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Leselupe.de > Ungereimtes
Versuch 2007
Eingestellt am 01. 08. 2007 12:01


Autor
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Andrasch
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Gedicht 2007

Wir sind Pioniere der Neuzeit
wir m├╝ssen uns bewegen
deshalb bauen wir an
komplizierten Konstrukten
die nur wir verstehen.

Wir polieren das Metall
mit Flei├č und Hingabe
bis es im Sonnenlicht gl├Ąnzt
und nennen es fortan Argentum.

Bald schon treibt es uns fort
die Welt zu entdecken.
Wir sehen Berge, Fl├╝sse, T├Ąler
und geben ihnen neue Namen
denn was wir benennen geh├Ârt uns.

Wir h├Âren vom Land des L├Ąchelns
und wollen es erobern.
Wir legen tausende Kilometer
russische Steppe zur├╝ck
├╝berqueren den Ural
bis nach Sibirien
folgen dem Lauf es Amur
und gelangen an den Ozean
den wir mit letzter Kraft ├╝berqueren.

Einige Zeit sp├Ąter stehen unsere Wagen
in h├Âlzernen Schuppen
die Reise war lang und lehrreich
auch wir wissen nun
die Welt ist rund

und der Suezkanal
wurde lange schon gebaut.

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scarda
Guest
Registriert: Not Yet

Das spricht jemand f├╝r mich, die Leserin. Es ist ein festes "wir" das mehrmals wiederholt wird.

Und das st├Ârt mich !

Wer immer das ist, die "Wir-Gruppe", ich geh├Âre nicht dazu, denn ich poliere kein Metall mit Hingabe und rede noch Lateinisch. Wenn ich wirklich so w├Ąre, so eine Polierende, ich w├╝rde das Gl├Ąnzende dann nicht Argentum benennen, selbst wenn es Silber w├Ąre.

Etwas ├╝berspitzt der Kommentaranfang, ich wei├č. Aber dieses "wir" st├Ârt mich als Leser so sehr, dass ich die Gedanken des Gedichts nicht weiter verinnerliche.

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Andrasch
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Das 'wir' ist ganz sicherlich dominant in diesem Gedicht. Was soll ich sagen? Ich neige definitiv in diesem Gedicht nicht zu den Ausdr├╝cken eventuell, vielleicht, zu dem Wort 'jemand' oder zum Konjunktiv allgemein. Dieses 'wir' ist erst einmal ein Stilmittel, welches ich f├╝r mich beanspruche. Nicht mehr und nicht weniger. 'Wir' kann eine Gruppe sein, die Du vielleicht kennst oder von denen Du noch nicht einmal geh├Ârt hast.
Dieses Gedicht wirft in erster Linie einen kritischen Blick auf den Schreiber selbst. Das denke ich, kann gar nicht anders verstanden werden, allerdings formuliert es dar├╝ber hinaus. Doch warum so empfindlich? Wirklich niemand, w├╝rde sich diesen Schuh anziehen, wenn er nicht genug Selbstkritik oder Humor in sich tr├╝ge, diesen auch mit einem L├Ącheln zu (er)tragen. Der K├╝nstler an sich hat oft eine empfindliche Seele. Die gilt es nicht immer zu streicheln.


Vielen Dank f├╝r Deinen Leseeindruck.
Andrasch

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Beba
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Andrasch,

ich stimme scarda zu, denn das Wir st├Ârt mich ebenfalls bei deinem Text. Mehr noch aber st├Ârt mich, dass dieser Text f├╝r mich ├╝berhaupt keine Lyrik ist. Dein Text ist in meinen Augen Kurzprosa. Aber vielleicht gibt es ja noch andere Ansichten dazu.

Ciao,
Bernd

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strolch
???
Registriert: Jan 2004

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also,
das WIR hier st├Ârt wirklich, denn in der lyrik ist dies arg unpers├Ânlich und eine mogelpackung.
hier ist es f├╝r mich kein stilmittel, sondern verallgemeinert.
lg brigitte
__________________
"Ich will nicht, da├č Frauen Macht ├╝ber die M├Ąnner, sondern ├╝ber sich selbst erlangen."(Mary Wollstonecraft)

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Andrasch
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Um das 'wir' geht es mir nat├╝rlich. Sonst st├╝nde es nicht so oft dort. ├ťber das 'wir' h├Ątte ich auch gerne geredet.


Danke f├╝r Eure Eindr├╝cke

A.

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