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Leselupe.de > Gereimtes
Unverfroren
Eingestellt am 08. 05. 2005 10:26


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Vera-Lena
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Unverfroren

Zackenk├Ârniger Hagel
aus Schw├Ąrze geboren
blitzbeleuchtet
meine Erdbeerbl├╝ten
hinweggebrochen,
du scheinheilig Wei├čer!

Wie sehnte ich sie herbei,
die rotmundigen Fr├╝chte,
erhoffte mildere Feuchte
f├╝r meinen d├╝rstenden Garten!

In deinen schimmernden Laken
erglimmt erstes Blau,
das Erdreich umarmt dich.

Wurzelgel├╝ste stille nun,
sp├╝le die Trauer mir fort.








__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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ganji
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hallo Vera -Lena,

etwas trauriges so sch├Ân und zart zubeschreiben l├Ądt ein, den text ein weiteres mal zulesen.
ein wundersch├Âner text.

einen sch├Ânen sonntag
lg ela

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Liebe Ela,

danke f├╝r Deine Antwort!

Ja, etwas zerst├Ârt zu sehen, was doch gerade erst am Anfang seines Wachstums steht, dass tut schon weh. Aber zum Schluss ist der Hagel dann ja auch noch zu etwas gut, das wollte ich dann trotz aller Trauer nicht ├╝bersehen.

Ach ich freue mich, wenn Du meinst, dass ich eine "sch├Âne" Sprache gefunden habe.

Dir noch einen sch├Ânen Sonntag!
Liebe Gr├╝├če von Vera-Lena
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Inge Anna
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Unverfroren

Liebe Vera-Lena,
da schlie├če ich mich gerne Elas Zeilen an. Ausgezeichnet finde ich die Wortwahl "du scheinheilig Wei├čer"
Liebe Sonntagsgr├╝├če von
Inge Anna
__________________
Die ├╝ber Nacht sich umgestellt, zu jedem Staate sich bekennen, das sind die Praktiker der Welt; man kann sie auch Halunken nennen.
(Heinrich Heine)

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Vera-Lena
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Liebe Inge Anna,

ja, von so einem reinen Wei├č erwartet man einfach nicht eine zerst├Ârerische Kraft.

Danke f├╝r Deine Antwort!

Liebe Gr├╝├če ins Saarland!
Vera-Lena
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Zarathustra
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Hallo Vera- Lena

Unferfroren gut, so meine ich

quote:
Zackenk├Ârniger Hagel
aus Schw├Ąrze geboren
blitzbeleuchtet

Ein archaisches Bild. Zerst├Ârung! Schicksal, das aus dem Dunkel kommt. Wotans Blitze..

quote:
meine Erdbeerbl├╝ten
hinweggebrochen,
du scheinheilig Wei├čer!

dann der Kontrast: meine zarten Erdbeerbl├╝ten, alles Zerbrechliche... und dann der scheinheilig Wei├če; ein Heuchler, ein Pharis├Ąer ... ein ├╝bert├╝nchtes Grab...

quote:
Wie sehnte ich sie herbei,
die rotmundigen Fr├╝chte,
erhoffte mildere Feuchte
f├╝r meinen d├╝rstenden Garten!

Schlie├člich die Trauer...


quote:
In deinen schimmernden Laken
erglimmt erstes Blau,
das Erdreich umarmt dich.

Wurzelgel├╝ste stille nun,
sp├╝le die Trauer mir fort.

dann die Hoffnung..

Also rundum gelungen; ich gratuliere

L.G. Hans
__________________
Was sind das f├╝r Zeiten, wo ein Gespr├Ąch ├╝ber B├Ąume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen ├╝ber so viele Untaten einschlie├čt! (Bertold Brecht)

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