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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Vergessen
Eingestellt am 28. 07. 2002 19:31


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anemone
Schriftsteller-Lehrling
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Vergessen

Vergessen


Die Geschichte interessierte mich nun doch, zumal ich Peggy sah, die wie selbstverständlich im Wagen saß. Wir hatten uns zum abendlichen Dessert in die Eisdiele des Nachbarortes verabredet.

Peggy war nicht eingeplant, denn Judith und ich wollten uns ganz allein ungest√∂rt treffen und uns in Ruhe unterhalten. Sie zuckte entschuldigend die Schulter und verwies dabei auf ihre 8j√§hrige Tochter im hinteren Teil des Wagens, die ich gut kannte und die oft und gerne bei mir war. Ich hatte nichts dagegen, dass sie ihr Kind mitnahm, mir fiel jedoch die ungew√∂hnliche Unruhe des M√§dchens auf. Nat√ľrlich sind Kinder immer lebhaft, aber mit Peggy stimmte etwas nicht und ich erinnerte mich an das, was Judith mir k√ľrzlich erz√§hlte:

In Judiths Wagen (es war ein etwas √§lteres Modell) befand sich ein niegelnagelneues Autoradio, welches sie wie ihren Augapfel h√ľtete. Sie verga√ü nie, es mit hinaus zu nehmen sobald sie den Wagen verlie√ü und an dem Tag, als sie des abends ins Kino wollte, lie√ü sie es gleich zu Hause auf dem Wohnzimmertisch liegen. Dieses einzig wertvolle Teil an ihrem Wagen sollte keinen Autoknacker in Versuchung f√ľhren.

Als sie wiederkam, war es verschwunden. Keiner hatte es gehabt, niemand war es gewesen.


Wir a√üen unser Eis und sahen Peggy zu, die wie ein Wildfang immer wieder nach einigen Eish√§ppchen wie ein Kleinkind unruhig zwischen den √ľbrigen G√§sten hin und her lief.
Es war mir ein R√§tsel, dass Judith sich mit der Antwort von ihr zufrieden gab „Ich wei√ü nicht wo es ist! Guck doch mal da oder dort!“

Nun setzte das Mädchen sich wieder und ich versuchte, Licht in diese Sache zu bringen und von ihr zu erfahren, wo das Autoradio geblieben war.
Peggy wurde ob meiner Frage sehr verlegen und schaute nachdenklich drein. Geduldig wartete ich auf ihre Antwort, aber Judith, die dieses Thema aufregte, unterbrach diese √úberlegung mit der scharfen und unerbittlichen Stimme: "Sag es! Wo hast du es gelassen!"

Peggy presste mit Gewalt ein paar Tränen hervor und zog eine wunderbare Schau ab:
„Aber du glaubst es mir ja nicht, auch wenn ich es sage!“ Sie unterhielt sich wieder mit ihrer Mutter. „doch r√ľckte sie mit keiner Antwort heraus. Es gab keinen Trimm-Dich-Pfad mehr, es gab kein Gest√§ndnis und meine Freundin f√§hrt noch immer t√§glich ohne Musik zu ihrer Arbeitsstelle.
Peggy, die ein recht intelligentes Kind ist, springt weiterhin wie eine 4-j√§hrige herum, weil sie mit dieser L√ľge nicht fertig wird und das Radio ger√§t mehr und mehr in Vergessenheit.

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herb
???
Registriert: Jul 2002

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hallo anemone,

gute geschichte. es kommt nicht auf das radio an, sondern wirklich schlimm ist das l√ľgen. und mir gef√§llt an der geschichte, dass sonst meist kinder wie engel dargestellt werden,
es gibt halt auch achtjährige, das sind ganz schöne "biester"
__________________
hier Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Kästner

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anemone
Schriftsteller-Lehrling
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hallo herb,

da sprichst du was an, Engel sind sie heute
w√ľrde sagen allerh√∂chstens bis 2 Jahre alt.
Wer ab da nicht fuschen und tricksen kann wird in der heutigen Gesellschaft immer und √ľberall den K√ľrzeren ziehen.
Peggy gehört nicht dazu.

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K.T. Mallory
???
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Oha! Da ist aber einiges schief gelaufen!!!

Hast du Kinder? Ich schon. Meine Kleine ist acht und gewiss kein Engel! Aber du musst schon arg was gegen Kinder haben, wenn du so ver√§chtlich √ľber sie schreibst! Damit meine ich nicht, dass du die Peggy zum Engel machen musst, nein, du kannst sie das Radio auch klauen lassen, du kannst sie herumh√ľpfen lassen wie einen ungezogenen Balg, aber spritz nicht so moralinsauer eine Moral - oder eben Amoral - in deinen Text. Dein Schluss liest sich wie das Gekeife einer Mutter, die selber ein "anst√§ndiges" Kind zuhause hat.

Nun zur Detailkritik:

Der erste Satz ist ein Tatzelwurm, schlecht aufgebaut und lockt eigentlich √ľberhaupt nicht zum Weiterlesen.

.... "und verwies dabei auf ihr 8-j√§hriges Anh√§ngsel." Da musst du eigentlich gar nicht mehr weiterschreiben. Ein Kind als Anh√§ngsel in die Geschichte einzuf√ľhren sagt schon so viel √ľber die negativen Gef√ľhle der Autorin aus, das man eher sie - die Autorin - nicht leiden kann als das Kind. Und warum ist sie denn Patentante, wenn sie Kinder als Anh√§ngsel bezeichnet? H√§tte es lieber bleiben lassen sollen!

"Nat√ľrlich sind Kinder immer lebhaft, aber mit Peggy stimmte etwas nicht und ich erinnerte mich an das, was Judith mir k√ľrzlich erz√§hlte:" ...., R√ľckblende = Vorvergangneheit= erz√§hlt hatte.

..."ein niegelnagelneues Autoradio, was sie wie ihren Augapfel h√ľtete..." : was ist in diesem Zusammenhang ein zu schludriges Wort f√ľr einen Text, ersetze es mit "das oder welches". Das ist nur ein Beispiel f√ľr eine leicht schludrige Sprache in deinem Text. Auch mit den Kommas m√ľsstest du ein bisschen besser umgehen lernen.

..."des abends": das "des" kannst du dir sparen.

"Wir a√üen unser Eis und sahen Peggy zu, die wie ein Wildfang immer wieder nach einigen Eish√§ppchen wie ein Kleinkind unruhig zwischen den √ľbrigen G√§sten hin und her lief.
Es war mir ein R√§tsel, dass Judith sich mit der Antwort von ihr zufrieden gab ‚ÄěIch wei√ü nicht wo es ist! Guck doch mal da oder dort!‚Äú " Du h√ľpfst von der R√ľckblende unvermittelt zur√ľck in den Erz√§hltext und kommst gleich auf das Radio zu sprechen. Das ist zu unvermittelt. Und auch ein bisschen verwirrend. Beim ersten Mal lesen war mir denn auch nicht immer unbedingt klar, wann ich denn nun in einer R√ľckblende war und wann nicht.

Was gibt dir als Patentante das RECHT, zu wissen, was mit dem Radio passiert ist? Nichts! Das ist eine Sache zwischen Mutter und Tochter. Alles Andere ist Einmischung von aussen!

"Peggi wurde ob meiner Frage sehr verlegen und schaute nachdenklich drein. Geduldig wartete ich auf ihre Antwort, aber Judith, die die Sache schon lange leid war nahm sie wieder ins Verhör." Wenn sie die Sache Leid ist, wird sie eben NICHT wieder damit anfangen....

"‚ÄěDann sag es!‚Äú lautete der Befehl und wenn ich auch bis 10 z√§hlte, sie r√ľckte mit keiner Antwort heraus. Es gab keinen Trimm-Dich-Pfad mehr, es gab kein Gest√§ndnis und meine Freundin f√§hrt noch immer t√§glich ohne Musik zu ihrer Arbeitsstelle.
Peggy, die ein recht intelligentes Kind ist, springt weiterhin wie eine 4-j√§hrige herum, weil sie mit dieser L√ľge nicht fertig wird und das Radio ger√§t mehr und mehr in Vergessenheit" ... Warum bis 10 z√§hlen? Das musst du erkl√§ren. Welchen Trimm-Dich-Pfad? Wie springt eine Vierj√§hrige herum (da gibt es gewaltige Unterschiede)? Woher weisst du, dass sie mit der L√ľge nicht fertig wird? Reine Interpretation deinerseits....

Zuviele Ungereimtheiten in deiner Geschichte. Sie liest sich wie ein Bericht einer sehr gefrusteten, keifenden Frau... und ehrlich gesagt, ist mir die Kleine lieber als die Autorin. Einer solchen Moralintante, die Kinder als Anh√§ngsel betrachtet, auf 10 z√§hlt und psychologische Deutungen abgibt, w√ľrde ich auch nichts erz√§hlen! Die w√ľrde ich lieber mit H√ľpfen √§rgern, sie keifen lassen und mich daran freuen.

Fazit: eine lieblos erz√§hlte Geschichte, die Sprache auf eher tiefem Niveau, lieblos gar, runterraternd. Ehrlich: hast du diesen Text √ľberarbeitet, ruhen lassen und dann nochmals angeschaut? Oder tippst du deine Texte direkt hier rein? (Das w√ľrde ich dann als Frechheit empfinden!)

K.T. Mallory


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herb
???
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hallo mallory,

anemone kann sich sicher selbst verteidigen und wird es bestimmt auch noch tun. ich möchte zwei dinge sagen. einmal, ich persönlich kenne ein achtjähriges kind, dass einen sehr schlechten charakter hat und sehr unsympathisch ist. manche sind eben mit acht jahren schon "fertig" und zweitens möchte ich sagen, ich empfinde den tonfall deiner kritik als frechheit
__________________
hier Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Kästner

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anemone
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hallo mallory,

Ich hatte schon einmal Probleme mit so einem Tonfall und ich will diesmal sehr vorsichtig sein.
Ich danke herb f√ľr die Unterst√ľtzung und ich muss sagen, dass es dem Autor hier nicht leicht gemacht wird.

Ja, mallory auch ich habe Kinder und ich wei√ü, dass es f√ľr berufst√§tige Frauen oft schwer ist festzustellen, "Das Kind ist gest√∂rt, weil ich keine Zeit f√ľr es habe!" Die Ursache f√ľr die L√ľge liegt also sch√§tzungsweise allein bei ihrer Mutter, die sie √§rgerte, um auf ihre Notsituation aufmerksam zu machen. Ich wollte nicht den moralischen Finger erheben, sondern lediglich eine Episode nacherz√§hlen, die sich so zutrug.

Ich werde versuchen deine Anregungen noch zu √§ndern und w√ľnsche einen sch√∂nen Tag.

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