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Leselupe.de > Ungereimtes
Unterwegs
Eingestellt am 06. 12. 2004 14:38


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Vera-Lena
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Unterwegs

Dort, wo Du verborgen bist,
will ich Dich suchen, oh Herr.


Als Jesus mit seinen J├╝ngern
die n├Ąchste Stadt aufsuchte,
sahen sie am Wege
einen toten Hund liegen.

Fliegen umschwirrten
das verwesende Tier.

Die J├╝nger betrachteten
angewidert den Kadaver.

„Er hat sch├Âne Z├Ąhne“,
sagte Jesus.

Dann zogen sie weiter.








__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Klopfstock
Guest
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Liebe Vera-Lena,
Du wei├čt, ich bin nicht so gut im Interpretieren, aber ich
bin sicher, Du willst mit diesem "er hat sch├Âne Z├Ąhne"
etwas Wichtiges sagen. Jedoch h├Ątte ich von Jesus etwas
anderes erwartet. Etwas in der Art "Er war ein gutes Tier"
oder "Auch er ist ein Kind (Wesen) meines Vaters"
oder "Schaut nicht so angewindert, denn im Tode sind
wir alle gleich und auch vor euch wird man sich ekeln,
wenn ihr verwest" - irgendetwas in dieser Art, aber
mit den sch├Ânen Z├Ąhnen, die ja so unwichtig sind, gerade
im Tode, damit komme ich nicht ganz zurecht.
Aber ich bin neugierig

Liebe Gr├╝├če
Irene

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Sandra
Guest
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Hallo Vera-Lena, hallo Irene,

ich denke auch, dass dieser Satz wichtig ist. Vielleicht sagt er uns, dass Jesu auch im Angesicht des Todes den Blick f├╝r das Sch├Âne am Wesen nicht verliert.
Nicht b├Âse sein, aber mich hat es kurz etwas schmunzeln lassen. Nicht als ich das Gedicht las, sondern als Irene sinngem├Ą├č sagte: Na ja, von Jesu h├Ątte ich auch etwas anderes erwartet. Nicht unbedingt den Satz mit den Z├Ąhnen. Auch jetzt muss ich lachen, es hat irgendwie etwas unfreiwillig komisches, weil man wirklich von Jesu eine andere Aussage erwartet h├Ątte. Aber auf so etwas irdisches wie die Z├Ąhne hinzuweisen verwundert mich nun auch. Wenn man es ├╝berspitzt darstellen will, dann kann dieser Satz sogar recht oberfl├Ąchlich wirken, was nat├╝rlich f├╝r Jesu nicht zutreffen kann. Aber dieses ungewohnte Bild bringt mich irgendwie v├Âllig aus dem Konzept.
Liebe Vera-Lena,
das ist wieder so ein Gedicht von dir, wo ich wirklich fasziniert vor sitze. Es ist letztendlich meine Unwissenheit, die mich schmunzeln l├Ąsst, nicht mehr. Dein Bibelwissen ist beeindruckend und fehlt mir in gro├čen Teilen. Also warte ich ebenfalls sehr gespannt und wei├č schon jetzt, dass ich etwas lernen werde.

Einen lieben Gru├č
Sandra

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Vera-Lena
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Liebe Irene,

diese Geschichte ist ├╝berliefert im "Gro├čen Johannesevangelium" von Jakob Lorber, wenn ich mich nicht irre. Ich habe sie jedenfalls nicht erfunden.

Die Interpretation f├╝r dieses Jesus-Wort habe ich mit meinen eigenen Worten in die zwei oberen Zeilen gesetzt.

Ich finde die Reaktion von Jesus auch verbl├╝ffend.

Aber ich denke er wollte, wie er das ja immer wollte, seinen J├╝ngern etwas damit sagen, und dabei ging es nicht um den Hund. Er wollte seinen J├╝ngern sagen,auch in den schlimmsten Dingen, sollte man das Sch├Âne jedenfalls nicht ├╝bersehen, wenn es das dann doch auch zu sehen gibt.

So habe ich diese Geschichte verstanden und, so betrachtet erscheint sie mir f├╝r den gro├čen Lehrer Jesus auch einleuchtend.

Ob er sich au├čerdem nicht noch zwei, drei Gedanken ├╝ber den Hund und sein Hundeleben gemacht hat, das steht nicht dabei, aber das sehe ich dann genauso wie Du, dass er auch solche Gedanken hatte. Nur das war ihm in dem Augenblick dann nicht mehr so sehr wichtig, es auszusprechen, die J├╝nger mussten ja erst eimal"verdauen", was er ihnen gerade gesagt hatte.

Ich freue mich, dass Du mir antwortest, wirklich!
Danke!
Dir noch einen sch├Ânen Abend und ganz liebe Gr├╝├če!
Vera-Lena
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Vera-Lena
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Liebe Sandra,

wie sch├Ân, dass Du auch vorbeigekommen bist. Die L├Âsung des R├Ątsels habe ich ja nun schon an die Klopfi geschrieben.
Aber eines m├Âchte ich auch noch sagen, gerade so hohe Meister besitzen oft eine gro├če Portion Humor. Und deshalb freue ich mich, wenn Du schmunzeln musstest.
Jesus zB hat die Fastenzeit, die den Juden nun wirklich allerstrengstens auferlegt war, in den drei Jahren seiner Wirksamkeit als Lehrer mit seinen J├╝ngern nicht eingehalten mit der Begr├╝ndung: Solange ich unter euch bin, habt ihr allen Grund zum Feiern. Fasten k├Ânnt ihr wieder wenn ich nicht mehr da sein werde.
Und so erlebt man es immer wieder, dass gro├če Meister einen v├Âllig verbl├╝ffen k├Ânnen.

Dir noch einen sch├Ânen Abend!
Liebe Gr├╝├če von Vera-Lena
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bonanza
Guest
Registriert: Not Yet

vera lena, ich gratuliere zu diesem jesus.
wenn der hund gute z├Ąhne hatte, war er zu lebzeiten
gut beinander. es w├Ąre interessant zu wissen, an was
der hund verendete. m├Âglicherweise ein gewaltverbrechen.
vielleicht wars der h├Âllenhund, der auf dem weg war,
jesus und seine j├╝nger mit seinen spitzen z├Ąhnen zu
zerreisen. aber gott vater erschlug ihn vorher.
jesus hatte ziemlich lange mehr gl├╝ck als verstand.
mit gott als vater - er hat recht, wenn er da die
kuh fliegen l├Ą├čt.

bon.

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