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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Valentinstag
Eingestellt am 03. 05. 2003 20:06


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nally
Festzeitungsschreiber
Registriert: Apr 2001

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„Ein Begriff, mit dem eine Vielfalt von GefĂŒhlen der Zuneigung charakterisiert wird, die auf die Vereinigung mit dem geliebten Objekt zielen", so lautet ein nĂŒchterner lexikalischer Eintrag, der „die Liebe“ erklĂ€ren will. Jedoch ist Liebe bekanntlich mehr als Worte je beschreiben können. Gestern war wieder der Tag, an dem einige Menschen irgendwie versucht haben genau dieses unbeschreibliche GefĂŒhl zu zeigen. Aber was war eigentlich verantwortlich fĂŒr diese Invasion an Herzen in den GeschĂ€ften? Es war der Valentinstag! „Es ist einfach schön, wenn es einen Tag extra fĂŒr die Liebe gibt,“ meint die 17jĂ€hrige Elena Koch. Es gab wieder Geschenke in Form von Herz-Kissen, Herz-Teelichter, Herz-Schokolade, Herz-SchlĂŒsselanhĂ€nger, Herz-Bilderrahmen und die Palette kann ungehindert fortgesetzt werden oder es kam sogar eine kreative und originelle Idee des Liebsten heraus. Aber wem verdanken die BlumenhĂ€ndler eigentlich ihren enormen Umsatz an diesem Tag? Eigentlich beruht alles auf einem Zufall: Kaiser Claudius hat im Jahr 269 nach Christus den Bischof Valentin von Terni ausgerechnet am 14. Februar, einem beliebten römischen Festtag (genannt "Lupercalia"), enthaupten lassen. Valentin war der Überlieferung nach ein armer und ehrsamer Priester. Hilfe und Trost Suchenden schenkte er eine Blume aus seinem Garten. Seine grĂ¶ĂŸte Aufgabe bestand jedoch darin heimliche VermĂ€hlungen zu vollziehen, nach christlichem Zeremoniell. Er traute Liebende die normalerweise nicht heiraten dĂŒrften – weil der BrĂ€utigam Soldat oder Sklave war. Als der Kaiser das raus bekam, nahmen sie den Bischof in ihre Gewalt und machten kurzen Prozess - sie ließen ihn hinrichten. Vor seinem Tod, so sagt man, konnte er noch durch ein Wunder die blinde Tochter des GefĂ€ngniswĂ€rters wieder sehend machen. Wer dem Heiligen heute einen Besuch abstatten will, muss ĂŒbrigens keine lange Reise antreten: Seine Gebeine wurden im 18. Jahrhundert von Italien nach SĂŒddeutschland ĂŒberfĂŒhrt und sind noch heute in einem glĂ€sernen Sarg in der Stadtpfarrkirche St. Michael im schwĂ€bischen Krumbach zu bestaunen. Bei uns verbreitet sich der Brauch des Valentinstags nach dem 2. Weltkrieg durch den Einfluss aus den USA - die BlumenhĂ€ndler erklĂ€rten diesen Tag 1950 als "Tag der offenen Herzen" und die Jugendseite hofft natĂŒrlich – dass jeder ein offenen Herz hatte und nicht vergessen hat, der Liebsten ein Röschen zu schenk.
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"Ich werde nie aufgeben captain, denn ich will im Spiel der MĂ€chte weiter bestehen und meinen Vers dazu beitragen."
Club der toten Dichter

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