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Leselupe.de > Ungereimtes
Vereint -Haibun
Eingestellt am 22. 09. 2003 17:38


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chribe
AutorenanwÀrter
Registriert: Sep 2003

Werke: 6
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Vereint

Den Himmel scheinen sie zu kosen, die Wellen, die in unendlicher Ferne mit ihm eins werden. Hier am Strand umspĂŒlen sie meine nackten FĂŒĂŸe, spielen mit dem feinen Sand und verwischen meine Spuren. Ist es das Wasser vom Meer des Nordens oder das des Ostens? An dieser Stelle treffen sie zusammen, an dem Ort, den die DĂ€nen „Grenen“ nennen, von tausenden Fotografen im Bild festgehalten, von hunderten KĂŒnstlern gemalt. Sanfte Winde sĂ€useln und es kommt mir so vor, als ob sie den friedlich Geeinten ein Liebeslied singen. Wie eine schöne Melodie streift der Klang mein Ohr.

Seit Millionen Jahren fĂŒllen die GewĂ€sser weite FlĂ€chen, locken die Menschen zur Fahrt in die Ferne, faszinieren Taucher mit ihrer Unterwasserwelt, rufen die Fischer zur Arbeit, bieten den Besuchern Erholung, verbinden die Menschen.
Die warmen Farben ihrer HĂ€user und Anwesen erstrahlen im Zauber des intensiven Lichtes.

Friedliche Weiten
vereint unter’ m Horizont-
Glanzpunkt des Lebens

Möwen kreischen ĂŒber meinem Kopf. Eine stĂŒrzt auf die OberflĂ€che des Wassers und fliegt mit einem Fisch im Schnabel davon. Wolken haben sich vor die Sonne geschoben und als mein Blick in die Ferne schweift, auf die Reste von Bunkern, macht mir das Kreischen der Vögel Angst und mein Körper wird von einer GĂ€nsehaut ĂŒberzogen.

Das einst besetzte Land erstarrte unter der Gewalt der schwarzen Macht. Die Meere waren Bedrohung, Speere gegen das Leben der Menschen.

In der Ferne sehe ich Schiffe, wie Spielzeug klein. Mit den Wellen und dem Wind schicke ich GrĂŒĂŸe hin zu den SeemĂ€nnern, die in friedlicher Absicht das Meer befahren. Und auf einmal stĂŒrzt die Sonne hinter den Wolken hervor, mit einer Unmittelbarkeit und Kraft. Sie ergießt sich ĂŒber den weißen Schaum der Wellen, das Blau der Meere, den Strand, die Steine der Promenade und lĂ€ĂŸt sie wie Diamanten aufblitzen und funkeln. Vertrieben sind die finsteren Gedanken. Die Strahlen wĂ€rmen mich und ĂŒberziehen Nord- und Ostsee mit einem goldenen Schleier.

Im Glanz der Sonne
fliegen Möwen ĂŒber’ s Meer
nehmen TrÀume mit

__________________
Christa Beau

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Mara K.
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo chribe,

herzlich willkommen in der Leselupe und viel Freude hier.
Ich finde es ausgesprochen toll ein Haibun hier zu finden,
hat man nicht so oft.
Du malst wunderschöne Bilder ohne den Ernst des Lebens aus dem Auge zu verlieren. Das abschließende Haiku gefĂ€llt mir sehr gut.
Mit freundlichen GĂŒĂŸen, herzlich Mara K.

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