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Leselupe.de > Kurzprosa
Verliebtseinsverliebtheit
Eingestellt am 07. 09. 2004 04:27


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rocketboy
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Registriert: Jun 2004

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Verliebtseinsverliebtheit



Es ist alles im Moment einfach alles. Alles und nichts im selben Moment und mein Kopf implodiert. Die Katze liegt nun schlafend neben mir und zuckt manchmal mit den Schnurrhaaren. Wovon Katzen trĂ€umen? Ich bin manchmal eine Katze. Meiner Befindlichkeit nach EinzelgĂ€nger, lonesome cowboy, kratzbĂŒrstig und doch liebesbedĂŒrftig. Wovon ich trĂ€ume? Ich trĂ€ume fast jede Nacht von dir, so blöd das klingt. Ich weiß, dass ich dich wirklich lieben könnte, wenn du es nur zulassen magst. Stattdessen liebe ich dich, weil du dich mir entsagst. Bevor du mir neben der TanzflĂ€che aufgefallen bist, war ich alleine, aber nicht einsam. Jetzt bin ich zu zweit mit dir, und trotzdem verlassen. Verwirrt, paranoid, Ă€ngstlich. Verliebt, verhasst, egalitĂ€r. Bewundert, distanziert, NĂ€he verhindert. Alles ist im Augenblick in mir drinnen, ein Höhenflug, wenn ich an dein so schönes Gesicht denke, ein Tiefenbrunnen, bei dem Gedanken an deinen letzten Satz. Immer mehr Zigaretten rauche ich, ich mach schon nicht mal mehr das Fenster auf. Ich kann nicht anders, als jede Sucht, die meinen Weg kreuzt, hemmungslos zu zelebrieren. Kaffeesucht. Rauchsucht. RĂ€ucherstĂ€bchensucht. Sonntagabendkinosucht. Verliebtseinsverliebtheit. Und vor allem die Sucht nach intensiven GefĂŒhlsmomenten. An meinem Sterbebett - abgesehen davon, dass ich mir vorstellen kann, im Sterben liegend nur mehr an meine im Delirium wahrgenommenen Schmerzen denken zu können - möchte ich mich nicht an meine Existenz erinnern, sondern an mein gelebtes Leben. Hast du das jetzt endlich verstanden? Ich will nicht, dass du mir schöne TrĂ€ume verschaffst, ich will von dir einen Herzschlag bekommen, einen Puls, eine Atmung, ein Keuchen, ein Sehen, ein Schmecken, Riechen und Hören. Ich will aus verzweifelter Trauer meinen schwarzen Seelenvirus auskotzen und gleichzeitig meine Sinne berauscht an dich geben. Du sollst ĂŒber mich verfĂŒgen, du sollst mich quĂ€len, mich erziehen, mir den Kopf kraulen. Du sollst mich in den Himmel vögeln und dich danach eine Woche lang nicht melden, du sollst von mir trĂ€umen und mir erzĂ€hlen, warum ich deine Traumfrau bin. Du sollst mich lieben, mit einer IntensitĂ€t, die ĂŒber VerrĂŒcktsein weit hinausgeht. Du sollst mein Leben nehmen und mir deines geben.

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