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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Verwirrspiel
Eingestellt am 13. 01. 2007 02:02


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John Gimignano
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2007

Werke: 2
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Profil

Mein Name ist Paul, ich bin 34 Jahre alt und Bauzeichner. Genauer gesagt bin ich der da Vinci der Bauzeichner. Ich arbeite mit den bedeutendsten Architekten zusammen, ├╝berall auf der Welt stehen Geb├Ąude, die ich gezeichnet habe. Ich bin mein eigener Chef, denn ich lege Wert darauf, zu leben wie ich m├Âchte und zu arbeiten wie ich m├Âchte.

Ich lebe in der sch├Ânsten Stadt Deutschlands mit geltungss├╝chtigen Arschl├Âchern, die sich nachts in den Nobelclubs das Gehirn wegkoksen und tags├╝ber in ihren Agenturen und Fernsehsendern auf wichtig machen. Mit geilen Studentinnen, die sich f├╝r die S├Ąulen der Erde halten und gerne mal ihre ├ärsche herzeigen auf K├╝chenpartys, zu denen sie ein Sixpack Beck's mitbringen und dann den ganzen Abend Cuba Libre saufen.

Ich lebe in einer Zeit, in der eine Frau den Mann an ihrer Seite oft als Teil ihrer eigenen Selbstverwirklichung sieht. Und ich schlafe meist alleine ÔÇô genau aus diesem Grund.


Verwirrspiel

Sie war mir gleich aufgefallen. Ihr Haar war braun, sie hatte es zu einem langen Zopf gebunden, es fiel ihr fast bis auf den Jennifer-Lopez-Hintern. Ihr Gesicht war kantig, sie war mein Fall.
Sie stand am automatischen Erfassungssystem in der Bibliothek und war gerade dabei, B├╝cher auszuleihen. Sie legte die Schm├Âker auf eine Glasplatte, dort wurden sie von einem Scanner erfasst. Ich stand hinter ihr in der Schlange, hielt h├Âflich Abstand. Sie drehte sich zu mir um und lachte mich an. Ich fragte mich, woher sie mich kannte.
Ich sch├Ątzte sie auf irgendwas zwischen 25 und 30, ihr Mund lud zum k├╝ssen ein, ihr Blick hatte etwas L├╝sternes. Sie war die Art von Frau, hinter der ein Mann etwas Luderhaftes vermutet. Ich fragte mich, wie es wohl w├Ąre, mit ihr zu schlafen, wahrscheinlich bekam sie nie genug. Ich schaute weg, hielt ihr nicht stand, als ich wieder hinsah, schob sie die B├╝cher in ihre Stofftasche. Sie drehte sich wieder um und lachte. Sie lachte mich an, als ob wir uns schon ewig kannten. Sie lachte mich an, als w├Ąre es ihre letzte Gelegenheit, einen Mann abzubekommen. Ich fragte mich, ob das die w├Âchentliche Dosis Verwirrspiel war, die ich nun verabreicht bek├Ąme; ich konnte nicht unterscheiden zwischen der nat├╝rlichen Freundlichkeit einer Frau und ihrem Flirt-Verhalten. Zuerst einmal glaubte ich immer an das Freundliche in ihr.
Sie trat einen Schritt zur Seite, ich legte meine B├╝cher auf die Glasplatte, und der Scanner suchte sie nach Barcodes ab. Sie sah mir fest in die Augen, grinste und sagte:
"Funktioniert gut mit dem neuen System."
"Ja", sagte ich. "Geht viel schneller als alles von Hand zu registrieren."
Sie lachte und sagte: "Komisch, dass da immer ein paar Leute Probleme haben. Aber wahrscheinlich kommt es darauf an, wie viel man sonst so mit Computern macht."
"Kann sein, die Leute, die hier Probleme haben, sind die selben, die an den Fingersensoren der U-Bahnt├╝ren auch immer Probleme haben."
Sie prustete los und rief: "Boah, das ist jetzt aber gemein."
"Wieso denn? Ist doch so", murmelte ich.
W├Ąhrend sie sich zu mir umdrehte und mich direkt ansprach, redete ich die ganze Zeit mit dem Bildschirm des Ausleihautomaten. Ich sprach so leise, dass ich mich selbst kaum verstand. Ich war ├╝berfordert und wusste nicht, was ich machen sollte.
"O.k., also dann, sch├Ânen Abend noch."
"Danke", sagte ich zu dem Bildschirm.
Als ich fertig war, packte ich die B├╝cher ein und verlie├č die Bibliothek. Vor der T├╝r suchte ich die Stra├če in beide Richtungen ab. Ich wollte etwas retten, wo es vielleicht gar nichts zu retten gab, aber ich wollte sicher sein, dass es nichts zu retten gab. Ich sah sie gut 100 Meter die Stra├če runter, es war schon ein wenig dunkel, aber ihre blaue Winterjacke erkannte ich sofort. Sie wechselte die Stra├čenseite, ich wechselte mit. An einer Bushaltestelle blieb sie stehen. Ich setzte mich auf die Bank im Warteh├Ąuschen. Unsere Augen trafen sich kurz, ich versuchte, zuf├Ąllig hier zu sein. Sie ging auf den Eingang einer Bank zu und schob eine Karte in den Schlitz an der T├╝r. Wahrscheinlich wollte sie Zeit gewinnen; w├Ąhrend sie noch in der Bank war, stiege ich ein und sie w├Ąre mich los. Ich war mir sicher, dass ich ihr Verhalten in der B├╝cherei falsch deutete, bestimmt war sie nur eine Frau, die ohne Starall├╝ren durch ihr Leben ging, und keine Probleme hatte, mit einem Mann mal ein paar freundlichen Worte zu wechseln. Ich wollte es herausfinden, immer wieder sah ich sie in Gedanken, wie sie mich anlachte, ich wollte wissen warum. Aber ich wusste auch, dass ich nicht f├Ąhig sein w├╝rde, sie anzusprechen. Ich stellte mein Licht unter den Scheffel, so war das eben, in meinem Kopf drehte sich mein Gehirn um die eigene Achse. Ich musste mir etwas einfallen lassen, schnell.

An der Haltestelle waren mittlerweile unz├Ąhlige Menschen eingetroffen, ein Zeichen daf├╝r, dass der Bus gleich k├Ąme, wohin dieser fuhr, wusste ich nicht. Ich holte mein Mobiltelefon aus der Hosentasche und tippte darauf herum. Falls der Bus k├Ąme, bevor sie wieder an der Haltestelle aufkreuzen w├╝rde, ├╝bers├Ąhe ich ihn einfach vor lauter Telefon. Als ich ein paar Sekunden sp├Ąter aufblickte, um die Lage zu erfassen, stand der Bus keine f├╝nf Meter von mir weg, ich sah, wie sie vorne einstieg und mich dabei ├╝ber die Schulter ansah. Ich packte meine Tasche und sprang hinten rein. Als ich drinnen war, sah sie sich nach mir um. Ich lachte nicht mit ihr, gab ihr nicht zu verstehen, dass ich sie kannte. Ich war zuf├Ąllig hier und ich versuchte, das zu signalisieren. Sie packte ein Buch aus und fing an zu lesen, ich beobachtete sie verstohlen, so wie das M├Ąnner oft machten. Sie drehte sich ein paar Mal in meine Richtung, sah mich aber nicht an. Vielleicht wollte sie wissen, ob ich noch da war, vielleicht suchte sie aber auch den Bus ab nach Menschen, die ihr helfen k├Ânnten falls ich ihr etwas tun w├╝rde oder ihr zu nahe k├Ąme. Schlie├člich hatte ich das alles falsch verstanden, sie wollte nur ein paar Worte wechseln vorhin in der B├╝cherei.
Eine Freundin von mir sagte einmal: "Mit euch M├Ąnnern ist es echt nicht einfach. Kaum lacht man euch an, denkt ihr gleich, dass was geht. Da will man mal freundlich sein und ihr rennt zum n├Ąchsten Kondomautomaten. Flirten kann man mit euch praktisch gar nicht."
"Was redest du von Sachen, von denen du keine Ahnung hast", sagte ich. Der Schwanzgesteuerte war mal wieder an allem schuld, und das nervte mich. "Ihr k├Ânnt doch gar nicht ehrlich und aufrichtig mit uns flirten. Flirten hei├čt doch f├╝r euch Frauen nur: Best├Ątigung abholen. Wir sind aber nun mal nicht auf der Welt, um euch zu bespa├čen. Wenn ihr Applaus braucht, dann geht in den Zirkus und stellt euch in die Mitte."
Sie stie├č mir einen Finger auf's Brustbein und zischte: "Und wenn ihr uns ficken wollt, dann klatscht ihr gef├Ąlligst."

Die Frau im Bus klappte ihr Buch zusammen und verstaute es in der Tasche. Mittlerweile waren wir fast am ├Âstlichen Ende der Stadt angekommen. Als der Bus anhielt, stieg sie aus und ging davon. Ich fuhr noch eine Haltestelle weiter und stieg dann auch aus. In der Zwischenzeit war es ganz dunkel geworden. In den Wohnungen brannten Lichter, die Menschen kamen von der Arbeit nach Hause und freuten sich auf ihren Feierabend. Ich nicht, ich irrte in einem fremden Stadtteil herum, meine Wohnung lag am anderen Ende der Stadt.
Ich beschloss, zur Haltestelle zu laufen, an der die Frau ausgestiegen war. Es war eine gro├če Haltestelle von der Busse und Stra├čenbahnen in alle Richtungen fuhren. Als ich dort ankam, sah ich einen Supermarkt. Ich dachte kurz nach und ging dann auf die T├╝r zu. Gerade als ich durch den Windfang gehen wollte, sah ich sie an der Kasse Waren in ihrer Tasche verstauen. Ich verlie├č den Supermarkt r├╝ckw├Ąrts und lief die Stra├če entlang. Ich wollte kein Stalker sein. In welche Richtung ich ging, wusste ich nicht, ich lief einfach und hoffte, dass sie denselben Weg nehmen musste.
Sie musste nicht.

Ich war 34 Jahre alt, und ich f├╝hlte mich wie ein kleines Kind. Was machte ich da eigentlich? Wieso war ich nicht zu Hause in meiner K├╝che und kochte mir etwas Gutes? Warum fuhr ich einer fremden Frau durch die halbe Stadt hinterher, um mich dann vor ihr zu verstecken? Nach einem halben Kilometer machte ich kehrt und ging zur Haltestelle zur├╝ck, ich setzte mich in den n├Ąchsten Bus Richtung Innenstadt und beschloss, die Sache so schnell wie m├Âglich zu vergessen. Auf der Sitzbank vor mir sa├č ein Mann mit seiner kleinen Tochter. Das M├Ądchen plapperte vor sich hin und der Vater ermahnte es, nicht einzuschlafen, da sie gleich aussteigen m├╝ssten. "Nein, nein", sagte das M├Ądchen und sch├╝ttelte heftig den Kopf. "Nein, nein." Ein paar Sekunden sp├Ąter schlief sie. Ich sah weiter vorne im Bus eine Frau sitzen, ihr Gesicht sah irgendwie osteurop├Ąisch aus, die Haare blond, sie lachte mich an.


Wenn ich in den Spiegel schaue bevor ich das Haus verlasse, denke ich manchmal: 'Ja, genau, so willst du aussehen.' Dann f├╝hle ich mich sensationell. An manchen Tagen denke ich genau das Gegenteil. Einer meiner Freunde sagte einmal: "Wenn du dich nicht gut f├╝hlst und unzufrieden bist mit dir, sp├╝ren das die Frauen. Sie finden dich dann auch nicht gut. Wenn du dich aber gut f├╝hlst, dann bist du interessanter f├╝r die Frauen, dann siehst du besser aus." Ich fragte mich, ob dieser Tag ein Tag war, an dem ich mich gut f├╝hlte.


Seit 20 Jahren irre ich durch einen Dschungel voller unterschiedlicher Frauen. Ich soll zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, das Richtige sagen, ich soll witzig sein, geistreich, sensibel und spontan. Ich irre durch diesen Dschungel mit der Hoffnung, irgendwann am Ende anzukommen und von einer Anh├Âhe auf eine Bucht hinunter zu blicken. Eine Bucht, in der eine Frau badet, die f├╝r mich bestimmt ist, eine Frau, f├╝r die ich bestimmt bin. Und auf dem Weg durch den Dschungel, w├Ąhrend ich versuche, meinen Weg zu gehen, w├Ąhrend ich versuche, mich auf die Frauen einzustellen, setzen sich diese wie beim Tanzkurs auf einen Stuhl und warten, dass sie irgendjemand auffordert. Sie tr├Ąumen von ihrem Prinzen zwar, aber es wird sie schon irgendjemand auffordern. Das ist alles. Mehr nicht. Sie setzen sich hin, schlagen die Beine ├╝bereinander und warten. Und wenn dann eine von sich aus aufsteht und mir die Hand reicht, zerdenke ich es, ohne es zu genie├čen.

Ich h├Ątte die Frau an der Bushaltestelle ansprechen k├Ânnen, ehrlich, direkt. Ich h├Ątte ihr sagen k├Ânnen, dass sie mich neugierig mache, dass ich sie wiedersehen wolle, um herauszufinden, wer sie war. Das wurde mir hinterher klar, wie schon so oft. Ich lie├č es sein, weil ich mich nicht traute, wie schon so oft. Vielleicht h├Ątte sie dann wieder gelacht und wir h├Ątten uns gut unterhalten, h├Ątten uns verabredet und w├Ąren uns n├Ąher gekommen. Vielleicht h├Ątte sie aber auch nur irritiert geschaut und mir zu verstehen gegeben, dass ich sie falsch verstanden hatte, weil sie gar nicht an mir interessiert war, weil sie einfach so gelacht hatte, weil sie neu war in der Stadt und weil sie niemanden kannte und so viele Worte noch gesprochen werden mussten, bevor sie nach Hause in ihre Wohnung ging und mit ihrem Freund, einem Gehirnchirurgen aus Hamburg, telefonierte. Vielleicht sa├č sie w├Ąhrend ich im Bus von einer wildfremden Frau angelacht wurde, zu Hause und erz├Ąhlte dem Chirurgen, dass sie von einem Typen verfolgt wurde, zu dem sie nur nett sein wollte, vielleicht kreischte sie ihrer Mitbewohnerin ins Ohr, wie d├Ąmlich ich mich angestellt hatte, wo sie mir doch so eine Vorlage gegeben hatte.
Ich hatte keine Ahnung und in dem Moment war ich mir sicher, dass es fort war. Das Gef├╝hl, das Richtige zu tun, auf dem richtigen Weg zu sein. Ich erkannte, dass ich nichts wusste. Ich hatte keine Ahnung und die Frau auf der R├╝ckfahrt gab mir den Rest. Ich hatte tats├Ąchlich meine w├Âchentliche Ration Verwirrspiel bekommen, der Abend war im Eimer. W├Ąhrend der Bus durch die Stra├čen rumpelte, ├╝berlegte ich mir, welchen meiner Freunde ich anrufen sollte, um meine Geschichte loszuwerden. Ich wollte mich an eine Bar setzen und bei Bier und Zigaretten Frauen auf den Hintern starren und Hetztiraden ablassen.

An diesem Abend beschloss ich, es zu lassen. Die Frauen zu lassen, das Tr├Ąumen von der Richtigen. Das Nachdenken dar├╝ber, was eine Frau dachte, wenn sie mich ansprach. An diesem Abend fand ich mich damit ab, dass ich Single war, und dass ich das noch eine Weile bleiben w├╝rde.
Aber ich hatte etwas gelernt, als mich auf der R├╝ckfahrt die blonde Frau anlachte. Sie sind austauschbar. Die beiden Frauen an diesem Abend waren sehr unterschiedlich. Sie lachten mich an und ich reagierte darauf mit Interesse, anstatt mich darauf zu beschr├Ąnken, ihnen freundlich zu begegnen. In dem Moment, in dem sie mich anlachten, startete in mir ein Achtzylinder. Zu diesem Zeitpunkt war ich seit zweieinhalb Jahren Single, zu lange, um noch objektiv urteilen zu k├Ânnen. Ich war bereits in der Phase, in der man auf alles reagiert was h├╝bsch ist ÔÇô oder zumindest nicht fett und pickelig. Es war ein bisschen wie sch├Ân saufen. Je mehr man trank, desto h├╝bscher wurden sie, je l├Ąnger ich Single war, desto mehr Frauen sah ich, die mich interessierten.
Die zwei an diesem Abend waren einfach verf├╝gbar. Aber was ist eigentlich schlimm daran, verf├╝gbar zu sein? Am Anfang sind wir das doch alle. Ob eine Frau zu mir passt, wei├č ich erst, wenn ich mich auf sie einlasse. Aber dazu muss ich mit ihr reden.
Ich wollte nie eine Frau, die nur verf├╝gbar ist, ich wollte eine, die zu mir passt, zu der ich passe, aber letztendlich werde ich das nur herausfinden, wenn ich mich einlasse, auf alles und jede - so lange sie mir gef├Ąllt. Dann schlafen wir regelm├Ą├čig miteinander, kommen uns n├Ąher, trennen uns vielleicht wieder und z├Ąhlen irgendwann die Kerben in unseren Colts.

Wenn uns jemand anspricht, wissen wir nie, warum er oder sie es tun. Wir sollten immer versuchen, das herauszufinden - weil sie es vielleicht wert sind.

┬ę John Gimignano

__________________
Stay tuned! John

Version vom 13. 01. 2007 02:02
Version vom 15. 11. 2007 12:19
Version vom 07. 05. 2008 12:12
Version vom 07. 05. 2008 12:33

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bluefin
Guest
Registriert: Not Yet

was bei diesem text nervt, lieber @john, ist nicht so sehr die langweilige herumfahrerei des sozialneidischen prots eo ipso, sondern deren ebeso fade darstellung: nur aufz├Ąhlungen. und erst noch das frauenbild, das man uns allgemeinverbindlich zu vermitteln bem├╝ht ist - ich kann mir beim besten willen keine mehr oder weniger gut proportionierten girlies vorstellen, die immer noch fr├Âhlich lachen, wenn sie von einem lurch wie dem beschriebenen durch die halbe stadt verfolgt werden. wie die normalerweise reagieren, kann man z. b. Hier klicken.

ganz offenbar huldigt der prot einem frauenbild, wie es vor ein paar hundert jahren noch g├Ąngig war, und ├╝bersieht, dass es l├Ąngst itgirls und alfam├Ądchen die menge gibt, die von einem jungen viel mehr verlangen als nur, dass er hinter ihnen her ist. mit dem spiegelbild allein und ein paar spr├╝chen kommt man nicht weit, und schon gar nicht in die "bucht", von der man tr├Ąumt.

an sich schon plattes noch d├╝nner auszuwalzen kann durchaus sinnvoll sein, lieber @john. aber dazu br├Ąuchte es witz und einen schuss (selbst)ironie. sonst bleibt, wie hier, nur das bild eines ebenso einf├Ąltigen wie verklemmten, in die jahre gekommen katers (34!) ├╝brig, der rollig durch die gro├čstadt schleicht und alle katzen f├╝r d├╝mmer h├Ąlt, nicht erkennend, dass er's ist, der die fehler macht. sowas nimmt man einem heranwachsenden noch ab, aber keinem ber├╝hmten(!) bauzeichner, der paul hei├čt.

im prinzip immer noch "oktoberfest", @john, nur l├Ąnger. statt, wie gesagt, aus d├╝nn gewalztem blech etwas besonderes zu formen, wird nur langanhaltend geklappert damit. das ist zu wenig, vor allem dann, wenn's gleich noch weltanschaulich daherkommen will. nimm's mir nicht ├╝bel, wenn ich sage: der ganze text ist durchweht von pubert├Ąrer begriffsstutzigkeit.

tipp: sich besser in die rolle des weiblichen "opfers" hineindenken, vor dem n├Ąchsten schreibgang, und ├╝berlegen, was - neben dem ordin├Ąren geschlechtstrieb - wirklich der ausl├Âser daf├╝r sein k├Ânnte, dass "significant others" gesucht werden.

liebe gr├╝├če aus m├╝nchen

bluefin

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