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Leselupe.de > Gereimtes
Verfallen
Eingestellt am 23. 07. 2004 06:17


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Herzog
???
Registriert: Apr 2004

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Verfallen

Senk deinen Blick
In meine Augen
Und lass mich m├╝de werden

Halt mich ein St├╝ck
In deinem Arm
Nimm mir die Angst vorm Sterben

Die Lust mit dir
Macht dass ich alle Welt
Verga├č:

Das Jetzt und Hier
Und Zeiten auch
Als ich mich selbst besa├č

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Sandra
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber Herzog,

wundersch├Ân deine Zeilen. Sie gehen mir sehr nah und wirken nach. Nur zwei klitzekleine Fragen:

Verfallen

quote:
Senk deinen Blick
In meine Augen
Und lass mich m├╝de werden
Ein wundersch├Ânes Bild der Vertrautheit und der Geborgenheit.

quote:
Halt mich ein St├╝ck
In deinem Arm
Nimmt mir die Angst vorm Sterben

Sterben, als Bild f├╝r "sich fallen lassen", einander alles zu geben. Wenn man m├Âchte kann man dieses Bild auch eins zu eins ├╝bersetzen. Der Geliebte liegt im Sterben.
Doch so oder so: Wieso verwendest du "Nimmt"? Halt mich ein St├╝ck in deinem Arm, -- eine Aussage f├╝r etwas, was sich der Prot. erw├╝nscht. In dieser Aussage solltest du bleiben: Nimm mir die Angst vorm Sterben ... der Wunsch wird weitergef├╝hrt.

quote:
Die Lust mit dir
Macht dass ich alle Welt
Verga├č:

Vielleicht k├Ânnte man hier den Begriff "macht" ersetzen. Es f├Ąllt ein wenig aus dem lyrischen Klang. Und wieso setzt du den Doppelpunkt nach "verga├č"? M.E. kannst du ihn getrost weglassen, der Sinnzusammenhang ist klar.

quote:
Das Jetzt und Hier
Und Zeiten auch
Als ich mich selbst besa├č

Wundersch├Ân!! Auch hier k├Ânnte man das " sich fallen lassen" interpretieren, oder den kommende Tod des Geliebten herauslesen. Es ist wohl eher "der kleine Tod" wie die Franzosen so sch├Ân sagen, aber die Vielschichtigkeit deiner Zeilen ist interessant.

Lg
Sandra

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Herzog
???
Registriert: Apr 2004

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Liebe Sandra ...

... vielen Dank f├╝r deine Worte, du hast mit allem Recht, was du sagst. - ├ärgerlich ist nat├╝rlich, dass sich bei "nimmt" schlicht ein "T" eingeschlichen hat, das da nicht hingeh├Ârt. Es muss nat├╝rlich hei├čen: "Nimm"! Zu dumm, dass mir das passiert ist, entschuldige bitte.

Was das "Sterben" angeht: Vielleicht ist das Nomen "Angst" etwas zu stark, aber was ich (als jemand der schon ├Ąlteren Generation) gemeint habe, ist dieses Gef├╝hl der Unsicherheit, das mich doch ├╝berf├Ąllt, wenn ich an das Lebensende denke... So war das von mir gedacht, aber auch deinen ganz anderen Interpretationsansatz finde ich interessant und berechtigt, wenn ich das sagen darf.

Viele Gr├╝├če, Herzog

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IKT
Guest
Registriert: Not Yet

Ein wunderbar weiches Gedicht. Die Angst, oder wie Du sagst Unsicherheit beim Thema Sterben ist die eine Seite. Ich finde, hier wird auch die Zusammengeh├Ârigkeit sehr gut beschrieben:

"Macht dass ich alle Welt
Verga├č:

Das Jetzt und Hier
Und Zeiten auch
Als ich mich selbst besa├č
"

Einsame Zeiten werden vergessen, durch das Dasein des Anderen.
Meine Lesart, sicher nur eine von vielen m├Âglichen.
LG IKT

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Herzog
???
Registriert: Apr 2004

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Vielen Dank auch dir, IKT...

... dein Interpretationsantz ist sehr sch├Ân und bewegend. Ich empfinde nur einen gewissen Gegensatz zu dem Titel des Gedichts. Meint "Verfallen" nicht die absolute Hingabe einer amour fou, das Sich-Selbst-Aufgeben in einer ausweglosen Leidenschaft - denn die Zeiten scheinen ja vorbei zu sein, als er/sie sich "selbst besa├č"...

Lieber Gru├č, Herzog

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