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Leselupe.de > Kurzprosa
Unwelt
Eingestellt am 27. 10. 2009 22:25


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HaraldAlexa
Festzeitungsschreiber
Registriert: Oct 2009

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Unwelt

Die Wochen vergehen und die Unwirklichkeit in dieser in sich abgeschlossenen Welt wird immer unertrĂ€glicher. Die, die ihr Schicksal leichter meistern, flĂŒchten in die Apathie. Die, die damit nicht klarkommen, in den Wahnsinn. Aber sie halten durch. Wie Zinnsoldaten stehen sie und halten die Stellung, auch wenn es völlig dunkel wird.

Wenn ein Brief aus der Heimat kommt, beginnt das Herz wie wild zu schlagen. Die GleichgĂŒltigkeit wird von einer unglaublichen Euphorie verdrĂ€ngt. Sie weinen vor Freude und ernten tanzend das Obst, bis die Sehnsucht nach denen zu Hause so stark wird, dass wieder nur die Flucht in die Apathie oder den Wahnsinn bleibt. Dies ist ihr Leben. Frauen als Tagelöhner. Ausgebeutet im Dienste des europĂ€ischen Wohlstands.

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bluefin
Guest
Registriert: Not Yet

wie bei heinis wurstverkÀuferin ("burn out") und marcs "alltagsheldin" verkaufst auch du, lieber @harald, wieder nur das hascherl, das es gar schwer hat in der feindlichen, fremden welt, welchselbiges der sinnende dichter als einziger zu erkennen vermag, auf beifall bei der anprangerung von missstÀnden hoffend.

die nummer ist lĂ€ngst vergiftet, mein lieber, weil fast jeder leser tagtĂ€glich mit personen umgang pflegt, die, wie es so grĂ€ĂŸlich heißt, "migrationshintergrund" haben und deshalb recht gut weiß, warum und wovor die abgehauen sind.

ich finde es richtig, dass man so viel asylsuchende wie möglich nicht in konzentrationslagern versauern lĂ€ĂŸt oder zurĂŒckschiebt, sondern aufnimmt, ihnen arbeit und lebenssichertheit verschafft: unsere gesellschaft wird etwas dafĂŒr zurĂŒck bekommen. ich finde nicht, dass der dĂ€mliche rassismus, ĂŒber den sich herr adabei wallraff gerade wieder telegen erregt, grundsĂ€tzlich verhindert, dass vielen menschen ja doch geholfen ist, wenn sie bei uns unterkommen und wir mit ihnen teilen.

selbstverstÀndlich gibt es ganz grausame schicksale, und es wÀre sicher wichtig, sie auch literarisch aufzuarbeiten. der von dir gewÀhlte, kategorische ansatz aber geht fehl - er ertrinkt im moralin, macht uns zu sklavenhaltern und die boat people zu zwar unschuldigen, aber einfÀltigen deppen. das haben wir alle miteinander nicht verdient, finde ich.

tipp: mach den schablonenkarton weg und zeig uns inhalt.

liebe grĂŒĂŸe aus mĂŒnchen

bluefin

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