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Leselupe.de > Ungereimtes
Vati
Eingestellt am 03. 01. 2003 11:35


Autor
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Andrea1694
Hobbydichter
Registriert: Oct 2002

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VATI

Ein Gewirr von Kabeln umgibt das Bett auf dem du liegst,
viele Maschinen um dich herum,
unsere Augen treffen sich,
hilfesuchend schaust du mich an.

Du versuchst mir etwas zu sagen,
mit H├Ąnden und F├╝├čen, weil ich dich nicht verstehen kann,
ein Beatmungsschlauch, tief in deinen Schlund gepre├čt,
vernichtet jeglichen Versuch deiner Selbst etwas in Worte zu fassen.

Ich f├╝hle mich hilflos und allein,
mu├č jetzt jedoch stark f├╝r dich, meinen Vater
und auch meine Mutter, deine Frau, sein.

Deine Hiflosigkeit ersch├╝ttert mich,
deine vergeblichen Versuche des redens erdr├╝cken mich,
schn├╝ren mir meine Kehle zu,
nehmen mir meinen Atem.

Ich ringe mit meinen Tr├Ąnen,
unterdr├╝cke sie,
l├Ąchle dir zu und streichel sanft und beruhigend ├╝ber dein sch├╝tteres Haar.

Du warst es, der mir stets alles erz├Ąhlte
und mir, obwohl ich ein M├Ądchen war,
auch die Elektrik erkl├Ąrte.

Und jetzt lagst du einfach ganz hilflos vor mir
und ich f├╝hlte mich wie ein gehetztes, verletztes Tier.

Du konntest dem Tode nicht mehr entfliehn,
ich konnte lange Zeit danach nicht schlafen,
gab mir die Schuld, weil ich dich, der du mir etwas sagen wolltest, konnte einfach nicht versteh`n.

Irgendwann, wei├č nicht mehr wann genau,
erschienst du mir in meinem Geiste
und dann wu├čte ich es genau.

Ich h├Ârte deine Worte, tief in meinem Herzen,
bemerkte ein fast engelhaftes l├Ącheln auf deinem Gesicht.

In dieser einzigen Nacht nahmst du mir meine Schmerzen
und die Traurigkeit, als ich dich einst nicht verstand,
in deiner schwersten Stunde, wich mit dir zum Horizont
dahin.

Andrea
03/01/03

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Vati

Liebe Andrea,

da hast Du etwas ausdr├╝cken k├Ânnen, was Viele so erleben mu├čten, aber nicht in Sprache bringen k├Ânnen. Vor allem der tr├Âstliche Schlu├č ist ein "wirklicher" Trost. Ich gratuliere Dir zu diesem gelungenen Gedicht.

Liebe Gr├╝├če Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Andrea1694
Hobbydichter
Registriert: Oct 2002

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VATI

Liebe Vera-Lena,

ich danke Dir von ganzem Herzen f├╝r Deine Worte.

Bin jedoch die schlimmste Selbstkritikerin meiner Werke
und bezweifel, da├č es mir gelingen wird, dieses Erlebnis, diese Schmerzen jemals in die richigen Worte kleiden zu k├Ânnen.

W├╝nsche Dir einen wundervollen Tag und stets Sonnenschein!
Herzliche Gr├╝├če sendet Dir,
Andrea

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