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Leselupe.de > Kurzprosa
Vater schaut einen Pornofilm
Eingestellt am 18. 09. 2008 21:38


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Sta.tor
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Vater schaut einen Pornofilm

Vater schaut einen Pornofilm.

Ich komme ins Zimmer und erschrecke mich.

Vater zieht die Hand aus der Hose und greift rudernd nach der Fernbedienung. Dabei streift er die Bierflasche auf dem Couchtisch. Die Flasche kippt um, fĂ€llt auf den Teppich und ergießt seinen Inhalt auf den Kurzflor. Auf dem Bildschirm wechselt das Programm zu ProSieben.

Mann, was willst du denn noch?

Ich kann nicht schlafen, sage ich. Dein Film ist so laut.

Ja und, das hat dich wohl scharf gemacht? Haste gelauscht, die ganze Zeit?

Nein Papa, ich finde das eklig.

Vater steht auf und holt sich aus der KĂŒche eine neue Flasche Bier, wĂ€hrend ich unschlĂŒssig im TĂŒrrahmen des Wohnzimmers verharre. Bier- und Uringestank ziehen an mir vorbei.

Ach komm, du hast doch auch schon Sexfilme geschaut, he?, fragt er lallend. Setz dich zu mir, guck mit, mein TĂ€ubchen.

Papa, geh doch schlafen, bitte!

Ich will ja schlafen, du Drecksgöre. Aber nicht alleine. Verdammt noch mal, nicht immer alleine, verdammte Scheiße. Komm jetzt her!
__________________
schlimmer geht immer

Version vom 18. 09. 2008 21:38

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Sta.tor
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Ja Zeder, genau das habe ich versucht. Sonst hÀtte ich mir die Parallele gar nicht getraut (Plagiatsvorwurf!!)
Die Autorin hat mir allerdings bescheinigt, etwas völlig Anderes geschrieben zu haben und befindet sich damit auch mit mir auf einer WellenlÀnge.

quote:
du hast einen völlig anderen Text geschrieben, er hat nun wirklich gar nichts, rein gar nichts mit meiner Traumschilderung zu tun.

Frankas Text hat meiner Meinung nach einen großen Nachteil: er ist nur im Kontext mit ihren Traumgeschichten zu verstehen. Das nimmt der provokanten Fragestellung natĂŒrlich jede ExplosivitĂ€t. Auch ich unterlag beim ersten Lesen dem falschen Eindruck, das Geschehen sei real geschildert und habe es deswegen kritisiert.
Meine Version darf hingegen als tatsÀchlich verstanden werden und wirkt deshalb hoffentlich eindringlicher.

Vg Thomas
__________________
schlimmer geht immer

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Franka
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Hallo Sta.tor,

dein Text zeigt fĂŒr mich eindeutig in Richtung Missbrauch, in meinem geht es darum, dass der Mutter das Kind völlig gleichgĂŒltig, lĂ€stig ist. So sind das fĂŒr mich tatsĂ€chlich zwei verschiedene Themen. Wobei du das schwierige Thema sexueller Missbrach geschickt bearbeitet hast, ohne dem Leser eigene Schlussfolgerung abzunehmen.

LG Franka
__________________
Man probiert. Vielleicht klappt es. Wenn nicht, dann probiert man was Neues. (frei nach Antje Joel)

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bluefin
Guest
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wĂ€hrend @franka's text fĂŒr jeden sorgfĂ€ltigen leser als schmerzhafter albtraum (mit etwas zu melodramatischem ende, vielleicht) rĂŒberkam, ist @stators nummer nur die ĂŒbliche aneinanderreihung gĂ€ngiger klischees, wo man sich bemĂŒht, inzest oder pĂ€dophilie der einfachheit halber in der suffecke der simpel zu verankern. gleichzeitig begeht @stator den fehler, seiner prota zu unterstellen, sie dringe nur deshalb in die schreckenskammer des trieblings vor, um dessen cybersex auf zimmerlautstĂ€rke zu dimmen. leider wirkt solche anmutung erst recht lĂ€cherlich, wenn man das mĂ€derl dazu unschlĂŒssig auf der tĂŒrschwelle hin- und herschwanken lĂ€sst.

dabei wissen wir doch seit ludwig bechsteins "blaubart", welche furchtbaren folgen der eintritt in solche innereien zu zeitigen pflegt.

wenn hier also wirklich jemand im nachteil ist, lieber @stator, dann höchstens der leser, dem du das bedrĂŒckend schön gemalte traumbild @frankas mit plumpen strichen verschmiert hast.

nix fĂŒr ungut und liebe grĂŒĂŸe


bluefin

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Sta.tor
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Also, ich mag keine Statements, die anderen aufzwingen wollen, wie eine Sache gefÀlligst zu sein hat. Auf den kleinen Zusatz "meiner Meinung nach" sollte nie verzichtet werden.
Meiner Meinung nach hast Du den Text nicht fĂŒr sich stehend gelesen und auch nicht aufmerksam, liebes bluefin.

Viele GrĂŒĂŸe
Thomas
__________________
schlimmer geht immer

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bluefin
Guest
Registriert: Not Yet

lieber @stator, du schriebst:

quote:
Ja Zeder, genau das habe ich versucht. Sonst hÀtte ich mir die Parallele (sic!) gar nicht getraut (Plagiatsvorwurf!!)
und:

quote:
Frankas Text hat meiner Meinung nach einen großen Nachteil: er ist nur im Kontext mit ihren Traumgeschichten zu verstehen (sic!). Das nimmt der provokanten Fragestellung natĂŒrlich jede ExplosivitĂ€t. Auch ich unterlag beim ersten Lesen dem falschen Eindruck (sic!), das Geschehen sei real geschildert und habe es deswegen kritisiert.
Meine Version darf hingegen als tatsÀchlich (sic!) verstanden werden und wirkt deshalb (sic!) hoffentlich eindringlicher.

hier ist ĂŒberhaupt nichts "parallel", lieber stator, und doch hast du selbst vergleiche angestellt. also wirst du dir nun gefallen lassen mĂŒssen, an diesen gemessen zu werden. "fĂŒr sich selbst stehen zu lassen" ist nicht mehr drin.

ob man kritiken "mag" oder nicht, Àndert nichts an ihrem dasein und ihrer brechtigung. ob ich persönlich deinen text "mag" oder nicht, steht völlig dahin. ich habe seine objektiven mÀngel aufgezeigt und dein obiges statement konterkariert.

nimms einfach cool, wenn du's nicht beherzigen magst - der wind im freien draußen lĂ€sst sich nicht abstellen.

liebe grĂŒĂŸe aus mĂŒnchen

bluefin

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