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Leselupe.de > Science Fiction
Verschwörung der Christkinder
Eingestellt am 22. 12. 2004 10:05


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jon
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Verschwörung der Christkinder


Es war warm im Dezember 2054, viel zu warm. Die Menschen bereiteten sich auf das Weihnachtsfest und auf die Geburt Jesu vor. Sie schmückten Häuser und Straßen mit Tannengrün und Kerzen, versorgten sich mit Weihrauch und Myrrhe und kramten die Rezepte für Hirtenfladen mit Sesam hervor. Wer irgend über Zeit und Geld verfügte, hatte sich längst in Sydney oder Umgebung ein Hotelzimmer gebucht und ließ sich nun das passende Gewand schneidern. Wer nicht so gut betucht war, zahlte noch schnell Strom- und Medien-Rechnung, um wenigsten per Bildschirm bei den Begrüßungsfeierlichkeiten dabei sein zu können: Zum ersten Mal seit 18 Jahren sollte wieder ein Christkind am Heiligabend das Licht der Welt erblicken.
Jesus Deutschmann wandte sich zu Maria Alvarez um. Die strich sich über den gewölbten Leib.
   "Wie geht es dir?", fragte Deutschmann.
   "Gut. Danke. Uns geht es gut."
   Deutschmann lächelte. "Bereust du, mit uns gekommen zu sein?"
   "Wie könnte ich?!"
   "Wegen des Ruhmes, der dir entgeht?", fragte Deutschmann und wies auf den Fernseher. Zum millionsten Mal berichtete man von den Vorbereitungen in Sydney, interviewte Gläubige und Neugierige, Theologen und Biologen und vergaß auch nicht, die Sicherheitsvorkehrungen über den grünen Klee zu loben.
   Deutschmann musste grinsen. "Zu spät, Freunde", dachte er. "Viel zu spät!"
   Das Gesicht von Pater Grigorius erschien auf dem Bildschirm. "Der Gute", dachte Deutschmann voll Zärtlichkeit und stellt den Ton lauter.
   "... hohe Erwartungen. Als vor 32 Jahren zum ersten Mal die Kunde um die Welt ging, ein Knabe mit dem Erbgut Jesu würde geboren werden, waren viele noch skeptisch. Inzwischen ist unbestritten, dass der Leichnam, dessen DNS jenes Kind formte, unser Heiland Jesus Christus gewesen war, und dass die Botschaft der neuerlichen Wiederauferstehung sich erfüllt hatte."
   "Ja aber", gab der Reporter sich kämpferisch, "warum hat man es nicht bei einem Jesus belassen? Warum hat man bis zum Brand in den Henderson-Laboratorien Jahr für Jahr ein neues Christkind erschaffen?"
   "Die Welt ist groß", orakelte Pater Gregorius. Natürlich konnte er nicht sagen, dass man schlichtweg nicht sicher gewesen war, dass der erste Klon die ersten zwei, drei Lebensjahre überstehen würde. Deshalb auch die dritte Kopie. Ab der vierten war es dann fast schon sowas wie Routine.
   "Warum dann die Geheimhaltung?", stellte der Reporter die Frage, die damals schon gestellt worden war, und Pater Grigorius hob zur selben unglaubwürdigen Antwort an.
   Deutschmann klickte den Ton aus. Er kannte das alles. Und er kannte inzwischen auch die Hintergründe. Leute wie sein Ziehvater Johannes Deutschmann mochten tatsächlich geglaubt haben, dass die anderen Jesusse geschaffen wurden, um dem ersten ebenbürtige Helfer zur Seite zu stellen. Viel wahrscheinlicher war jedoch, dass der Orden, der die "Familie" schützte, auch einfach nur Ersatz haben wollte, falls einer der "Söhne" ihrem Spiel nicht mehr zu folgen gedachte.
   Deutschmann sah auf Marias Leib. Ein Tritt des Ungeborenen beulte ihn aus. "Er will raus", vermutete Deutschmann.
   "Es scheint so", lächelte Maria. "Es sind ja auch nur noch zehn Tage."
   "Ja", sagte Deutschmann. "Noch zehn Tage bis Heiligabend."

Noch zehn Tage bis Heiligabend und keine Spur von Maria Alvarez. Siegbert Heller tobte. Seine Untergebenen zogen die Köpfe ein, aber es nützte ihnen nichts. "Vollidoten!", brüllte Heller. "Die Frau ist hochschwanger, die rutscht doch nicht einfach so durch eine Ritze, verdammt! Und überhaupt: Lasst euch die Daten unterm Arsch wegklauen! Kopie im selben Büro aufbewahrt, welcher Hirnamputierte macht denn sowas?! Habt ihr wenigstens noch eine Probe auftreiben können?"
   "Nein, Sir", meldete einer der Männer kleinlaut. "Auch die Geheimtresore wurden geplündert."
   Heller schnappte nach Luft. "Das - ist- doch - nicht - Ihr - Ernst - Jagalow."
   "Doch, Sir. Leider. Es muss einen Informanten im inneren..."
   "Dann finden Sie ihn!! Und zwar pronto!"
   "Sir, wir vermu..."
   "Ist mir egal, was Sie vermuten, ich will das Leck! Ich will die Frau!"
   "Sir, alles spricht dafür, dass Pater Grigorius..."
   "Grigorius?" Heller starrte Jagalow an. "Der Pater ist von Beginn an an meiner Seite. Ich rate Ihnen, dass Sie hieb- und stichfeste Beweise haben!"
   "Eher Indizien", räumte Jagalow ein und trat vorsichtshalber einen Schritt zurück.
   Doch Heller hatte sich etwas beruhigt, jetzt, da es eine Spur zu geben schien. "Was für Indizien?"
   "Es gibt Ungereimtheiten im Zusammenhang mit dem Brand bei Henderson. Und überall, wo wir noch eine DNS-Probe auftreiben wollten, ist er schon vorher gewesen. Er ist auch oft mit der Alvarez allein gewesen, sie haben sich vielleicht abgesprochen."
   "Dann weiß er, wo sie ist..."
   Jagalow fühlte sich wieder Oberwasser bekommen. "Das ist gut möglich, Sir. Er ist ja auch ihr Beichtvater."
   "Ich dachte, das war einer unserer Leute."
   "Wir hielten ihn für einen unserer Leute, Sir. In St. Angelica war die Alvarez immer nur zum Beten."
   Heller atmete tief durch. "Schafft ihn her!"

In Berlin begann es zu schneien. Die Leute froren nach dem Temperatursturz. Doch nicht deshalb richteten sie ihre Blicke in das hochsommerliche Sydney. Dort wurde zum ersten Mal die Krippe gezeigt, in der Maria ihren Sohn der Welt präsentieren würde. Oder besser gesagt, sollte, denn selbst wenn Heller sie jetzt noch finden würde, wäre es zu spät, die Hochschwangere nach Australien zu transportieren. Deutschmann grinste, wenn er sich Hellers Aufregung vorstellte.
   Noch drei Tage bis Heiligabend und die Christen weltweit versuchten noch schnell, die Sydney-Krippe in ihren heimischen Wohnzimmern nachzuempfinden.
   "Er wird ihnen ihren Jesus präsentieren", sagte Jesus Orlean.
   "Aber es wird nicht der echte sein", erwiderte Deutschmann.
   "Der echte. Wer ist schon der echte? Außerdem kommt es nicht drauf an - die Leute wollen einen neuen Jesus, und Heller wird ihnen einen geben. Irgendwann wird vielleicht publik werden, dass die DNS nicht stimmt. Aber vielleicht auch nicht - wir haben ja alle Daten und Proben vernichtet."

Heller wischte sich den Schweiß von der Stirn. Er würde die Alvarez nicht mehr rechtzeitig finden, das was ihm klar. Zum Glück hatte er vorgesorgt und eine zweite Maria schwängern lassen. Nicht mit einem Jesus-Embryo, es hatten zu wenige überlebt. Aber die Frau glaubte, dass sie den neuen Heiland trug, und würde ihre Rolle also überzeugend spielen.
   Auch Pater Grigorius spielt seine Rolle des zu Unrecht Beschuldigten beinahe überzeugend. "Ich habe dem Orden immer treu gedient", sagte er. Es klang müde, wie eine Beschwörungsformel, an deren Kraft man nicht mehr recht glaubte, zu der man aber noch keine wirkungsvolle Alternative gefunden hatte.
   "Ja, nur welchem", erwiderte Heller genauso leidenschaftslos. Schon kurz nach dem Brand in den Henderson-Laboratorien, die für den Orden gearbeitet hatten, war klar, dass es kein zufälliges Ereignis gewesen war. Zu gründlich waren ausgrechnet die Einrichtungen und Unterlagen zerstört worden, die mit dem Klonprojekt Jesus zu tun hatten.Ein Jahr dauerten die internen Untersuchungen, bevor den Obersten Zwölf klar wurde, dass ihre Arbeit von innen heraus sabotiert worden war. Man entdeckte einige Ordensmitglieder, die im Kontakt zum Vatikan standen, eliminierte sie und unterbrach damit den Einfluss der Inquisition auf den geheimen Bund. Was nichts daran geändert hatte, dass das Schlüsselwissen zum erfolgreichen Klonen weiterer "Söhne" verloren gegangen war.
   "Ihr habt gewonnen", sagte Heller und wandte sich dem Pater zu. "Wir haben nichts mehr in der Hand. Ich weiß nicht, was ihr mit den wahren Söhnen Jesu gemacht habt, aber ihr habt uns weiter von unserem Ziel zurückgeworfen als wir je waren."
   Pater Grigorius setzte ein wehmütiges Gesicht auf. "Die Familie ist nicht tot, Siegbert."
   "Ach was, die Familie! Deren Blut ist so wenig noch das des Herrn, dass man mit gleichem Recht jeden beliebigen Menschen als einen Nachfahren Jesu ansehen könnte! Du weißt genauso gut wie ich, dass die Familie - sie sei geehrt! - durch Politik und Hurerei längst verdorben ist. Niemand wäre auch nur einem dieser ... einem von denen irgendwohin gefolgt! Von einer vereinten Welt unter der Thronherrschaft Jesu ganz zu schweigen."
   "Du versündigst dich", sagte Pater Grigorius, weil es seine Rolle nun mal verlangte.
   Heller winkte ab. "Und wenn schon. Darauf kommt es nun auch nicht mehr an. Wir haben Gottes Sohn ein zweites Mal verloren." Er warf dem Pater einen stechenden Blick zu. "Durch Vatikan-Jünger wie dich ist der Menschheit diese Chance genommen!"
   Pater Grigorius schwieg.

Berlin lag wie ausgestorben. Die letzten Geschenke waren gekauft, der letzte Christbaum geschmückt. Fernsehschirme erzeugten hinter den Scheiben ein gespenstisch blaues Licht und fesselten die Menschen vor sich mit der Reportage aus Sydney. Niemandem fiel auf, dass vereinzelte Gestalten zu einem Kreuzberger Hinterhof huschten und sich dort in einer schmucklosen Wohnung versammelten.
   Auch hier harrte man der Ankunft des neuen Jesus. Allerdings schaute dazu niemand auf die Fernsehübertragung aus Sydney - die lief eher nebenbei - als vielmehr auf Orlean, der in telefonischem Konktakt mit einem Entbindungsheim drei Straßen weiter stand. Während er auf die Geräusche aus dem Ohrknopf lauschte, sah er zu Deutschmann. "Und?"
   Deutschmann schüttelte den Kopf.
   "Was wird er mit dem Pater tun?"
   "Ich weiß nicht. Offenbar hat Grigorius bis jetzt durchgehalten, es gibt keine Anzeichen für Unregelmäßigkeiten. Und danach ...", er hob die Schultern.
   Jesus Lewschtschenko, mit 15 Jahren der Jüngste in der Runde, sah Deutschmann an. "Heller wird ihn doch nicht umbringen, oder?"
   "Ich weiß es nicht, Lew. Wenn es vorbei ist, hat Heller nichts mehr davon, dem Pater etwas anzutun. Und da er noch immer glaubt, dass wir tot sind, sieht er sicher auch keinen Anlass, ihn nach uns zu befragen."
   "Der Pater würde uns nie verraten!", beteuerte Lew.
   "Nein", erwiderte Deutschmann lächelnd und strich Lew über den Kopf. Er spürte eine dünne Narbe, Erinnerung an die Operation, die sein Aussehen verändert hatte. Wer nicht wusste, wer der Junge war, würde ihn nicht erkennen. Sowenig wie einen seiner Brüder.
   "Es ist soweit", sagte Orlean.

"Es ist wohl soweit", sagte der Reporter und die Welt hielt den Atmen an - Siegbert Heller eingeschlossen.
   "Es ist zu spät", unterbach ihn Pater Grigorius dabei.
   "Was?" Heller drehte sich um. Er sah den Pater lächeln. Es irritierte ihn. "Sie werden den Jungen als Jesus annehmen...", sagt er unsicher.
   "Nein. Das werden sie nicht. Sie werden zumindest zweifeln. Welche Worte auch immer du diesem Knaben in den Mund legen wirst - sie werden nicht die Macht haben, die du erhoffst."
   Heller begriff endlich, dass der Pater sein Versteckspiel aufgab. "Ah ja?", hakte er deshalb nach. "Und warum nicht?"
   Der Pater lächelte. "Du wirst es sehen."
   "Was werde ich sehen?"
   "Geduld war nie deine Stärke, Siegbert, das hat dich auch scheitern lassen. Du hättest Jesus lehren können, wie die Welt deiner Meinung nach aussehen sollte. Er war begierig darauf, die Antworten zu erfahren. Er war begierig darauf, die Welt zu verbessern. Er sei das Sprachrohr Gottes, hast du ihm gesagt. Aber du hast ihm nie zugehört. Keinem von ihnen. Wie konnten sie da annehmen, irgendwer sonst würde auf sie hören."
   Heller starrte Grigorius an. "Soll das... soll das heißen...?"
   "Ja. Es war ihre Entscheidung. Nicht der Vatikan brachte deinen Traum zu Fall. Es war Jesus selbst. Er bediente sich lediglich der klerikalen Verflechtungen, bediente sich der Strukturen des Ordens. Und die funktionieren hervorragend, wie du weißt." Pater Grigorius senkte den Kopf. Etwas knackte kaum hörbar. Der Pater schluckte. Dann sah er wieder auf, ernst diesmal. "Ich hätte - wie du einst - der Welt gern Herz und Glaube zurückgegeben. Jesus, Gott hat anders entschieden. Er kennt uns besser als wir selbst, und wenn..." er stockte und griff, nach Halt suchend, zur Stuhllehne. "Wenn er sagt, die Men..." Grigorius wankte. Heller machte einen Schritt auf ihn zu, Grigorius winkte ab. "Es ist ... zu spät ... für ... mich. Es ... war damals ... schon ..." Er stürzte. Heller versuchte noch, ihn aufzufangen, doch er verfehlte ihn. "Wir hätten es nie beginnen dürfen", hauchte Grigorius. Dann starb er.
   Siegbert Heller sah auf den Toten hinab und konnte es nicht fassen. Jesus selbst hatte sich gegen ihn gestellt. Dabei hatte er doch nichts weiter gewollt, als die Welt ihm, Jesus, zu Füßen zu legen.
   Vom Fernseher her drang der Jubel der Massen. Feuerwerk erhellte den Platz, ebbte langsam ab. Die Lichter rundum verloschen nach und nach, und mit der Dunkelheit senkte sich Stille über die Szene. Die Choreografie war perfekt. Heller sah, wie seine Planung aufging, und ihm wurde klamm ums Herz.
   Irgendwo stieg ein Stern auf - strahlend hell. Niemand hörte den Hubschrauber, der das Licht trug. Hightec, für den Orden kein Problem.
   Der Stern zog in weitem Bogen heran, hielt über der Krippe, blühte auf. Alle Augen waren auf ihn gerichtet. Niemand nahm wahr, was in der Dekoration passierte.
   Totenstille herrschte, nur ein leises Brummen schwebte ganz oben irgendwo. Dann eine lautlose Explosion und der Stern zerstob in einem Funkenregen. In der Krippe ging das Licht an, langsam erhellten sich die riesigen Leinwände. Eine Frauengestalt in seltsam edel wirkender Stallumgebung wurde sichtbar, der Lichtschein weitete sich und folgte dem seligen Blick Marias...

In Berlin legte Jesus Deutschmann einen Schalter um. Daraus folgend verschwand das Krippenbild von den Leinwänden in Sydney und von allen Fernsehschirmen der Welt. Statt dessen erschien das Antlitz Jesu, so, wie es die Menschen weltweit kannten. "Höret!", sagte dieser Jesus, der längst schon andere Züge trug. "Höret! Ihr habt uns geschaffen. Ihr habt uns verehrt und angebetet. Doch ihr habt nicht zugehört. Wir sollten mit einer Handbewegung ändern, was ihr zu ändern zu schwach wart. Was ihr zu ändern zu müde wart. Was ihr zu ändern zu feige wart. Was ihr zu ändern aufgegeben habt, weil wir es ja ändern würden. Doch selbst mit göttlicher Hilfe schaffen siebzehn von uns nicht, was Millionen von euch nicht schaffen. Wenn dem Knaben, den ihr heute begrüßt, gelingt, woran wir scheiterten, so nicht, weil er unseres Blutes wäre. Denn das ist er nicht. Folgt ihm, wenn es euch danach dürstet, doch erwartet keine Wunder von ihm. Erwartet keine Wunder von uns. Denn es wird niemand da sein, der diese Wunder wirkt."

... und hell rahmte das Licht das Gesichtlein des Neugeborenen in der Krippe. Wie ein Heiligenschein.
   In Berlin unterdessen ging in einer Wohnung in einem Kreuzberger Hinterhof das Licht aus. Jesus Deutschmann drehte sich noch einmal um. Auch wenn diese winzigen Räume ihn nur für wenige Tage beherbergt hatten, blieben sie etwas Besonderes: Hier hatte er sich befreit. Hier hatte er seine Brüder befreit. Hier hatte er die Menschen befreit. Er konnte aufhören, Jesus zu sein.
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Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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Mazirian
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Hallo Ulrike,

Eine sehr schöne Geschichte mit vielen weiterdenkbaren Aspekten. Gefällt mir sehr gut
Mit Textarbeit kann ich leider kaum dienen - es ist ja schon fast perfekt, handwerklich wie stilistisch.
Schreiben kannst du, wie's aussieht .

Nur einen Rechtschreibfehler hab ich gefunden:
Mhyrre. Das schreibt sich nämlich Myrrhe

Und eine Unklarheit:
Als Deutschmann den Schalter umlegt, ist es da sein Schalter der auf der ganzen Welt die Leinwände löscht? Oder springst du da zwischen den Schauplätzen. Die Stelle ist noch etwas mühsam nachzuvollziehen.

Und eine Frage:
Warum Sydney? Hat das irgendeine kryptische/allegorische Bedeutung?

Interessant fände ich allerdings eine Diskussion darüber, ob es wirklich der Klerus wäre (protagoniert durch den Pater und seinen Orden) der ein Interesse an der Authentizität Jesu oder ethische Bedenken haben könnte. Da hab ich schwere Zweifel. Ich hab über die Feiertage mal wieder ein bisschen in Deschners "Kriminalgeschichte des Christentums" gestöbert und glaube eher, der Vatikan würde in jede Dorfkirche einen Jesu-Klon stellen und ihn Paulus, Origines und päpstliche Enzyklika predigen lassen. Damit alles sine Richtigkeit hat. - Und es sich natürlich bezahlen lassen.
Aber das ist nicht weihnachtlich gedacht...

lieben Gruß
Achim
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Es ist alles schon gesagt worden - nur noch nicht von jedem (Karl Valentin)

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jon
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Danke für die Lorbeeren

quote:
Nur einen Rechtschreibfehler hab ich gefunden:
Mhyrre. Das schreibt sich nämlich Myrrhe
…bereinigt.

quote:
Und eine Unklarheit:
Als Deutschmann den Schalter umlegt, ist es da sein Schalter der auf der ganzen Welt die Leinwände löscht? Oder springst du da zwischen den Schauplätzen. Die Stelle ist noch etwas mühsam nachzuvollziehen.
Er schaltet alles aus bzw. sich überall rein. (Auch geändert.)

quote:
Und eine Frage:
Warum Sydney? Hat das irgendeine kryptische/allegorische Bedeutung?
Purer Zufall – es hätte auch irgendwo sonst sein können, wo's genug versteckte Winkel im Land gibt, wo man das Klonprojekt neu aufziehen kann…

quote:
Interessant fände ich allerdings eine Diskussion darüber, ob es wirklich der Klerus wäre (protagoniert durch den Pater und seinen Orden) der ein Interesse an der Authentizität Jesu oder ethische Bedenken haben könnte. Da hab ich schwere Zweifel. Ich …glaube eher, der Vatikan würde in jede Dorfkirche einen Jesu-Klon stellen und ihn Paulus, Origines und päpstliche Enzyklika predigen lassen.
Ja, wenn der Vatikan die Kontrolle über das Projekt gehabt hätte, hätte er es vielleicht so gemacht (obwohl der Klerus anderseits wissen müsste, dass eine solche Jesus-Schwemme, dem "Heiland" irgendwie das Besondere nimmt…) Da aber einem Geheimorden (nicht alles, was sich Orden nennt, ist an der offiziellen Kirche angehängt) die Klonerei zugefallen ist, und der die Glaubenden so der Kirche abspenstig zu machen begann, ist der Vatikan seeeeehr gegen die "Jesusse aus dem Labor". Nur ist der Orden – dank der langen langen Übung in der Auseinandersetzung mit dem Papsthof – den Klerikern immer einen Schritt voraus gewesen. Nur Jesus selbst konnte dem Treiben ein Ende bereiten…


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