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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Verführung
Eingestellt am 07. 11. 2010 10:57


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Haarkranz
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Registriert: Oct 2006

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Geschehen im Juli 1946
Proust, Allain Proust der Cayoun, Vater meines Kindes, der sollte mich jetzt sehen.
Seine hochmütige CIC Fresse. Ob der immer noch seine schönen Lefzen so blödsinnig hochzieht?
Wie einfach für ihn, mir kleinem Mädchen, hungrig und in jeder Beziehung unbeleckt, zu imponieren. Mich in das stinknoble Eisenhut Hotel zu schleppen, mein großäugiges Staunen zu nutzen, um mich flachzulegen.
Wenn er wenigstens aufgepaßt, oder wenn schon das nicht, ein Gummi über seine blöde Stange gezogen hätte. Wenigstens das. Aber da hätte sein Opfer ja Lunte riechen können. Hätte ja einer Manipulation bedurft. Warte mal, ich muß da mal eben was machen. Hätte ja ablassen müssen von seiner Puppe. Puppe, ja Puppe!
Hing doch, ist mir noch ganz und gar gegenwärtig, wehrlos in seinen Armen, betäubt vom einlullenden Duft seines Rasierwassers, und den reichlich vollen, zwei Gläsern Drambuie, die er mir eingeflößt hatte.
Es war Hochsommer, die Luft stand vor Hitze. Außer dem dünnen Sommerfähnchen und dem Slip, war da nichts, zwischen Prousts Männlichkeit und mir. Er ließ sie mich fühlen, seine Männlichkeit und ich erbebte. Spürte eine grelle Flamme sich meinen Rücken hinauf tasten, die Haut mit Schauern überschüttend, sich im Kopf ausbreiten, Explosionen von nie gekannter Intensität, auslösend.
Ich kann nicht sagen wie lang das dauerte, erinnere nur noch einen besorgt dreinschauenden Proust, der mich schüttelte und mein Gesicht mit leichten Schlägen traktierend, come on baby, that was it. Get up! Wake up! flüsterte , zischte, halblaut rief.
Ich rappelte mich zusammen. Mein Kleid, Slip und Schuhe vor dem Bett. Ich nackt und über mir, halb auf mir, der nackte Proust, haarig wie ein Affe.
Begriff ich die Situation sofort, oder dauerte das eine Zeit? Aus dem Bett war ich jedenfalls im Bruchteil einer Sekunde.
What did you do to me? Schrie ich.
Well, I made love to you, kam es von dem Affen auf dem Bett.
Made love to me? You call that love?
No, not really, really we fucked, we both fucked. And baby, you enjoyed it.
So what! I enjoyed it! So what!
Don’t be so outraged, versuchte er mich zu beruhigen, it is nothing bad, to like a good fuck. Most people go nuts about it.
Mittlerweile hatte ich mich angezogen, rannte ins Bad, ein Blick in den Spiegel. Da hatte sich nichts verändert. Inge guckte auf Inge. Also nichts wie weg, raus hier. Ehe sich Proust in seiner ganzen Länge auf dem Bett liegend, sicher die Fortsetzung der Vorstellung erwartend, aufrappeln konnte, stürmte ich aus dem Zimmer.
Keine Ahnung hatte ich, daß er mir ein Kind gemacht hatte. War ja im höchsten Grade unwahrscheinlich, bei einer Entjungferung schwanger zu werden. Nur mich hatte es getroffen! Gewiß wurde das, als meine Regel ausblieb. Was heißt gewiß, zuerst ignorierte ich dieses unmißverständliche Signal, betete sie würde schon noch kommen, die Regel. Betete vier Wochen, bis ich entgültig einsehen mußte, nachdem die zweite Regel auch ausblieb, es hatte mich getroffen. Ich war schwanger. Mit sechzehn Jahren schwanger. Jetzt gabs nur noch beichten, der Mama alles erzählen, nur die konnte helfen.
Als ich spät abends zu ihr ans Bett schlich, das unvermeidliche Geständnis abzulegen, war es dunkel.Ich beichtete in die Dunkelheit hinein, vermied so Mamas Augen. Sagte auch nicht viel. Nur eben:
Zum zweiten Mal keine Regel.
Sie darauf, und? Wieso?
Ich wie, wieso? Wieso ich nicht blute?
Sie: Natürlich, muß doch einen Grund haben. Deine Tage bleiben doch nicht einfach so aus. Ich möchte wissen warum, Fräulein. Da genügt nicht die einfache Mitteilung der Tatsache.




Ich, der Proust, der Proust hat, hat..
Die Mama unterbrach, nicht der Proust hat, ihr, du und der Proust habt. Weiter, wo habt ihr? Er hat mich mitgenommen in sein Quartier, den Eisenhut. Wir haben richtig lecker gegessen, mit Kellner Bedienung und so. Zum Schluß hab ich zwei süße Schnäpse zu trinken bekommen.
Getrunken, die Mama, nicht zu trinken bekommen. Keine Beschönigungen bitte. Weiter?
Ich, ja es ist passiert. Er hat mich an sich gedrückt und die Welt ist vor meinen Augen verschwommen. Als ich wieder wach wurde, lag ich in seinem Bett, nackt. War kein Kunststück mich auszuziehen , hatte ja fast nichts an.
Nur ausgezogen hast doch Du dich, oder? Er hat Dir doch nicht das Kleid vom Leib gerissen, oder sollt ich mich da irren?
Nein, nein. Es ist schon so, ich hab es auch gemocht, was er mit mir gemacht hat.
Aha, die Mama wieder. So sind wir also ein wesentliches Stück weiter. Proust hat Dir ein Kind gemacht, und wir müssen es großziehen. Du bist nicht die Erste und nicht die Letzte, der das passiert. Nur ein bißchen arg früh ist das schon. Geh bitte jetzt zu Bett, morgenfrüh sehen wir weiter. Müssen eben das Beste aus der Situation machen. Nur eins kannst Du dir schon mal zu Gemüte führen, der Vater Deines Kindes wird sich einen Dreck um euch kümmern.
Also ging ich schlafen. Das verrückte, ich schlief tief, traum und sorglos. Nachdem ich meine Sorgen an die Mama weitergereicht hatte, gings mir wieder gut.
Proust hatte schon ein paarmal in den letzten Wochen, versucht mich zu sprechen. Aber ich bin immer davongelaufen. Sobald ich seinen Jeep hörte, ab durch die Gartentür und weg. Der hat sich dann noch eine halbe Stunde oder so, bei der noch ahnungslosen Mama rumgedrückt, hat sie mit seinem Cayoun-Speek beflirtet, und ist wieder abgezischt.
Geschwiegen sollte werden. Mama hat noch am morgen nach meinem Geständnis, einen Brief an Ihre Schwester in Ellwangen geschickt und angefragt, ob ich bei ihr mein Kind austragen und zur Welt bringen könne.
Das war ihr Plan. Eisern schweigen. Niemand wußte von der Schwangerschaft, außer nun Tante Gerti, natürlich. Da war aber nichts zu befürchten. Mama und Tante Gerti hingen aneinander wie die Kletten.
Ich sollte nicht wieder in Rothenburg auftauchen. Vielleicht gelingt es uns bis dahin zurück nach Saarbrücken zu kommen, und dann war das ihr Kind. Basta!
So einfach war das also. Jedenfalls sah es so einfach aus. Ich bekam ein Kind, und das war mein kleiner Bruder oder meine kleine Schwester. Wichtig, zu keinem ein Wort, wenn der Plan gelingen sollte. Du brütest und hälts Dich raus, war ihre Anweisung an mich.
Was sollte ich tun, bis alles arrangiert war, würde eine Woche oder zwei vergehen. Zur Schule brauchte ich nicht mehr. Mamas erste Handlung war, mich abzumelden. Ging ich also spazieren.
Die Schwangerschaft bekam mir gut. Nie hatte ich mich so gut gefühlt Bist mir schon eine blöde Kuh, lachte Mama. Keine Ahnung von tuten und blasen, jetzt ist sie schwanger und es geht ihr auch noch gut.
Auf einem meiner langen Spaziergänge, durch das in voller Sommerpracht blühende Taubertal, stand ich auf einmal Proust gegenüber.
Bis heute ist mir nicht klar, ob er mir gefolgt war, oder der Zufall unsere Begegnung provozierte. Ich weiß nur, mir wurden wieder die Knie weich, als er vor mir stand, der Duft seines Rasierwassers zu mir herüber wehte.
„Hello Inge,“ kam es gar nicht forsch von ihm. Er stand da als ob er nicht wüßte, was tun mit seinen langen Armen und Beinen.
„I apologize for saying such nasty things to you. I forgot you are still a kid.“
„No Proust, ich bin kein Kind mehr. Jedenfalls seit diesem Nachmittag im Eisenhut nicht mehr.“
Er zerknirscht: „I apologize for what I have done to you.“
„No Proust, Du irrst. Ich habs gern gehabt, Frau zu werden und zu sein. Du hast doch die Wahrheit gesagt. Wie war das noch: Most people go nuts for a good fuck. I go nuts for a good fuck too.“
Proust sackte ganz langsam die Kinnlade runter. Ich konnte sehen, wie sich hinter seiner Stirn die Gedanken formierten. Seine Augen die mich voll Mitleid angesehen hatten, deren blau ohne Tiefe, ganz banal, einfach blau war, blau wie eine Kittelschürze, strahlten auf wie eine Wunderkerze.
Inge fragte er, Inge is that true? You liked it? It or me?
Beides gab ich zur Antwort. Beides. It and you. Für mich ist it and you eins. It‘s you Proust.
Diesmal kam seine Antwort spontan.
Eh ich mich versah, hatte er mich an sich gerissen, sein Mund und meiner verschmolzen, für wie lang weiß ich nicht, zu einem saugenden, suchenden, zärtlich beißenden Eins.
Nur nicht aufhören, nur immer weiter machen, diese endlose Umarmung in Ewigkeit verwandeln, hoffte, zitterte, bangte ich.
Die Wirklichkeit, das Ende der Ewigkeit, war der Weg. Wir waren plötzlich nicht mehr allein. Proust packte meinen Arm, gemeinsam sprangen wir die sicher hier zwei Meter hohe Böschung hinunter. Nach einigem rutschen und gleiten, fanden wir uns über einem Gartenhäuschen wieder, wie die Leute sie hier in die Hänge des Taubertals bauen. Ein geschütztes, kleines, abschüßiges Fleckchen Erde, für uns ein herrlich, ungestörtes bon retiro.
Über uns der blaue Himmel, über mir Prousts strahlende Augen, unter mir seine Uniform, Hose, Jacke und Hemd woraus er uns auf dem weichen Moos ein Lager gebaut hatte.
Und in mir Proust. Nicht wie beim erstenmal, ein betäubender Zusammenprall in dessen Hintergrund, trotz aller Ekstase die Angst saß.
Nein eine einzige, lang anhaltende Liebkosung, die ich mit angehaltenem Atem und rasendem Herzen genoß, als seine dicke Stange meine zarten Häute auseinanderschob, in einen nicht enden wollenden, schiebenden und ziehenden Rhythmus verfiel, mich zwingend meinen Leib wie einen Bogen gespannt ihm entgegen zu drücken, um ja nicht, auch nicht einen einzigen dieser meine Sinne peitschenden Stöße, zu verpassen.
Stöße die tief vordrangen in mein innerstes Sein, an Pforten klopften die Räume bewahrten, von deren Dasein ich erst jetzt erfuhr. Hier im rhythmischen Tanz des rein und raus, hineingerissen wurde in diese Kemenaten äusserster, besinnungsloser Lust.
Delirium? War Delirium so? So unsagbar gewaltig, so furios den Baum schüttelnd, der ich war, die Früchte dieses Tuns, wie Fieberschauern über mich vergießend.
Wir lagen verknäult, verknotet, nur wir, zusammen bis uns fröstelte. Proust sah mich an und sagte:
I love you. I never loved any human being, man or woman, mother or father, as much as I love you. I don’t want you to answer, Inge, please no coment. This moment is sacred to me, if you want, to us. But sure as I live, to me.
Ich wollte und konnte nichts sagen, antworten, sprechen. Ich war gewesen wo noch keiner war. Da wo die Sonne auf und unterging, Zenith und Nadir, alles zur selben Stunde. Mein Körper war erschöpft, doch mein Geist war Quellwasser klar.

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