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Leselupe.de > Ungereimtes
Unsinkbar
Eingestellt am 22. 02. 2005 01:19


Autor
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Arezoo
???
Registriert: Feb 2005

Werke: 16
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Im Untergehen
klammere ich mich an die Halme
in deinem Topf aus gebranntem Ton
Ausgekippte nasse Erde
Braune Flecken auf wei├čer Haut
Die Nacht verbirgt falsches L├Ącheln
├╝ber das der Morgen sich erbricht
wenn er sein Licht
durch deine Fassade schickt
Langsam br├Âckelnder Putz
Erst jetzt sehe ich den Fliegendreck
an deinen W├Ąnden
wie schwarze Punkte auf meiner Seele
ganz anders
als die Flecken auf deinem Laken
die das Niemandsland
abstecken

__________________
Das Leben hat zwei Geschichten, die wirkliche und die ertr├Ąumte.
Schim'on Peres

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inken
Guest
Registriert: Not Yet

manches ist ein wenig zu undeutlich und
manches ein wenig zu deutlich - kannst du
damit was anfangen, liebe arezoo?

lg inken

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Arezoo
???
Registriert: Feb 2005

Werke: 16
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wenn ich ehrlich bin, dann eher nicht...
Was ist denn zu deutlich?
Und was zu undeutlich?
K├Ânntest du das Konkretisieren?
*ratlos bin*
hmm... Ich glaube, man sollte in der Tat keine Stelle im Gedicht wortw├Ârtlich nehmen.
Aber im Grunde sind Gedichte eher 'artfremdes Terrain' f├╝r mich. Ich hab's eher mit der Prosa...

Danke f├╝r deine R├╝ckmeldung,
liebe Gr├╝├če,
Arezoo

__________________
Das Leben hat zwei Geschichten, die wirkliche und die ertr├Ąumte.
Schim'on Peres

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Mirko Kussin
Foren-Redakteur
Manchmal gelesener Autor

Registriert: Jun 2002

Werke: 8
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Hallo Arezoo,
ein guter Text. Eigentlich wollte ich sch├Ân schreiben, aber bei all den Flecken und dem Dreck ist "gut" wohl treffender als "sch├Ân".
Was dir meiner Meinung nach sehr gut gelungen ist, ist die sprachliche Umsetzung des Schmutzes (Fliegendreck, br├Âckelnder Putz, nasse Erde...): Wenn man Texten eine Farbe (oder eine Stimmung) zuordnen solltem├╝sstek├Ânnte so w├Ąre deiner f├╝r mich grauschmutzig...
Wie gesagt, das gef├Ąllt mir sehr gut.
Die ersten drei Zeilen wollen mir nicht so richtig gefallen, was glaub ich an den "Halmen" und dem "Blumentopf" liegt. Diese Begriffe haben f├╝r mich etwas lebendiges, der Rest des Textes mit "W├Ąnden", "Putz", "Fassaden" hat eher etwas starres, totes. Diesen Kontrast, der inhaltlich vielleicht sogar Sinn macht, finde ich sprachlich nicht so gelungen. Vielleicht versuchst du mal den Halmen und dem Blumentopf auch so eine starre, tote Qualit├Ąt zu geben... Ein Blumentopf kann aus Ton gebrannt, erstarrt sein oder so...
Und jetzt knie ich mich nochmal hin und verbeuge mich f├╝r das gelungene Bild der Flecken auf dem Laken die das Niemandsland abstecken: gro├čartig.
Wie schon geschrieben: ein guter Text.
Gru├č
Mirko
__________________
"I am only what you made me - I am a reflection of you"
Charles Manson

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Arezoo
???
Registriert: Feb 2005

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Hallo Mirko!

Vielen Dank f├╝r deinen Kommentar erst einmal und es freut mich sehr, dass dir mein Ausflug in die Lyrik gef├Ąllt!
Und... darfst gerne wieder aufstehen, obwohl, knieende M├Ąnner haben schon was... *seufz*
Ja, du hast recht. Etwas hat mich immer gest├Ârt an dem Gedicht . Vielleicht ist es tats├Ąchlich das Organische der Halme im Blumentopf, das sprachlich aus der Rolle f├Ąllt.
Dein gebrannter Ton hat da etwas f├╝r sich, das ├╝bernehme ich gerne!
Ich glaube, wenn die Halme, als einzig lebendiges im Gedicht erhalten bleiben, wird auch der Sinn noch deutlicher.
Vielen Dank f├╝r deine Anregung!

Liebe Gr├╝├če,
Arezoo
__________________
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Schim'on Peres

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bonanza
Guest
Registriert: Not Yet

hm, das bedeutungsschwangere - dein text ist zu dick
gestrichen. eine idee zu dick. die assoziationen
triefen. doppelt so lang, und du w├Ąrest vielleicht
in einen rhythmus gekommen, der das ganze verteilt.
oder angenehm begleitet.
dann w├╝rde ich dein gedicht mehrmals lesen, um herauszu-
kriegen, worum es darin geht. aber so kriege ich es
nicht hinunter.
der vergleich mit den flecken auf dem laken - da h├Ąttest
du weiter machen sollen.

bon.

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