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Leselupe.de > Ungereimtes
Unzählig
Eingestellt am 14. 09. 2006 18:27


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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

Werke: 850
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Wie gut, mein liebes,
dass du mich nicht
damit langweilst
berechenbar zu werden
unsere abenteuer
beginnen immer
wenn wieder einmal
irrtümer uns
ihre chancen
überlassen

bleib unbezahlbar
wie meine alte puppe
und unzählig
wie die sterne
und wie sandkörner
am strand

__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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Prosaiker
Guest
Registriert: Not Yet

spätestens an dieser stelle:

quote:
bleib unbezahlbar
wie meine alte puppe

hab ich mir gedacht: das hat er nicht wirklich geschrieben?
ich stell mir einen kerl vor, der seiner frau zum geburtstag einen staubsauger schenkt.
der text ist mir zu beliebig. natürlich, lyrik lebt von verdichtung, aber zwangsweise zu gemeinplätzen verpflichtet ist sie deswegen nicht; ebensowenig zu plattitüden. diese unzähligen sterne sind genau so langweilig, wie es das lyrische Du nach aussage des lyrischen Ich nicht ist.
es berührt mich nichts in diesem gedicht. aha. keine atmosphäre, kein besonderes szenario, dafür zuviel unpersönliches in der luft. ein hülsiges blabla.
aus vorigen werken weiß ich, dass du es besser kannst - und auch, dass du mit kritik umzugehen weißt.
viele grüße,
Prosa.

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
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KIlischees

Lieber Prosaiker,
was ich da für eine (Schmalzschlager-)Lyra gespielt habe, weiß ich auch nicht. Das war ja wohl ein Griff ganz tief in die Klischeekiste.
Danke für deine Kritik. Sie ist mehr als zutreffend.
Manchmal kommts halt über mich.
Herzliche Grüße
Karl
__________________
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NewDawnK
???
Registriert: Sep 2005

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Hallo Karl Feldkamp,

man kann diesen Text sicher auf mancherlei Art lesen.
Naiv betrachtet mag er sich vielleicht sogar als romantische Liebeserklärung eignen. Kommt halt ganz darauf an, was man so alles bereit ist unter Liebe zu verstehen.
Ich möchte Dir eine Leseart rückmelden - die nicht als persönlicher Angriff gemeint ist - sondern sich allein auf die Wirkung des Textes bezieht:

"Wie gut, mein liebes,
dass du mich nicht
damit langweilst
berechenbar zu werden"
LyrIch schiebt dem LyrDu eine Bringschuld im Sinne von "Tu Du etwas gegen meine Langeweile" zu.
Alternativ: Dieser Satz ist zynisch gemeint, da sich LyrIch insgeheim Berechenbarkeit bzw. seine Ruhe wünscht.

"unsere abenteuer
beginnen immer
wenn wieder einmal
irrtümer uns
ihre chancen
überlassen"
Das klingt paradox. Ein Irrtum, der eine Chance birgt, kann kein Irrtum sein. Solcher Art "Lebens-Analyse" wirkt undurchdacht und unlyrisch. Auch hier wieder die Frage: Zynismus oder ehrlich gemeint?

"bleib unbezahlbar
wie meine alte puppe"
In diesem Bild steckt eine Ambivalenz, vielleicht sogar ein deutlich aggressiver Impuls. Warum nicht klarer und eindeutiger...?

"und unzählig
wie die sterne
und wie sandkörner
am strand"
klingt sehr beliebig, vor allem auch durch das Stilmittel der recht abgegriffenen lyrischen Bilder - und steht damit im Gegensatz zur Einzigartigkeit des LyrDu, die ich einfach mal voraussetzen möchte. Oder soll der Titel in die gegenteilige Richtung weisen?

Was auch immer hinter diesen Zeilen stecken mag, dieser Text wirkt auf mich wenig wahrhaftig. Wie eingangs schon betont - diese inhaltliche Textkritik bitte nicht persönlich nehmen.

Schöne Grüße, NDK

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

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Lieber NDK,

wie du sicherlich gelesen hast, habe ich bereits in meiner Antwort auf Prosaiker eingeräumt, dass mir dieses lyrische Machwerk nicht gerade gelungen ist. Zynisch war es allerdings nicht gemeint. Inzwischen habe ich Einiges verändert und gekürzt:

weiter

wie gut, liebes,
dass du mich nicht
damit langweilst
berechenbar zu werden
unsere abenteuer
beginnen immer
wenn ein gemeinsamer
irrtum uns
neugierig machen


Herzliche Grüße
Karl
__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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