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Leselupe.de > Gereimtes
VOM MATRIARCHAT
Eingestellt am 26. 07. 2001 10:35


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Dietmar Hoehn
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Jul 2001

Werke: 51
Kommentare: 134
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VOM MATRIARCHAT


Es zieht vor ihres Hauses Herd,
die Amazone wild ihr Schwert.
Wen will sie strafen, attackieren,
in ihrem Zorn gar massakrieren?
Man weiß es nicht, jedoch vermuten
vermag man schon: es soll wer bluten.
Und siehe da, ihr Göttergatte
kniet winselnd vor ihr auf der Matte:
Warum willst du mir an den Kragen,
so hören wir ihn zitternd fragen,
nur weil ich fremd ging letzte Nacht?
Warum bist du so aufgebracht,
wo du mir doch fast täglich jetzt
ein ganzes Dutzend Hörner setzt,
mit deinen Sklaven, den Lakaien.
Oh, Herrin, willst du mir verzeihen?

Halt‘s Maul, du memmenhafter Knecht,
schreit wild sein Weib, mir wird ganz schlecht
von deiner Süßholzraspelei,
du Hurensohn, du taubes Ei.
Du warmgeduschter Schweinehund
beschmutztest unser Ehe Bund.

Es stieß im Zorn das wilde Weib
dem Kerl das Schwert fast in den Leib,
wobei es brüllte, laut und schrill:
ich nehme stets mir, was ich will,
denn schließlich bin ich Chef im Clan,
hingegen du, du Pavian,
du bist hier bestenfalls ein Nichts,
ein Niemand, der sich angesichts
der Macht, die wir, die Weiber haben,
am besten sollte sich begraben
und schweigen, wenn wir Frauen reden.
So hat SIE‘s angeordnet eben,
die große Göttin, Heil Dir Mutter.

Der Mann bereite ihr das Futter,
er halte Haus und Hof in Schuss,
auf dass man sich nicht schämen muss
für seinen Schlampen, den Eunuchen,
vor Leuten, die das Haus besuchen.
Auch steht nicht minder klar geschrieben:
Hat es der Mann zu weit getrieben
und sich in Dinge eingemischt,
die ihn nichts angeh‘n, diesen Wicht,
zum Beispiel in die Politik,
so gebe man ihn schlicht zurück
an seine Eltern mit den Worten:
Der Kerl ist mir zu keck geworden!

Was lernen wir aus diesem Vers?
Die Amazonen war‘n pervers!


__________________
Einsam wie beim Hoeh'nflug
fühl'ich mich, das reicht, genug!

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