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Leselupe.de > Ungereimtes
Vertrieben
Eingestellt am 11. 01. 2003 12:03


Autor
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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
Kommentare: 10342
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Vertrieben

Unschl├╝ssig
stehst du an der Zwielichtgrenze,
mit wundgesto├čenen Augen
erschrocken greifend
nach dem fremden Licht,

hinaustaumelnd in die Ebene
mit blo├čen, das Diesseits
verachtenden F├╝├čen,
ein immerw├Ąhrendes Brennen
in deinem K├Ârper,
das andauernde Dr├Ąngen
auf R├╝ckkehr.



__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Vera-Lena,

ich interpretiere es mal f├╝r mich wie folgt:
Der aus dem Paradies vertriebene Mensch,
steht mit schmerzenden Augen, die wundgesto├čen
sind von dem was er an Grausamkeiten im Leben
sah und sehen mu├čte. Das fremde Licht nach dem
er sich sehnt und vor dem er sich gleichzeitig
f├╝rchtet, nichtwissend was ihn letzendlich
erwarten k├Ânnte, wenn er in diese Richtung geht -
unschl├╝ssig zwischen "auf Erden verweilen" oder
"das irdische Dasein verlassen".
"Das Diesseits verachtende F├╝├če" - die F├╝├če sind
etwas mit dem der Mensch voll im Leben steht.
Diesseits verachtende F├╝├če kann man infolgedessen
nur haben, wenn man genug von der Existenz hat.
"Das immerw├Ąhrende Brennen im K├Ârper, das andauernde
Dr├Ąngen auf R├╝ckkehr" - Des Menschen wahre Heimat
ist nich die Irdische, er hat Heimweh...
Dein Gedicht spricht mich an, denn auch ich f├╝hle
micht nicht allzu sehr erdenverbunden.

Sende Dir liebe Gr├╝├če

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Lisa1
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jul 2002

Werke: 17
Kommentare: 211
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Ich finde Klopfstocks Interpretation sehr interessant,
ich finde deine Vertreibung sehr ausdrucksstark
ein nachdenklich stimmendes Werk mit Tiefgang.
Ein wunderbares Gedicht
Liebe Gr├╝├če
__________________
So lange man jung ist,
geh├Âren alle Gedanken der Liebe -
sp├Ąter geh├Ârt alle Liebe

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
Kommentare: 10342
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Liebe Klopfstock,

Du hast es so interpretiert, wie ich es meine! Ich denke, eine solche Befindlichkeit, wie ich sie beschrieben habe, ├╝berf├Ąllt manche Menschen f├╝r Momente mit gro├čer Heftigkeit. Bei anderen ist sie eher unbewu├čt, d├Ąmmert aber doch manchmal in kleineren Dosen herauf. Aber da├č alle Menschen in ihrem Allerinnersten ein "Wissen" dar├╝ber haben, da├č sie aus lichtvollen Welten auf die Erde gekommen sind, davon bin ich ├╝berzeugt.
Danke f├╝r Deine Deutung. Es tut immer gut, sich verstanden zu f├╝hlen.
Ich w├╝nsche Dir die immer passenden Stiefel f├╝r alle Wegstrecken, die du noch zur├╝ck zu legen hast.

Einen sch├Ânen Sonntag und liebe Gr├╝├če!
Vera-Lena


Liebe Lisa1,

es freut mich, da├č Du mit meinem Gedicht etwas anfangen kannst. Ich danke Dir f├╝r Deine R├╝ckmeldung und Dein Lob.

Auch Dir einen sch├Ânen Sonntag!

Liebe Gr├╝├če Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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