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Leselupe.de > Gereimtes
Veronica und Halloween
Eingestellt am 24. 10. 2005 21:40


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Doska
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2005

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Sie war so zart und weich wie Wind
Veronica das Elfenkind
und schlief auf einem Blatte,
da sie kein Bettlein hatte.

Doch eines Tages, wie im Traum,
da fiel das Blatt hinab vom Baum
und zwischen Pilzen, Moos und Staub
erwacht das Kind im dichten Laub.

Oh je, es konnte halb benommen
zwei alten FĂĽĂźen noch entkommen
und diese schlurften ohne Hast
durch Gras und Farn, da brach ein Ast,

den die Hexe schmal sich hackte
und des Besens Stil sich packte,
diesen zurrte fest daran,
dass der besser fliegen kann.

Doch der zeigte sich recht stur,
hob sich nicht und hĂĽpfte nur!
Da wurd` die Alte mächtig zornig,
oft ist der Weg zur Bess´rung dornig.

Drum schlich sie weiter, tapfer, munter,
holt´ einen neuen Zweig sich runter
und schiente nun mit festem Willen
den Besenstil, flucht` nur im Stillen!

Dann hörte unser Elfelein
die Hexe wieder zornig schrei´n.
Die Alte trat den Besen nun
mit ihren harten, festen Schuh`n.

DarĂĽber wurd` dem Elflein bange.
Es kauerte schon ziemlich lange
hinter einem Pilz fĂĽr Fliegen,
plante, endlich loszufliegen.

Sein Gesichtchen war so bleich,
sah sich schon als Elfenleich`!
Und es keuchte, wurd` ihm kalt?
Nein, die Hexe machte Halt,

streckte aus den langen Arm,
sie umschloss ganz fest und warm
mit Krallenhand die kleine Elfe,
und bat ganz leis´, dass sie ihr helfe,

zwar lächelnd, doch mit schmalem Mund,
denn sie war nett ... aus gutem Grund!
„Es fliegt nicht mehr mein Zauberbesen,
der sĂĽndhaft teuer einst gewesen.

Es knackt und stöhnt sein langer Stiel,
auf dem ich hin zum Blocksberg will!
Das Elflein musste plötzlich lachen.
"Dann sag mir doch, was soll ich machen?"

Da beugte sich die Alte vor,
und flĂĽsterte ihm rasch ins Ohr.
„Lass rieseln Staub und zwar darüber
von Sternen hell, dann wird`s schon wieder!

DafĂĽr versprech` ich endlich euch,
dass kĂĽnftig Elfen ich nicht scheuch
durch uns`ren schönen Märchenwald,
denn auch wir Hexen werden alt,
doch nicht zu alt fĂĽr Halloween,
d´rum eile dich, mach endlich hin!“

Was daraus wurde aus dem Pakt?
Da bin ich leider ĂĽberfragt!
Vielleicht beim nächsten Halloween
schaut ihr einmal genauer hin?

Womöglich dann auf einem Besen
seht ihr ein kleines Elfenwesen,
das uns die Hexe mitgebracht
weil es den Besen heil gemacht!

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Udogi-Sela

Häufig gelesener Autor

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Hexe im Busch

Diese Gedicht steuert in gutem, gleichmäßigen Rhythmus auf ein vermeintliches Finale furioso, zumindest ging es mir so, aber ich wurde etwas enttäuscht, denn:

“Was daraus wurde aus dem Pakt?
Da bin ich leider überfragt!“

gibt die Verfasserin kund und überlässt sogar dem Leser weitere Schlussfolgerungen:

„Vielleicht beim nächsten Halloween
schaut ihr einmal genauer hin?“

Eine Auseinandersetzung, bei der gar eine Hexe im Spiel ist, stelle ich mir richtig turbulent vor. Wahrscheinlich bin ich Wilhelm-Busch geschädigt...

Herzliche GrĂĽĂźe
Udo

__________________
Dieses ganze Schreiben ist nichts als die Fahne des Robinson auf dem höchsten Punkt der Insel. (Kafka)

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Tinka
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Registriert: Oct 2005

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Hallo Doska,
der Titel und die erste Strophe deines Gedichtes gefielen mir und machten mich neugierig!

Doch – und da muss ich Udo widersprechen - es zeigt keinen „guten und gleichmäßigen Rhythmus“!

Ich möchte hier keine Erbsenzählerei betreiben, aber:
Schon in der ersten Strophe wechselst du von 8 auf 7 Silben – was nicht schlimm wäre, würde das Gedicht in dieser Form weitergehen (ein aus meiner Erfahrung schwieriges Unterfangen!) und bringst es dann später sogar auf 9 Silben („Ach, du bist hier? Kannst du mir helfen?“).

Abgesehen davon wechselst du oft zwischen Jambus (erste Silbe unbetont „da-dam-da-dam-da-dam...“ => „Sie war so zart und weich wie Wind...“) und Trochäus (zweite Silbe unbetont „dam-da-dam-da-dam-...“den die Hexe schmal sich hackte“).
Zwar Pferdefreund und Reiterin – auf Pegasus’ Rücken fühle auch ich mich immer noch sehr unsicher! Trotzdem möchte ich versuchen, dir einige Verbesserungsvorschläge zu machen:
......
Glücklich konnt’ es – halb benommen –
Garst’gen Füßen noch entkommen
Welche schlurften ohne Hast
Durch das Gras – da brach ein Ast........
.......
Sein Gesichtchen war so bleich,
sah sich schon als Elfenleich’....
....
und umschloss ganz fest und warm
mit der Hand den zarten Elfen (ist es nun nun plötzlich ein
Elfen-Junge???)
„Ach, mein Kleiner, kannst du helfen?“.....

Ich hoffe, dass du die (gut gemeinte!!!) Kröte ohne Magenbeschwerden schlucken kannst ;-)!!!

Liebe GrĂĽĂźe
Tinka

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Doska
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Hallo Udo,
vielen Dank fĂĽr deinen Beitrag. Ich habe mich sehr darĂĽber gefreut.
Schade, dass dich der Schluß enttäuscht hat. Ich habe ihn ganz bewusst so gehalten, weil ich das Geheimnisvolle romantisch finde. *g*
Liebe GrĂĽĂźe
Deine Doska

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Doska
Manchmal gelesener Autor
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Hallo Tinka,
vielen Dank für deine konstruktiven Vorschläge.
So lange so freundlich Kritik geübt wird, bin ich dafür sehr empfänglich.
Der Wechsel zwischen männlich und weiblich ist mir nicht aufgefallen. Das werde ich überarbeiten.
Den Wechsel der Silbenzahl und der Betonung (Jambus oder Trochäus) empfinde ich nur innerhalb eines Reimpaares als holperig, innerhalb eines Gedichtes sehe ich keinen Grund, da nicht zu Wechseln, findet man auch bei Schillers Glocke z.B.:

Fest gemauert in der Erden
steht die Form aus Lehm gebrannt.
Heute soll die Glocke werden,
frisch Gesellen, seid zur Hand.
(8-7-8-7/Trochäus)
.....
Und herrlich, in der Jugend Prangen,
wie ein Gebild aus Himmelshöhn,
mit züchtigen, verschämten Wangen
sieht er die Jungfrau vor sich stehn.
(9-8-9-8/Jambus)

Ich finde es toll, dass du so interessiert an dem Gedicht bist und dir so viele Gedanken darüber gemacht hast. Das ist viel schöner, als wenn nur gelesen und nichts dazu gesagt wird.
Liebe GrĂĽsse
Deine Doska

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Doska
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Hallo Tinka,
Oooouuuh!
Wie versprochen, habe ich das Gedicht ĂĽberarbeitet und muss dir Abbitte leisten.
Da waren doch einige Silbenzahlen innerhalb der Reimfolge nicht richtig und auch der Wechsel zwischen Jambus und Trochäus war innerhalb einer Reimfolge.
Ich hoffe, dass jetzt alles i.O. ist. Es wäre schön, wenn du dir noch mal das Gedicht anschaust, denn manchmal sieht man ja den Wald vor Bäumen nicht, besonders wenn es ein Märchenwald ist - hehe!
Alles Liebe
Deine Doska

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