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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Verantwortlich nicht handeln
Eingestellt am 22. 03. 2019 12:03


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Trojan
Festzeitungsschreiber
Registriert: Mar 2019

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Auf dem Videokanal DCTP gibt es unter anderem eine Interviewreihe zum Thema Astronomie. Alexander Kluge führt dort Gespräche mit Astrophysikern über ihre sehr unterschiedlichen Fachgebiete. Wenn man es als Zuschauer schafft, die ständigen Störungen auszublenden, die hier erstaunlicherweise nicht durch Werbeunterbrechungen entstehen, sondern dadurch, dass Kluge seinen Gesprächspartnern ständig sehr klug in ihre jeweiligen Vorträge hineinquatscht, dann ist das ein überraschend unterhaltsames und überraschend informatives Format, um einem Laien ein wissenschaftliches Thema näherzubringen, viel informativer als etwa die üblichen populärwissenschaftlichen Filmchen im BBC- oder ZDF-History-Stil mit ihren animierten Drama-Sequenzen von explodierenden Sternen oder fantasierten Asteroideneinschlägen. Man hat fast ein bisschen den Eindruck, dass man durch dieses spezielle Sendeformat bei DCTP vom Zuschauer umcodiert wird zu einer Art Leser, zum Beteiligten, der sich immer wieder gefordert sieht, „Passivkompetenz“ zu entwickeln und selbstständig zu assoziieren.

Jetzt habe ich mir gerade selbst erklärt, was genau ich an diesem Videokanal so unterhaltsam finde, prompt muss ich meinen Vorwurf an Kluge zurücknehmen, denn der macht eigentlich auch nichts anderes als eben das: zu assoziieren, Störung zu erzeugen, durch Störung zu alternativen Sichtweisen auf ein Thema zu kommen.

In einem dieser Interviews kam das Fermi-Paradoxon zur Sprache. Enrico Fermi fragte sich, wenn die Milchstraße doch von anderen Zivilisationen nur so wimmeln müsste – wo sind sie dann, die Aliens? Kluges Gesprächspartner meinte dazu, dass eine fremde Zivilisation natürlich hinreichend lange als Zivilisation bestehen muss, um überhaupt die Technik zu entwickeln, mit der sich die unfassbaren Entfernungen im All, die ja insbesondere zeitliche Entfernungen sind, bewältigen lassen. Aber nur verantwortliche Zivilisatonen, also Gemeinschaften, die jederzeit verantwortlich handeln, verantwortlich umgehen mit sich selbst und mit ihrem Planeten, könnten überhaupt ein entsprechendes Alter von vielleicht Millionen von Jahren erreichen.

Und eine verantwortliche Zivilisation, wie der Astrophysiker spekulierte, würde schon den geringsten Eingriff nicht riskieren, der darin bestünde, sich für uns erkennbar zu machen, sich uns zu zeigen. Kurzum, vielleicht habe eine solche Zivilisation uns längst entdeckt, aber belasse es dabei, die Erde zu beobachten.

Zweifellos hätte Fermi sich über so eine Antwort totgelacht, weil sie ja nichts anderes tut, als das Rätsel Wo sind sie denn? durch den Hinweis aufzulösen, dass sie nicht da sind, die Aliens. Aus Sicht des Wissenschaftlers die pure Tautologie.


Vorsicht vor warnenden Wissenschaftlern

Wenn ich mich richtig erinnere, waren Aliens oder SETI oder überhaupt extraterrestrisches Leben gar nicht Thema des Gesprächs und dieser Physiker war auch nicht fachbereichskompetent für diese Fragen – entsprechend wenig vorgekaut und dafür glaubwürdig wirkte die Einführung des Verantwortungsbegriffs in diesem eher technischen Zusammenhang. Technik ist bei uns, bei uns Menschen, definiert als eine Sache der Machbarkeit, erst wird geforscht und erfunden, und im nächsten Schritt kommen die Motive hinzu, wird gewissermaßen der Bedarf für diese Technik erfunden. Und diese Vorstellung von Wissenschaft/Technik unterstellt Fermi mit seinem Paradoxon implizit einer fremden Zivilisation: wenn es sie gibt, die Aliens, dann könnten sie, und wenn sie könnten, warum tun sie nicht? Wenn sie also nicht tun, dann gibt es sie nicht.

Ein anderes Wort für „Selbstverständnis“ ist Logik – Fermis Wissenschaftslogik ist genau das, was Kluges Astrophysiker zum Problem stellte: die Logik der Wissenschaft ist es zu handeln, weil Handeln möglich ist. Nicht-Handeln ist keine Option in der Wissenschaft. Und diese Logik kommt einem sehr bekannt vor: Wenn ich's nicht tue, tut's ein anderer. Dieses Problem fasste der Astrophysiker in den Begriff Verantwortung. In gewisser Weise funktionierte er damit Verantwortung um vom moralischen Larifari-Begriff zu einem optionalen, also einem technischen Begriff, der ebenso ein Nicht-Handeln, ein Unterlassen, zu einer Handlung macht. Was es so ja nur im Rechtssystem gibt, aber eben bloß in der Negativ-Version, nämlich als unterlassene Hilfeleistung, die in Wahrheit ein Handeln einfordert und das Unterlassen nicht fallweise belohnt, sondern per se bestraft.

Dieser Tage geistern die Schlagwörter Crispr und Designerbabys durch die Gazetten, weil die beiden EntdeckerInnen dieser revolutionären Genschere vor ihrer eigenen Entdeckung warnen; ein chinesischer Gen-Forscher hatte sich über das weltweite Tabu hinweggesetzt, gentechnische Menschenversuche zu machen. Die EntdeckerInnen fordern die Welt zum Handeln auf: „Erlasst ein Moratorium für genome editing“ [zitiertes Zitat aus Zeit Online], also ein Moratorium für das Entwerfen von Menschen. In den Verantwortungsbegriff von unserem Astrophysiker übersetzt bedeutet das: erst handeln der Biotechniker Feng Zhang und die Mikrobiologin Charpentier, indem sie ihre Entdeckung publizieren und damit deren breite Anwendung ermöglichen, und dann fordern sie von der Welt ein Handeln, das Handeln untersagen soll. Wenn man da nicht durcheinander kommt.

So funktioniert das aber nicht. In den Leser-Kommentaren zu dem Zeit-Online-Artikel kamen prompt die passenden Bilder: der Geist, der aus der Flasche ist, und die Büchse der Pandorra. Mir fällt noch eine andere Idee dazu ein, nämlich dass Fermi vollkommen richtig liegt: Wie soll man Wissenschaft anders betreiben, als sie zu betreiben? Wissenschaft kann nicht anders, als verantwortungslos zu sein, anders gesagt, eine Zivilisation, die zu den Sternen aufbricht, muss ihren eigenen Planeten vergessen – und wird deshalb niemals die Sterne erreichen. Vor warnenden Wissenschaftlern ist deshalb auch unbedingt zu warnen.
Aber natĂĽrlich nicht nur vor denen.


Vorsicht vor Schule schwänzenden Schülern

Von Bergsteigern etwa hört man immer wieder dieselbe Antwort auf die gleiche Frage: warum tun Sie das eigentlich, auf Berge steigen? Antwort: weil ich's kann. Der größte Könner aller Könner ist Reinhold Messner. Wenn Messner sich hinstellt und fassungslos den Kopf schüttelt und von Respekt schwafelt, weil große Teile des Himalaya inzwischen vermüllt sind durch Zivilisten, die es nicht können, dann muss nicht vor den Zivilisten gewarnt werden, sondern vor Messner, der Könnens-Koryphäe der Bergbesteigung.

Aliens, die nicht eingreifen und nur beobachten, sind schwer bis gar nicht vorstellbar – der Witz aber am Verantwortungsbegriff des Astrophysikers ist, dass er uns selbst zu Aliens macht, weil er unsere Vorstellung von Handeln und Nicht-Handeln radikal in Frage stellt. Problem ist, Kluges Astrophysiker ist selbst ein Wissenschaftler – aber gerade deshalb fand ich seine Antwort so interessant, weil er mit ihr, wenn auch implizit, das Selbstverständnis von Wissenschaft und damit sein eigenes Selbstverständnis infrage stellte.

Und übrigens, während die Crispr-Entdecker die Welt vor ihrer Entdeckung warnen, sind Feng und Charpentier noch dabei, sich um die Patentrechte für ihre Entdeckung zu streiten. Ein merkwürdiger Streit eigentlich, wenn man dabei an das Wort Patentschutz denkt, der ja nur dann die Gesellschaft vor Crispr schützt, wenn keine Lizenzen vergeben werden, ansonsten schützt er Fengs oder Charpentiers Bankkonto.

In unserer Stadt wohne ich am Rathausvorplatz, direkte Sicht aufs Rathaus habe ich nicht, aber ich bin in Hörweite; ich höre den Weihnachtsmarkt genauso wie ich den elften Elften um elf Uhr elf höre, und just in diesem Moment höre ich eine Menschenmasse sehr rhythmisch Parolen schreien, die Parolen selbst verstehe ich nicht, aber was ich verstehe, dafür reicht die Akustik, ist, dass es sich um junge Stimmen, Kinderstimmen, handelt. Heute ist Freitag! Und freitags nehmen sich Schüler neuerdings frei. Ich unterbreche das Schreiben. Ich bin berührt.

Auch viele Politiker geben sich berührt, verstehen aber nicht, warum zum Protestieren die Schule geschwänzt werden muss! Jetzt bin ich es, der sich totlacht. Muss Protest nicht Störung erzeugen? Wie sehr sich gerade solche Politiker gestört fühlen, zeigt jedenfalls, dass erst das Schwänzen gewissermaßen das Higgs-Feld erzeugt, das den Parolen Masse verleiht. Denkbare Alternative wäre, dass die Schüler Barrikaden bauen und Autos abfackeln, immerhin geht es ihnen um ihre Zukunft, also um ihr Leben. Und wenn es der bloße Spaß am Schwänzen wäre – Autos abfackeln würde sicher noch mehr Spaß machen.


Vorsicht vor politischen Aliens

Offenbar denken die Leute, die uns regieren, grundsätzlich nicht die Alternativen, oder technischer: die Optionen, mit. Ein merkwürdiges, alienhaftes Verhalten dieser Politiker. In jedem Supermarkt lerne ich, dass mein Griff zum Waschmittel X die jeweils anderen 35 Sorten Waschmittel, die dort ebenfalls ausliegen, ausschließt – und meine Wahl deshalb eine Entscheidung und deshalb, allein deshalb, bedeutsam ist!

In jedem IQ-Test werden Übersetzungen verlangt, wird getestet, ob die Probandin in der Lage ist, ein und dasselbe logische Muster in verschiedensten anderen Mustern zu identifizieren – aber unsere Politiker sind schlechte Übersetzer, die ganz offensichtlich überhaupt nicht kapieren, was die Schüler von ihnen wollen.

Dass Arbeitgeber von streikenden Beschäftigten schonmal gefordert hätten, dies in ihrer Freizeit zu tun, wäre mir neu. Und ich habe auch noch nie gehört, dass Politiker dumme Sprüche zu dieser Art des Streikens gemacht hätten – vermutlich deshalb, weil es eine Binsenwahrheit ist, dass die Industrie nicht ohne Druck mehr Geld springen lässt und dass Arbeitnehmer jedes Recht haben, diesen Druck zu erzeugen, weil es um ihr Leben geht, wenn auch „nur“ um ein besseres Leben. Politiker verstehen, dass ihr Handeln und Nicht-Handeln die Zukunft der Kinder beeinflusst, aber kapieren tun sie das offenbar nicht, und eben auch nicht, dass dies die Kinder genauso angeht, wie Arbeitnehmer ihre angemessene Bezahlung angeht; dass es noch nicht mal „bloß Kinder“ sind, die freitags protestieren, sondern spätere Erwachsene.

Als Erwachsene werden sie sich dann in einer Gesellschaft wiederfinden, in der Verantwortung ein reiner Haftungsbegriff ist, kurzum: wenn die Kinder erwachsen sind, wird das Kind vermutlich endgültig im Brunnen liegen – ein Film, der sich sich nicht zurückspulen lässt, nicht, indem man von Konzernen Millardenstrafen fordert, und schon gar nicht, indem sich jemand hinstellt und sagt, er übernehme die Verantwortung.

Wenn SchĂĽler sich freitags gegen die Schule entscheiden, schlieĂźt diese Entscheidung nicht das System aus, dann wĂĽrden sie Autos abfackeln, sondern es schlieĂźt billige Entscheidungen aus, denn der Preis des Freitags-Ungehorsams ist die potenzielle Bestrafung. Das ist die Haftung, der sich die SchĂĽler unterwerfen und die als Haftungsfrage offiziell ĂĽberhaupt nicht existiert, weil sie von den SchĂĽlern mit ihrer selbstbewussten Art zu protestierem ĂĽberhaupt erst formuliert wird.

Nochmal Zeit Online, Teaser-Text zu einem Artikel: Nach der Schiffshavarie in der Biskaya wartet Frankreich auf die Ölpest. Der Unfall zeigt, wie gefährlich die Schifffahrt ist: zu große Tanker, zu viele Waren, zu billig.

Man braucht nach den „passenden“ Zeitungsmeldungen oder Artikeln gar nicht groß zu suchen; wenn man Bestätigung sucht, wird man sofort und überall fündig, und das nicht, weil man sich eine persönliche Filterblase geschaffen hat, die alles, was nicht passt, ohnehin ausblendet, sondern weil es im Gegenteil die immergleichen Meldungen sind, die Schüler zum Schwänzen und mich zu meinem Text inspirieren. Stichwort in diesem Beispiel: „zu billig“.


Vorsicht vor konservativem Aktionismus

Im aktuellen Spiegel ist das Streitgespräch einer Studentin, die laut Erklärtext „das deutsche Gesicht der Schülerproteste 'Fridays for Future' für mehr Klimaschutz“ sein soll, mit Industrieversteher Altmaier abgedruckt. Das Gespräch habe ich noch nicht gelesen, aber ich weiß schon nicht, wieso eine 22-jährige Frau das Gesicht einer Schülerbewegung sein soll, so lange gibt es diese Bewegung doch noch gar nicht. Außerdem wird die Studentin vom Spiegel „Aktivistin“ genannt, da mache ich mal den Messner und schüttle fassungslos den Kopf. Als ob die Schüler eine NGO wären! Ich habe überhaupt keine Lust mehr, das Gespräch zu lesen, interessiert mich einfach nicht, was eine „Aktivistin“ zu erzählen hat.

Meine Wahrnehmung ist, dass die Schüler nicht Theorien folgen, sondern schlicht die Faxen dicke haben, insofern würden mich die Protestparolen viel mehr interessieren als so ein witzloses Streitgespräch.

Allerdings schwingt in der Bezeichnung „Aktivistin“ nicht nur die Theorie mit, sondern auch das Wort Aktionismus – und dafür sage ich Danke! Aktionismus passt nämlich zu unserem Stichwort billig, und in der Hinsicht ist Altmaier der wahre Aktivist. In der Sueddeutschen war zu lesen, dass Altmaier die Idee der sogenannten Nachunternehmerhaftung ablehne, mit der Paketdienste die Verantwortung für ihre Mitarbeiter nicht mehr auslagern könnten, indem sie Subunternehmen beauftragen, die ihrerseits wieder dasselbe tun, bis das Geschäftsmodell so billig ist, dass es sich ohne Betrug am Staat (Sozialabgaben) und an den Mitarbeitern (Mindestlohn) gar nicht rechnen würde. Natürlich gilt das gleiche Schema F auch für Betrug an der Umwelt (Ölpest, s.o.). Und übrigens, ein ähnliches Schema gilt auch für den Staat oder Kommunen als Arbeitgeber! Altmaier jedenfalls meint, eine Nachunternehmerhaftung würde „das Übel nicht bei der Wurzel“ packen [zitiertes Zitat Sueddeutsche Online]. In der wörtlichen Übersetzung: Altmaier ist die Maßnahme nicht radikal genug!

Was genau er denn stattdessen tun würde, davon stand nichts in dem Artikel, aber braucht es auch nicht, denn der konservative Aktionismus zeichnet sich erfahrungsgemäß ja gerade dadurch aus, dass er das Nicht-Handeln als Handeln begreift.






Kleiner Nachtrag

Jan Fleischhauer, der Dummschwätzer vom Dienst beim Spiegel, hat eine neue Kolumne geschrieben, aber auch die zu lesen, kriege ich nicht hin. Ich begnüge mich mit dem Teaser auf der SPON-Startseite: Greta Thunberg hat sich für die Atomkraft ausgesprochen. Was heißt das für die Bewegung, die sie als Prophetin verehrt? Und was machen jetzt die vielen Journalisten, die sich als Thunberg-Fans zu erkennen gegeben haben?

Ich schätze, die Journalisten, die sich als Thunberg-Fans zu erkennen gegeben haben, wer immer das sein soll, machen sich jetzt richtig Sorgen. Wenn Broder spricht oder Fleischhauer, dann beginnt das große Zittern. Fleischhauer hätte vermutlich selbst nichts dagegen, wenn er verehrt werden würde – denn offensichtlich schreibt er seinen Text um genau diesen Begriff herum: Prophetin.

Sich für Atomkraft auszusprechen, ist das genaue Gegenteil von dem, was Kluges Gesprächspartner nahegelegt hatte, nämlich nicht, ein Handeln durch anderes Handeln zu ersetzen, sondern das Handeln zu problematisieren. Wenn irgendetwas die Zukunft gefährdet, dann ist es Atommüll. Aber macht das nun Greta Thunberg unglaubwürdig? Auf so eine Idee kommt nur eine ganz hohle Nuss.

Fleischhauer schreibt hin und wieder hervorragende Texte, die einen durchaus begeistern, der letzte, an den ich mich erinnere, war im Spiegel abgedruckt und war eine beißend-kritische Analyse zu Facebook. Aber schon nach dieser Facebook-Analyse wäre ich nie auf die Idee gekommen, ab sofort bei jedem Fleischhauer-Text eine Kerze anzuzünden – was ganz offenbar exakt das ist, was Fleischhauer erwartet. Im Gegenteil, wer so dermaßen viel dummes Zeug schwätzt wie Fleischhauer, trifft schon rein statistisch immer wieder auch mal die Zwölf, wie die berühmte kaputte Uhr. Bei Greta Thunberg ist es meiner Ansicht nach noch genau umgekehrt: wer so vorbildlich ihrer Generation ein Beispiel gibt, ist auch gerade dann noch glaubwürdig, wenn sie Erwartungen enttäuscht und eben auch auf die Art Störung erzeugt.

Gut möglich, dass sich Thunberg demnächst als Fake herausstellt, als von Erwachsenen gesteuerte Figur, die ganz eigene Interessen verfolgen. Aber wie hieß es in diesem US-Film mit Michael Douglas: bemannte Raumfahrt ist eben auch möglich. Und bis dahin: So what.

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