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Leselupe.de > Anonymus
Verliebt in Berlin sucht Julia ihren Weg zum Glück
Eingestellt am 02. 08. 2006 14:33


Autor
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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Verliebt in Berlin sucht Julia ihren Weg zum Glück

„ Daniel, Du musst mir glauben, ich Liebe Dich!“
„ Wie kann ich dir jemals wieder Vertrauen. Du hast mich verletzt.“
„ Daniel, bitte“
Sehnsuchtsvolle Frauenaugen sind auf Daniel gerichtet.
Er schaut sie an wie sie, schön wie eine Rose neben ihm schläft. Ihr blondes, langes Haar, wie ein Fächer ausgebreitet, ihr Mund, geschwungen wie der schönste Regenbogen.
Leise schleicht sich Daniel aus dem Bootshaus. Komisch, bemerke ich erstaunt, er schläft mit Klamotten in einem Ruderboot .Keine Falte an der noch immer korrekten Buisnesshose.
Verträumt schaut er auf das Wasser als er von Frauenarmen umschlungen wird. Julia, süß, unschuldig mit braunen Bambi-Augen zu ihm aufblickend steht vor ihm.
Die beiden haben die Nacht im Bootshaus verbracht, ohne Nachtwäsche, Zahnbürste und Abschminken.
Wenn ich morgens angezogen aufwache sind meine Klamotten verknittert, mein widerspenstiges Haar steht in alle Himmelsrichtung ab und ich brauche mindestens 1 Tasse Kaffee damit ich nicht wie ein steifer Teletubi in meiner Wohnung herumirre. Schlafe ich ohne abschminken ein, verirrt sich meine Wimperntusche am morgen in den Augenringen und verstärkt so mein „Ichseheheuteblaßausundwarspätgestern“ Aussehen.
Die Sonne scheint immer hell und freundlich vom Himmel und küssen geht ohne morgendliches Zähneputzen, Mahlzeit, geschweige denn Wäsche wechseln.
In Berlin unterdessen hält mal wieder Lisa, David den Rücken frei, plant, und organisiert für ihn sogar die Hochzeit mit Dauerfreundin Mariella und hofft doch schmachtend das er sein Herz an sie verliert. Der Schöne und das Biest.
Wenn habe ich früher angeschmachtet? So viel ich auch suche es fällt mir niemand ein .Hatte der Mann kein Interesse bin ich auch nicht mehr wie paralysiert hinter ihm her gelaufen.
Meine Märchen von heute heißen Telenovelas ,die doch den Märchen von den Brüdern Grimm ein wenig ähneln.
Aschenputtel wird von ihrem Prinzen wach geküsst und aus dem hässlichen Entlein wird ein stolzer, schöner Schwan.
Als 8 jährige wollte ich immer Prinzessin werden, schöne Kleider tragen oder das mich ein Prinz aus meiner schnöden Dorfwelt entführt. Ach ja, lang, lang ist es her.
Tag für Tag verfolge ich wie Lisa ihren David anschmachtet und Julia ihren Weg zu Daniel sucht.
David, Daniel, Lisa, Julia ach es gibt ja noch Laura. Meine Heldinnen der Telenovelas.
Sanft, romantisch, verständnisvoll, wartet sie darauf dass er sagt was gemacht wird. Der Traumprinz verhilft ihr zum sozialen Aufstieg und Ansehen.
Kariere in Telenovas Zeiten? Arbeitslosigkeit? Harz IV ? Hat auf dem Sofa kein Platz.
Man hat das Gefühl man schlüpft in eine andere Welt, wo der Mann zum Traumprinz mutiert und die Frau nichts zu sagen hat.
Keine Cellulites oder eine Schwerkraft die an dem Körper zerrt. Doch halt, Lisa schlägt sich noch mit Zahnspange und Übergewicht durch Berlin, auf der Suche nach ihrer „inneren Schönheit“, immer hoffend das David ihre Werte erkennt. Halte durch Lisa! Am Ende bekommst du dein Hauptpreis David. Mein Hauptpreis war einmal ein großer Schlumpf, aber ein Mann? ….
Julia trifft Daniel in Afrika und beide wissen dass sie für immer zusammen gehören. Ob ich auch mal nach Afrika gehe? Vielleicht finde ich dort auch mein Mr. Right.
Stark, Selbstbewusst, erfolgreich zupackend bieten die Telenovela-Männer dem schwachen Geschlecht Schutz und Orientierung. Sie treten den Heldinnen nicht zu nahe und sind mit „ Nur Händchen haltend“ zufrieden.
Eine Szene aus meinem Leben fällt mir ein. Blind Date, wir waren uns sympathisch, er brachte mich bis zur Haustür dann die entscheidende Frage: „ Kann ich bei dir pennen? Ich habe auch alles dabei sogar ne Zahnbürste.“ Wo war mein Held?
Ach Realität, was bist du doch so grausam. Aber auch Julia bekommt ein Stein in den Weg gelegt von Daniels Mutter die sie für nicht standesgemäß hält. Sie sorgt für Missgunst, Streit, Trennung und die bösen sind entweder böse Mutter, Stiefmutter, eifersüchtige Assistentin. Ein klassisches Motiv aus der Kulturgeschichte. Heilige und Hure, Arm oder Reich.
Auch wenn es das Frauenbild 40 Jahre Emanzipation zunichte macht und ich weiß das die Geschichte aus rosa-roter Zuckerwatte besteht, die ich übrigens mag, und der Realität nicht stand hält, träume ich doch gerne mit Julia und Lisa und drücke die Daumen das sie ihre große Liebe finden. Die Suche und der glauben an die Liebe hält auch der Wirklichkeit stand.

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Melusine
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo A.,
beim Einstieg wäre ich beinahe ausgestiegen, aber beim Weiterlesen musste ich dann herzlich lachen. Die Telenovela-Atmosphäre und die Absurdität solcher Szenen hast du gut eingefangen. Den Schluss finde ich recht schwach, daran könntest du noch arbeiten. Auch hapert es kräftig an der Rechtschreibung. U.a. jede Menge "das" statt "dass" (passiert mir selber auch oft). Vielleicht gehst du einfach noch mal drüber. Falls dir das eher schwer fällt und du Interesse hast, kann ich das mal machen.

LG Mel

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Denschie
Guest
Registriert: Not Yet

hi a.,
ich würde mich mel dahingehend anschließen, dass sich
eine überarbeitung der geschichte lohnen würde.
u. a. am "spannungsbogen" (ätzwort) könntest du noch
feilen. der einstieg ist äußerst dröge und das ende, wie
mel schon sagte, ebenfalls kein kracher. man müsste ein
bisschen umkomponieren, etwas mehr dafür sorgen, dass
dieser monologstil knackiger rüberkommt.
die idee gefällt mir!
viele grüße, d.

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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Spannung

Hallo Mel und Denschie,

Danke für Eure Koms.
Es war für mich ein "erster" Versuch so etwas zu schreiben.Sicherlich wird es nicht bei mir in der Schublade versinken,sondern ich werde es mal versuchen zu überarbeiten.

Gruß A

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