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Leselupe.de > Gereimtes
VAMPIR
Eingestellt am 18. 11. 2001 21:17


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Pandora
AutorenanwÀrter
Registriert: Oct 2001

Werke: 5
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Naßkalter Wind weht durch mein Haar. Mein Kopf besteht nur noch aus einem wĂŒsten HaarknĂ€ul, daß mich nicht mal mehr meine eigene Hand vor den Augen erkennen lĂ€ĂŸt. Was soll’s? Wenn es bloß nicht so kalt wĂ€re! MĂŒde ziehe ich die beiden Enden meines knöchellangen Mantels nĂ€her an mich. Fröstelnd stehe ich hier und warte auf den Start. Wie lange mag ich schon alleine hier stehen? Wie lang ist es her, daß wir Abschied nahmen?
Noch immer glitzern vereinzelte TrÀnen in meinen Augen, als wollten sie mich an dich erinnern.
Zwei Monate sind eine lange Zeit. Einundsechzig einsame NÀchte erwarten mich, um mich zu quÀlen. TrÀume, die mir vorgaukeln, du wÀrst bei mir, verbinden sich zu einem Reigen der Erinnerung.
Wann ich dich das erste Mal traf? Ich glaube, das habe ich vergessen. Es spielt auch keine Rolle. Wichtig ist nur, daß ich dich getroffen habe. Keine Nacht habe ich so genossen wie die unseren, keinen Traum so wild getrĂ€umt, wie den deinen. Deine Worte streichelten meine Seele, die wie Phönix aus der Asche wieder auferstand. Eine Blume, der man zu lange das lebensnotwendige Elixier versagte, erhob schwerfĂ€llig ihre BlĂ€tter, um sie mißtrauisch und sehnsĂŒchtig gen Himmel zu strecken.
Die Stunden verrannen wie im Fluge, wenn wir gemeinsam unsere NĂ€chte teilten. Verborgene WĂŒnsche wurden reaktiviert, um zu leben. Gedanken verschmolzen zu GefĂŒhlen. Der Sehnsucht wuchsen FlĂŒgel.
Doch auf jede Nacht folgte der Tag, der mich brutal zurĂŒck auf den RĂŒcken der RealitĂ€t fallen ließ. Dann erwachte der Alltag mit schweren Lidern, die lieber geschlossen bleiben wollten, um nicht zu sehen, was zu sehen ist. MĂŒhsam quĂ€lte ich mich durch den Tag. Mit Entsetzen erkannte ich, was von meinem frĂŒheren Leben ĂŒbrig war. Nichts! GĂ€hnende Leere erfĂŒllte mich und mein Herz. Was mir blieb, waren die NĂ€chte, in denen wir zusammen sein konnten; in denen wir bis in die frĂŒhen Morgenstunden redeten. Jedes Mal fiel der Abschied schwerer.
6.30 Uhr. Der große Vogel erhebt sich mit der Leichtigkeit einer Feder. Schnell hat er den wolkenbehangenen Himmel erreicht. Er hat dich mitgenommen und mit dir die schönen NĂ€chte. Ich friere, wĂ€hrend ich dir nach winke. Zwei Monate sind eine lange Zeit. Noch eine letzte Zigarette. Es ist Zeit, zu gehen. Ich drehe mich um, der Regen verwischt meine TrĂ€nen und mein schwarzer Mantel weht im Wind. Ich gehe und
Vampir27 verlĂ€ĂŸt den Chat.

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