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Leselupe.de > Horror und Psycho
Viron
Eingestellt am 18. 07. 2002 21:36


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bluesnote
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„Can not found error“, Viron, der alte Datenvampir schlug wieder zu, zog sich Dateien in Massen rein, verj├╝ngte sein Aussehen mit jedem Update, das er fand.
Das wirklich b├Âsartige daran war, dieses Mal wollte er mich. Er suchte einen Weg zu mir, schl├╝pfte durch jedes Kabel, floss ├╝ber jede Datenautobahn, versuchte, alle Modem zu erreichen. Jeden Drucker, s├Ąmtliche Ausgabeger├Ąte sah er als M├Âglichkeit, endlich in die reale Welt zu schl├╝pfen, um mich zu kriegen.
Um Himmels Willen, was sollte ich tun, ein seit Ewigkeiten s├╝chtiger Netizen, den jetzt nicht nur Gefahr im Cyberspace drohte, der ab heute auch vor der realen Welt Angst haben musste. Hatte ich alle Cookies gel├Âscht, mich wirklich ├╝berall ausgeloggt? Ich besuchte bereits Millionen elektronischer Seiten, viele davon begr├╝├čten mich inzwischen mit meinem Namen.

Wie soll ich da vor ihm sicher sein, pl├Âtzlich springt der Drucker an – oh Gott, nein! Das reine Wei├č der PC-Peripherie st├Â├čt mich ab, was mag aus dem dunklen Schacht heraus kommen? – Ach nein, ich bin ein Dummkopf-, Linda, meine heimliche G├Âttin sendet eine Nachricht, wir sind vernetzt. Die virtuelle Welt ist verdammt l├Âchrig, was ist, wenn er von Linda und mir wei├č? Wenn er einen g├╝nstigen Moment abwartet, mitten hinein zu schl├╝pfen in den Datentransfer zwischen uns beiden.

Ich bin ein Guru auf dem Gebiet der Datenvampirerei, diese Monster tauchen im Net immer h├Ąufiger auf, viele Leute halten mich f├╝r hysterisch. Sie alle waren ja auch nicht dabei, als ich heute morgen mein Portal ├Âffnete und die ├╝bliche Seite mit den News ansprang. Alles geriet bestens, keine St├Ârungen, bis pl├Âtzlich ein erster langer Rei├čzahn auftauchte.
Mann, das war ein Hammer. Pl├Âtzlich erschien ein ganzes Gesicht, spitz zulaufend, widerlich! Mit gro├čen, kugelrunden und weit ge├Âffneten Augen beobachtete ich weiter, wie dieser Golem zusammengesetzt aus dem Datenm├╝ll dieser Welt seine lange Zunge herausstreckte; langsam fuhr sie hoch ├╝ber sein Gesicht zu meiner Symbolleiste hinauf. L├╝stern umspielte die Zungenspitze dieses Instrument voller Links und Adressen, dr├╝ckte aufreizend langsam den Knopf, welche die Schublade „Favoriten“ ├Âffnete. Der Schalk sa├č in seinen Augen, er blitzte mich an –oh nein, er wei├č alles ├╝ber mich-, zielstrebig tippte die geile Spitze seiner Zunge auf die Adresse „Sex der Pr├Ąriehunde“. Gen├╝sslich balancierte er seinen Diebstahl quer ├╝ber den Bildschirm, um sie dann endg├╝ltig in seinem Maul verschwinden zu lassen. Er unterlie├č es dabei nicht, mir zu zuzwinkern, dann verschwand er. Da, wo vorher sein Maul, entstand jetzt ein Schriftzug: „Get you“ stand dort zu lesen. Ich verstand.

Ausgerechnet meine Lieblingsadresse (von der Linda niemals etwas erfahren durfte), hatte dieser Lump gefressen.
Das waren die Fakten. Ich sa├č mit einem Glas warmer Milch in der K├╝che und dachte ├╝ber Viron nach. Diesmal wollte er es also nicht bei einem Flame War belassen. Er wollte den offenen Krieg in der Meat Space. Ich kam darauf, weil so direkt hatte er sich mir nie gezeigt. In vorigen Treffen ├Ąu├čerte er seine N├Ąhe darin, das er mal hier in einem Programm ein paar Daten fra├č, mal dort im Betriebssystem bastelte und es zu seinem Willen umfunktionierte. Kleinigkeiten, ├╝ber die jeder Wirehead eine Freude versp├╝rte; hatte er doch wieder einen Grund an seiner Kiste herum zu basteln. ├ärgerlich f├╝r andere; ja, aber etwas, womit jeder PC-Eigner auf dieser Welt leben musste.

Man kann wohl sagen: es lag eine Naivit├Ąt des Seins darin, als ich das erste Mal ein Portal zur Startseite machte, ein Sprungbrett schuf ins World Wide Web. Ich klinkte hier einen Link an, sprang dort zu einer Adresse, sah mir alles an. Ich lernte, den Haien aus dem Weg zu gehen, handelte an B├Ârsen zum besten Preis, hielt gro├če Reden in allen Chats. Ich holte mir Infektionen und Viren, kurierte mein System und schuf mir einen Schutzwall. Doch eines Tages zog ich aus, das F├╝rchten zu lernen, fragte irgendeinen Crawler - wohnt auch das B├Âse in dir?
Als Antwort schlugen mir Suchmaschinen die Spiele vor. Ich lie├č mich als Gladiator eintragen. Siegreich schlug mein karikiertes Ich so manche Schlacht und steckte Niederlagen ein. Zuletzt trat ich aus der Riege der K├Ąmpfer und legte mich als ehrloser Camper auf die Lauer, scho├č auf alle, die ich vorher kennen und sch├Ątzen lernte.
Sie fragen, warum ich das tat? Nun, ich werde ihnen sagen, warum! Weil es so einfach ist. Darum!
Doch mit meinem Verhalten erregte ich jemandes Aufmerksamkeit. Viron nahm sich meiner an. Er lehrte mich, zu hacken, zu cracken, eine Menge b├Âser Sp├Ą├če zu machen mit den Bewohnern des Internets. Allein, er lehrte mich zuviel, eines Tages lockte ich ihn in die Zone eines Anti-Viren Programmes, er wurde in St├╝cke zerrissen und von dort ins Aus verfrachtet. Ich rief ihm nach – du hast in mir deinen eigenen Wizard geschaffen -, er schrie zur├╝ck – das habe ich so gewollt. Er hatte mich ├╝ber seines gleichen aufgekl├Ąrt, ich w├Ąhnte mich einer von ihnen zu sein, und alles ├╝ber Datenvampire zu wissen. Ich sa├č vor dem Monitor und f├╝hlte mich auf der sicheren Seite.
Tr├╝gerisch?

Das leere Glas stellte ich auf die Sp├╝le, wollte Linda besuchen, die ich l├Ąnger nicht gesehen, da setzte ich mich zur├╝ck auf meinem Platz.
Wie gl├╝hender Stahl, der in meinen Nacken dringt, kam mir der furchtbare Gedanke, was w├╝rde sie davon halten, wenn er mein Geheimnis zu ihr tr├Ągt, und weiter; was w├╝rde dann geschehen? K├Ânnte er ihr dar├╝ber hinaus etwas antun? Es wurde Zeit, das ich zu ihr kam; Erkl├Ąrungen waren f├Ąllig, so oder so.

Drau├čen ging es zugig zu.
Diese Welt erschien mir seltsam, die Menschen, die sich tats├Ąchlich an mich erinnerten, mich begr├╝├čten, um ein paar Worte zu wechseln, konnte ich nicht wie gewohnt per Knopfdruck ausschalten. Die Dreidimensionalit├Ąt, die hier vorherrschte, ├╝berforderte mich, in rascher Abfolge ver├Ąnderten die K├Ârper ihre Entfernungen und brachten meine Augen zum tr├Ąnen. Hier gab es nat├╝rlich auch Farben, aber nicht in 256 Bit-Aufl├Âsung und h├Âher, das gewohnte grelle und schreiende Farbenbild fehlte hier; ich f├╝hlte mich nicht heimisch. Ich dachte einen Augenblick daran, was das Internet f├╝r Viron darstellte: seine Heimat! Und so verschlungen wie die Datenleitungen eines jeden Netzwerkes auch sein mochten. Elektronen finden ihren Weg. Meine Vermutung ging dahin, er habe heimlich eine versteckte Leitung in meiner DF├ť – Datei installiert, w├Ąhrend ich verzweifelt versuchte, POP – UP Fenster zu schlie├čen. Wahrscheinlich ein getarnter Schalter, den ich dabei anklickte. Nat├╝rlich w├╝rde ich weiter suchen; ich war nicht ganz so dumm, wie er dachte, vorerst w├╝rde ich ihn in Sicherheit wiegen. Ich wollte Linda informieren, dann einen Guru aufsuchen, von dem ich meinte, das er mir weiterhelfen k├Ânnte.

Den Finger auf den Klingelknopf, wenn es jemanden gab, dem ich gerne leibhaftig gegen├╝berstand, dann war es Linda. Mir war klar, das ich mich zwischen einer heftigen Umarmung und einer deftigen Ohrfeige bewegte, sofern sie bereits von meiner Vorliebe f├╝r das Liebesleben der Pr├Ąriehunde wusste. Barf├╝ssiges Getrippel auf Holzdielen, die T├╝r flog auf, Linda sprang mir lachend in die Arme.
Wir taten, was wir taten, schlossen diskret alle T├╝ren. Der Besuch war kurz, bei einer letzten Zigarette versuchte ich ihr klar zu machen, das sie in n├Ąchster Zeit ihre Flatline nicht all zu sehr beanspruchen sollte. Sie antwortete mir, das ihre Zugangssoftware gerade neu installiert sei, und daher so was f├╝r einen Net-Junkie unm├Âglich ist. >Viron wird mich schon nicht ins Internet versklaven <, antwortete sie.

Ich war um sie besorgt, mit schwachen Knien schloss ich die Haust├╝r. Um den Eckpfosten des Treppengel├Ąnders sah ich etwas kleines, wei├čes aus meinem Blickfeld wuseln. Es zog eine d├╝nne Schnur hinter sich her. Eine gemeine Vermutung ├╝berkam mich. Ich raste den Treppenflur hinunter, dem kleinen flinken Ding hinterher. Mit Wucht warf ich meinen K├Ârper gegen die schwere Au├čent├╝r, trat nach drau├čen und schaute hektisch nach links und rechts. Sie legte mich rein, zu langsam schloss ich die T├╝r; Zeit genug f├╝r meine verr├Ąterische Maus ins Freie zu fliehen. Ich schrie: > Bleib, du Luder!< Ich rannte wie besessen hinter ihr her, Viron hatte sie geschickt, mich aus zu spionieren. Dieses verr├Ąterische Aas eilte mit ihrem Scrollrad und halsbrecherischer Geschwindigkeit auf ein Kaufhaus zu. Was sie dort wollte, konnte ich mir gut vorstellen – eine Verbindung herstellen mit einem der Vorf├╝hrrechner. Schon erreichte sie die Eingangspforte, eine Dreht├╝r.
Sie drehte, ich drehte, ich ein halbes Mal hinein, sie ein ganzes Mal wieder hinaus. Ich wollte ihr nach – also hinaus, sie flitzte abermals in ein Viertel der T├╝r hinein ins Kaufhaus, ich stand wieder drau├čen. Ich schlug gegen das Glas, als sie zwischen den F├╝ssen der Kunden verschwand folgte ich ihr w├╝tend ins Innere; zwei stabilen Herren in die Arme. Ich stand wieder drau├čen, sie hatte gewonnen. Das Mistst├╝ck sollte mir unter die Augen kommen.

Vorerst gab ich mich geschlagen, doch das nagte im Moment wenig an mir. Und es war mir jetzt nicht so wichtig.
Ich h├Ątte einen anderen Weg ins Kaufhaus suchen k├Ânnen, wollte aber nicht f├╝r noch mehr Aufsehen sorgen. Au├čerdem ging ich davon aus, das meine PC-Maus bereits Aufkl├Ąrung ├╝ber mein Tun in der Meat-Space gegeben hatte. Eine Niederlage konnte ich hinnehmen, Linda wollte ich sch├╝tzen; wenn ihr was passierte, w├╝rde ich mir das nicht verzeihen.
Wieder dr├╝ckte mein Finger einen Klingelknopf, ein Objektiv visierte mich an, durch das Gitter einer Sprechanlage knurrte eine Stimme: > Jetzt nicht! <
Hartmut Hogward hockte mit Sicherheit vor seinen Monitoren und war nicht dazu aufgelegt, Besuch zu empfangen. > Diggit, es ist wichtig.< Der T├╝r├Âffner schnarrte, ich trat ein. In seiner verkabelten Wohnung konnte nicht ein Bild an der Wand Platz finden, Kabelkan├Ąle schl├Ąngelten am Rauhputz entlang. Man brauchte den Kabeln nur zu folgen, an deren Ende fand man Ihn.
Er war unser Mann, wenn es ├ärger mit Internetph├Ąnomenen gab; Diggit war sein geheimer Spitzname f├╝r gute Bekannte und stammte von Digital ab. Er bearbeitete Tastaturen in einem abgedunkelten Raum, eine Wand beanspruchten Monitore gestapelt bis hoch zur Decke. > Was gibt’s? < Sein Blick wanderte nicht fort von den Bildschirmen. > Viron ist wieder aufgetaucht, du musst mir helfen! Ein Mensch aus Fleisch und Blut, mit der Hilfe eines Rechners ins Internet geladen. Geht das? <
> Woher wei├čt du, was ich vorhabe? <
> Es ist mein Ziel, Viron zu besiegen. Wie ein Golem erschaffen aus Schlamm und Wasser, so ist er geboren aus s├Ąmtlich abgelegten Dateien der modernen Menschheit! < Im Grunde konnte ich mich nicht beklagen, das war doch die Action, die ich immer wollte. Den Kampf der gezeichneten Gladiatoren.
Ich ging wieder hinaus in die reale Welt. Sie kam mir roh und kalt vor, an keinem der Menschen kam ich heran, die um mich herum ihren Zielen nachliefen; als w├╝rde mich ein durchsichtiger Wall umgeben. Ich war in einer Parallelwelt gefangen. Ganz anders die Welt der Elektronen, dort kam ich aus mir heraus, zwiesp├Ąltig der Gedanke; aber ich hatte einen hervorragenden Lehrer und Mentor: Viron!

Zur├╝ck in meiner Wohnung, Linda sollte wie versprochen eine Nachricht erhalten, das ich sicher heimgekommen war. Ich klappte den K├╝hlschrank auf, nahm mir eine Dose Roaring Dollar heraus, trank einen Schluck, als mein Drucker im Wohnzimmer zu rattern begann.
Das Ger├Ąt tat diesmal seinen Dienst ungewohnt langsam, ungeduldig fasste ich das Blatt an seinem Rand, als wolle ich es ihm mit Macht entrei├čen; in diesem Moment begann er allerdings zu rasen. Statt das Papier weiter aus seinem Schacht zu schieben, fra├č er es auf, hangelte sich blitzschnell heran an meine Hand. Noch bevor ich reagieren konnte, erfassten seine Walzen meine Finger, bogen sie ganz entgegen ihrer Natur. Ich schrie und war im gleichen Augenblick froh, das die ├ära der Nadeldrucker Vergangenheit war. Mit der freien Hand stemmte ich mich gegen das Geh├Ąuse, bem├╝ht, ein wichtiges K├Ârperteil seinem gierigen Schlund zu entziehen, doch er hatte Helfer. Pl├Âtzlich umschlang das Kabel der Tastatur meinen Hals, zog sich zusammen und nahm mir den Atem. – Das Keyboard also auch - , nun musste meine stemmende Hand herhalten, um die Schlinge zu l├Âsen, das gab den Drucker Gelegenheit, meine Finger weiter zu traktieren. Ich schaffte es, das Kabel zu lockern, ein Geruch von verschmorten Plastik stieg in meine Nase; Qualm stieg zwischen den Tasten des Boards auf. Die Tastatur erhob sich mit der Kraft von Myriaden von Elektronen und schlug mir auf den Kopf. In meiner Verzweiflung lie├č ich ab und ergriff die neu installierte Maus, in der Systemsteuerung klickte ich auf „Drucker anhalten“. Hatte im Moment noch der verfluchte Drucker meine Finger in der Mangel wie ein altgedienter Catcher einen freiwilligen Narr im Ring, w├Ąhrend die qualmende Tastatur auf meinen Sch├Ądel einschlug, so war in der n├Ąchsten Sekunde Ruhe. Als letzten gemeinen Gru├č bekam ich einen Schwall Druckerschw├Ąrze ins Gesicht gespritzt. Bevor Viron weitere Ma├čnahmen ergreifen konnte, zog ich den Hauptstecker, dann befreite ich mich von allen Ger├Ąten.

Ich schob die schmerzenden Finger in den Mund, nach dieser letzten Eskapade zog ich Bilanz, ich konnte nicht viel auf meiner Haben Seite verbuchen. Eigentlich sollte es mir doch leichter fallen, etwas gegen diesen Unhold zu unternehmen. Einen kurzen Blick schenkte ich noch der Bescherung, dann marschierte ich ins Bad; Wasser rauschte, ich hielt die Finger unter den Hahn. Ich verdiente etwas Geld mit Check Out’s von PC-Spielen, „Taste the Devil“ pflegte ich zu sagen, wenn es darum ging, neue Software durch zu spielen und deren verschiedene Teufel zu besiegen.
Meine verwundete Hand hielt zaghaft eine Scheibe Morning Dew mit Marmelade, auf dem K├╝chentisch stand ein ordentlicher Pott Kaffee vor mir.
Das Telefon klingelte. Ein Blick auf das Display – Diggits Nummer, ahh – er w├Ąhlte den klassischen Weg. > Hallo Randolf, wieso ist dein Computer „Out of Space“ ? <
> Hmm, Dateivampire am Werk, hast du was neues? <
> Komm her und sieh es dir an! <

Himmel, was f├╝r eine andere Welt in Diggits Keller.
Ein spinnenbeiniger Megacrawler, ganz in Aluminium ausgekleidet trug auf seinen ausgefahrenen Kiefern ein Tablett mit diversen Getr├Ąnken hinter uns her, derer wir schon einigerma├čen zugesprochen hatten, w├Ąhrend wir durch die Flure seiner heiligen Hallen schritten. In kurzen S├Ątzen hatte ich ihm bereits mein letztes Missgeschick beschrieben. Er trank einen Schluck Dozzy Melly’s, nahm dann die Limonenscheibe vom Glasrand und warf sie geschickt dem Crawler zwischen die Kiefer direkt ins Maul. Das Unget├╝m kaute mit kurzen Schmatzern, dann schob es das Tablett mit den geleerten Gl├Ąsern darauf kurzerhand mit den kr├Ąftigen Kiefern hinterher. > Willst du Doktor Rob mitnehmen, er k├Ânnte dir bei deiner Sache behilflich sein. < Mit stieren Augen sah er auf seine Kreatur – ganz klar, er hatte da etwas geraucht. > Du hast also eine M├Âglichkeit gefunden? < Hatte er; doch bevor wir dazu kamen, seine neueste Errungenschaft zu bestaunen, heulten Sirenen auf.
Grelle Leuchtpfeile wiesen uns den Pfad zum Mittelpunkt des Ausl├Âsers allen ├ťbels, ich wusste, wer es nur sein konnte.

Licht kann vieles verzerren, mal grell, mal d├╝ster. Und Dunkelheit? Dunkelheit kann manchmal auch Geborgenheit bieten, und ich w├╝nschte, die Monitore mit der miesen Szene, die sich uns bot, w├Ąren dunkel geblieben.
Ich h├Ątte es besser wissen m├╝ssen, Viron hatte schon l├Ąngs reagiert, nach dem Bericht meiner ├╝ber gelaufenen Maus f├╝hrte er seinen gemeinen Plan aus.
Das Bild erstreckte sich ├╝ber die gesamte Monitorwand, er hatte Linda gefangen genommen und ich sch├Ątzte, er w├╝rde es ├╝berheblich verraten, wie er das vollbracht hatte. Er sa├č auf einem h├Âlzernen Thron, die Arme ausgebreitet auf ausladenden Lehnen, dessen geschwungene Ausl├Ąufer in Pferdek├Âpfe endeten. Schleimende W├╝rmer krochen ├╝berall um ihn herum: auf dem Boden, an den W├Ąnden, hingen ├╝ber ihm an der Decke. Mein M├Ądchen stand sichtlich ersch├Âpft links neben ihm, gefesselt an einem Winsocket.

> Sieh meine Rache! <
Viron setzte sich in Pose, dieser verknitterte, faltige Bitsauger und Dokumentenhecht hatte sicherlich wieder eine Menge Mist abzulassen. Und er spannte uns nicht lange auf die Folter. > Ich werde deine Freundin zu meinem Vergn├╝gen opfern, oh ja, Dirty Randolf; und ich habe nichts dagegen einzuwenden, wenn du deinen Freund dazu einl├Ądst. < Er stieg hinab von seinen Thron, gl├Ąttete seine Falten. Sein Outfit bestand jetzt aus einem schwarzen Smoking, einen hohen Zylinder trug er auf dem Kopf. Mit einer theatralischen Handbewegung wies er auf Linda, W├╝rmer traten vermehrt aus Augen und N├╝stern der Pferdek├Âpfe. > Meine Dame, meine Herren < , er nickte uns beiden innerhalb des Monitors zu, > es ist mir eine Freude, eine Vorstellung der ganz besonderen Art zu bieten. Fr├Ąulein Linda, die zweite Muse meines ehemaligen Z├Âglings wird sich heute meinen gehorsamen W├╝rmern zum Fra├č vorwerfen! <
> Wir machen dir ein Angebot! < Diggit sprach den Satz. Ich selbst war nicht f├Ąhig, zu verhandeln. Kalter Schwei├č lag auf meiner Haut, meine Lippen begannen zu zittern.
> Was hast du zu bieten? <
> Ich habe nicht umsonst die Schriften von Lovespace und Poeke studiert, damit ich heute das kann, was ich kann! Wenn du sie nur freigibst, hol ich dich in die reale Welt. < Viron zeigte auf Linda, > sie kam ihrem Bildschirm zu nah, mit meiner Macht ├╝ber alle Elektronen und Magnetfelder zog ich sie in meine Welt. Meinst du nicht auch, das ich umgekehrt hinaus treten k├Ânnte. <
> Nicht in Fleisch und Blut. In deiner Form hast du hier drau├čen keine Chance! <

Wir lie├čen einen staunenden Datenvampir zur├╝ck und drangen diesmal noch tiefer ein in diesen seltsamen Keller. Die langen Flure besa├čen runde Deckengew├Âlbe, Str├Ąnge an Kabeln, dicht an dicht, von verschiedener Farbe und Umfang. Man konnte meinen, aneinander gelegt, umspannten sie leicht die Erde. Die W├Ąnde zierten Bilder mit den schrillsten Farben von Website-Hintergr├╝nden. R├Ąume gingen links und rechts ab, in den aufgestellten Regalen lagerte Computerschrott, Diggits Ersatzteillager. Hier und da setzten sich kleine mechanische W├Ąchter in Bewegung, vom Aussehen her wie in Stahl und Chrom nachgebildete Tiere mit einem Objektiv auf der Stirn. W├Ąhrend einer dieser st├Ąhlernen Aufpasser um unsere Beine wieselte, betrachteten wir einen Raum, der haupts├Ąchlich aus Licht verschiedener Farben bestand; der Rest war eine einzige Apparatur. Wir bewegten uns in die Mitte, Diggit startete einen Rechner, lauter werdendes Summen begleitete eine elektrische Aufladung.
> Ich sende Viron jetzt eine Adresse, eine URL wird erstellt und eine IP vergeben, somit hat er den Code f├╝r das erste Rendezvous au├čerhalb seines Planeten. < Ich nickte bescheiden und sagte, > denk dran, er soll erst Linda freigeben! <
Das Summen schwoll an zu einem stetigen Heulen, Laserkanonen schossen Lichtblitze aufeinander ab. Es wurde verdammt hei├č in den Raum, zwischen den Kanonen entstand ein nebliges Rechteck, mit Blicken nicht zu durchdringen. > Die k├╝nstlich erzeugte Urmaterie wird Fleisch um die austretenden Pixel bilden. < Wieder nickte ich.

> Wagt es nicht, mich zu t├Ąuschen! < Viron war begierig darauf, endlich den ersten Schritt in unsere Welt zu tun. Linda erschien als erste aus dem Nebel, sobald sie den zweiten Fuss auf festen Boden setzte, schrie sie etwas mir unverst├Ąndliches, aber Diggit verstand.
Hastig wendete er sich zum PC, ├Âffnete im dargestellten Browser die Option „Verlauf leeren“ und bet├Ątigte den Button. Im Augenwinkel sah ich Virons Arm mit der Klaue, die Linda hielt, wieder im Nebel verschwinden; sie hatte den richtigen Tip gegeben. Diggit schaute mich an: >Du wolltest doch deine Freundin retten und Viron besiegen! Also, deine Show, Cowboy! <
Ich ├Âffnete mit einem Mausklick den Papierkorb und best├Ątigte den richtigen Befehl: „Datei unwiederbringlich gel├Âscht“ erschien auf dem Bildschirm. Mir war, als h├Ârte ich einen d├╝nnen Schrei im Nichts, so als w├╝rde jemand in die unendlichen Weiten des Universums fallen.

„Patsch“, ich rieb meine schmerzende Wange. > Hast du mir nicht etwas zu sagen! <
> ├ähh, n├Â! < „Patsch“, die andere Wange schmerzte mir. > Reiche ich dir nicht. Musst du mit deinen sexuellen Phantasien auch noch die Pr├Ąriehunde bel├Ąstigen? < Ich schaute sie an, so war halt meine Linda.
> Ich bin einfach nur froh, das ich dich wieder habe. In Fleisch und Blut. <
> Das ist alles, was du dazu zu sagen hast? <
> Das ist alles! <
> Und das reicht dir? <
> Das reicht. Das reicht voll und ganz! <

Ende

Auf ein Wort. Was wichtig w├Ąre.
Schon wieder habe ich das letzte Wort. Wenn ich das Wort Ende unter einer meiner Geschichten setze, muss ich immer noch eine Runde auf dem Papier auslaufen, wie ein Pferd nach schnellem Galopp.
Was bleibt nun noch zu tun? Eigentlich nichts.
So erhebe ich denn in Demut mein Glas CDTS ( Cat dance the Sundown ) und m├Âchte mich bedanken.
Bei den Lesern, die etwas Zeit er├╝brigen f├╝r meine Geschichten, bei den Autoren, neben deren Storys ich meine Texte ausstellen darf und bei den Machern der Leselupe, die daf├╝r sorgen, das der Laden l├Ąuft.
Ride on your Pencil, Cowgirls and Cowboys.

Westen, im Juli 2002









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Michael Schmidt
Manchmal gelesener Autor
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Klasse Geschichte, ich bin beeindruckt.

Obwohl, der Schlu├č ist steigerungsf├Ąhig, tut der Geschichte aber keinen Einbruch.
Ich habe auf jeden Fall herzhaft gelacht. Weiter so.

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GabiSils
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 1
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Hallo bluesnote,

herrlich aberwitzig! Ich bin noch ganz erschlagen und habe daher keine Logikpr├╝fung vorgenommen <g>, sondern nur Rechtschreibung und Grammatik korrigiert.


...willkommen an Bord, CaptÔÇÖn!
Leonard N imoy begr├╝├čt
William Shatner an Bord
der Enterprise.

ÔÇ×Can not find errorÔÇť, Viron, der alte Datenvampir schlug wieder zu, zog sich Dateien in Massen rein, verj├╝ngte sein Aussehen mit jedem Update, das er fand.
Das wirklich B├Âsartige daran war, dieses Mal wollte er mich. Er suchte einen Weg zu mir, schl├╝pfte durch jedes Kabel, floss ├╝ber jede Datenautobahn, versuchte, alle Modemszu erreichen. Jeden Drucker, s├Ąmtliche Ausgabeger├Ąte sah er als M├Âglichkeit, endlich in die reale Welt zu schl├╝pfen, um mich zu kriegen.
Um Himmels Willen, was sollte ich tun, ein seit Ewigkeiten s├╝chtiger Netizen, dem jetzt nicht nur Gefahr im Cyberspace drohte, der ab heute auch vor der realen Welt Angst haben musste. Hatte ich alle Cookies gel├Âscht, mich wirklich ├╝berall ausgeloggt? Ich besuchte bereits Millionen elektronischer Seiten, viele davon begr├╝├čten mich inzwischen mit meinem Namen.

Wie soll ich da vor ihm sicher sein, pl├Âtzlich springt der Drucker an ÔÇô oh Gott, nein! Das reine Wei├č der PC-Peripherie st├Â├čt mich ab, was mag aus dem dunklen Schacht heraus kommen? ÔÇô Ach nein, ich bin ein Dummkopf-, Linda, meine heimliche G├Âttin sendet eine Nachricht, wir sind vernetzt. Die virtuelle Welt ist verdammt l├Âchrig, was ist, wenn er von Linda und mir wei├č? Wenn er einen g├╝nstigen Moment abwartet, mitten hinein zu schl├╝pfen in den Datentransfer zwischen uns beiden.

Ich bin ein Guru auf dem Gebiet der Datenvampirerei, diese Monster tauchen im Net immer h├Ąufiger auf, viele Leute halten mich f├╝r hysterisch. Sie alle waren ja auch nicht dabei, als ich heute morgen mein Portal ├Âffnete und die ├╝bliche Seite mit den News ansprang. Alles geriet lieber: gelang bestens, keine St├Ârungen, bis pl├Âtzlich ein erster langer Rei├čzahn auftauchte.
Mann, das war ein Hammer. Pl├Âtzlich erschien ein ganzes Gesicht, spitz zulaufend, widerlich! Mit gro├čen, kugelrunden und weit ge├Âffneten Augen beobachtete ich weiter, wie dieser Golem zusammengesetzt aus dem Datenm├╝ll dieser Welt seine lange Zunge herausstreckte; langsam fuhr sie hoch ├╝ber sein Gesicht zu meiner Symbolleiste hinauf. L├╝stern umspielte die Zungenspitze dieses Instrument voller Links und Adressen, dr├╝ckte aufreizend langsam den Knopf, welche die Schublade ÔÇ×FavoritenÔÇť ├Âffnete. Der Schalk sa├č in seinen Augen, er blitzte mich an ÔÇôoh nein, er wei├č alles ├╝ber mich-, zielstrebig tippte die geile Spitze seiner Zunge auf die Adresse ÔÇ×Sex der Pr├ĄriehundeÔÇť. Gen├╝sslich balancierte er seinen Diebstahl quer ├╝ber den Bildschirm, um sie dann endg├╝ltig in seinem Maul verschwinden zu lassen. Er unterlie├č es dabei nicht, mir zu zuzwinkern, dann verschwand er. Da, wo vorher sein Maul war, entstand jetzt ein Schriftzug: ÔÇ×Get youÔÇť stand dort zu lesen. Ich verstand.

Ausgerechnet meine Lieblingsadresse (von der Linda niemals etwas erfahren durfte), hatte dieser Lump gefressen.
Das waren die Fakten. Ich sa├č mit einem Glas warmer Milch in der K├╝che und dachte ├╝ber Viron nach. Diesmal wollte er es also nicht bei einem Flame War belassen. Er wollte den offenen Krieg in der Meat Space. Ich kam darauf, weil so direkt hatte er sich mir nie gezeigt weil er sich mir noch nie so direkt gezeigt hatte. In vorigen Treffen hatte er seine N├Ąhe darin dadurch ge├Ąu├čert, das s er mal hier in einem Programm ein paar Daten fra├č, mal dort im Betriebssystem bastelte und es zu nach seinem Willen umfunktionierte. Kleinigkeiten, ├╝ber die jeder Wirehead eine Freude versp├╝rte; hatte er doch wieder einen Grund , an seiner Kiste herum zu basteln. ├ärgerlich f├╝r andere; ja, aber etwas, womit jeder PC-Eigner auf dieser Welt leben musste.

Man kann wohl sagen: es lag eine Naivit├Ąt des Seins darin, als ich das erste Mal ein Portal zur Startseite machte, ein Sprungbrett schuf ins World Wide Web. Ich klinkte hier einen Link an, sprang dort zu einer Adresse, sah mir alles an. Ich lernte, den Haien aus dem Weg zu gehen, handelte an B├Ârsen zum besten Preis, hielt gro├če Reden in allen Chats. Ich holte mir Infektionen und Viren, kurierte mein System und schuf mir einen Schutzwall. Doch eines Tages zog ich aus, das F├╝rchten zu lernen, fragte irgendeinen Crawler - wohnt auch das B├Âse in dir?
Als Antwort schlugen mir Suchmaschinen die Spiele vor. Ich lie├č mich als Gladiator eintragen. Siegreich schlug mein karikiertes Ich so manche Schlacht und steckte Niederlagen ein. Zuletzt trat ich aus der Riege der K├Ąmpfer aus und legte mich als ehrloser Camper auf die Lauer, scho├č auf alle, die ich vorher kennen und sch├Ątzen lernte. gelernt hatte.

Sie fragen, warum ich das tat? Nun, ich werde ihnen sagen, warum! Weil es so einfach ist. Darum!
Doch mit meinem Verhalten erregte ich jemandes Aufmerksamkeit. Viron nahm sich meiner an. Er lehrte mich, zu hacken, zu cracken, eine Menge b├Âser Sp├Ą├če zu machen mit den Bewohnern des Internets. Allein, er lehrte mich zuviel, eines Tages lockte ich ihn in die Zone eines Anti-Viren Programmes, er wurde in St├╝cke zerrissen und von dort ins Aus verfrachtet. Ich rief ihm nach ÔÇô du hast in mir deinen eigenen Wizard geschaffen -, er schrie zur├╝ck ÔÇô das habe ich so gewollt. Er hatte mich ├╝ber seinesgleichen aufgekl├Ąrt, ich w├Ąhnte mich einer von ihnen zu sein, und alles ├╝ber Datenvampire zu wissen. Ich sa├č vor dem Monitor und f├╝hlte mich auf der sicheren Seite.
Tr├╝gerisch?

Das leere Glas stellte ich auf die Sp├╝le, wollte Linda besuchen, die ich l├Ąnger nicht gesehen hatte, da setzte ich mich zur├╝ck auf meinem Platz.
Wie gl├╝hender Stahl, der in meinen Nacken dringt, kam mir der furchtbare Gedanke, was w├╝rde sie davon halten, wenn er mein Geheimnis zu ihr tr├Ągt tr├╝ge, und weiter; was w├╝rde dann geschehen? K├Ânnte er ihr dar├╝ber hinaus etwas antun? Es wurde Zeit, dass ich zu ihr kam; Erkl├Ąrungen waren f├Ąllig, so oder so.

Drau├čen ging es zugig zu.
Diese Welt erschien mir seltsam, die Menschen, die sich tats├Ąchlich an mich erinnerten, mich begr├╝├čten, um ein paar Worte zu wechseln, konnte ich nicht wie gewohnt per Knopfdruck ausschalten. Die Dreidimensionalit├Ąt, die hier vorherrschte, ├╝berforderte mich, in rascher Abfolge ver├Ąnderten die K├Ârper ihre Entfernungen und brachten meine Augen zum Tr├Ąnen. Hier gab es nat├╝rlich auch Farben, aber nicht in 256 Bit-Aufl├Âsung und h├Âher, das gewohnte grelle und schreiende Farbenbild fehlte hier; ich f├╝hlte mich nicht heimisch. Ich dachte einen Augenblick daran, was das Internet f├╝r Viron darstellte: seine Heimat! Und so verschlungen wie die Datenleitungen eines jeden Netzwerkes auch sein mochten : Elektronen finden ihren Weg. Meine Vermutung ging dahin, er habe heimlich eine versteckte Leitung in meiner DF├ť ÔÇô Datei installiert, w├Ąhrend ich verzweifelt versuchte, POP ÔÇô UP Fenster zu schlie├čen. Wahrscheinlich ein getarnter Schalter, den ich dabei anklickte. Nat├╝rlich w├╝rde ich weiter suchen; ich war nicht ganz so dumm, wie er dachte, vorerst w├╝rde ich ihn in Sicherheit wiegen. Ich wollte Linda informieren, dann einen Guru aufsuchen, von dem ich meinte, das er mir weiterhelfen k├Ânnte.

Den Finger auf den Klingelknopf, wenn es jemanden gab, dem ich gerne leibhaftig gegen├╝berstand, dann war es Linda. Mir war klar, dass ich mich zwischen einer heftigen Umarmung und einer deftigen Ohrfeige bewegte, sofern sie bereits von meiner Vorliebe f├╝r das Liebesleben der Pr├Ąriehunde wusste. Barf├╝ssiges Getrippel auf Holzdielen, die T├╝r flog auf, Linda sprang mir lachend in die Arme.
Wir taten, was wir taten, schlossen diskret alle T├╝ren. Der Besuch war kurz, bei einer letzten Zigarette versuchte ich ihr klar zu machen, dass sie in n├Ąchster Zeit ihre Flatline Flatrate? nicht all zu sehr beanspruchen sollte. Sie antwortete mir, das s ihre Zugangssoftware gerade neu installiert sei, und daher so was f├╝r einen Net-Junkie unm├Âglich ist. >Viron wird mich schon nicht ins Internet versklaven <, antwortete sie.

Ich war um sie besorgt, mit schwachen Knien schloss ich die Haust├╝r. Um den Eckpfosten des Treppengel├Ąnders sah ich etwas kleines, wei├čes aus meinem Blickfeld wuseln. Es zog eine d├╝nne Schnur hinter sich her. Eine gemeine Vermutung ├╝berkam mich. Ich raste den Treppenflur hinunter, dem kleinen flinken Ding hinterher. Mit Wucht warf ich meinen K├Ârper gegen die schwere Au├čent├╝r, trat nach drau├čen und schaute hektisch nach links und rechts. Sie legte mich rein, zu langsam schloss ich die T├╝r; Zeit genug f├╝r meine verr├Ąterische Maus ins Freie zu fliehen. Ich schrie: > Bleib, du Luder!< Ich rannte wie besessen hinter ihr her, Viron hatte sie geschickt, mich aus zu spionieren. Dieses verr├Ąterische Aas eilte mit ihrem Scrollrad und halsbrecherischer Geschwindigkeit auf ein Kaufhaus zu. Was sie dort wollte, konnte ich mir gut vorstellen ÔÇô eine Verbindung herstellen mit einem der Vorf├╝hrrechner. Schon erreichte sie die Eingangspforte, eine Dreht├╝r.
Sie drehte, ich drehte, ich ein halbes Mal hinein, sie ein ganzes Mal wieder hinaus. Ich wollte ihr nach ÔÇô also hinaus, sie flitzte abermals in ein Viertel der T├╝r hinein ins Kaufhaus, ich stand wieder drau├čen. Ich schlug gegen das Glas, als sie zwischen den F├╝ssen der Kunden verschwand folgte ich ihr w├╝tend ins Innere; zwei stabilen Herren in die Arme. Ich stand wieder drau├čen, sie hatte gewonnen. Das Mistst├╝ck sollte mir unter die Augen kommen.

Vorerst gab ich mich geschlagen, doch das nagte im Moment wenig an mir. Und es war mir jetzt nicht so wichtig.
Ich h├Ątte einen anderen Weg ins Kaufhaus suchen k├Ânnen, wollte aber nicht f├╝r noch mehr Aufsehen sorgen. Au├čerdem ging ich davon aus, das meine PC-Maus bereits Aufkl├Ąrung ├╝ber mein Tun in der Meat-Space gegeben hatte. Eine Niederlage konnte ich hinnehmen, Linda wollte ich sch├╝tzen; wenn ihr was passierte, w├╝rde ich mir das nicht verzeihen.
Wieder dr├╝ckte mein Finger einen Klingelknopf, ein Objektiv visierte mich an, durch das Gitter einer Sprechanlage knurrte eine Stimme: > Jetzt nicht! <
Hartmut Hogward hockte mit Sicherheit vor seinen Monitoren und war nicht dazu aufgelegt, Besuch zu empfangen. > Diggit, es ist wichtig.< Der T├╝r├Âffner schnarrte, ich trat ein. In seiner verkabelten Wohnung konnte nicht ein Bild an der Wand Platz finden, Kabelkan├Ąle schl├Ąngelten am Rauhputz entlang. Man brauchte den Kabeln nur zu folgen, an deren Ende fand man Ihn.
Er war unser Mann, wenn es ├ärger mit Internetph├Ąnomenen gab; Diggit war sein geheimer Spitzname f├╝r gute Bekannte und stammte von Digital ab. Er bearbeitete Tastaturen in einem abgedunkelten Raum, eine Wand beanspruchten Monitore gestapelt bis hoch zur Decke. > Was gibtÔÇÖs? < Sein Blick wanderte nicht fort von den Bildschirmen. > Viron ist wieder aufgetaucht, du musst mir helfen! Ein Mensch aus Fleisch und Blut, mit der Hilfe eines Rechners ins Internet geladen. Geht das? <
> Woher wei├čt du, was ich vorhabe? <
> Es ist mein Ziel, Viron zu besiegen. Wie ein Golem erschaffen aus Schlamm und Wasser, so ist er geboren aus s├Ąmtlich abgelegten Dateien der modernen Menschheit! < Im Grunde konnte ich mich nicht beklagen, das war doch die Action, die ich immer wollte. Den Kampf der gezeichneten Gladiatoren.
Ich ging wieder hinaus in die reale Welt. Sie kam mir roh und kalt vor, an keinen der Menschen kam ich heran, die um mich herum ihren Zielen nachliefen; als w├╝rde mich ein durchsichtiger Wall umgeben. Ich war in einer Parallelwelt gefangen. Ganz anders die Welt der Elektronen, dort kam ich aus mir heraus, zwiesp├Ąltig der Gedanke; aber ich hatte einen hervorragenden Lehrer und Mentor: Viron!

Zur├╝ck in meiner Wohnung, Linda sollte wie versprochen eine Nachricht erhalten, dass ich sicher heimgekommen war. Ich klappte den K├╝hlschrank auf, nahm mir eine Dose Roaring Dollar heraus, trank einen Schluck, als mein Drucker im Wohnzimmer zu rattern begann.
Das Ger├Ąt tat diesmal seinen Dienst ungewohnt langsam, ungeduldig fasste ich das Blatt an seinem Rand, als wolle ich es ihm mit Macht entrei├čen; in diesem Moment begann er allerdings zu rasen. Statt das Papier weiter aus seinem Schacht zu schieben, fra├č er es auf, hangelte sich blitzschnell heran an meine Hand. Noch bevor ich reagieren konnte, erfassten seine Walzen meine Finger, bogen sie ganz entgegen ihrer Natur. Ich schrie und war im gleichen Augenblick froh, das die ├ära der Nadeldrucker Vergangenheit war. Mit der freien Hand stemmte ich mich gegen das Geh├Ąuse, bem├╝ht, ein wichtiges K├Ârperteil seinem gierigen Schlund zu entziehen, doch er hatte Helfer. Pl├Âtzlich umschlang das Kabel der Tastatur meinen Hals, zog sich zusammen und nahm mir den Atem. ÔÇô Das Keyboard also auch - , nun musste meine stemmende Hand herhalten, um die Schlinge zu l├Âsen, das gab dem Drucker Gelegenheit, meine Finger weiter zu traktieren. Ich schaffte es, das Kabel zu lockern, ein Geruch von verschmortem Plastik stieg in meine Nase; Qualm stieg zwischen den Tasten des Boards auf. Die Tastatur erhob sich mit der Kraft von Myriaden von Elektronen und schlug mir auf den Kopf. In meiner Verzweiflung lie├č ich ab und ergriff die neu installierte Maus, in der Systemsteuerung klickte ich auf ÔÇ×Drucker anhaltenÔÇť. Hatte im Moment noch der verfluchte Drucker meine Finger in der Mangel wie ein altgedienter Catcher einen freiwilligen Narren im Ring, w├Ąhrend die qualmende Tastatur auf meinen Sch├Ądel einschlug, so war in der n├Ąchsten Sekunde Ruhe. Als letzten gemeinen Gru├č bekam ich einen Schwall Druckerschw├Ąrze ins Gesicht gespritzt. Bevor Viron weitere Ma├čnahmen ergreifen konnte, zog ich den Hauptstecker, dann befreite ich mich von allen Ger├Ąten.

Ich schob die schmerzenden Finger in den Mund, nach dieser letzten Eskapade zog ich Bilanz, ich konnte nicht viel auf meiner Haben-Seite verbuchen. Eigentlich sollte es mir doch leichter fallen, etwas gegen diesen Unhold zu unternehmen. Einen kurzen Blick schenkte ich noch der Bescherung, dann marschierte ich ins Bad; Wasser rauschte, ich hielt die Finger unter den Hahn. Ich verdiente etwas Geld mit Check OutÔÇÖs von PC-Spielen, ÔÇ×Taste the DevilÔÇť pflegte ich zu sagen, wenn es darum ging, neue Software durch zu spielen und deren verschiedene Teufel zu besiegen.
Meine verwundete Hand hielt zaghaft eine Scheibe Morning Dew mit Marmelade, auf dem K├╝chentisch stand ein ordentlicher Pott Kaffee vor mir.
Das Telefon klingelte. Ein Blick auf das Display ÔÇô Diggits Nummer, ahh ÔÇô er w├Ąhlte den klassischen Weg. > Hallo Randolf, wieso ist dein Computer ÔÇ×Out of SpaceÔÇť ? <
> Hmm, Dateivampire am Werk, hast du was Neues? <
> Komm her und sieh es dir an! <

Himmel, was f├╝r eine andere Welt in Diggits Keller.
Ein spinnenbeiniger Megacrawler, ganz in Aluminium ausgekleidet trug auf seinen ausgefahrenen Kiefern ein Tablett mit diversen Getr├Ąnken hinter uns her, denen wir schon einigerma├čen zugesprochen hatten, w├Ąhrend wir durch die Flure seiner heiligen Hallen schritten. In kurzen S├Ątzen hatte ich ihm bereits mein letztes Missgeschick beschrieben. Er trank einen Schluck Dozzy MellyÔÇÖs, nahm dann die Limonenscheibe vom Glasrand und warf sie geschickt dem Crawler zwischen die Kiefer direkt ins Maul. Das Unget├╝m kaute mit kurzen Schmatzern, dann schob es das Tablett mit den geleerten Gl├Ąsern darauf kurzerhand mit den kr├Ąftigen Kiefern hinterher. > Willst du Doktor Rob mitnehmen, er k├Ânnte dir bei deiner Sache behilflich sein. < Mit stieren Augen sah er auf seine Kreatur ÔÇô ganz klar, er hatte da etwas geraucht. > Du hast also eine M├Âglichkeit gefunden? < Hatte er; doch bevor wir dazu kamen, seine neueste Errungenschaft zu bestaunen, heulten Sirenen auf.
Grelle Leuchtpfeile wiesen uns den Pfad zum Mittelpunkt des Ausl├Âsers allen ├ťbels, ich wusste, wer es nur sein konnte.

Licht kann vieles verzerren, mal grell, mal d├╝ster. Und Dunkelheit? Dunkelheit kann manchmal auch Geborgenheit bieten, und ich w├╝nschte, die Monitore mit der miesen Szene, die sich uns bot, w├Ąren dunkel geblieben.
Ich h├Ątte es besser wissen m├╝ssen, Viron hatte schon l├Ąngst reagiert, nach dem Bericht meiner ├╝ber gelaufenen Maus f├╝hrte er seinen gemeinen Plan aus.
Das Bild erstreckte sich ├╝ber die gesamte Monitorwand, er hatte Linda gefangen genommen und ich sch├Ątzte, er w├╝rde es ├╝berheblich verraten, wie er das vollbracht hatte. Er sa├č auf einem h├Âlzernen Thron, die Arme ausgebreitet auf ausladenden Lehnen, dessen geschwungene Ausl├Ąufer in Pferdek├Âpfen endeten. Schleimende W├╝rmer krochen ├╝berall um ihn herum: auf dem Boden, an den W├Ąnden, hingen ├╝ber ihm an der Decke. Mein M├Ądchen stand sichtlich ersch├Âpft links neben ihm, gefesselt an einem Winsocket.

> Sieh meine Rache! <
Viron setzte sich in Pose, dieser verknitterte, faltige Bitsauger und Dokumentenhecht hatte sicherlich wieder eine Menge Mist abzulassen. Und er spannte uns nicht lange auf die Folter. > Ich werde deine Freundin zu meinem Vergn├╝gen opfern, oh ja, Dirty Randolf; und ich habe nichts dagegen einzuwenden, wenn du deinen Freund dazu einl├Ądst. < Er stieg hinab von seinen Thron, gl├Ąttete seine Falten. Sein Outfit bestand jetzt aus einem schwarzen Smoking, einen hohen Zylinder trug er auf dem Kopf. Mit einer theatralischen Handbewegung wies er auf Linda, W├╝rmer traten vermehrt aus Augen und N├╝stern der Pferdek├Âpfe. > Meine Dame, meine Herren < , er nickte uns beiden innerhalb des Monitors zu, > es ist mir eine Freude, eine Vorstellung der ganz besonderen Art zu bieten. Fr├Ąulein Linda, die zweite Muse meines ehemaligen Z├Âglings wird sich heute meinen gehorsamen W├╝rmern zum Fra├č vorwerfen! <
> Wir machen dir ein Angebot! < Diggit sprach den Satz. Ich selbst war nicht f├Ąhig, zu verhandeln. Kalter Schwei├č lag auf meiner Haut, meine Lippen begannen zu zittern.
> Was hast du zu bieten? <
> Ich habe nicht umsonst die Schriften von Lovespace und Poeke studiert, damit ich heute das kann, was ich kann! Wenn du sie nur freigibst, hol ich dich in die reale Welt. < Viron zeigte auf Linda, > sie kam ihrem Bildschirm zu nah, mit meiner Macht ├╝ber alle Elektronen und Magnetfelder zog ich sie in meine Welt. Meinst du nicht auch, das s ich umgekehrt hinaus treten k├Ânnte. <
> Nicht in Fleisch und Blut. In deiner Form hast du hier drau├čen keine Chance! <

Wir lie├čen einen staunenden Datenvampir zur├╝ck und drangen diesmal noch tiefer ein in diesen seltsamen Keller. Die langen Flure besa├čen runde Deckengew├Âlbe, Str├Ąnge an Kabeln, dicht an dicht, von verschiedener Farbe und Umfang. Man konnte meinen, aneinander gelegt, umspannten sie leicht die Erde. Die W├Ąnde zierten Bilder mit den schrillsten Farben von Website-Hintergr├╝nden. R├Ąume gingen links und rechts ab, in den aufgestellten Regalen lagerte Computerschrott, Diggits Ersatzteillager. Hier und da setzten sich kleine mechanische W├Ąchter in Bewegung, vom Aussehen her wie in Stahl und Chrom nachgebildete Tiere mit einem Objektiv auf der Stirn. W├Ąhrend einer dieser st├Ąhlernen Aufpasser um unsere Beine wieselte, betrachteten wir einen Raum, der haupts├Ąchlich aus Licht verschiedener Farben bestand; der Rest war eine einzige Apparatur. Wir bewegten uns in die Mitte, Diggit startete einen Rechner, lauter werdendes Summen begleitete eine elektrische Aufladung.
> Ich sende Viron jetzt eine Adresse, eine URL wird erstellt und eine IP vergeben, somit hat er den Code f├╝r das erste Rendezvous au├čerhalb seines Planeten. < Ich nickte bescheiden und sagte, > denk dran, er soll erst Linda freigeben! <
Das Summen schwoll an zu einem stetigen Heulen, Laserkanonen schossen Lichtblitze aufeinander ab. Es wurde verdammt hei├č in den Raum, zwischen den Kanonen entstand ein nebliges Rechteck, mit Blicken nicht zu durchdringen. > Die k├╝nstlich erzeugte Urmaterie wird Fleisch um die austretenden Pixel bilden. < Wieder nickte ich.

> Wagt es nicht, mich zu t├Ąuschen! < Viron war begierig darauf, endlich den ersten Schritt in unsere Welt zu tun. Linda erschien als erste aus dem Nebel, sobald sie den zweiten Fuss auf festen Boden setzte, schrie sie etwas mir unverst├Ąndliches, aber Diggit verstand.
Hastig wendete er sich zum PC, ├Âffnete im dargestellten Browser die Option ÔÇ×Verlauf leerenÔÇť und bet├Ątigte den Button. Im Augenwinkel sah ich Virons Arm mit der Klaue, die Linda hielt, wieder im Nebel verschwinden; sie hatte den richtigen Tip gegeben. Diggit schaute mich an: >Du wolltest doch deine Freundin retten und Viron besiegen! Also, deine Show, Cowboy! <
Ich ├Âffnete mit einem Mausklick den Papierkorb und best├Ątigte den richtigen Befehl: ÔÇ×Datei unwiederbringlich gel├ÂschtÔÇť erschien auf dem Bildschirm. Mir war, als h├Ârte ich einen d├╝nnen Schrei im Nichts, so als w├╝rde jemand in die unendlichen Weiten des Universums fallen.

ÔÇ×PatschÔÇť, ich rieb meine schmerzende Wange. > Hast du mir nicht etwas zu sagen! <
> ├ähh, n├Â! < ÔÇ×PatschÔÇť, die andere Wange schmerzte mir. > Reiche ich dir nicht. Musst du mit deinen sexuellen Phantasien auch noch die Pr├Ąriehunde bel├Ąstigen? < Ich schaute sie an, so war halt meine Linda.
> Ich bin einfach nur froh, das ich dich wieder habe. In Fleisch und Blut. <
> Das ist alles, was du dazu zu sagen hast? <
> Das ist alles! <
> Und das reicht dir? <
> Das reicht. Das reicht voll und ganz! <

Ende

***
Lieben Gru├č, Gabi

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bluesnote
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dateivampire und dokumentenhechte

Die Geschichte ist aus morgendlichen Schreib├╝bungen entstanden. Ganz ohne Planung. Vielen Dank f├╝r die Korrekturen.

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GabiSils
???
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Lieber Udo,

quote:
Die Geschichte ist aus morgendlichen Schreib├╝bungen entstanden. Ganz ohne Planung.

Was willst du damit sagen? M├Âchtest du die Geschichte selber als unausgereift abqualifizieren oder eventuelle Fehler damit erkl├Ąren?
Eine derartige Bemerkung macht mich immer etwas ratlos. Du schreibst doch, um gelesen zu werden; die Geschichte ist gut, witzig und lesbar, k├Ânnte aber mit etwas Feinarbeit noch besser werden - die (relativ wenigen) Rechtschreibm├Ąngel zu beseiigen ist ein erster Schritt.

Bist du an Textarbeit interessiert?

Gru├č
Gabi

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Renee Hawk
???
Registriert: Jan 2001

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Hallo Bluesnote,

deine Geschichte ist in einem Affentempo geschrieben und zieht mich als Leser in einen Rausch der Geschwindigkeit. Kaum aus der Puste von lesen, das Nachwort, was ein sehr sch├Âner Epilog war.
Es war ein Lesevergn├╝gen.

liebe Gr├╝├če
Rene├Ę

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