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Leselupe.de > Gereimtes
Verse, manchmal blank
Eingestellt am 18. 10. 2011 00:22


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werther
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jan 2003

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Die Finger tasten Worte in den Schwei├č.
Auf deinem R├╝cken ritzen Fingerspitzen
verwehte Linien ├╝ber nasse Haut.

Zuletzt wird von der Zunge noch entdeckt,
dass dort, ganz nah am losen K├Ârpereck,
Salz tief, ja s├╝├č wie Honig schmeckt.

Alles ab hier ist Rhythmik, pur,
fernab zerpfl├╝ckter Denkstruktur
realiter Ruptur.

__________________
"zu schreiben, als ob sich Leben darin ausdr├╝cke und zu leben, als ob sich Philosophie darin f├Ąnde."

Version vom 18. 10. 2011 00:22
Version vom 18. 10. 2011 12:33

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gitano
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo werther!
Politisch-zeitkritische Lyrik, gute Satire und Erotik sind f├╝r mich die drei schwierigten Themengbiete in der lyrik. Schwierig deshalb, weil man mit Winzgkeiten die kaum merkbare Grenze zum Technisiernden, zum Banalen hin oder zum Analytischen hin ├╝bertritt.
Ab und an versuche ich mich auch an Texten mit erotischem Inhalt (fragil, imagination, tautropfen...)...deshalb kann ich einige Probleme durchaus erkennen:

S1 hier irritiert mich der Subjekt /Bbjekt-Bezug: ...er ist leider nicht eindeutig;

Die Finger tasten Worte in den Schwei├č.
Auf ihrem R├╝cken ritzen Fingerspitzen
verwehte Linien ├╝ber nasse Haut.
Das "ihren" in Z2 lese ich zun├Ąchst als zu "Fingern" zugeh├Ârig und bin irritiert...pl├Âtzlich taucht bezuglos ein "Sie" auf.

S2:
Zuletzt wird von der Zunge noch entdeckt,
dass dort, ganz nah am losen K├Ârpereck,
das Salz viel s├╝├čer noch als Honig schmeckt.

Die Inversion in Z1 wirkt auf mich sprachgedanklich leider "unerotisch"...will sagen: st├Ârend.

S3:
Alles ab hier ist Rhythmik pur,
fernab zerpfl├╝ckter Denkstruktur
realiter Ruptur.
Nach "Alles" geh├Ârt meiner Ansicht nach ein Komma.

Insgesamt fehlt mir pers├Ânlich ein Bilderflu├č der das "Kopfkino" speist...die Imagination.

Die verwendeten Bilder sind nach meiner Meinung leider keine "Sch├Âpfungen" die mich neugierig machen.
DAS K├Ârpernahe Beschreiben erscheintmir in diesem Text etwas sperrig....
MANCHMAL GELINGT ES BESSER WENN MAN DURCHGÄNGIG einem Bild folgt...
meine Empfehlung:
Weg vom Beschreibenden -hin zum Erlebbaren!

(spontane)Zusammenfassung:
f├╝nfspurige Querfurchen
durch R├╝ckensalinen
Hastwege
zum Delta der Venus (Titel von An├Ąis Nis)

Liebe Gr├╝├če
gitano

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gitano
Guest
Registriert: Not Yet

Kurzer Nachtrag:
Aufs Formale bin ich erstmal nicht eingegangen, sorry vielleicht sp├Ąter noch...w├Ąre sonst zuviel auf einmal
gitano

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werther
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jan 2003

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Hallo gitano und vielen Dank f├╝r deine ausf├╝hrliche Kritik. Ich stimme dir ganz zu, dass gerade Erotik ein schwieriges Motiv ist, weshalb ich ungern dazu schreibe und noch weniger gern dar├╝ber lese. Es rutscht allzuschnell entweder ins Kitschige, ins Geschmacklose oder ins Schlechte ab. Grunds├Ątzlich gilt das aber wohl nicht nur f├╝r Erotik

Hier ist es jedoch, st├Ąrker noch als bei den meisten Themen, zu sehr gro├čem Teil Geschmacksfrage, ja mehr noch: ├ťberzeugungsfrage, gerade was die Metaphern angeht. Was f├╝r den einen ein hocherotisches Bild ist, mag dem andern schlicht ekelig oder gar langweilig erscheinen.

Ich habe deine Kritik, wo sie mir einleuchtete, verarbeitet. Aber obigen Ausf├╝hrungen folgend, tat sie das nat├╝rlich nicht ├╝berall. Work in progress.
__________________
"zu schreiben, als ob sich Leben darin ausdr├╝cke und zu leben, als ob sich Philosophie darin f├Ąnde."

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