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Leselupe.de > Ungereimtes
Verfall
Eingestellt am 30. 11. 2005 19:44


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MarenS
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Verfall

So fÀllt ihr Blick ein letztes Mal auf jene Hallen,
die vor ihr liegen dort im Abendlicht,
ein Gruß noch ohne Reue, keine TrĂ€nen fallen,
nur Wehmut schleicht sich leis in ihr Gesicht.

Die hohen Hallen, die so fest, so hehr ihr schienen,
sind rissig bis ins Mark, die Mauern schief.
Wo Schönheit weilte, lichtdurchflutet, ihr zu dienen,
dort nÀhrt Vergangnes sich vom eignen Mief.

27.06.05
Maren

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Zarathustra
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Hallo Maren,
du könntest die Rhytmik ein bisschen verbessern, wenn du folgende Änderungen machen wĂŒrdest.

quote:
UrsprĂŒnglich veröffentlicht von MarenS
Verfall

Ein letztes Mal, ein Blick auf jene Hallen (11)
die vor ihr liegen, dort im Abendlicht (10)
ohne Reue ihr Gruß, keine TrĂ€nen fallen (12)
ein letztes Mal ein Blick auf jene Hallen,(11)
nur Wehmut schleicht sich leis in ihr Gesicht.(9)

Die hohen Hallen, die so fest, erschienen, (11)
sind rissig bis ins Mark, die Mauern schief.
Wo Schönheit weilte, lichtdurchflutet, ihr zu dienen,
dort nÀhrt Vergangnes sich vom eignen Mief.

27.06.05
Maren


__________________
Was sind das fĂŒr Zeiten, wo ein GesprĂ€ch ĂŒber BĂ€ume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen ĂŒber so viele Untaten einschließt! (Bertold Brecht)

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MarenS
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Werter Zarathustra,

du meinst ich könne die Rhythmik verbessern, ein bißchen?
Nun denn...ich nehme jetzt mein Gedicht mal in dieser Hinsicht auseinander:

So fÀllt ihr Blick ein letztes Mal auf jene Hallen, /13
die vor ihr liegen dort im Abendlicht, /10
ein Gruß noch ohne Reue, keine TrĂ€nen fallen, /13
nur Wehmut schleicht sich leis in ihr Gesicht. /10

Die hohen Hallen, die so fest, so hehr ihr schienen, /13
sind rissig bis ins Mark, die Mauern schief. /10
Wo Schönheit weilte, lichtdurchflutet, ihr zu dienen, /13
dort nÀhrt Vergangnes sich vom eignen Mief. /10


...hmpf! Metrisch sehe ich hier also nicht wirklich ein Problem!

Gehen wir die Betonung an:

So fÀllt ihr Blick ein letztes Mal auf jene Hallen,
xXxXxXxXxXxXx
die vor ihr liegen dort im Abendlicht,
xXxXxXxXxX
ein Gruß noch ohne Reue, keine TrĂ€nen fallen,
xXxXxXxXxXxXx
nur Wehmut schleicht sich leis in ihr Gesicht.
xXxXxXxXxX

Die hohen Hallen, die so fest, so hehr ihr schienen,
xXxXxXxXxXxXx
sind rissig bis ins Mark, die Mauern schief.
xXxXxXxXxX
Wo Schönheit weilte, lichtdurchflutet, ihr zu dienen,
xXxXxXxXxXxXx
dort nÀhrt Vergangnes sich vom eignen Mief.
xXxXxXxXxX

Da es sich auch einwandfrei liest verstehe ich deinen Einwand bezĂŒglich des bißchen RhythmikĂ€nderns nicht, es scheint mir eher, du hast mit deinem Vorschlag auch den Inhalt samt Aussage gewaltig verĂ€ndert, dafĂŒr aber eine metrische Unruhe in die Erste Strophe gebracht.
Deine Wiederholung der Zeile
"ein letztes Mal ein Blick auf jene Hallen,(11)"
erscheint mir eher ĂŒberflĂŒssig als nutzbringend.

Dir trotz allem einen Dank fĂŒr deine Auseinandersetzung mit meinem Gedicht.

GrĂŒĂŸe von Maren

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Zarathustra
Routinierter Autor
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Metrik

Hallo Maren,

wo du recht hast, hast du recht.

Bestimmt 5 oder 6 mal habe ich dein Gedicht gelesen.
Was mich störte, war diese 13/10 Metrik.

Ich weiß nicht warum.
Ich vermute, meine sĂŒdbayerische Seele - die oft in Gedichten beim Lesen eine andere Metrik einbaut.

Betonungen sind anders.

Mir ist auch aufgefallen, dass die VerĂ€nderung und VerkĂŒrzung, den Sinn verĂ€ndert.

Anyway, ... mir gefÀllt dein Stimmungsbild sehr gut..

Schönen Advent noch
Hans
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MarenS
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Werter Hans,

es mag sein, dass es deine sĂŒdbayerische Seele ist...lĂ€chel.
Besonderen Dank fĂŒr deine letzte Antwort, ich fĂŒrchte ich war etwas schroff und bin umso mehr froh, dass du es nicht ĂŒbel nahmst.

Dass dir der Inhalt, das Stimmungsbild, gefÀllt freut mich.
Dir eine "stade" Zeit...

wĂŒnscht Maren

P.S.: Vielleicht sollte ich dir das Gedicht einmal vorlesen...?

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