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Leselupe.de > Kurzprosa
Unterwegs
Eingestellt am 28. 09. 2005 00:27


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nachtfalter
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Registriert: Jan 2005

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Ein vermutlich ├Ąlterer Mann von breiter Gestalt sitzt, wie f├╝r M├Ąnner ├╝blich mit weit auseinandergespreizten Beinen, die Zeitung von kleinem Format, ebenfalls ├╝blich, vor seinem Gesicht mit beiden H├Ąnden haltend. Platz f├╝r zwei beanspruchend sitzt er da und macht keinerlei Anstalten, seine Sitzhaltung zu ver├Ąndern oder wenigstens eine Andeutung zu vollf├╝hren, daraus zu schlie├čen w├Ąre, dass er es tun w├╝rde, wenn sonst kein anderer Sitzplatz frei w├Ąre. Warum soll es ihn auch k├╝mmern?
Ich neheme eine Sitzreihe davor Platz, viel zu nahe, wie ich gleich bemerke.
Wenn die LEUTE DIE M├ľGLICHKEIT HABEN; NEHMEN SIE ALLEINE PLATZ IN DER fAHRTRICHTUNG auf dem inneren Sitz, so da├č sich wom├Âglich niemand dazu setzt.
Wenn es hart auf hart geht, wie man so sagt, und geht es nicht immer hart auf hart, in dem mit schwitzenden, hektischen gef├╝llten Menschenleibern und deren Augen, die haupts├Ąchlich begehrlich auf die zur Schau gestellten Angebote, Sonderangebote blicken und nicht so sehr auf das andere, nicht so sehr auf das, was vor ihnen liegt in diesen vollen Hauptstra├čen der Stadt, meistens.
Der Besitz einer g├╝ltigen Fahrkarte berechtigt nicht automatisch zum Sitzen.
Es geht meistens hart auf hart, ich mu├čte immer weichen, ausweichen, auch weil ich klein bin und einen Umweg um mein sich N├Ąherndes Gegen├╝ber gehen, die PERSON UMRUNDEN: da KOMMT WAS ZUSAMMEN: DERLEI BEMERKT MAN ERST MIT ZUNEHMENDEM ALTER.

An der n├Ąchsten Haltestelle stht eine Ansammlung von Kindern, die gewartet haben, bis die Stra├čenbahn kommt. Einige scharren ungeduldig mit den Schuhen, haben die K├Âpfe nach r├╝ckw├Ąrts gedreht in die Richtung, aus welcher das Einfahren der Stra├čenbahn zu erwarten ist. Heute haben die meisten Blumenst├Ąu├če in der Hand, die ihnen die M├╝tter mitgegeben haben und welche sie dann, nach der Zeugnisverteilung der Lehrerin so, sch├╝chtern wie sie manchmal noch sind, ├╝berreichen werden. Sie haben das ganze Leben vor sich, sagt man und meistens ist es auch so. Was sie erwarten wird, wenn man sie losl├Ą├čt, loslassen wird m├╝ssen?

Kaum ein Tag vergeht, da├č nicht ein Politiker im Fernsehen das Wort Arbeitsplatz, Arbeitsplatzbeschaffung in den Mund nimmt. Und die dawzischen geschalteten Anzeigen erwecken Gef├╝hle, scheinbare Sehnsucht nach Dingen, Dinge und wieder nichts als Dinge, die gekauft werden sollen, auch wenn wir gar nicht wussten, da├č es sie gibt.

Am sp├Ąteren Abend sieht man die Nachrichten. Immer noch Krieg in...
Aber da hat man die Kleinen schon zu Bett geschickt.

Sch.
__________________
MargareteSch.

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