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Leselupe.de > Feste Formen
Versteinerung (Sonett)
Eingestellt am 01. 07. 2003 17:07


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Pengoblin
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jun 2003

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Liebe SchreibkollegInnen,

gem├Ą├č der Forenregeln stelle ich mich mit einem meiner Gedichte bei Euch vor. Es scheint ja durchaus noch andere hier zu geben, die immer wieder mal gerne in alte Formen verfallen. Vielleicht wei├č jemand hier etwas dazu zu sagen, warum Sonette eigentlich eine langlebigere Gedichtform sind als viele andere.

Untenstehendes lasse ich erstmal ohne Kommentar - nur soviel: ich arbeite an einem \"Gegentext\", der in gleicher Form und mit gleicher Bildsprache genau das Schwinden einer solchen Starre beschreibt.

Have a nice day!

Pengoblin



Versteinerung


es treiben schwere bilder um dich her,
um dir die kraft zum wachen sehÔÇśn zu stehlen.
die lider sind von furcht, nicht jahren schwer,
so f├Ąllt es allzuleicht, das leben zu verfehlen.

die zeichen, die es dir entgegensendet,
die leise stimme, welche tore weist,
verwirren sich mit schatten, angstgespendet,
bis schlie├člich jeder pfad im staub vergreist.

du wirst zuletzt die zeichen nicht mehr sehen,
weil dich die grauen nebel zu sehr narrten,
das wispern mu├č im faden dunst vergehen.

du wirst erstarrt auf dieses fl├╝stern warten
und lange, lange dort im dunkel stehen,
bleischwer vor deines traumes weitem garten.

__________________
"Alle K├╝nste, die kleinen wie die gro├čen, sind die Beseitigung von ├╝berfl├╝ssiger Bewegung zugunsten der pr├Ązisen Aussage." (Ray Bradbury)

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Talarmar
Festzeitungsschreiber
Registriert: Apr 2003

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Traum

Hallo Pengoblin,

hat was so ein schwerer Traum. Gut gemachtes Sonett.
Nur die Kleinschreibung hat mir pers├Ânlich etwas den Genu├č genommen.

Netten Abend noch
Talarmar
__________________
"Die historische Wahrheit ist ein M├Ądchen, das man vergewaltigen kann, Hauptsache man macht ihr sch├Âne Kinder" Alexandre Dumas

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Pengoblin
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jun 2003

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GROSS & klein

Hallo Talarmar,

in der Tat, an der Kleinschreibung kann man sich st├Âren; ich hadere da selbst noch etwas mit mir. Derzeit tendiere ich dennoch dazu, viele Texte durchgehend klein zu setzen, weil dadurch die Substantive eine Betonung/Gewichtung erhalten, die ich ihnen nicht immer zugestehen m├Âchte. Eine "leise Stimme" ist dann unwillk├╝rlich erstmal eine Stimme, und die wiederum besitzt die Eigenschaft still; ich m├Âchte aber zumindest einen Hinweis geben, da├č die Eigenschaft dem Gegenstand hier nicht untergeordnet ist. In Traumgedichten kann das durchaus Sinn machen, meine ich (oder ich tr├Ąume halt merkw├╝rdig).

Have a nice day!

Pengoblin
__________________
"Alle K├╝nste, die kleinen wie die gro├čen, sind die Beseitigung von ├╝berfl├╝ssiger Bewegung zugunsten der pr├Ązisen Aussage." (Ray Bradbury)

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