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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Verführung ?
Eingestellt am 14. 05. 2003 14:38


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neosun
Schriftsteller-Lehrling
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Wohin kommen wir, wo wir nicht in Versuchung geraten. Der Versuchung ausgesetzt sind, verführt zu werden oder um genauer zu sein die nächste Gelegenheit zu nutzen uns Verführen zu lassen. So schön ist es, wenn jemand da ist, der sich egal in welcher Sache auch immer, um uns bemüht, um uns kümmert. Uns die Aufmerksamkeit schenkt, oder sie sich von uns bezahlen lässt. Aber wir zahlen doch gerne. Wenn wir nur die Aufmerksamkeit bekommen, die Anerkennung, die Achtung, die Ehre, die Liebe, die Selbstbestätigung.
Die goldene Kreditkarte an der Hotel Rezeption, das folgende Lächeln und die extra Portion Höflichkeit des Eincheckroboters hinter der Theke. Die Telefonnummer im Fernsehen, welche uns die Chance auf einen Gewinn durch die Lösung des schon fast lächerlich einfachen Rätsels offenbart. Die Versuchung der Masche zu widerstehen und nicht anzurufen, da man weiß genau das wollen die Telefonnummerneinblender und man ist doch schlauer als die weil man irgendwo in einem Buch oder Film oder einem Beispiel gesehen hat das es eine einfache Masche ist. Du konntest es Dir merken und das macht Dich zu etwas überlegenerem. Oder der Mensch an Deiner Schulter, welcher sich im Kerzenschein und mit seinem verführerischen Duft in Deinen Gedanken zu allem verformen lässt, nur nicht zu dem Menschen den du liebst. Aber es ist jemand da der sich an deine Schulter lehnt und es ist warm und es ist gut so. Das schlechte Gewissen was Dich ab und zu einholt ist auch nur Einbildung oder das was ja uns Menschen ausmacht „Der Mensch ist das einigste Tier was errötet und Grund dazu hat“ sagte auch schon Mark Twain. Der war berühmt, sein Leben kann Grundlage für eine Wissenschaftliche Arbeit sein und ganze Bücher, ja Regale füllen.
Jemand der so berühmt ist, muss ja etwas besonderes sein und folglich Recht haben. Also ist es nicht so schlimm das ich Erröte, denn ich bin ja ein Mensch. Weil es so oft gesagt und gehört wird glauben wir es oder nehmen es für bare Münze. So ist es meistens, erst hören wir von einer Sache, dann sehen wir es bei anderen, dann glauben wir daran und am Ende wissen wir nicht mehr ob es noch einen Unterschied gibt zwischen Glauben und Wissen. Wollen es auch nicht. Es ist verführerischer einfach zu denken, da man sich schneller seinem Spielfilm oder der Person an der Schulter widmen kann und somit sich selbst.
Sich selbst am meisten lieben und deswegen der Verführung erliegen.
Willst Du mir glauben, ja willst Du dich von mir verführen lassen?


Ist die erste Rohfassung, würde mich sehr über eine Meinung von Euch freuen.

lg

neosun


Version vom 14. 05. 2003 14:38

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jon
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Wichtigste Grundvoraussetzung, diesem Text folgen zu können, ist, dass du wenigstens ein paar der Kommas reinmachst, die rein müssen…

Übrigens kann Mark Twain (bzw. sein Werk) nichtnur Grundlage für wissenschaftliche Arbeiten sein, er ist es sicher auch…
Und: Es ist immer so, dass Leute, die berühmt sind, was besonderes sind – es so in Frage zu stellen, ist ein unglücklicher Schachzug.

__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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neosun
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hi jon!

schach ist ein spiel, welches man im leben spielen kann und wo es einen gewinner gibt. hier kann es keinen gewinner geben.und btw: was hat jemand davon wenn er berühmt ist ? tot ist tot ist tot.

dazu mal ein gedicht von e. dickinson:

"I'm nobody! Who are you?
Are you - Nobody - Too?
Then there's a pair of us!
Dont tell! they'd advertise - you know!

How dready - to be - Somebody!
How public - like a frog -
To tell one's name - the livelong June -
To an admiring Bog!

1861

Zitat von Dir:
"Wichtigste Grundvoraussetzung, diesem Text folgen zu können, ist, dass du wenigstesn ein paar Kommas reinmachst..." Wenn Du es nicht verstehen konntest warum beurteilst Du den Text denn ? Achso und nochwas, in einer schriftlichen Anrede schreibt man die gemeinte Person immer gross: zb. Du, Sie, Ihr, Euch usw. Schau Dir dazu nur mal Dein Zitat von mir an.

Es ist nichts besonderes berühmt zu sein, wenigstens nicht mehr besonders zu Atmen oder Freunde zu haben. Es ist nur eine art zu Leben, mit Vor -und Nachteilen.

lg

neosun

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jon
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Nun gut, wenn du es darauf anlegst, geb ich dir gern ein bisschen Nachhilfe in puncto Schreib-Handwerk…

quote:
schach ist ein spiel, welches man im leben spielen kann und wo es einen gewinner gibt. hier kann es keinen gewinner geben.und btw: was hat jemand davon wenn er berühmt ist ? tot ist tot ist tot.


Keine Ahnung, was du damit sagen willst. Ich versuche mal, es rauszukriegen:
Natürlich gibt es im Leben Gewinner (oder ist mit "hier" gar nicht das Leben gemeint?) und natürlich kann ein Schachspiel auch mit einem Remis enden – aber was hat das mit meiner Anmerkung zu tun? Oder mit deinem Text? In deinem Text steht sinngemäß: "Nur weil Mark Twain berühmt ist, tut man so, als ob er Recht hätte." Was impliziert, dass du davon ausgehst, dass er mit dem Zitat nicht Recht hat. Verwendet hast du es aber als Autoritätsbeweis für deine Theorie. Es ist also ein taktischer Fehler / ein missglückter Schachzug / ein Schuss ins eigne Knie oder was es sonst so für Metaphern für Argumentationsfehler dieser Art gibt. Wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist (was gelegentlich in der Lupe vorkommt), dann musst du diese Metaphern natürlich nicht kennen, solltest solche Redewendungen jedoch schnell in deinen Sprachschatz aufnehmen, denn sie gehören zum Handwerk.
Natürlich hat man was davon, wenn man berühmt ist, und natürlich ist tot tot (und wer ein wenig auf die menschliche Natur schaut, sieht, dass es einen „gefühlten Unterschied“ zwischen toten "Irgendwers" und toten Berühmtheiten gibt) – aber was hat das mit meiner Anmerkung zu tun? Oder mit deinem Text?

quote:
dazu mal ein gedicht von e. dickinson:

"I'm nobody! Who are you?
Are you - Nobody - Too?
Then there's a pair of us!
Dont tell! they'd advertise - you know!

How dready - to be - Somebody!
How public - like a frog -
To tell one's name - the livelong June -
To an admiring Bog!

1861


…und? Wofür ist das ein Beleg?

quote:
Zitat von Dir:
"Wichtigste Grundvoraussetzung, diesem Text folgen zu können, ist, dass du wenigstesn ein paar Kommas reinmachst..." Wenn Du es nicht verstehen konntest warum beurteilst Du den Text denn ?


…das heißt, dein Text besteht aus nichts als der Mark-Twain-Passage? Denn zu mehr hab ich ja nichts gesagt. Und das absichtlich, denn alles andere müsste erstmal – durch die nötigen Kommas – sortiert werden, ehe man eine handfeste Analyse machen kann. Und das – Kommas zu setzen, also schlicht und einfach die deutsche Schriftsprache zu benutzen – ist Aufgabe des Autors.

quote:

Achso und nochwas, in einer schriftlichen Anrede schreibt man die gemeinte Person immer gross: zb. Du, Sie, Ihr, Euch usw. Schau Dir dazu nur mal Dein Zitat von mir an.


…und der Autor (vor allem der eines journalistischen Textes) sollte möglichst auch sonst noch dies und jenes über seinen Werkstoff "Schriftsprache" wissen. Zum Beispiel, dass es eine Rechtschreibreform gab, in der ausdrücklich darauf bestanden wird, dass auch in Briefen u. Ä. die Personalpronomen (bis auf die Höflichkeitsform Sie oder Ihr/Eure Majestät) klein geschrieben werden. Und weil wir einmal dabei sind: Es heißt „groß“ und nicht „gross“, es heißt "ich erröte" und nicht "ich Erröte", es heißt "uns verführen zu lassen" und nicht "uns Verführen zu lassen", es heißt "gesehen hat, dass es eine Masche ist" und nicht "gesehen hat das es eine Masche ist" etc.

quote:
Es ist nichts besonderes berühmt zu sein, wenigstens nicht mehr besonders zu Atmen oder Freunde zu haben. Es ist nur eine art zu Leben, mit Vor -und Nachteilen.

Das ist erstens falsch,
– denn wenn "berühmt sein" so un-besonders wäre wie Atmen, dann wäre jeder berühmt.
– denn "berühmt sein" ist keine Art zu leben, berühmt zu sein kann höchstens Auswirkungen auf die Art zu leben haben.
Und was hat das – zweitens – mit meiner Anmerkung oder deinem Text zu tun?


Schlussbemerkung:
quote:
Ist die erste Rohfassung, würde mich sehr über eine Meinung von Euch freuen.

Du hast vergessen dazu zu schreiben, dass sich das natürlich nur auf Lob bezieht.
Aber damit du nicht ganz verzweifelst: Die Idee ist gut, das Thema interessant. Jetzt muss es nur noch und grammatikalisch sauber gemacht und von eventuellen Argumentationsfallen befreit werden. Nichts verdirbt eine Argumentation – und dieser Text ist eine – so sehr, wie wenn man ihr (einfach lesetechnisch) nicht folgen kann und/oder falsch platzierte / kontraproduktiv formulierte Argumente verwendet werden.
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neosun
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*lacht*

hi jon!

Nimm mich und Dich nicht allzuernst.
Mein Ziel war es zu Provozieren nicht mehr, wollt mal sehen wie Du reagierst. Hast ne Eins :-)

lg

neosun

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jon
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…die Ausrede ist wirklich neu. Dafür gibt's ein Originalitäts-Bienchen.
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neosun
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*freu*

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