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Leselupe.de > Humor und Satire
Unwort des Jahres
Eingestellt am 15. 11. 2004 14:26


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Aragorn
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Unwort des Jahres 2004

"Textarbeit"

Zur Wahl dieses gemeingefährlichen Wortes:

Nach einer Umfrage des DT Institutes für internette Forschungen in diversen Bereichen der schriftlich, poetischen Ergüsse, wurde mit 90% das Wort "Textarbeit" ausgewählt, knapp gefolgt von "Moderator".

Erläuterung zur Textarbeit:

Forschungen besagen, dass die am häufigsten verwendete Methode, die "SQ3R-Technik" ist. Darunter versteht man (häufig gar nichts):

1) S, wie Survey:

Das sollte der erste Eindruck eines Textes sein, worin natürlich diverse künstlerische Beschaffenheiten, genauso eine Rolle spielen, wie ein fast unerkennbares Zeichen von Metrik in frei geschaffenen Welten der Schreiberei. Die Textinformation sollte schnell erfasst werden, möglichst noch vor Ende eines gequälten Pseudointerwalles von Nichtigkeiten. Zu schnell ist es allerdings, wenn Sie schon in der ersten Zeile eines Textes, heuchlerische Absichten erkennen, denn dies wollte der Autor mit Sicherheit nicht.

2) Q,wie Question

Seien Sie an diesem Punkt bitte so freundlich und stellen Sie, Ihre Fragen an den Autor, denn genau deswegen steht das "Q" in der Technikvariante.
Zulässig sind dabei:

Fragen nach dem Aussehen
Fragen zu Verbindlichkeiten (Kontonummer, Scheckhefte, etc.)
Fragen zum Familienstand


Absolut unzulässig sind:

Fragen zur Reimbarkeit
Fragen zum Inhalt
Fragen nach dem "Sinn"


Stellen Sie nun, Ihr Wissen ins rechte Licht! Geben Sie Auskunft darüber, wie gut Sie doch schon lange sind und vor allem, machen Sie klar, dass Sie es auf jeden Fall besser könnten! An diesem Punkt müssen Sie nicht gezwungen freundlich sein!

3) R, wie Read:

Hier sollten Sie beginnen, den Text überhaupt einmal als Ganzes zu lesen (so schwer es auch ist). Passen Sie Ihre Lesegeschwindigkeit der Textschwierigkeit an, auch wenn Sie denken, "der war nicht schnell geschrieben", sollten Sie nicht übertrieben langsamer lesen. Besonderheiten der Textstruktur, können Sie nur herausarbeiten, wenn Sie Gewichtungen unter den von den Fragen aufgeworfenen Aspekten vornehmen; ggf. graphische Darstellungstechniken verwenden. Malen Sie ein Bild! Zeichnen Sie, wie es gemeint ist, möglichst farblich! Auch "skizzieren eines Textes"!

4) R, wie Recite:

Wenn es Ihnen möglich ist, den Sinn eines Textes zu erfassen, sollten Sie dies hier, anhand eigener Worte tun.
Äußerst passend hierfür sind folgende Beispiele:
"Dieser Text ist absoluter Müll"...,jeder Autor würde die liebgemeinte Geste völlig verstehen...
"Dieser Text ist soooo sanft, gefühlvoll, nett, toll, super"...,eine Autorin würde sofort Ihren Lippenstift nachziehen, ein Autor sein Mundspray erneut nutzen, auch wenn es ins Leere sprüht...
usw.

5) R, wie Review:

Sollten Sie an Punkt 5 wirklich angekommen sein, so ist dies vorerst lobenswert! Hier sind sie nun aufgefordert sich ein Gesamtbild zu machen, dies neu zu überdenken , um den Schrott, welchen Sie zuvor gelesen und kommentiert haben, ganz schnell zu vergessen, da sonst mit persönlichen Schäden zu rechnen ist.

Ich denke, Ihnen ist nun völlig klar, warum das Wort "Textarbeit", zum Unwort des Jahres 2004 gewählt wurde!


(c) Ara/ 04

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jon
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…also mir ist es nicht klar. Soll der Text sagen: „Textarbeit ist Unsinn" oder soll er sagen „die meisten tun nur so, als betrieben sie Textarbeit, können es aber gar nicht" oder soll er sogar (bezugnehmend auf das Umfeld, in dem er steht) mitteilen „auf der LL ist Textarbeit Unsinn, weil die ‘Vorschriften' dafür zu blöd sind"?

Das ist jetzt wirklich keine Nörgelei, kein "Moderator-Instinkt" oder sonstwas: Ich kann nicht erkennen, was hier auf die Schippe genommen wird.
Manche "Forderung" ist sinnvoll – aber wie "So ein Unsinn!" formuliert. (heißt: Die Regeln sind Unsinn) Dann wieder ist es "nur" das Beispiel, wie so eine Forderung umgesetzt wird, das "entlarvend" wirkt. (Heißt: Die Regeln werden in unsinniger Weise angewendet bzw. gar nicht verstanden.)
Ich weiß auch nicht, wer die 90 % sind, die das Unwort wählten: Sind das die, die diese Regeln aufgestellt haben, oder hast du „allgemeingültige Regeln" formuliert, die diese 90 % nur nicht beherzigen oder falsch verstehen?



Noch was: Bitte unbedingt die Kommasetzung berichtigen! Sie ist z.T. so hanebüchen, dass man schnell geneigt ist, den ganzen Text als "Machwerk eines absolut Inkompetenten" in die Tonne zu kloppen, Unterstützt wird dieser Eindruck durch "seltsame Sätze" hier und da wie

„Das sollte der erste Eindruck eines Textes sein, worin natürlich diverse künstlerische Beschaffenheiten, genauso eine Rolle spielen, wie ein fast unerkennbares Zeichen von Metrik in frei geschaffenen Welten der Schreiberei.“
Diverse Beschaffenheiten? Beim ersten Eindruck von EINEM Text?
Ein Zeichen von Metrik ist … was? Und das ist dann auch noch (fast) unererkennbar? Metrik in einer (was auch immer für einer) Welt? Ach was: in WeltEN! – ?

„Die Textinformation sollte schnell erfasst werden, möglichst noch vor Ende eines gequälten Pseudointerwalles von Nichtigkeiten.“
Ein Intervall ist ein Abstand. – Was ist ein Pseudointervall? Was also meinst du mit „den Textinhalt erfassen, bevor die nächste Nichtigkeit nicht wirklich kommt"?

„… steht das "Q" in der Technikvariante …“
Meint was? Die "chemische Formel"? Was hat das mit Technik zu tun?

„Passen Sie Ihre Lesegeschwindigkeit der Textschwierigkeit an, auch wenn Sie denken, "der war nicht schnell geschrieben", sollten Sie nicht übertrieben langsamer lesen.“
Also soll ich das Lesetempo nun der Textschwierigkeit oder dem Schreibtempo (nicht) anpassen? Und was hat das eine mit dem anderen zu tun (, ich meine WIRKLICH miteinander zu tun)?

„Wenn es Ihnen möglich ist, den Sinn eines Textes zu erfassen, sollten Sie dies hier, anhand eigener Worte tun."
…ja wie denn sonst?

„Hier sind sie nun aufgefordert sich ein Gesamtbild zu machen, dies neu zu überdenken , um den Schrott, welchen Sie zuvor gelesen und kommentiert haben, ganz schnell zu vergessen, da sonst mit persönlichen Schäden zu rechnen ist.“
…wenn der Schrott so schadet, warum soll ich mich ihm dann nochmal ausetzen? Als Gegengift?


__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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dubidu
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Lieber Aragorn,

ich glaube, du hast dich vertan. M.E. passt dein Text besser in die Foren Humor & Satire oder Forum Lupanum.

Obwohl das Thema schon sehr abgegriffen ist, finde ich deinen Text witzig.

Gruß
gez. das dubidu
__________________
Die Tollkühnheit des Schreibers und sein spontanes Bedürfnis nach Wahrheit müssen allemal größer sein als dessen Furcht vor den Konsequenzen seiner Aussagen.
RAFAEL SELIGMANN

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Aragorn
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Guten Abend,

ich bedanke mich für die Kommentare.

Liebe Jon, Dubidu hat Recht, der Text wäre in Humor und Satire evtl. besser aufgehoben.

Dieser Text erklärt nicht in etwa, ob es nun gut oder schlecht ist Textarbeit zu machen, denn es gibt an diesen Variationen doch viele. Dieser Text ist ein Jux auf erzwungene Textarbeit, welchen sich Autoren selbst aufzwingen, oder auch mal aufzwingen lassen.
Letztlich ist ein Bearbeiten eines Textes niemals schlecht, doch aber nur, wenn er besser wird...

Hallo Dubidu,

wie schon zu Jon,stimmt, ich gebe Dir Recht, der Text ist eher eine Saire rund um das Wort "Textarbeit"..
schön wenn Du schmunzeln konntest.

LG Ara

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bonanza
Guest
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"Textarbeit" ist zwar nicht das unwort des jahres 2004.
ich würde es zum unwort des gesamten 21. jahrhundert
erklären. gleich dahinter folgt auf dem 2. platz
"Qualitätssicherung".
das sind worte, die bezeichnend für das schildbürger-
wesen unsereres zeitalters sind.

bon.

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flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

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au weia,

jetzt habe ich den schrott zum zweiten mal gelesen und immer noch nicht kapiert . . .
da kommt bei mir nicht mal die andeutung eines schmunzelns auf.
__________________
Old Icke

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