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Leselupe.de > Humor und Satire
Unser Bett... putt!
Eingestellt am 24. 03. 2007 13:40


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tastifix
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Mar 2007

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Nein, so etwas aber auch...


Mit ihren fast zwei Jahren war Alexandra ├Ąu├čerst interessiert an jeglichem Geschehen. Die Neugierde guckte ihr aus s├Ąmtlichen Knopfl├Âchern und sie gab zu allem ihren Senf dazu.

Eines Samstagmorgens passierte es dann. Da auch ihr Papa den ganzen Tag zuhause war, lenkte Alexandra selbstverst├Ąndlich nichts mehr von dem ab, was vor allem er, aber auch ich so taten. Teddy und P├╝ppchen und auch die armen Legosteine mu├čten halt warten. T├Âchterchen hatte sie wohl sehr klug sehr streng erzogen: Die br├╝llten jedenfalls nicht los, weil Mama keine Zeit hatte!!

Eigentlich war es so gar nichts Besonderes, womit wir zwei Erwachsenen uns besch├Ąftigten. Wir hatten gerade die schweren Matratzen im Schlafzimmer zum L├╝ften hochkant gestellt, da erschien unser Kind auf der Bildfl├Ąche und starrte entgeistert aufs Bett. Trotzdem blieb ihm nicht die Spucke weg - Pech f├╝r uns!

Nach der ersten Schrecksekunde war Alexandra nicht mehr entgeistert, sondern schrecklich aufgeregt und emp├Ârt. Unsere Tochter rannte aufgebracht von einem Zimmer ins andere und meckerte wie ein Rohrspatz:
"Unser Bett putt, unser Bett putt!"

Erst lachten wir, dann tat uns dieses j├Ąmmerliche H├Ąuflein Elend in der Seele leid. Schlie├člich schien soeben ihre kleine Kinderwelt aus den Fugen geraten zu sein.
"Kleines, das ist nicht kaputt. Da soll frische Luft dran!", versuchte ich mein Psychologen-Gl├╝ck.
"Nachher machen wir das wieder in Ordnung!", bekr├Ąftigte ihr Papa.

Nein, wir Erwachsene hatten offensichtloich keine Ahnung und konnten ihr ja viel erz├Ąhlen. Sie sah doch, was mit dem armen Bett los war.
Sie dachte gar nicht daran, sich von uns derma├čen frech anschmieren zu lassen und bestand darauf:
"Unser Bett putt!"
Wir, die wegen ihres Seelenheiles besorgten Eltern, starteten einen letzten Versuch, sie vom Gegenteil zu ├╝berzeugen:
"Gleich legen wir die Matratzen wieder richtig hin!"
Ein schiefer Blick, sonst nichts.

Unsere Tochter entschlo├č sich, unsere Freveltat, das Bett kaputtzumachen, unbedingt Omi und Opi mitzuteilen. Dann kriegten wir garantiert schlimme Schimpfe.
"Anhufen!", kommandierte sie keck.

Vor lauter schlechtem Gewissen rasten ihr Papa und ich wie die Bescheuerten in Richtung des Telefons und ├╝berschlugen uns fast in dem Bestreben, der/ die Erste zu sein, der die Nummer w├Ąhlte. Alexandra registrierte es zufrieden, wie fix ihre Eltern spurteten.
"Hoffentlich sind Omi und Opi wenigstens zuhause!", fl├╝sterte ich meinem Mann zu. "Sonst ist der Tag gelaufen!"
Er verdrehte die Augen zur Decke.

Wir hatten Gl├╝ck.
"Ja, A., hallo?"
"Wir sind`s! Moment mal, wir verbinden...!"
Lachen am anderen Ende der Leitung.
Ich ├╝bergab den H├Ârer meiner Kleinen. die lie├č die geliebte Omimi gar nicht erst zu wort kommen, sondern schimpfte in den Apparat:
"Unser Bett putt!!"
"Waas..!?", ging meine Mutter drauf ein.
"Opi auch sagen!", forderte meine Tochter.
Einen Moment Stille in der Leitung. Alexandra drehte sich mit wichtiger Miene zu uns und kl├Ąrt uns auf:
"Opa Ko!"
"Ach, wirklich?", meinen wir.

Endlich ist Opa dann nicht mehr auf dem KLo, sondern am Telefon. Ein Gespr├Ąch mit Alexandra l├Ą├čt er sich nat├╝rlich nicht entgehen.
"Opa, unser Bett putt!!", beschwerte sich seine Enkelin.
Ofpa unterdr├╝ckte m├╝hsam ein Lachen.
"Ja, das ist ja was!", tat er entr├╝stet.

Das rettete uns. Bereits ein wenig bes├Ąnftigt, behandelte uns Alexandra danach mit Nachsicht. Omi und Opi hatten es ihr ja praktisch best├Ątigt:
Ihre Eltern waren ein bisschen doof!

__________________
Das geschriebene Wort l├Ąsst der Seele Fl├╝gel wachsen!

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Marius Speermann
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jul 2005

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Ich mag den Text, ich w├╝rde ihn aber noch zu straffen versuchen (obwohl er schon recht kurz ist).

Eine weitere Technik um ihn vielleicht ein bisserl "hysterischer" zu machen, ist wenn Du den Text zu ├╝bertreiben versuchst. Langsame Steigerung von einer normalen Reaktion der Eltern oder des Kindes auf eine immer ├╝bertriebenere, bis eben der Grossvater das Ganze toppt. Da wird's dann interessant.

Wenn Dir eine Steigerung gelingt, und das sogar unrealistisch wird, Du die Leser aber dabei nicht verlierst, dann ist das herrlich (siehe z.B. Blaumilchkanal von Ephraium Kishon).

Marius
__________________
Wie man einen humoristischen Text schreibt: Humor f├╝r Deppen.Mehr auf MarioHerger.at

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