Geist verf├╝hrt.

Zerst├╝ckel mir die Gesichtes Knochen,
breche mir allen Lebenswillen't zwei,
fang' an, mein s├╝ndig Herz in Blut zu Kochen,
mache mir das verdammte Gerippe frei!

Der Spiegel springt, jetzt ist's vorbei,
das M├Ądchen sinkt kraftlos zu Boden.
Der Teufel selbst macht ihre Seele Frei
Und l├Ąsst sie fallen, in H├Âllenfeuers Toden.
__________________
dick-asylum.psychodendron.org

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Andy
Guest
Registriert: Not Yet

Ein wirklich gut zu lesendes Gedicht! Nur frag ich mich wie du grade auf dieses Thema gekommen bist.
Ich w├╝rde vielleicht ├╝berlegen die Reime der 2. Strophe so zu ver├Ąndern, dass sie rein werden. Es sei denn dies ist so gewollt!

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Fan Lou
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Aug 2006

Werke: 9
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Oh merci Andy pour une reponse comme ca!
Ich schrieb erst eine Kurzgeschichte mit dem selbigen Thema. Jedoch kam ich dann mal wieder in den Genu├č, unseren wohl allseitsgeehrten Goethe mit 'Faust' zu lesen und fand die erz├Ąhlwei├če durch Reihme so ansprechend, das ich versuchte, die gleiche Geschichte in Reime zu fassen.
Der Reihmwechsel soll bewirken, dass erst die negative, h├Ą├čliche ├Ąusserliche Seite durch die Vokale 'o' und 'u' gest├Ąrkt wird, und dann aber das eher s├╝├čliche, die Kunst der Depressiven gezeigt wird, durch den in dem Wort helleren Vokal 'e'. Auch das verf├╝hren soll spielerisch dargestellt werden, so wie das verf├╝hren durch den Erlk├Ânig bei Gothe, mal wieder!! Und das Contrair zwischen gehurt, was etwas gewaltsames, ungewolltes f├╝r mich darstellt und dem verf├╝hren, was ein Spiel, ein gegenseitiges Kommen und Gehen f├╝r mich darstellt, fand' ich recht interessant.

Ich hoffe, ich konnte dir meine bescheidene Welt n├Ąher bringen und bedanke mich recht herzlich f├╝r deine Resonanz zu diesem Werk.

Au revoir!
Tobias
__________________
dick-asylum.psychodendron.org

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